AT500465B1 - Faltkarton - Google Patents
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Description
2 AT 500 465 B1
Die Erfindung bezieht sich auf einen Faltkarton gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 bzw. 2 sowie auf ein Verfahren zu seiner Herstellung.
Solch ein Faltkarton ist aus der US 6189780 B1 bekannt. Dieser Faltkarton kann - nachdem er befüllt und verschlossen wurde - leicht geöffnet werden, indem der Deckel weggerissen wird (siehe Fig. 2 dieser Schrift). Eine ganz ähnliche Konstruktion ist aus der WO 2002070356 A1, Fig. 3C, bekannt.
Die Aufreißlinie ist bei diesen bekannten Faltkartons durch eine Perforationslinie gebildet. Nachteilig ist dabei der hohe Herstellungsaufwand. Mit der Wellpappemaschine kann man zwar Rillen anbringen, aber keine Perforationen stanzen. Dazu braucht man eine eigene Stanzvorrichtung, was natürlich die Herstellungskosten erhöht. Dies ist bei den bekannten Faltkartons insbesondere deshalb ein Problem, weil sich die Perforation fast über die gesamte Länge des Zuschnitts erstreckt (siehe Fig. 5 der US 6189780 B1). Dies erfordert eine entsprechend groß dimensionierte Stanzvorrichtung, und anderseits auch eine sehr exakte Positionierung des Zuschnitts in der Stanzvorrichtung, soll die Perforation parallel bzw. rechtwinkelig zu den zuvor auf der Wellpappemaschine angebrachten Rillen sein, was für die Maßhaltigkeit des aufgefalteten Kartons entscheidend ist.
Aus der DE 9307457 U1, Fig. 11-14 ist ein Faltkarton bekannt, bei dem zwei Perforationslinien gestanzt sind, sodass der Streifen dazwischen weggerissen werden kann. Wie gesagt, Perforationslinien zu stanzen erhöht aber den Herstellungsaufwand, weil eine Wellpappemaschine keine Perforationslinien stanzen kann, sodass auch hier eine eigene Stanzvorrichtung benötigt wird. Gemäß dieser Schrift liegt die eine Perforationslinie in der Biegelinie zwischen Seitenwand und Deckel, die andere knapp darunter in der Seitenwand. Dies ist ein weiterer Nachteil, weil dadurch die Seitenwand geschwächt wird.
In der DE 8031864 U1 sind Aufreißfäden erwähnt, es ist aber nicht beschrieben, aus welchem Material die Faltschachtel besteht und wie bei stabilem Material, wie z.B. Wellpappe, erreicht werden kann, dass man mit dem Aufreißfaden die Wellpappe aufreißen kann. In der DE 19617648 A1 ist ein Aufreißband in einer Verpackung aus Wellpappe beschrieben, bei dem gemäß den Zeichnungen in der Wellpappe Perforationslinien gestanzt sind. In der US 3593911 A ist schließlich beschrieben, dass der Deckel an zumindest drei Seiten von den Seitenwänden vollständig getrennt ist und nur mit einem Klebeband mit diesen verbunden ist.
Ziel der Erfindung ist es, die oben erwähnten Nachteile zu vermeiden und einen Faltkarton der eingangs erwähnten Art vorzuschlagen, der sich einfacher herstellen lässt.
Erfindungsgemäß wird dies bei einem Faltkarton der eingangs erwähnten Art durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1 oder des Anspruchs 2 erreicht.
Der Unterschied zwischen den beiden Ansprüchen ist lediglich die Breite des Aufreißfadens (schmal) bzw. Aufreißbandes (breit). Im Falle des (schmalen) Aufreißfadens kommt man mit einem Ritzer aus, im Falle des (breiten) Aufreißbandes sollte man einen zweiten Ritzer vorsehen.
Der Aufreißfaden bzw. das Aufreißband kann auf der Wellpappemaschine geklebt werden. Ebenso können Ritzer in Längsrichtung ganz einfach während des Durchlaufs durch die Wellpappemaschine angebracht werden. Der gesamte Öffnungsmechanismus lässt sich also in der Wellpappemaschine fertigen, was die Herstellungskosten entsprechen verringert.
Das erfindungsgemäße Herstellungsverfahren ist daher dadurch gekennzeichnet, dass auf derselben Wellpappemaschine, auf der der Zuschnitt hergestellt wird, der Aufreißfaden bzw. das Aufreißband angebracht wird und der bzw. die Ritzer eingeritzt werden. 3 AT 500 465 B1
Es ist dabei besonders zweckmäßig, wenn durch das Stanzen der Deckellaschen der Aufreißfaden bzw. das Aufreißband zwischen den Deckellaschen durchtrennt wird.
