<Desc/Clms Page number 1>
Die Erfindung bezieht sich auf eine Drahtbiegemaschine, insbesondere zum Biegen von Baustahldrähten, mit ein oder zwei langsverfahrbaren, einen Biegekopf aufnehmenden Biegeschlitten, wobei der Biegekopf zwei hochragende, zwischen sich einen in Längsrichtung ausgerichteten Einlegespalt zum Einlegen eines zu biegenden Drahtstückes freilassende Biegedorne sowie auf der dem Biegeende des Drahtstückes zugewandten Seite der Biegedome einen um eine dornachsparallele, im Bereich des Einlegespaltes verlaufende Schwenkachse schwenkverstellbaren Biegearm mit einem gleichsinnig zu den Biegedomen hochragenden Biegezapfen und auf der dem Biegeende abgewandten Biegedomseite eine Drahtklemme mit zwei quer zur Spaltrichtung bewegbaren Klemmbacken aufweist.
Bei diesen Drahtbiegemaschinen werden die ausgerichteten und entsprechend abgelängten Drahtstücke in den Einlegespalt zwischen den Biegedomen eingebracht, mit der Drahtklemme festgehalten und dann das frei auf der einen Biegedomseite vorstehende Drahtstückende durch Schwenkverstellen des Biegearmes mit dem Biegezapfen um den einen oder anderen Biegedorn gebogen, so dass je nach Schwenkrichtung des Schwenkarmes auch in die eine oder andere Richtung gebogene Drahtstücke entstehen Da der zu wählende Biegeradius der Drahtstücke vom jeweiligen Drahtdurchmesser abhängt und dieser Biegeradius vom Durchmesser des Biegedoms bestimmt wird, lassen sich auf den bekannten Drahtbiegemaschinen mit ein und denselben Biegewerkzeugen immer nur Drahtstücke eines bestimmten,
dem jeweiligen Dorndurchmesser angepassten Durchmesserbereiches biegen und das Biegen von Drahtstücken entsprechend abweichender Durchmesserbereiche bedarf einer Umrüstung der Biegemaschine auf geeignete Biegewerkzeuge.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Drahtbiegemaschine der eingangs geschilderten Art zu schaffen, die das Biegen von Drähten unterschiedlichster Drahtdurchmesser mit gleichbleibenden Biegewerkzeugen erlaubt und sich darüber hinaus durch ihre vielfältigen Biegemöglichkeiten auszeichnet.
Die Erfindung löst diese Aufgabe dadurch, dass die beiden Biegedome jeweils wenigstens zwei zur Längsmittelebene des Einlegespaltes symmetrisch angeordnete, gegeneinander zum Einlegespalt hin radial versetzte und eine gemeinsame, den Einlegespalt begrenzende Tangentialebene bestimmende Domabschnitte unterschiedlichen, nach oben hin von Domabschnitt zu Dornabschnitt abnehmenden Durchmessers umfassen, dass vorzugsweise auch der Biegezapfen den Dornabschnitten in Anzahl, Höhe und Durchmesser gleiche Zapfenabschnitte bildet, deren gegeneinander radial versetzte Achsen in einer gemeinsamen Axialebene durch die Schwenkachse des Biegearmes liegen und deren Radialabstände von der Schwenkachse jeweils das Mass des um die halbe Einlegespaltweite vergrösserten Abschnittsdurchmessers übersteigt,
wobei die Biegedorne und gegebenenfalls der Schwenkarm mit dem Biegezapfen in Achsrichtung gegenüber einer durch eine Auflage für die Drahtstücke vorgegebenen achsnormalen Biegeebene entsprechend den Dornabschnitten höhenverstellbar gelagert sind, und dass die Drahtklemme aus einer Offenstellung mit auf die Tangentialebenen der Domabschnitte ausgerichteten Klemmbacken in Abhängigkeit vom Biegen um den einen oder anderen Biegedom durch wahlweises Querbewegen der diesem Biegedom jeweils gegenüberliegenden Klemmbacke betätigbar ist.
