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Die Erfindung bezieht sich auf eine Glasscheibe mit Halterungsteilen, zwischen denen die Glasscheibe gehalten ist, und mit mindestens einem flächigen voltaischen Element mit Leitungen für die Ableitung von Strom, die radial zwischen den Halterungsteilen eintreten und axial bei einem der Halterungsteile austreten.
Eine derartige Glasscheibe ist aus der EP 0 017 334 A 1 bekannt. Die Halterungsteile sind lelstenförmig ausgebildet. Eine derartige Glasscheibe ist hauptsächlich für eine horizontale bzw. annähernd horizontale Montage geeignet.
Bei Glasfassaden erfolgt die Befestigung von Glasscheiben, insbesondere Verbundglaselementen, mittels hinter der Glasscheiben angeordneter Punkthalter. Diese Punkthalter treten durch Aussparungen in den Glasscheiben hindurch und fixieren die Glasscheiben an der tragenden Kon- struktion.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine optimale Ableitung des elektrischen Stromes bei einer Glasfassade zu schaffen, die zumindest teilweise von Glasscheiben mit voltaischen Elementen gebildet wird
Die erfindungsgemässe Aufgabe wird dadurch gelöst, dass die Halterungsteile in an sich bekannter Welse als zwei miteinander kuppelbare, vorzugsweise miteinander verschraubbare Halterungsteller ausgebildet sind, die einen Befestiungsbeschlag bilden, der durch eine Aussparung, vorzugsweise ein umfanggeschlossenes Loch, in der Glasscheibe ragt und mittels einer Befestigungsschraube an einer tragenden Konstruktion verankerbar ist.
Damit die Leitungen für die Ableitung von Strom ungehindert durch den Halter für die Glasscheibe durchgeführt werden können, ist in einem Ausführungsbeispiel der Erfindung vorgesehen, dass die Halterungsteller mittels separaten Schrauben, die vorzugsweise im Bereich der zylindrischen Ansätze angeordnet sind, verschraubt sind.
Vorteilhaft werden die Leitungen innerhalb der Glasscheibe von flachen Metallstreifen gebildet, die im Bereich der Halterungsteller mittels Kupplungen an Runddrähte oder Litzen angeschlossen sind Über die Runddrähte bzw. Litzen wird der Strom zum Gebäude abgeleitet.
Um eine Oxidierung der Leitungen im Kupplungsbereich zu vermeiden, ist in einem Ausführungsbeispiel der Erfindung vorgesehen, dass die Aussparung mit einem Kunststoffmatenal, Wachs od. dgl. ausgegossen ist und die Leitungen in dieses Material eingebettet sind. Vorteilhaft wird als Kunststoffmaterial Polyurethan eingesetzt.
Nachfolgend werden zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der Figuren der beiliegenden Zeichnungen beschrieben.
Es zeigen :
Die Fig 1 eine Seitenansicht auf einen erfindungsgemässen Befestigungsbeschlag ; die Fig. 2 eine Draufsicht auf den äusseren Halterungsteller des Befestigungsbeschlages ; die Flg. 3 einen Schnitt nach der Linie A-A der Fig. 2 ; die Fig 4 einen Schnitt nach der Linie B-B der Fig 3 ; die Fig. 5 eine Seitenansicht einer Abdeckung ; die Fig. 6 einen Axialschnitt durch eine Befestigungsschraube ; die Fig. 7 einen Schnitt analog der Flg. 3 gemäss einem weiteren Ausführungsbeispiel der
Erfindung ; die Fig. 8 einen Schnitt nach der Linie B-B der Fig. 7 und die Fig. 9 zeigt eine Draufsicht auf eine erfindungsgemässe Glasscheibe.
Die erfindungsgemässen Glasscheiben 1 (Fig. 3) werden im allgemeinen als Glasfassade über Stützstreben an einer Gebaudefront befestigt.
Die erfindungsgemässe Glasscheibe 1 besteht im gezeigten Ausführungsbeispiel aus zwei miteinander verklebten Einzelscheiben 2,3, zwischen denen sich mehrere voltaische Elemente 4 befinden. Die voltaischen Elemente 4 sind mit Leitungen versehen bzw. verbunden, mittels denen der Strom aus den voltaischen Elementen 4 abgeleitet wird. Die Leitungen werden im Ausführungsbeispiel von flachen Metallstreifen 5 gebildet.
Die Glasscheibe 1 ist mit mehreren lochförmigen Aussparungen 6 versehen, in deren Bereich der Befestigungsbeschlag 7 angeordnet ist. Der Befestigungsbeschlag 7 besteht aus einem inneren, d. h. der Glasfassade zugewandten Halterungsteller 8 und einem gegenüberliegenden äusseren Halterungsteller 9. Die Halterungsteller 8,9 sind im Ausführungsbeispiel mittels dreier separater Schrauben 10 verschraubt Die Schrauben 10 sind in Muttergewinden 11 im Halterungsteller 8
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gehalten und ragen durch Löcher im Halterungsteller 9,
Beide Halterungsteller 8,9 sind mit zylindrischen Ansätzen 13,14 (Fig. 7) versehen, die in die Aussparung 6 der Glasscheibe 1 ragen und in deren Bereich die Schrauben 10 angeordnet sind.