Auf diese Weise werden also vier einzelne Aufreißbänder bzw. Aufreißstreifen angebracht, ohne dass hier mehr Aufwand notwendig wäre als für einen zusammenhängenden Aufreißfaden bzw. Aufreißstreifen.
Wenn zum attraktiveren Anbieten des Inhalts im Geschäft eine Seitenwand zum Teil weggerissen werden kann, so wie dies in der US 6189780 B1 beschrieben ist, dann ist zwar eine Perforationslinie notwendig. Man kommt aber mit einer wesentlich kleineren Stanzvorrichtung aus, und auch die Ansprüche an die Positionierungsgenauigkeit sind geringer, denn eine ungenaue Positionierung gefährdet nicht die Maßhaltigkeit der gesamten Schachtel, sondern lediglich die genaue Position des wegreißbaren Teils.
Da die Seitenwände frei von Ritzern bleiben, wird eine Schwächung der Seitenwände, die für die Stapelbarkeit des Faltkartons wesentlich sind, vermieden.
Die Erfindung wird nun anhand der Zeichnungen näher erläutert. Es zeigt: Fig. 1 einen Zuschnitt für einen erfindungsgemäßen Faltkarton mit einem Aufreißfaden; Fig. 2 eine axonometri-sche Darstellung eines erfindungsgemäßen Faltkartons in aufgefaltetem Zustand; Fig. 3 den Faltkarton nach Fig. 2 mit angehobenem Deckel nach dem Herausreißen des Aufreißfadens; Fig. 4 einen erfindungsgemäßen Faltkarton mit Aufreißband in aufgerichtetem Zustand während des Öffnens; und Fig. 5 den Faltkarton nach Fig. 4 mit abgehobenem Deckel.
Der Zuschnitt 1 (siehe Fig. 1) weist Seitenwände 2, 3 auf, die über z.B. durch Rillen gebildete vorbereitete Biegekanten 11 miteinander verbunden bzw. durch diese begrenzt sind. Weiters ist eine Seitenwand 3 mit einer Klebelasche 4 über eine vorbereitete Biegekante 11 verbunden.
Die Seitenwände 2, 3 sind außerdem über vorbereitete Biegekanten 12 mit Bodenlaschen 5, 6 und über vorbereitete Biegekanten 10 mit Deckellaschen 7, 8 verbunden. Die Boden- und Deckellaschen 5, 6, 7, 8 sind durch Schlitze 9 voneinander getrennt. Beim Zuschnitt 1 ist ein Aufreißfaden 13 vorgesehen, der genau auf der Biegekante 10 verläuft. Im Bereich der Schlitze 9 ist dieser Aufreißfaden 13 unterbrochen. Dies ergibt sich automatisch während der Produktion, wenn der Faden angebracht wird, bevor die Schlitze 9 gestanzt werden.
Zum Aufrichten des Zuschnitts 1 zu einem Karton (siehe Fig. 2) wird der Zuschnitt 1 entlang der vorbereiteten Biegekanten 11 gefaltet, die Klebelasche 4 an ihrer Außenseite mit Klebpunkten versehen und mit der Innenseite der Seitenwand 2 verklebt. Weiters werden die Bodenlaschen 5, 6 nach innen entlang der Biegekanten 12 abgebogen und die Bodenlaschen 6 außen mit Klebepunkten versehen und mit den Innenseiten der Bodenlaschen 5 verklebt.
Nach dem Befüllen des Kartons werden die Deckellaschen 7, 8 nach innen gebogen und die Deckellaschen 8 an ihrer Außenseite mit Klebepunkten versehen und mit den Deckellaschen 7 verklebt.
Wie aus den Fig. 2 und 3 zu ersehen ist, werden die Biegekanten 10 durch an der Außenseite angebrachte Ritzer gebildet.
Durch Herausreißen des Aufreißfadens kommt es zur Trennung der Deckellaschen 7, 8 von den Seitenwänden 2, 3, sodass der Deckel 14 abgenommen werden kann. Dabei können die einzelnen Teile des Aufreißfadens schnell und ohne Drehen des Kartons herausgerissen werden.
Bei der Ausführungsform nach den Fig. 4 und 5 weist eine Seitenwand 3’ ein Fenster 15 auf, von dessen oberen Eckbereichen sich Perforierungen 16 zu den oberen Ecken der Seitenwand 3' hin erstrecken.
