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AT516339A2 - Wehranlage, insbesondere Kiesschleuse - Google Patents

Wehranlage, insbesondere Kiesschleuse Download PDF

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AT516339A2
AT516339A2 ATA50776/2015A AT507762015A AT516339A2 AT 516339 A2 AT516339 A2 AT 516339A2 AT 507762015 A AT507762015 A AT 507762015A AT 516339 A2 AT516339 A2 AT 516339A2
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Lemberger Reimund
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Abstract

Die Erfindung betrifft eine Wehranlage mit einer Kiesschleuse, zumindest aufweisend eine höhenverstellbare Tauchwand (1), beispielsweise bestehend aus mehreren Dammbalken (2) aus Holz sowie eine an die Tauchwand (1) seitlich anschließende Stauvorrichtung (3) wie beispielsweise eine Staumauer. Die Tauchwand (1) weist Lochungen (4) auf, die unterhalb des Wasserspiegels angeordnet sind und einen Durchgang für Wanderfische bilden.

Description

Die Erfindung betrifft eine Wehranlage mit Kiesschleuse zumin¬dest aufweisend eine höhenverstellbare Tauchwand, beispielsweisebestehend aus mehreren Dammbalken aus Holz, eine an die Tauch¬wand seitlich anschließende Stauvorrichtung wie beispielsweiseeine Staumauer.
Derartige Wehranlagen sind im Stand der Technik vielfach bekanntund finden vielfältige Verwendung zum Aufstauen von fließendenGewässern.
Das Aufstauen der Gewässer kann dabei beispielsweise zurStromerzeugung aus Wasserkraft erfolgen. Insbesondere aufgrundsteigender Strompreise gewinnt die Stromerzeugung aus Wasser¬kraft wieder zunehmend an Bedeutung.
Bei der Wehranlage der eingangs genannten Art kann beispiels¬weise der Unterwasserspiegel etwa 80 cm tiefer liegen als deraufgestaute Oberwasserspiegel. Die Tauchwand einer derartigenWehranlage befindet sich üblicher Weise zum größten Teil unterWasser und liegt auf dem Grund, also der Flusssohle, auf. Um einzu hohes Aufstauen des Fließgewässers bei Hochwasser zu verhin¬dern, überragt die Tauchwand den Oberwasserspiegel lediglich umeinen vorbestimmten Bereich. Hierdurch ist es sichergestellt,dass bei Hochwasser die Tauchwand komplett überspült ist undkeine ungewollt hohe Aufstauung des Wassers erfolgt.
Bei den im Stand der Technik bekannten Wehranlagen mit Kies¬schleusen mit einer derartigen Tauchwand ist es nachteilig, dasskeine Durchgängigkeit für Wanderfische sowohl in Aufwärts¬richtung als auch in Abwärtsrichtung des Fließgewässers ermög¬licht ist.
Um Fischen sowohl ein Wandern in Aufwärtsrichtung als auch inAbwärtsrichtung des Fließgewässers zu ermöglichen, sind im Standder Technik Fischtreppen und Umgehungsgerinne verschiedensterArt an den Wasserläufen bekannt. Diese weisen jedoch vieleNachteile auf. Zum einen weisen diese einen hohen Platzbedarfauf, und zum anderen entstehen bei der Erstellung derartigerFischtreDDen und Umaehnnasapri nnp häufi α hnhp Knsfpn.
Des Weiteren können die im Stand der Technik bekannten Fisch¬treppen und Umgehungsgerinne häufig durch Verklausung mit Treib¬gut und Geschwemmsel jeglicher Art für die Fische unpassierbarwerden, sodass zur Aufrechterhaltung der ständigen Passierbar-keit hohe Wartungskosten zur Entfernung der Verklausung entste¬hen. Zudem ist es bei den bekannten Fischtreppen und Umgehungs¬gerinnen nachteilig, dass Fisch fressende Vögel, wie beispiels¬weise Kormorane leichten Zugriff auf die flussabwärts- undflussaufwärts wandernden Fische haben. Somit kann durch die imStand der Technik bekannten Fischtreppen und Umgehungsgerinneder Fisch häufig nicht seinem natürlichen Deckungsbedürfnisnachkommen.