Auf Grund der unterschiedlichen Domabschnitte und der Höhenverstellbarkeit der Biegedome gegenüber der Biegeebene können die Biegedome auf die jeweils zu biegenden Durchmesserbereiche abgestimmt werden, indem die für diese Durchmesserbereiche passenden Domabschnitte in eine gegenüber der Biegeebene biegegerechte Höhenlage gebracht werden. Um diese Dornabschnitte können dann die Drahtstücke mit geeignetem Biegeradius gebogen werden, wobei die Anpassung der Biegedome an die jeweiligen Drahtdurchmesser nach jedem Biegevorgang durch einfache Auswahl der entsprechenden Domabschnitte und entsprechender Hubverstellung erfolgt und daher unterschiedliche Drahtstücke auch in beliebiger Reihenfolge hintereinander einwandfrei zu biegen sind.
Da der Einlegespalt auf den grösstmöglichen Drahtdurchmesser ausgelegt ist, wird die Drahtklemme durch wahlweises Beaufschlagen der einen oder anderen Klemmbacke nicht nur zum eigentlichen Klemmen der Drahtstücke, sondern auch zum Anlegen der Drahtstücke an den jeweils einzusetzenden Biegedorn genutzt, so dass es auch bei gegenüber dem Einlegespalt kleinen Drahtdurchmessem zu einem ordnungsgemässen Biegen nach der einen oder anderen Seite kommt.
Durch eine der Biegedornabstufung entsprechende Biegezapfenabstufung in Zapfenabschnitte, die bei üblichen Biegevorgängen nicht unbedingt
<Desc/Clms Page number 2>
notwendig wäre, wird der Biegevorgang vor allem bei einem Biegen um mehr als 90 verbessert, da auf Grund der Abrollbewegung der entsprechenden Zapfenabschnitte am Biegeende des Drahtstückes geringere Relativbewegungen zwischen Zapfenabschnitt und Drahtstück auftreten und so einer Beschädigungsgefahr der Drahtoberfläche vorzubeugen ist.
Sind üblicherweise zwei Biegeschlitten vorgesehen, können mit den ihnen zugeordneten Biegeköpfen an beiden Drahtstückenden gleichzeitig oder abwechselnd Biegeschritte vorgenommen werden, wobei jeweils auch der eine Biegekopf mit seiner Drahtklemme eine Art Vorschubeinrichtung für den jeweils anderen Biegekopf ergibt und sich dadurch die unterschiedlichsten Biegeformen mit Mehrfachbiegungen an beiden Drahtstückenden erreichen lassen. Selbstverständlich müssen dazu die Schlittenantriebe, die Antriebe für die Schwenkarme, die Hubantriebe für die Biegedorne und Schwenkarme und Biegezapfen und vor allem auch die Drahtklemmen jeweils für sich ansteuerbar sein, was aber mit einer entsprechenden Steuerungseinnchtung ohne Schwierigkeiten möglich ist.
Weist der Biegekopf biegeseitig der Biegedome einen zusätzlichen Biegeanschlag auf, der ausserhalb der Bewegungsbahn des Biegezapfens mit einem Seitenversatz gegenüber den Tangentialebenen der Biegedorne angeordnet ist, lässt sich mit einer Schwenkbewegung des Schwenkarmes ein sich mit seinem Biegeende sowohl am zugehörenden Biegedom als auch am Biegeanschlag anlegendes Drahtstück Z-förmig biegen, wobei der Seitenversatz des Biegeanschlages gegenüber dem Biegedorn den Abstand der Z-Schenkel voneinander vorgibt.
Ist der Biegeanschlag aus einer Grundstellung in eine Biegestellung hochfahrbar abgestützt, kann dieser Biegeanschlag wahlweise eingesetzt werden, ohne dann in Grundstellung dem sich beim Biegen bewegenden Drahtstückende im Wege zu sein
Vorteilhaft ist es, wenn der Biegekopf am Biegeschlitten zu einer vertikalen Längsebene schräggestellt ist und eine längsseits geneigte Biegeebene bestimmt, wobei der Biegeschlitten eine Abdeckung mit einer Ausnehmung für den Biegekopf und einer Auflage für die Drahtstücke aufweist, welche Abdeckung aus einer zur Biegeebene parallelen Ausgangslage in eine Abwurflage hochklappbar gelagert ist Diese Schrägstellung des Biegekopfes und die damit gegebene Neigung der Biegeebene erleichtert das Einlegen der Drahtstücke für den Biegevorgang und dann nach dem Biegevorgang das Ausbringen der gebogenen Drahtstücke, wozu es genügt,
die Drahtstücke bei abgeklappter Abdeckung in den Einlegespalt hineinfallen zu lassen bzw. die Abdeckung, die in ihrer Ausgangslage unterhalb der Biegeebene liegt, hochzuklappen, so dass beim Hochklappen das gebogene Drahtstück mit der Auflage bei geöffneter Drahtklemme wieder aus dem Einlegespalt herausgehoben und aus der Maschine abgeworfen werden kann. Das Drahtstück fällt dann entlang einer Abgleitbahn in eine Auffangrinne od. dgl..