Claims (4)
- 4 AT 500 465 B1 Bei dieser Ausführungsform ist statt des Aufreißfadens ein Aufreißband 17 angebracht. An dessen beiden Längsrändern sind an der Außenseite Ritzer vorgesehen, wobei einer dieser beiden Ritzer entlang der Biegekanten 10 der Seitenwände 2 verläuft. Der jeweils andere Ritzer liegt parallel dazu im Deckel 14. 5 Zum Öffnen des Kartons werden die beiden Aufreißbänder 17 herausgerissen. Damit die Aufreißbänder 17 leicht gegriffen werden können, ist es zweckmäßig, entsprechende Grifflaschen mittels einer Perforation abzugrenzen, wie dies an sich bekannt ist. Sobald die Aufreißbänder 17 herausgerissen sind, kann man unter den Deckel 14 greifen und diesen abheben. Dabei wird io auch ein Steg 18 entlang der Perforierungen 16 abgetrennt. Patentansprüche: 1. Faltkarton, bei dem die Seitenwände (2, 3) über Biegekanten (10, 12) mit Boden- und Deckellaschen (5, 6; 7, 8) verbunden sind und der eine Aufreißlinie in der Biegekante (10) zwischen Seitenwänden (2, 3) und Deckellaschen (7, 8) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass ein separater Aufreißfaden (13) vorgesehen ist, der auf der Innenseite der Deckellaschen (7, 8) in der Biegekante (10) verläuft und dass an der Außenseite der Deckellaschen 20 (7, 8) ein Ritzer vorgesehen ist, der sowohl die Biegekante als auch die Aufreißlinie bildet.
- 2. Faltkarton, bei dem die Seitenwände (2, 3) über Biegekanten (10, 12) mit Boden- und Deckellaschen (5, 6; 7, 8) verbunden sind und der eine Aufreißlinie in der Biegekante (10) zwischen Seitenwänden (2, 3) und Deckellaschen (7, 8) aufweist, dadurch gekennzeichnet, 25 dass ein separates Aufreißband (17) vorgesehen ist, das auf der Innenseite der Deckella schen (7, 8) an deren Rand bei der Biegekante (10) verläuft und dass an den beiden Rändern des Aufreißbandes (17) an der Außenseite der Deckellaschen (7, 8) Ritzer vorgesehen sind, wobei einer der Ritzer sowohl die Biegekante als auch die Aufreißlinie bildet.
- 3. Verfahren zur Herstellung eines Zuschnitts für einen Faltkarton nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass auf derselben Wellpappemaschine, auf der der Zuschnitt hergestellt wird, der Aufreißfaden bzw. das Aufreißband angebracht wird und der bzw. die Ritzer eingeritzt werden.
- 4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass durch das Stanzen der Deckel laschen der Aufreißfaden bzw. das Aufreißband zwischen den Deckellaschen durchtrennt wird. 40 Hiezu 1 Blatt Zeichnungen 45 50 55
Priority Applications (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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AT11832004A AT500465B1 (de) | 2004-07-13 | 2004-07-13 | Faltkarton |
Applications Claiming Priority (1)
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AT11832004A AT500465B1 (de) | 2004-07-13 | 2004-07-13 | Faltkarton |
Publications (2)
Publication Number | Publication Date |
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AT500465A1 AT500465A1 (de) | 2006-01-15 |
AT500465B1 true AT500465B1 (de) | 2007-10-15 |
Family
ID=35508827
Family Applications (1)
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AT (1) | AT500465B1 (de) |
Cited By (1)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
WO2013129981A1 (en) * | 2012-02-29 | 2013-09-06 | Sca Hygiene Products Ab | Container comprising tear tape, a container blank, and a method for opening said container |
Citations (4)
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US3593911A (en) * | 1969-05-14 | 1971-07-20 | Fibreboard Corp | Removable tape for recloseable carton |
DE8031864U1 (de) * | 1980-11-29 | 1981-04-09 | Gustav Stabernack Gmbh, 6420 Lauterbach | Faltschachtel insbesondere zur Aufnahme von Sektflaschen |
DE9307457U1 (de) * | 1993-05-17 | 1993-07-15 | Grassner, Willi, 4018 Langenfeld | Faltschachtelzuschnitt |
DE19617648A1 (de) * | 1996-05-02 | 1997-11-13 | Impac Handelsgesellschaft Mbh | Versandumschlag |
-
2004
- 2004-07-13 AT AT11832004A patent/AT500465B1/de not_active IP Right Cessation
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AT500465A1 (de) | 2006-01-15 |
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