Aufgrund des eingangs genannten Standes der Technik liegt dervorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Wehranlage mitKiesschleuse zu schaffen, bei der ein sicheres und ungehemmtesWandern von Wanderfischen sowohl in Aufwärtsrichtung als auch inAbwärtsrichtung des Fließgewässers gewährleistet ist, die dabeikostengünstig und einfach herstellbar ist und nur geringe oderkeine Wartungskosten bei gleichzeitig hoher Lebensdaueraufweist.
Zur Lösung dieser Aufgabe schlägt die Erfindung vor, dass dieTauchwand Lochungen aufweist, die unterhalb des Wasserspiegelsangeordnet sind und einen Durchgang für Wanderfische bilden.
Durch in der Tauchwand ausgebildete Lochungen können Wander¬fische ohne an die Wasseroberfläche zu schwimmen, die Tauchwandsowohl in Flussabwärtsrichtung als auch in Flussaufwärtsrichtungdurchwandern und somit weitestgehend gefahrlos zu ihren Laich¬plätzen und zurück von diesen gelangen. Eine Verklausung mitTreibgut und Geschwemmsel jeglicher Art ist bei einer derartigenerfindungsgemäßen Tauchwand weitestgehend ausgeschlossen, da dieLochungen unterhalb des Wasserspiegels angeordnet sind und eineAnsammlung, die zur Verklausung führt, üblicherweise an derWasseroberfläche erfolgt.
Zudem ist eine derartige Tauchwand kostengünstig und einfachhprstpl lhsr und wpi st· pinp hnhp T,phpnsiianpr auf.
Mittels einer derartigen erfindungsgemäßen Tauchwand ist demDeckungsbedürfnis des Fisches sowohl auf seiner Wanderung fluss¬aufwärts in Richtung seiner Laichgebiete als auch flussabwärtszurück auf sichere Art und Weise absolut nachgekommen.
Insbesondere kann besonders bevorzugt vorgesehen sein, dass dieLochungen in Fließrichtung des Fließgewässers ausgebildet sind.
Alternativ kann weiter besonders bevorzugt vorgesehen sein, dassdie Lochungen schräg zur Fließrichtung des Fließgewässers ausge¬bildet sind.
Zudem kann besonders bevorzugt vorgesehen sein, dass die Lochun¬gen verschiedene Durchmesser aufweisen.
Auch kann besonders bevorzugt vorgesehen sein, dass die Lochun¬gen kreisrund, oval oder ellipsenförmig ausgebildet sind.
Alternativ kann besonders bevorzugt vorgesehen sein, die Lochun¬gen polygonal, insbesondere dreieckig, viereckig odersechseckigausgebildet sind.
Die einen Durchgang bildenden Lochungen können dabei inverschiedensten Formen sowohl in Fließrichtung als auch schrägzur Fließrichtung des Fließgewässers ausgebildet sein. Zudemkönnen durch die verschiedenen Durchmesser und auch in Kombina¬tion mit verschiedenen runden Formen wie beispielsweise einerkreisrunden-, ovalen- oder ellipsen-Form oder auch einer polygo¬nalen Form wie insbesondere einer dreieckigen, viereckigen odersechseckigen Form verschiedenen Arten von Fischen der Durchgangdurch die Tauchwand ermöglicht werden. Dabei stellt die jewei¬lige Form und der jeweilige Durchmesser eine für den jeweiligenWanderfisch optimale Durchgangsform dar. So kann beispielsweiseeine Fischart durch kreisrunde, parallel zur Fließrichtung desFließgewässers ausgebildete Lochungen hindurchwandern und eineweitere, davon verschiedene Fischart die Tauchwand durch ellip¬senförmige und dabei schräg zur Fließrichtung des Fließgewässersangeordnete Lochungen durchwandern.
Dabei können um ein verletzungsfreies Durchwandern des Fischesdurch die jeweilige Lochform zu ermöglichen, an den jeweiligenRandbereichen der Lochungen Materialaussparungen an den Seiten¬randkanten der Lochung ausgebildet sein, sodass der jeweiligeFisch seiner Stromlinienform entsprechend durch die Lochunghindurch schwimmen kann.
