<Desc/Clms Page number 1>
EMI1.1
EMI1.2
u. a., an der Luft, besonders unter der Einwirkung von Wärme und Licht sieh durch Klebrig-bzw. Harzigwerden verändern und an Qualität einbüssen.
EMI1.3
stanzen auf.
Es wurde nun gefunden, dass man diesen Übelstand durch Behandlung der künstlichen oder natürlichen Kautschuksorten oder kautsehukähnlichen Substanzen mit solchen aromatischen und heterozyklischen Verbindungen beheben kann, die entweder zwei oder mehrere Aminogruppen oder wenigstens eine Aminogruppe neben Hydroxylgruppen enthalten. Es können auch Derivate oder Substitutionsprodukte derartiger Verbindungen benutzt werden, die z. B. Arylamino, Alkylamino-, Aral- kylaminogruppen oder substituierte Oxygruppen usw. enthalten.
Diejenigen aromatischen und heterozyklischen Verbindungen, die nur Hydroxylgruppen ent- halten, sollen zur Haltbarmachung von natürlichen Kautschuksorten dienen.
Von den oben angeführten Verbindungen seien z. B. die folgenden erwähnt : Benzyl-m-phenylen-
EMI1.4
o-Aminophenol, Mono-methyl-p-aminokresol, Aminonaphthole, wie l-Oxy-4-aminonaphthol und ihre Äther u. a. Ebenso können Halogen, Nitro-und andere Substitutionsprodukte der genannten Verbindungen sowie Kondensationsprodukte derselben mit andern Körpern, wie z. B. die Kondensationsprodukte aus a- Naphthol, Resorzin, Aminophenol, 1, 8- Naphthylendiamin mit Aldehyden. Ketonen, Säuren und Säurechloriden, Verwendung finden.
Man kann auch, statt die obengenannten Körper (Konservierungsmittel) einzeln zu verwenden, mit Erfolg Gemische mehrerer zwecks Konservierung des Kautschuks beimischen.
Was die Art des Vermischens bzw. der Behandlung des Kautschuks mit den obengenannten Körpern (Konservierungsmitteln) anbetrifft, so kann dieselbe je nach der Natur dieser Stoffe sehr verschieden sein. Man kann z. B. die Konservierungsmittel vor oder bei der Vulkanisation für sich oder mit Ölen oder festen organischen oder anorganischen Füllstoffen vermischt dem Kautschuk zusetzen, oder auch den Kautschuk mit Lösungen oder mit Dämpfen dieser Konservierungsmittel behandeln.
Ferner kann man auch den in üblicher Weise, z. B. in Benzol in Lösung gebrachten Kautschuk, mit den obengenannten Konservierungsmitteln versetzen.
Zur Herstellung von haltbaren künstlichen Kautschuken kann man auch in der Weise verfahren, dass man die obengenannten Konservierungsmittel schon bei der Polymerisation der hiezu dienenden polymerisierbaren Kohlenwasserstoffe, wie Erythren, Isopren, 2, 3-Dimethylbutadien und andern zusetzt.
Die schützende Wirkung dieser Konservierungsmittel erstreckt sich auch auf die Vulkanisate der Kautschuke und ihre Regenerate.
<Desc/Clms Page number 2>
Beispiel I.
Verwalzt man das nach Kondakow im Journal für praktische Chemie, Bd. 64, Seite 109/110, beschriebene Polymerisationsprodukt des ss-y-Dimethylbutadiens möglichst innig mit 1 1, 8-Naphthylen- diamin und setzt das so präparierte Kondakowsche Produkt der Einwirkung von Luft, Wärme und
EMI2.1
Produkt, das keinen konservierenden Zusatz erhalten hat. Naturkautschuk in ähnlicher Weise mit 1 % 1, 8-Naphthylendiamin behandelt zeigt in der Haltbarkeit ein ähnliches Verhalten.
Beispiel IL
Lösungen der nach den Verfahren der deutschen Patentschriften Nr. 250335, 254548, 250690 u. a. hergestellten Polymerisationsprodukte in Benzol oder Solvent-Naphtha werden mit einer Lösung von o-Aminophenol vermischt, u. zw. so, dass auf 100 Teile Polymerisat etwa 0-5 Teile o-Aminophenol zur Einwirkung kommen. Die nach dem Verdunsten dieser Lösung zurückbleibenden Häute zeigen schon bei diesem geringen Zusatz von Konservierungsmittel gegenüber dem nicht behandelten Produkt eine weit
EMI2.2
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren, um das Klebrigwerden bzw.
Verharzen von natürlichen und künstlichen Kautschuksorten bzw. kautsehukähnliehen Substanzen zu verhindern, darin bestehend, dass man diese Substanzen mit solchen aromatischen und heterozyklischen Körpern oder ihren Derivaten und Substitutionsprodukten behandelt, die zwei oder mehrere Aminogruppen oder wenigstens eine Aminogruppe neben Hydroxylgruppen oder derartig substituierte Gruppen im aromatischen Kern enthalten.
**WARNUNG** Ende DESC Feld kannt Anfang CLMS uberlappen**.