Um zu verhindern, dass sich beim Auswerfen der gebogenen Drahtstücke, vor allem kleinere Drahtstücke verhaken, ist die Abdeckung mit einem verschiebbaren Schutzschild zum Verschliessen der Ausnehmung bestückt, so dass nach dem Biegen bei noch geschlossener Drahtklemme der Biegekopf nach unten aus der Ausnehmung herausfährt und das Schutzschild die Ausnehmung verschliesst, wodurch beim folgenden Auswerfen ein Verhaken der Drahtstücke nicht mehr möglich ist.
Weist die Abdeckung eine Randleiste mit einer Anlaufbahn für ein zu biegendes Drahtstückende auf, wird beim Biegen um mehr als 90 das Drahtstückende durch das Auflaufen auf die Anlaufbahn aus der Biegeebene angehoben, so dass sich bei einem entsprechend mehrfachen Biegen auch geschlossene Biegeformen erreichen lassen, wobei dann die beiden Biegeenden übereinander zu liegen kommen.
Zweckmässig ist es, wenn der Biegekopf hochfahrbare Fangstäbe aufweist, die entlang der Tangentialebene des unteren Biegedoms angeordnet sind Diese Fangstäbe ermöglichen es, die zu biegenden Drahtstäbe einfach von einer oberhalb der Biegemaschine vorgesehenen Zubringereinrichtung abfallen zu lassen und sie über die in die Fangstellung hochgefahrenen Fangstäbe in den Einlegespalt bzw. die geöffnete Drahtklemme einzuführen. Die Zubringereinrichtung ist dabei vorteilhafterweise mit dem direkt an die Richt- und Ablängeinrichtung einer Drahtrichtmaschine angeschlossenen Drahtauslauf verbunden, in dem die Drahtstücke auch über entsprechende Richtanschläge positioniert zur Weiterbearbeitung bereitliegen.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand rein schematisch veranschaulicht, und zwar zeigen
Fig. 1 einen Teil einer erfindungsgemässen Drahtbiegemaschine in teilgeschnittener
<Desc/Clms Page number 3>
Stirnansicht,
Fig. 2 einen Biegeschlitten der Drahtbiegemaschine in Draufsicht grösseren Massstabes, die
Fig.
3a bis 3e die Arbeitsweise der erfindungsgemässen Drahtbiegemaschine an Hand mehrerer
Arbeitsschritte jeweils in Draufsicht auf die Biegeschlitten und
Fig 4 das Biegen einer Z-Form ebenfalls in Draufsicht auf einen Biegeschlitten
Eine Drahtbiegemaschine 1 weist ein Maschinengestell 2 mit zwei längsverfahrbaren Biegeschlitten 3 auf, wobei jeder Biegeschlitten 3 einen Biegekopf 4 mit zwei hochragenden, zwischen sich einen in Längsrichtung ausgerichteten Einlegespalt 5 zum Einlegen eines zu biegenden Drahtstückes W freilassende Biegedome 6,7 sowie einen um eine dornachsparallele, im Bereich des Einlegespaltes 5 verlaufende Schwenkachse S schwenkverstellbaren Biegearm 8 samt einem gleichsinnig zu den Biegedomen 6,7 hochragenden Biegezapfen 9 sowie eine Drahtklemme 10 aus zwei quer zur Spaltrichtung bewegbaren Klemmbacken 11,12 aufnimmt.