Darüber hinaus kann besonders bevorzugt vorgesehen sein, dassvor oder an den Lochungen Mittel zur Begrenzung der Durchström-geschwindigkeit des die Lochungen durchströmenden Wassers ange¬ordnet sind.
Dabei kann besonders bevorzugt vorgesehen sein, dass die Lochun¬gen rohrartig verlängert sind, wobei die Verlängerungen zurBegrenzung der Durchströmgeschwindigkeit des durch die Lochungendurchströmenden Wassers eine von der Durchströmungsrichtungabweichende, insbesondere eine quer zur Durchströmungsrichtungmündende, Abwinklung aufweisen.
Durch derartige rohrartige Verlängerungen, die auch durch dieLochungen in Strömungsrichtung durchragende Rohrabschnittegebildet sein können, ist es ermöglicht, die sogenannte Leit¬strömung, also die Fließgeschwindigkeit des die Lochungen durch¬fließenden Wassers, zu justieren. Wanderfische entwickeln abeiner bestimmten Fließgeschwindigkeit des Wassers ein positivesrheotaktisches Verhalten, das heisst, sie richten sich zur Reiz¬quelle des fließenden Wassers aus. Dabei muss die Durchström-Geschwindigkeit des Fließwassers jeweils kleiner sein als diejeweilige leistbare Geschwindigkeit des die Lochung durch¬wandernden Fisches. Die Durchtrittszeit des Fisches sollte dabeigeringer sein als die maximale Zeit, die der Fisch die Geschwin¬digkeit, die zum Durchwandern der Lochung benötigt wird,aufrechterhalten kann.
Mittels der Abwinklung der rohrartigen Verlängerung der Lochungkann insbesondere durch den Winkel der Abwinklung die Durch¬strömgeschwindigkeit des durchfließenden Wassers reduziert odergezielt eingestellt werden.
Auch kann besonders bevorzugt vorgesehen sein, dass als Mittelzur Begrenzung der Durchströmgeschwindigkeit die Lochung jeweilsvon einer die jeweilige Lochung überdeckenden, von der jeweili¬gen Lochung beabstandeten Platte überdeckt ist, wobei die Platteoberwasserseitig in Strömungsrichtung vor der jeweiligen Lochungangeordnet ist.
Dabei kann besonders bevorzugt vorgesehen sein, dass die Platterechteckige oder quadratische Form aufweist und an drei der vierSeitenrandkanten der Platte mittels je eines Steges mit derTauchwand verbunden ist, wobei der Abstand zwischen Tauchwandund Platte durch die Höhe der Stege gebildet ist.
Durch eine derartige Anordnung einer Platte oberwasserseitig inStrömungsrichtung vor der jeweiligen Lochung ist eine besonderseffektive und durch die Größe der Platte einfach zu justierendeMöglichkeit zur Begrenzung beziehungsweise zum kontrolliertenEinstellen einer vorgewünschten Durchströmgeschwindigkeit desFließwassers durch die Lochung gegeben. Der Abstand der Plattevon der Tauchwand wird dabei durch die Höhe der an den Seiten¬randkanten der Platte angeordneten und die Platte mit der Tauch¬wand verbindenden Stege vorgegeben. Die Platte kann in ihrerGröße derart dimensioniert werden, dass sie die Durchgangs¬lochung für Wanderfische nur geringfügig oder aber in einemweiteren Bereich überdeckt. Somit ist sowohl durch den über¬deckenden Bereich als auch durch den durch die Stege gebildetenAbstand zur Tauchwand eine Einstellung der Fließgeschwindigkeitnach vorgegebenen Wünschen ermöglicht.
Das durchfließende Wasser muss zum Durchströmen der Lochungzuerst um die Platte herumströmen, um anschließend nach Durch¬strömen der Lochung wieder die ursprüngliche Fließrichtung fort¬zusetzen. Dabei wird die Fließgeschwindigkeit des Wassersbereits beim Aufprallen auf die Platte deutlich verringert undkann sowohl durch die Größe der Platte als auch durch die Höheder die Platte mit der Tauchwand verbindenden Stege an dievorgegebene maximale Fließgeschwindigkeit für den jeweiligendurchwandernden Fisch angepasst werden.
Weiter kann besonders bevorzugt vorgesehen sein, dass die Plattestarr ist.
