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Die Erfindung betrifft eine Schreibhilfe, bestehend aus einer flexiblen Schreibmine (die aus einer Metalllegierung besteht) und einem Mantel aus einer thermoplastischen Formmasse, welche im technischen, gewerblichem und schulischem Gebiet Anwendung findet.
In der deutschen Auslegeschrift DE 1 561 767 B1 wurde bereits ein Schreibstift vorgeschlagen, mit einer festen Schreibmine und einer thermoplastischen Umhüllung. Diese feste Schreibmine hielt man für notwendig, um den Aufbau als auch die Herstellbarkeit, eines Stiftes mit einer festen Schreibmine und einer Umhüllung aus einer thermoplastischen Formmasse, zu vereinfachen.
In einer weiteren deutschen Offenlegungsschrift DE 2753 755 A1 wurde auch eine Mine vorgeschlagen, welche aus Aluminium besteht. Diese Aluminium- Mine hielt man für notwendig, um Markierungen an Fliesen, Marmor und Keramik nicht verwischen und abputzen zu können.
Der neuen Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde den Stift biegsam zu machen, die Lebensdauer der Mine zu verlängern und sie Widerstandsfähiger gegen abrieb, stossen und brechen zu machen. Ausserdem wird sie den Aufbau und die Herstellbarkeit eines Stiftes mit einer thermoplastischen Umhüllung noch weiter vereinfachen und auch im späteren Einssatz sparsamer gestalten.
Ihre Flexibilität dient unter anderem zum Beschriften an schwer zugänglichen geometrischen Formen und kann genauso als Zirkel verwendet werden. Die neuartige Schreibhilfe schmiert, während oder nach dem Beschriften von zellulosehaltigen Materialien, nicht. Sie kann auch überschrieben werden (mit anderen Schreibhilfen wie z. B. Neonstift) ohne die Schrift zu verzerren oder zu verschmieren. Das Auslöschen funktioniert gleich wie beim herkömmlichen Bleistift, mit einem Radiergummi. Das Anspitzen ist bei manchen Schreibhilfe- Typen genau so einfach wie beim herkömmlichen Bleistift. Die Lösung dieser Aufgabe besteht darin, das die Mine aus einer Metalllegierung besteht, wobei jedes Metall von 1%- 100% Anteilen legiert werden kann und der Mantel aus einer thermoplastischen Formasse besteht, um dem Stift die Flexibilität und Biegsamkeit zu ermöglichen.
Die Zeichnungen dienen zur leichteren Erklärung der Schreibhilfe und sind ohne Massangaben, da die Höhe, Breite, Länge, der Durchmesser, die geometrische Form und das Zubehör (Zusatzeinrichtungen) individuell dem Einsatzgebiet anzupassen wären.
Fig. 1 ist eine Möglichkeit einer Mine (1)
Fig. 2 ist eine weitere Möglichkeit einer Mine (2)
Fig. 3 ist eine Möglichkeit einer Mine (1,2) mit Mantel (3) und Kappe (4)
Fig. 4 ist eine Möglichkeit einer Mine (1,2) mit Mantel (3), Radiergummi (6), Halteklammer (7) und Beschriftung (8)
Fig. 5 ist eine Möglichkeit einer Kappe (9) mit Spitz (10) für Zirkelanwendung
Fig. 6 ist eine Möglichkeit einer Vorrichtung (11,12,13) für Feineinstellung für Zirkelanwendung
Fig. 7-9 sind die möglichen Komponenten für Feineinstellung (11,12,13) für Zirkelanwendung:
Haken (11) mit Gewinde (15), Zwischenplatte (12) mit Bohrungen (14) und Rändelmutter (13) mit Innengewinde (16)
Fig. 10 ist eine Möglichkeit einer Mine (1,2) mit Mantel (3), Kappe (9,10) für Zirkelanwendung,
Vorrichtung für Feineinstellung (11,12,13,14,15,16) für Zirkelanwendung und angespitzt (5)
Eine Mine (1,2) aus einer Metalllegierung, wobei das Legierungsverhältnis eines jeden Metalls zwischen 1%-100% Anteilen liegen kann. Dies Ermöglicht die Flexibilität, eine lange Lebensdauer, eine Individualität des Einsatzgebietes und viele andere Vorteile gegenüber herkömmlichen Schreibhilfen. Die Herstellbarkeit einer solchen Mine würde auch, gegenüber bisherigen Minen als auch Schreibstiften, erleichtert werden, da die Gefahr des Brechens der Mine in der Produktion als auch im Versand ausgeschlossen werden könnte.