Die Biegedorne 6,7 bilden drei zur Längsmittelebene E des Einlegespaltes 5 symmetrisch angeordnete Dornabschnitte 61,62, 63,71, 72,73 unterschiedlichen, nach oben hin von Dornabschnitt zu Dornabschnitt abnehmenden Durchmessers D1, D2, D3, die gegeneinander zum Einlegespalt 5 hin radial versetzt sind und jeweils eine gemeinsame, den Einlegespalt 5 begrenzende Tangentialebene T6, T7 bestimmen Auch der Biegezapfen 9 weist drei Zapfenabschnitte 91,92, 93 auf, die in ihren Abmessungen an die Dornabschnitte angepasst sind und deren gegeneinander radial versetzte Achsen in einer gemeinsamen Axialebene A durch die Schwenkachse S liegen und deren Radialabstände a, b, c von der Schwenkachse S jeweils das Mass des um die halbe Einlegespaltweite vergrösserten Abschnittsdurchmessers D1, D2, D3 übersteigt.
Die Biegedorne 6,7 und der Schwenkarm 8 mit seinem Biegezapfen 9 sind in Achsrichtung gegenüber der Biegeebene B hohenverstellbar gelagert, so dass zum Biegen der Drahtstücke in Abhängigkeit von den jeweiligen Drahtdurchmessem die einen oder anderen Domund Zapfenabschnitte eingesetzt werden können.
Die Drahtklemme 10 ist in Offenstellung mit ihren Klemmbacken 11, 12 auf die Tangentialebenen T6, T7 ausgerichtet und lässt sich wahlweise durch Betätigen des einen oder anderen Klemmbackens 11, 12 schliessen, so dass bei Einsatz des einen oder anderen Biegedomes 6,7 der Draht beim Klemmen auch an den jeweiligen Dorn durch entsprechendes Schliessen der Klemme angelegt wird
Der Biegekopf 4 weist biegeseitig der Biegedorne 6,7 einen zusätzlichen Biegeanschlag 13 auf, der ausserhalb der Bewegungsbahn des Biegezapfens 9 mit Seitenversatz V gegenüber den Tangentialebenen T6, T7 angeordnet ist und aus einer abgesenkten Grundstellung in eine in den Biegebereich hochragende Biegestellung hochfahrbar ist.
Der Biegekopf 4 ist am Biegeschlitten 3 zu einer vertikalen Längsebene schräggestellt und bestimmt eine längsseitig geneigte Biegeebene B, wobei der Biegeschlitten 3 mit einer Abdeckung 14 ausgestattet ist, die eine Ausnehmung 15 für den Biegekopf 4 aufweist und eine Auflage 16 für die zu biegenden Drahtstäbe bildet. Die Abdeckung 14 ist ausserdem mit einem querverschiebbar angeordneten Schutzschild 17 versehen, das bei abgesenkten Biegedornen bzw. Biegezapfen die Ausnehmung 15 bis auf den Bereich um die Drahtklemme 10 verschliessen kann.
Die Abdeckung 14 eines der Biegeschlitten trägt im unteren Randbereich eine Randleiste 18 mit einer Anlaufbahn für ein zu biegendes Drahtstückende, so dass dieses beim Biegen um grössere Winkel aus der Biegeebene herausgehoben und querverbogen wird und das Biegen einer geschlossenen Bügelform mit nebeneinanderliegenden Drahtenden ermöglicht wird.
Am Biegekopf 4 sind weiters hochfahrbare Fangstäbe 19,20 vorgesehen, die entlang der Tangentialebene T7 des unteren Biegedorns 7 angeordnet sind und das Einwerfen der zu biegenden Drahtstäbe in den Einlegespalt 5 erleichtem sollen.
Wie in den Fig 3a bis 3e veranschaulicht, wird zum Biegen eines Drahtstückes W dieses Drahtstück aus einer Abwurfeinrichtung 21 positioniert in den Einlegespalt 5 zwischen den beiden Biegekopfen 6,7 eingeworfen, wobei die Biegeschlitten 3 in die für den ersten Biegevorgang vorgesehenen Längspositionen verfahren und die Abdeckungen 14 der Schlitten in ihre biegeebenenparallelen Ausgangslagen abgeklappt und die Schutzschilde 17 zurückgezogen sind.