Alternativ kann besonders bevorzugt vorgesehen sein, dass diePlatte flexibel ist.
Je nach Einsatzzweck, das heißt je nach zu berücksichtigenderWanderfischart kann sowohl eine starre als auch eine flexiblePlatte Verwendung finden. Insbesondere bei größeren Fischen istes diesen ermöglicht, die flexibel ausgebildete Platte, diebeispielsweise durch eine Gummiplatte gebildet ist, beim Durch¬wandern wegzudrücken, um sich den benötigten Platz zu schaffen.
Auch kann besonders bevorzugt vorgesehen sein, dass die Plattean einem der Stege angelenkt und entgegen der Strömungsrichtungdes Wassers verschwenkbar ist.
Hierdurch ist insbesondere auch bei der Anordnung einer starrenPlatte ein Verschwenken der Platte beim Durchwandern durch denFisch ermöglicht. Die Platte kann dabei beispielsweise mittelseines an einem der Stege angeordneten Scharniers an einem derStege angelenkt sein und sich in der Nichtgebrauchslage, dasheisst in der Lage, in der die Lochung nicht von einem Fischdurchschwommen wird, etwa parallel zur Tauchwand angeordnet istund in der Gebrauchslage, das heisst in der Situation, in derdie Platte vom durchschwimmenden Fisch berührt und weggedrücktwird, sich in einer spitzwinklig zur Tauchwand angeordneten Lagebefindet.
Schließlich kann besonders bevorzugt vorgesehen sein, dass dieTauchwand in ihrem dem Grund zugewandten Bereich eine Ausnehmungoder Ausbuchtung aufweist.
Durch die Anordnung einer derartigen Ausnehmung oder Ausbuchtungan dem den Grund zugewandten Bereich der Tauchwand können sichauf dem Grund des Fließgewässers befindliche Stoffe die Tauch¬wand passieren, ohne dabei eine Aufstauung vor der Tauchwand zuverursachen.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Figuren darge¬stellt und im Folgenden näher beschrieben.
Es zeigt:
Figur 1 eine erfindungsgemäße Kiesschleuse einer Wehranlage vonvorne gesehen;
Figur 2 ein Ausschnitt einer Tauchwand mit angedeuteter Lochungund vor der Lochung angeordneter Klappe in der Nichtgebrauchs¬lage der Klappe in Draufsicht;
Figur 3 desgleichen mit geöffneter Klappe;
Figur 4 ein weiteres Ausführungsbeispiel der Tauchwand aus Figur2 mit flexibler Klappe in Draufsicht;
Figur 5 das Ausführungsbeispiel aus Figur 2 in Fließrichtung vonvorne gesehen;
Figur 6 ein weiteres Ausführungsbeispiel mit rohrartiger Verlän¬gerung der Lochung in Draufsicht.
In Figur 1 ist die Kiesschleuse einer Tauchwand 1 gezeigt.Derartige Wehranlagen weisen zumindest eine höhenverstellbareTauchwand 1 und eine an die Tauchwand 1 seitlich anschließendeStauvorrichtung 3, wie beispielsweise eine Staumauer, auf. DieTauchwand 1 besteht aus mehreren übereinander angeordneten Damm-balken 2, die im Ausführungsbeispiel aus Holz gebildet sind.
Erfindungsgemäß weist die Tauchwand 1 Lochungen 4 auf, dieunterhalb des Wasserspiegels angeordnet sind und einen Durchgangfür Wanderfische bilden.
Wie insbesondere aus Figur 1 ersichtlich, sind an einer Tauch¬wand 1 viele, verschiedene Formen und verschiedene Durchmesseraufweisende Lochungen 4 ausgebildet. Hierdurch ist es vielenverschiedenen Fischarten ermöglicht, sowohl in Fließaufwärts-richtung als auch in Fließabwärtsrichtung des Fließgewässers dieTauchwand 1 zu durchwandern. Die Lochungen 4 sind dabei parallelzur Fließrichtung des Fließgewässers und/oder schräg zur Flie߬richtung des Fließgewässers ausgebildet. Zudem weisen dieLochungen 4 verschiedene Durchmesser auf. Um möglichst vielenFischarten ein Durchwandern zu ermöglichen, können die Lochungen verschiedene Formen, wie beispielsweise eine kreisrunde, eineovale, oder eine Ellipsenform aufweisen.