Die Länge, Breite, Höhe, Durchmesser und geometrische Form sowie die Metalllegierung sind individuell dem Einsatzgebiet anzupassen und können nicht als bestimmtes Mass angegeben werden. Als Fig. 1 ist eine runde Mine (1) dargestellt, die im kaufmännischen Bereich angewendet werden könnte, oder Fig. 2 eine eckige Mine (2) die im gewerblichen Bereich zur Anwendung kommen könnte. Angewendet können alle Metalllegierungen, die eine lesbare Kennzeichnung, auf einem zellulosehaltigem Werkstoff, hervorrufen.
Der Grad des Mischungsverhältnisses der einzelnen Metalle in der Metalllegierung dient zusätzlich dem definieren der Farbtiefe der Schreibhilfe (Grauton).
Spätere Minen können auch, durch Zumengen von Farbstoffen in die Metalllegierung, eine aus Farbe bestehende Kennzeichnung auf einem zellulosehaltigem Stoff hervorrufen.
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Beispiel 1
In einem Legierungsofen werden vermischt:
1000 Gewichtsanteile einer Metalllegierung der folgenden Zusammensetzung: a) 60 Gewichtsprozent S-Sn b) 38 Gewichtsprozent Pb c) 2 Gewichtsprozent Cu
Nach flüssig werden dieser Metalllegierung wird diese direkt über ein Kühlsystem in Verbindung mit Walzen zu einem Strang mit einem Durchmesser von 0,1mm-10mm verarbeitet, und kann sofort weiter bearbeitet werden oder auf Rollen für die spätere Bearbeitung aufbewahrt werden.
Die Herstellung solcher Endlosstränge, für die Miene des Schreibers, ist bekannt aus der Kabel- und Drahtproduktion und könnte hier angewendet werden.
Der Mantel (3), der um die Mine (1,2) angebracht wird, besteht aus einer thermoplastischen Formmasse, die als Griffhilfe dient und die Mine (1,2) beim Kennzeichnen von zellulosehaltigem Material stabilisieren soll. Der Mantel (3) wird vorerst aus einem Material, das Schrumpfschlauch genannt wird, in einer oder mehreren Schichten aufgetragen. Dies gewährleistet die Flexibilität und ermöglicht individuelle Einsatzgebiete. Der Mantel (3) dient ausserdem als Schutz gegen chemische und physikalische Einwirkungen auf die Mine (1,2) von aussen.
Es können auch auf einer Seite der Schreibhilfe Endkappen (4), Radiergummi (6), Haltehaken (7), Magneten und Phantasiegebilde im oder auf den Mantel (3) mit eingearbeitet werden. Ausserdem kann der Mantel (3) auf seiner gesamten Länge, Breite, Höhe und seinem Durchmesser mit einer Beschriftung (8) versehen werden. Dies wäre möglich mittels Einbrennen, Aufkleber bedruckt, Lackierung oder alle Arten von Beschriftungstechniken. Die Beschriftungen (8) können Einfärbig sein oder mehre Farben enthalten. Der Mantel (3) kann ebenso in mehreren Farben hergestellt werden, indem er auf seiner gesamten Länge, Breite, Höhe und seinem Durchmesser Einfärbig oder mit mehreren Farben beschichtet wird, um eine noch höhere Individualität der neuartigen Schreibhilfe zu ermöglichen (zum Beispiel durch lackieren).
Spätere Herstellungsarten von Mänteln (3) könnten sein : gummieren, aufkleben starrer Materialien auf die Mine (1,2) und alle anderen Techniken, die das Schreiben mit dieser Mine (1,2) möglich machen.
Manche Arten der neuartigen Schreibhilfe, aus bestimmten Metalllegierungen und Mänteln (3), können mit herkömmlichen Spitzern angespitzt (5) werden. Andere Arten der neuartigen Schreibhilfe können mit speziellen Spitzhilfen angespitzt (5) werden.
Die Länge, Breite, Höhe, Durchmesser oder geometrische Form ist individuell dem Einsatzgebiet anzupassen und kann nicht als bestimmtes Mass angegeben werden. Genau so die Farbe, die Art des chemischen Stoffes oder Materials, ist individuell dem Einsatzgebiet anzupassen und kann nicht als bestimmte Angabe beschrieben werden.
Manche Mäntel (3) der neuartigen Schreibhilfe können auch resistent gegen chemische Stoffe und Umwelteinflüsse eingesetzt werden.
Als Fig. 3 wird eine neuartige Schreibhilfe gezeigt mit Endkappe (4), Schrumpfschlauch (3) und angespitzt (5) für den Einsatz zum Beispiel in der Raumfahrt.