Die Aufnahmen 16 der Abdeckungen 14 bestimmen somit die Biegeebene B und entsprechend
<Desc/Clms Page number 4>
dem jeweiligen Durchmesser des zu biegenden Drahtstückes W sind die Biegedome 6,7 und der Schwenkarm 8 mit dem Biegezapfen 9 in die Höhenlage hochgefahren, in der die dem jeweiligen Durchmesser zugeordneten Dorn- und Zapfenabschnitte zur Wirkung kommen. Die Klemmbacken 11,12 der Drahtklemmen 10 sind offen und die Fangstäbe 19,20, wie in Fig. 1 strichliert angedeutet, hochgefahren, so dass das aus der Abwurfeinrichtung abfallende Drahtstück den Fangstäben entlanggleitet und sowohl in den Einlegespalten 5 als auch in den offenen Drahtklemmen 10 lagerichtig zu liegen kommen (Fig. 3a).
Nun werden beispielsweise für eine Biegung der Drahtenden nach oben die unteren Klemmbacken 12 betätigt und das Drahtstück W gegen die oberen stehenden Klemmbacken 11 geklemmt, so dass das Drahtstück auch an den oberen Biegedornen 6 anliegt. Dann erfolgt durch ein Verschwenken der Schwenkarme 8 über den entsprechenden Zapfenabschnitt des Biegezapfens 9 die Biegung, wobei von der Wahl des Schwenkbereiches des Biegezapfens der entstehende Biegewinkel abhängt (Fig. 3b).
Nun bewegen sich die Biegedorne 6,7 wieder zurück in ihre Grundstellung, die Drahtklemme 10 des rechten Biegeschlittens 3 öffnet und der rechte Biegeschlitten 3 verfährt in Richtung Drahtmitte bis zur nächsten Biegeposition (Fig. 3c) Nun schliesst die rechte Drahtklemme 10 wieder, die Drahtklemme 10 des linken Biegeschlittens 3 öffnet und der linke Biegeschlitten 3 verfährt nun seinerseits in Richtung Drahtmitte in die nächste Biegeposition, während gleichzeitig damit bereits ein weiterer Biegeschritt durch den Biegekopf 4 des rechten Biegeschlittens 3 erfolgt (Fig 3d).
Dieses schrittweise Biegen lässt sich mehrmals für den linken und rechten Biegeschlitten wie- derholen, wobei durch entsprechend unterschiedliche Biegewinkel und Biegelängen die unterschiedlichsten Biegeformen erreicht werden können, selbstverständlich auch Biegeformen, die ein Biegen nach unten um die Biegedorne 7 erfordern.
Ist die gewünschte Biegeform fertiggestellt, fahren die Biegedorne 6,7 und die Biegezapfen 9 bei noch geschlossenen Drahtklemmen 10 in die Grundstellung zurück, die Schutzschilde 17 werden in ihre Schliessstellung vorgeschoben, so dass die Biegeköpfe 4 mit ihren Biegedornen und Biegezapfen, Fangstäben u. dgl abgedeckt sind, und nun werden nach Öffnen der Drahtklemmen 10 die Abdeckungen 14, wie in Fig. 1 strichliert angedeutet, hochgeklappt, so dass das gebogene Drahtstück W mit den Auflagen 16 aus den Drahtklemmen 10 herausgehoben und aus der Maschine abgeworfen wird (Fig.
3e)
Wie in Fig 4 veranschaulicht, kann mit den Biegeköpfen 4 auf einfache Weise mit Hilfe des in die Biegestellung hochgefahrenen Biegeanschlages 13 auch eine Z-Biegung erreicht werden, wozu lediglich das eingeworfene Drahtstück W festzuklemmen und mittels einer entsprechenden Schwenkbewegung des Schwenkarmes 8 der Biegezapfen 9 zwischen dem entsprechenden Biegedorn 6 und dem Biegeanschlag 13 zum Einsatz zu bringen ist
PATENTANSPRÜCHE:
1.