Alternativ und in den Figuren nicht gezeigt, können die Lochun¬gen 4 auch eine polygonale Form wie beispielsweise eine drei¬eckige, viereckige oder sechseckige Form aufweisen.
Somit ist sowohl durch die verschiedenen Durchmesser als auchdurch die verschiedenen Formen der Lochungen 4 ein Durchwandernfür viele verschiedene Fischarten durch die Tauchwand 1 aufsichere und einfache Art und Weise ermöglicht. Dadurch, dass dieLochungen 4 sämtlich unterhalb der Wasseroberfläche angeordnetsind, ist auch die Gefahr durch den Zugriff von Vögeln, wiebeispielsweise einem Kormoran deutlich verringert.
Um die Durchströmgeschwindigkeit des Fließgewässers gemäß derdurch den jeweiligen Fisch leistbaren Geschwindigkeit anzu¬passen, sind vor oder an den Lochungen 4 Mittel zur Begrenzungder Durchströmgeschwindigkeit des die Lochungen 4 durchströmen¬den Wassers angeordnet.
Wie insbesondere aus Figur 6 ersichtlich, können die Lochungen 4zur Regulierung der Durchströmgeschwindigkeit des Wassers rohr¬artig verlängert sein (bei 5). Dabei weist die Verlängerung 5zur Begrenzung der Durchströmgeschwindigkeit des durch dieLochungen 4 durchströmenden Wassers eine von der Durchströmungs¬richtung abweichende Abwinklung 6 auf. Die Abwinklung 6 ist imAusführungsbeispiel guer zur Durchströmungsrichtung mündendausgebildet. Durch den Winkel der Abwinklung 6 kann dabei dieDurchströmgeschwindigkeit des die Lochungen 4 durchströmendenWassers wunschgemäß reguliert werden, sodass die Durchström¬geschwindigkeit geringer ist als die jeweils leistbare Geschwin¬digkeit des die Lochung 4 mit Verlängerung 5 durchwanderndenFisches.
Wie aus den Figuren 2 bis 5 ersichtlich, kann als Mittel zurBegrenzung der Durchströmgeschwindigkeit die Lochung 4 jeweilsvon einer die jeweilige Lochung 4 überdeckenden, von der jewei¬ligen Lochung 4 beabstandeten Platte 7 überdeckt sein. Dabei ist die Platte 7 oberwasserseitig in Strömungsrichtung vor derjeweiligen Lochung 4 angeordnet. Die im Ausführungsbeispielgezeigten Platten 7 weisen rechteckige Formen auf. Alternativist auch eine von der rechteckigen Form abweichende Form, wiebeispielsweise eine quadratische Form, möglich.
Die Platte 7 ist an drei ihrer vier Seitenrandkanten mittelseines Steges 9 mit der Tauchwand 1 verbunden. Dabei bestimmt dieHöhe des Steges 9 jeweils den Abstand zwischen Tauchwand 1 undPlatte 7. Bei dem in den Figuren 2, 3 und 5 gezeigten Ausfüh¬rungsbeispiel ist die Platte 7 starr ausgebildet. Die in derFigur 4 dargestellte Platte 7 ist flexibel ausgebildet undbesteht aus Gummi.
Wie insbesondere aus den Figuren 2 bis 4 ersichtlich, ist diePlatte 7 an einem der Stege 9 angelenkt (bei 8) und entgegen derStrömungsrichtung des Wassers verschwenkbar. Die Platte 7 kannsomit vor dem Durchschwimmen der Lochung 4 durch den Fischentgegen der Strömungsrichtung des Wassers verschwenkt werden,um den Durchgang für den Fisch zu vergrößern, beziehungsweise zuerleichtern. Dabei kann insbesondere die flexibel ausgebildetePlatte 7 auch ohne Gelenk an dem Steg 9 befestigt sein und vomFisch bei Durchschwimmen weggedrückt werden, um das Durch¬schwimmen zu ermöglichen, beziehungsweise zu erleichtern.