Zwischen der Glasscheibe 1 und den Halterungstellern 8,9 sind separate Dichtungen 15, beispielsweise aus Gummi oder Kunststoff eingelegt.
Der äussere Halterungsteller 9 weist eine mittige Öffnung 17 (Fig. 2) auf. Die Öffnung 17 ist mit einem Muttergewinde versehen, in das ein Gegengewinde eines an der Abdeckkappe 16 (Fig. 7) ausgebildeten bolzenartigen Vorsprunges 18 eingreift.
Bei der Montage der Glasscheibe 1 können die beiden Halterungsteller 8,9 fixiert und zusammen mit der Glasscheibe 1 mittels einer Befestigungsschraube 20 an einem Traggerüst od. dgl. montiert werden. Anschliessend werden die Metallstreifen 5 und die Kabel 24, die zusammen die Leitungen für die Ableitung von Strom bilden, durch die Kupplungen 25 verbunden. Vorzugsweise sind die Kupplungen 25 als Steckkupplungen ausgebildet. Es kann sich jedoch auch um eine Schweissverbindung handeln.
Im Ausführungsbeispiel nach der Fig. 3 ist der innere, d. h. der dem Gebäude zugekehrte Halterungsteller 8 mit einem Langloch 19 versehen, durch das die Befestigungsschraube 20 ragt. Die Befestigungsschraube 20 weist einen Kopfteil 21 auf, der sich an einer Haltefläche 22 des Halterungstellers 8 abstützt und diesen klemmend hält. Im Kopfteil 21 ist ein Innensechskant 27 od. dgl. ausgebildet, über den die Befestigungsschraube 20 gedreht werden kann. Der Halterungsteller 8 ist in bezug auf die Befestigungsschraube 20 über die Länge des Langloches 19 verschiebbar, wodurch Montagedifferenzen ausgeglichen werden können.
Die Befestigungsschraube 20 ist als Hohlzylinder ausgebildet mit einer axial durchgehenden Öffnung 23, durch die Kabel 24 ragen, die innerhalb der Aussparung 6 über Kupplungen 25 an die Leitungen 5 angeschlossen sind und zusammen mit diesen die Leitungen für die Ableitung von Strom aus den voltaischen Elementen 4 bilden.
Im Ausführungsbeispiel nach der Fig. 7 ist die Befestigungsschraube 20 in ein Muttergewinde 26 im Halterungsteller 8 eingeschraubt. Die Befestigungsschraube 20 weist in diesem Ausführungsbeispiel am hinteren Ende einen Innensechskant 27 od. dgl. auf, der den Angriff eines Inbusschlüssels ermöglicht
Um eine Oxidation der von den Metallstreifen 5 und den Kabeln 24 gebildeten Leitungen für die Ableitung von Strom im Bereich der Kupplungen 25 zu vermeiden, sind die Aussparungen 6 vorzugsweise mit einem Material geringer elektrischer Leitfähigkeit, beispielsweise Wachs oder einem Kunststoffmaterial wie Polyurethan, ausgefüllt.
Die Leitungen für die Ableitung von Strom treten bei den Befestigungsbeschlägen 7 zwischen den Halterungstellern 8,9 radial ein und durch den inneren Halterungsteller 8 und die Befestigungsschraube 20 axial aus. Es gibt daher keine optisch störenden Anschlüsse.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Glasscheibe mit Halterungsteilen, zwischen denen die Glasscheibe gehalten ist, und mit mindestens einem flächigen voltaischen Element mit Leitungen für die Ableitung von
Strom, die radial zwischen den Halterungsteilen eintreten und axial bei einem der Halte- rungssteile austreten, dadurch gekennzeichnet, dass die Halterungsteile in an sich bekann- ter Welse als zwei miteinander kuppelbare, vorzugsweise miteinander verschraubbare Halterungsteller (8, 9) ausgebildet sind, die einen Befestigungsbeschlag bilden, der durch eine Aussparung (6), vorzugsweise ein umfanggeschlossenes Loch, in der Glasscheibe (1) ragt und mittels einer Befestigungsschraube (20) an einer tragenden Konstruktion vera- nkerbar ist.
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The invention relates to a glass sheet with mounting parts between which the glass sheet is held, and with at least one flat voltaic element with lines for discharging current, which enter radially between the mounting parts and exit axially from one of the mounting parts.
Such a glass pane is known from EP 0 017 334 A1. The bracket parts are lelsten-shaped. Such a glass pane is mainly suitable for horizontal or approximately horizontal mounting.
In the case of glass facades, glass panes, in particular laminated glass elements, are fastened by means of point holders arranged behind the glass panes. These point holders pass through recesses in the glass panes and fix the glass panes to the load-bearing structure.
The object of the invention is to provide an optimal discharge of the electrical current in a glass facade, which is at least partially formed by glass panes with voltaic elements
The object of the invention is achieved in that the mounting parts are designed in known catfish as two coupling plates, which can be coupled together, preferably screwed together, and which form a mounting bracket that projects through a recess, preferably a circumferentially closed hole, in the glass pane and by means of a mounting screw can be anchored to a supporting structure.