Drahtbiegemaschine, insbesondere zum Biegen von Baustahldrähten, mit ein oder zwei längsverfahrbaren, einen Biegekopf aufnehmenden Biegeschlitten, wobei der Biegekopf zwei hochragende, zwischen sich einen in Längsrichtung ausgerichteten Einlegespalt zum
Einlegen eines zu biegenden Drahtstückes freilassende Biegedome sowie auf der dem
Biegeende des Drahtstückes zugewandten Seite der Biegedorne einen um eine dornachsparallele, im Bereich des Einlegespaltes verlaufende Schwenkachse schwenkverstellbaren Biegearm mit einem gleichsinnig zu den Biegedomen hochragenden
Biegezapfen und auf der dem Biegeende abgewandten Biegedornseite eine Drahtklemme mit zwei quer zur Spaltrichtung bewegbaren Klemmbacken aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Biegedorne (6,7) jeweils wenigstens zwei zur
Längsmittelebene (E) des Einlegespaltes (5)
symmetrisch angeordnete, gegeneinander zum Einlegespalt hin radial versetzte und eine gemeinsam, den Einlegespalt begrenzende
Tangentialebene (T6, T7) bestimmende Dornabschnitte (61,62, 63; 71,72, 73) unterschiedlichen, nach oben hin von Dornabschnitt zu Dornabschnitt abnehmenden
Durchmessers (D1, D2, D3) umfassen, dass vorzugsweise auch der Biegezapfen (9) den
Domabschnitten in Anzahl, Höhe und Durchmesser gleiche Zapfenabschnitte (91,92, 93) bildet, deren gegeneinander radial versetzte Achsen in einer gemeinsamen Axialebene (A) durch die Schwenkachse (S) des Biegearmes (8) liegen und deren Radialabstände (a, b,
<Desc/Clms Page number 5>
c) von der Schwenkachse (S) jeweils das Mass des um die halbe Einlegespaltweite vergrösserten Abschnittsdurchmessers (D1, D2, D3) übersteigt, wobei die Biegedorne (6,7) und gegebenenfalls der Schwenkarm (8) mit dem Biegezapfen (9)
in Achsrichtung gegenüber einer durch eine Auflage (16) für die Drahtstücke (W) vorgegebenen achsnormalen Biegeebene (B) entsprechend den Domabschnitten höhenverstellbar gelagert sind, und dass die Drahtklemme (10) aus einer Offenstellung mit auf die
Tangentialebenen (T6, T7) der Dornabschnitte ausgerichteten Klemmbacken (11,12) in
Abhängigkeit vom Biegen um den einen oder anderen Biegedom (6,7) durch wahlweises
Querbewegen der diesem Biegedom jeweils gegenüberliegenden Klemmbacke betätigbar ist.
2. Drahtbiegemaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Biegekopf (4) biegeseitig der Biegedome (6,7) einen zusätzlichen Biegeanschlag (13) aufweist, der ausserhalb der Bewegungsbahn des Biegezapfens (9) mit einem Seitenversatz (V) gegenüber den Tangentialebenen (T6, T7) der Biegedorne (6,7) angeordnet ist 3. Drahtbiegemaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Biegeanschlag (13) aus einer Grundstellung in eine Biegestellung hochfahrbar abgestützt ist.
4. Drahtbiegemaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der
Biegekopf (4) am Biegeschlitten (3) zu einer vertikalen Längsebene schräggestellt ist und eine längsseits geneigte Biegeebene (B) bestimmt, wobei der Biegeschlitten (3) eine
Abdeckung (14) mit einer Ausnehmung (15) für den Biegekopf (4) und einer Auflage (16) für die Drahtstücke (W) aufweist, welche Abdeckung (14) aus einer zur Biegeebene (B) parallelen Ausgangslage in eine Abwurflage hochklappbar gelagert ist.
5. Drahtbiegemaschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckung (14) mit einem verschiebbaren Schutzschild (17) zum Verschliessen der Ausnehmung (15) bestückt ist.
6. Drahtbiegemaschine nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die
Abdeckung (14) eine Randleiste (18) mit einer Anlaufbahn (19) für ein zu biegendes
Drahtstückende aufweist.
7. Drahtbiegemaschine nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der
Biegekopf (4) hochfahrbare Fangstäbe (20) aufweist, die entlang der Tangentialebene (T7) des unteren Biegedoms (7) angeordnet sind.
HIEZU 4 BLATT ZEICHNUNGEN