Wie aus Figur 1 ersichtlich, weist die Tauchwand 1 in ihren demGrund zugewandten Bereich eine Ausnehmung oder Ausbuchtung 10auf. Hierdurch ist das Abführen von sich auf dem Grund desFließgewässers befindlichem Material ermöglicht, sodass eineVerklausung und gegebenenfalls Verstopfung der Lochungen 4 hier¬durch weitestgehend verhindert ist.
Die Erfindung ist nicht auf die Ausführungsbeispiele beschränkt,sondern im Rahmen der Offenbarung vielfach variabel.
Alle in der Beschreibung und/oder Zeichnung offenbarten Einzel-und Kombinationsmerkmale werden als erfindungswesentlich ange¬sehen .
Bezugszeichenliste : 1) Tauchwand 2) Dammbalken 3) Stauvorrichtung 4) Lochungen 5) rohrartige Verlängerung 6) Abwinklung an 5 7) Platte 8) Anlenkpunkt (9 an 7) 9) Steg 10) Ausbuchtung an 1

Claims (14)

  1. Patentansprüche : 1. Wehranlage mit einer Kiesschleuse, zumindest aufweisendeine höhenverstellbare Tauchwand (1), beispielsweise beste¬hend aus mehreren Dammbalken (2) aus Holz, eine an dieTauchwand (1) seitlich anschließende Stauvorrichtung (3)wie beispielsweise eine Staumauer, dadurch gekennzeichnet,dass die Tauchwand (1) Lochungen (4) aufweist, die unter¬halb des Wasserspiegels angeordnet sind und einen Durchgangfür Wanderfische bilden.
  2. 2. Wehranlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dassdie Lochungen (4) in Fließrichtung des Fließgewässersausgebildet sind.
  3. 3. Wehranlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dassdie Lochungen (4) schräg zur Fließrichtung des Fließge¬wässers ausgebildet sind.
  4. 4. Wehranlage nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurchgekennzeichnet, dass die Lochungen (4) verschiedene Durch¬messer aufweisen.
  5. 5. Wehranlage nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurchgekennzeichnet, dass die Lochungen (4) kreisrund, oval oderellipsenförmig ausgebildet sind.
  6. 6. Wehranlage nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurchgekennzeichnet, dass die Lochungen (4) polygonal, insbe¬sondere dreieckig, viereckig odersechseckig ausgebildetsind.
  7. 7. Wehranlage nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurchgekennzeichnet, dass vor oder an den Lochungen (4) Mittelzur Begrenzung der Durchströmgeschwindigkeit des dieLochungen (4) durchströmenden Wassers angeordnet sind.
  8. 8. Wehranlage nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dassdie Lochungen (4) rohrartig verlängert sind (bei 5), wobeidie Verlängerungen (5) zur Begrenzung der Durchström¬geschwindigkeit des durch die Lochungen (4) durchströmendenWassers eine von der Durchströmungsrichtung abweichende,insbesondere eine quer zur Durchströmungsrichtung mündende,Abwinklung (6) aufweisen.
  9. 9. Wehranlage nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dassals Mittel zur Begrenzung der Durchströmgeschwindigkeit dieLochung (4) jeweils von einer die jeweilige Lochung (4)überdeckenden, von der jeweiligen Lochung (4) beabstandetenPlatte (7) überdeckt ist, wobei die Platte (7) oberwasser¬seitig in Strömungsrichtung vor der jeweiligen Lochung (4)angeordnet ist.
  10. 10. Wehranlage nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dassdie Platte (7) rechteckige oder quadratische Form aufweistund an drei der vier Seitenrandkanten der Platte (7)mittels eines Steges (9) mit der Tauchwand (1) verbundenist, wobei der Abstand zwischen Tauchwand (1) und Platte(7) durch die Höhe der Stege (9) gebildet ist.
  11. 11. Wehranlage nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet,dass die Platte (7) starr ist.
  12. 12. Wehranlage nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet,dass die Platte (7) flexibel ist.
  13. 13. Wehranlage nach einem der Ansprüche 9 bis 12, dadurchgekennzeichnet, dass die Platte (7) an einem der Stege (9)angelenkt (bei 8) und entgegen der Strömungsrichtung desWassers verschwenkbar ist.
  14. 14. Wehranlage nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Tauchwand (1) in ihrem dem Grundzugewandten Bereich eine Ausnehmung oder Ausbuchtung (10)aufweist.
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