So that the lines for the discharge of current can be passed through the holder for the glass pane unhindered, it is provided in one embodiment of the invention that the holder plates are screwed by means of separate screws, which are preferably arranged in the area of the cylindrical lugs.
The lines within the glass pane are advantageously formed by flat metal strips which are connected to round wires or strands in the area of the mounting plate by means of couplings. The current is conducted to the building via the round wires or strands.
In order to avoid oxidation of the lines in the coupling area, it is provided in one embodiment of the invention that the recess is cast with a plastic material, wax or the like, and the lines are embedded in this material. Polyurethane is advantageously used as the plastic material.
Two exemplary embodiments of the invention are described below with reference to the figures in the accompanying drawings.
Show it :
1 shows a side view of an attachment fitting according to the invention; Figure 2 is a plan view of the outer bracket plate of the mounting bracket. the Flg. 3 shows a section along the line A-A of FIG. 2; 4 shows a section along the line B-B of FIG. 3; 5 is a side view of a cover; 6 shows an axial section through a fastening screw; 7 is a section analogous to the Flg. 3 according to a further embodiment of the
Invention; 8 shows a section along line B-B of FIG. 7 and FIG. 9 shows a plan view of a glass pane according to the invention.
The glass panes 1 according to the invention (FIG. 3) are generally attached as a glass facade to a building front via support struts.
In the exemplary embodiment shown, the glass pane 1 according to the invention consists of two individual panes 2, 3 bonded to one another, between which there are several voltaic elements 4. The voltaic elements 4 are provided or connected by means of which the current is derived from the voltaic elements 4. In the exemplary embodiment, the lines are formed by flat metal strips 5.
The glass pane 1 is provided with a plurality of hole-shaped recesses 6, in the area of which the fastening fitting 7 is arranged. The mounting bracket 7 consists of an inner, d. H. the holder plate 8 facing the glass facade and an opposite outer holder plate 9. The holder plates 8, 9 are screwed in the exemplary embodiment by means of three separate screws 10. The screws 10 are in nut threads 11 in the holder plate 8
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held and protrude through holes in the holder plate 9,
Both mounting plates 8, 9 are provided with cylindrical shoulders 13, 14 (FIG. 7) which protrude into the recess 6 in the glass pane 1 and in the area of which the screws 10 are arranged.
Separate seals 15, for example made of rubber or plastic, are inserted between the glass pane 1 and the holding plates 8, 9.
The outer mounting plate 9 has a central opening 17 (FIG. 2). The opening 17 is provided with a nut thread into which a mating thread of a bolt-like projection 18 formed on the cover cap 16 (FIG. 7) engages.
When mounting the glass pane 1, the two mounting plates 8, 9 can be fixed and, together with the glass pane 1, can be mounted on a supporting frame or the like by means of a fastening screw 20. The metal strips 5 and the cables 24, which together form the lines for the discharge of current, are then connected by the couplings 25. The couplings 25 are preferably designed as plug-in couplings. However, it can also be a welded joint.
In the exemplary embodiment according to FIG. 3, the inner, ie. H. the bracket plate 8 facing the building is provided with an elongated hole 19 through which the fastening screw 20 protrudes. The fastening screw 20 has a head part 21 which is supported on a holding surface 22 of the mounting plate 8 and holds it by clamping. An internal hexagon 27 or the like is formed in the head part 21, via which the fastening screw 20 can be rotated. The holder plate 8 is displaceable with respect to the fastening screw 20 over the length of the elongated hole 19, whereby assembly differences can be compensated.
The fastening screw 20 is designed as a hollow cylinder with an axially continuous opening 23, through which the cables 24 protrude, which are connected to the lines 5 via couplings 25 within the recess 6 and together with these the lines for deriving current from the voltaic elements 4 form.
In the exemplary embodiment according to FIG. 7, the fastening screw 20 is screwed into a nut thread 26 in the holder plate 8. In this exemplary embodiment, the fastening screw 20 has an internal hexagon 27 or the like at the rear end, which enables the attack of an Allen key
In order to avoid oxidation of the lines formed by the metal strips 5 and the cables 24 for discharging current in the area of the couplings 25, the cutouts 6 are preferably filled with a material of low electrical conductivity, for example wax or a plastic material such as polyurethane.
The lines for deriving current enter radially in the fastening fittings 7 between the mounting plates 8, 9 and axially through the inner mounting plate 8 and the mounting screw 20. There are therefore no optically disturbing connections.
PATENT CLAIMS:
1. Glass pane with mounting parts, between which the glass pane is held, and with at least one flat voltaic element with lines for the derivation of
Current entering radially between the holder parts and emerging axially at one of the holder parts, characterized in that the holder parts in known catfish are designed as two holder plates (8, 9) that can be coupled together, preferably screwed together, one Form a fastening fitting which projects through a recess (6), preferably a circumferentially closed hole, in the glass pane (1) and can be anchored to a supporting structure by means of a fastening screw (20).