Als Fig. 4 wird eine neuartige Schreibhilfe gezeigt mit Radiergummi (6), Haltehaken (7), Schrumpfschlauch (3), Beschriftung (8) Aufkleber und angespitzt (5) für den Einsatz zum Beispiel in technischen Büros.
Beispiel 2
Der Mantel könnte, um die Herstellbarkeit des Stiftes so einfach als möglich in Serie zu produzieren, wie in der DE 1 561 767 B1 über eine Doppelschneckenextruder und mithilfe einer Pinole gefertigt werden. Hierbei werden die unter Beispiel 1 angeführten Endlosstränge in das Werkzeug eingeführt und der Mantel aufgespritzt. Wiederum entsteht ein Endlosstrang der gleich bearbeitet werden kann, oder zur späteren Bearbeitung auf Rollen gelagert werden kann.
Weitere Schritte bis zum fertigen Schreiber wären ablägen, anspitzen und bei Bedarf die Montage von Halteklammern, Radiergummi, Beschriftungen und Phantasiegebilden.
Ein weiteres Einsatzgebiet mancher Arten der neuartigen Schreibhilfe währe der Einsatz als
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Zirkel, wobei man hier auf einer Seite der neuartigen Schreibhilfe einen Aufsatz (Fig. 5) benötigt. Für präzises Zeichnen, mit der Anwendung Zirkel, wird ein zweiter Aufsatz (Fig. 6) benötigt. Der Umbau der neuartigen Schreibhilfe zum Zirkel (Fig. 10) ist sehr einfach.
Der erste Aufsatz (Fig. 5) besteh aus einer Kappe (9) das aussen in der Mitte ein spitzes Material (10) enthält. Dieser wird auf einer Seite der neuartigen Schreibhilfe aufgesetzt und kann als Mittelpunkt eines Kreises verwendet werden. Länge, Breite, Höhe, Durchmesser, Material und geometrische Form dieses Aufsatzes kann nicht mit einem Mass, einer Farbe oder Material festgelegt werden, da dies dem Einsatzgebiet der neuartigen Schreibhilfe angepasst werden muss.
Durch biegen der neuartigen Schreibhilfe, auf den gewünschten Radius der zu zeichnenden Form, kann diese gezeichnet werden.
Der zweite Aufsatz (Fig. 6) dient, im gebogenen Zustand der neuartigen Schreibhilfe, mit aufgesetztem ersten Aufsatz, dem präzisen Zeichnen einer Form. Zusammengesetzt ist der zweite Aufsatz aus zwei Haken (11),einer Zwischenplatte (12) und zwei Rändelmuttern (13). Die zwei Haken (11) sind an einem Ende zu einem Halbkreis gebogen und am anderen Ende mit einem Gewinde (15) versehen. Diese zwei Haken werden, auf der Seite wo sich die Gewinde befinden, durch eine Zwischenplatte (12) geführt. Die Zwischenplatte (12) ist mit zwei Löchern (14) oder Bohrungen (14) versehen, welche grösser sind als die Gewinde (15) der zwei Haken (11). Nachdem die zwei Haken (11) durch die Zwischenplatte (12) in die Löcher (14) geführt wurden, werden die zwei Haken (11) an den Gewinden (15) durch Rändelmuttern (13) mit Innengewinde (16) befestigt.
Der gesamte zweite Aufsatz wird nun an den Schenkeln (3) der neuartigen Schreibhilfe angebracht. Die neuartige Schreibhilfe kann so, durch anbringen des ersten und zweiten Aufsatzes, zum Zirkel umfunktioniert werden und ermöglicht ein präzises Zeichnen eines Kreises oder Form.
Länge, Breite, Höhe, Durchmesser und geometrische Form des zweiten Aufsatzes kann nicht mit einem Mass, einem Material oder Farbe angegeben werden, da dies dem Einsatzgebiet angepasst werden muss. Bei unterschreiten einer Mindestlänge der neuartigen Schreibhilfe kann diese nicht mehr das Einsatzgebiet oder die Anwendung des Zirkels ermöglichen und dient nur mehr als Schreibhilfe.
Ein wichtiger Punkt bei dieser neuartigen Schreibhilfe ist, dass man das gespitzte Abfallprodukt sammeln kann und an Rücknahmestellen zurückgeben kann. Dieses Abfallprodukt wird zurück an den Hersteller gebracht und kann vollkommen recycelt werden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Schreibhilfe, bestehend aus einer biegsamen Schreibmine und einem Mantel aus einer thermoplastischen Formmasse, dadurch gekennzeichnet, dass die Mine (1,2) aus einer
Metalllegierung besteht.