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AT402301B - Schichtkörper mit einer eisen- oder kobaltbasislegierung und verfahren zur herstellung derselben - Google Patents

Schichtkörper mit einer eisen- oder kobaltbasislegierung und verfahren zur herstellung derselben Download PDF

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AT402301B
AT402301B AT183290A AT183290A AT402301B AT 402301 B AT402301 B AT 402301B AT 183290 A AT183290 A AT 183290A AT 183290 A AT183290 A AT 183290A AT 402301 B AT402301 B AT 402301B
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Jeglitsch Franz Dipl Ing Dr
Ebner Reinhold Dipl Ing Dr
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  • Other Surface Treatments For Metallic Materials (AREA)
  • Laminated Bodies (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



   Die Erfindung bezieht sich auf eine   Eisen- oder Kobaltbasislegierung   mit 0, 15 bis   5, 5 Gew.-%   Kohlenstoff und einer zumindest teilweise die Legierung bedeckende weitere Legierungsschichte sowie auf ein Verfahren zur Herstellung derselben. 



   Bei Werkstoffen, die einer starken Beanspruchung unterliegen, werden In der Regel zwei einander widersprechende Eigenschaften erforderlich. Einerseits muss die Oberfläche, also die Arbeitsfläche, besonders hart und damit zwangsläufig spröde sein, um eine vorzeitige Abnützung zu vermeiden. Das heisst bei metallischen Werkstoffen, dass an der   Oberflächenschichte   bevorzugt Karbide, Nitride, Bonde u. dgl. vorliegen sollen. Das gesamte Werkstück soll jedoch nicht spröde sein, sondern die Fähigkeit besitzen, ohne mechanische Zerstörung Arbeit aufnehmen zu können. 



   Diese einander widersprechenden Aufgabenstellungen hat man vielfach versucht dadurch zu lösen, dass entweder in die äussere Schichte durch Eindiffundieren von Kohlenstoff ein höherer Gehalt,   z. B.   an Karbiden, erreicht wurde, bzw. dass ein Mehrschichtenwerkstoff aufgebaut wurde. Diese Mehrschichtenwerkstoffe können keramische Schichten, wie Titannitnd, Titankarbid, aufweisen, wobei dann diese Schichten nicht nur die Aufgabe haben, eine höhere Härte zu erreichen, sondern beispielsweise den Reibungswiderstand zwischen dem zu verarbeitenden, insbesondere zerspanenden, Material und dem Schneideinsatz zu verringern. Auch ist es bekannt, metallische Schichten auf ein Trägermaterial aufzuschmelzen. 



   Aus der   EP-A 1   0 173 654 wird ein Verfahren zum Verbinden von metallischen Werkstoffen bzw. zum Beschichten von Ventilhebeln bekannt, wobei das Trägermaterial mit einem Laser an der Oberfläche aufgeschmolzen wird, und auf dieses entweder bereits geschmolzenes oder zu   schmelzendes   Beschichtungsmatenal aufgebracht wird. Zur Glättung der Beschichtung bzw Schweissnaht ist eine Wärmenachbehandlung mit dem Laser vorgesehen. 



   Aus der EP-A1-0 303 419 wird ein anderes Verfahren zur Beschichtung eines Werkzeuges mittels Laserstrahlen bekannt. Eine Bohrkrone, die mit Hartmetalleinsätzen versehen ist, wird an ihrer Oberfläche, mit Ausnahme der Hartmetalleinsätze, mit einer pulverförmigen Legierung, und zwar Stellitpulver mit organischem Binder, beschichtet Diese Beschichtung wird sodann mittels Laser erschmolzen, sodass die Oberfläche eine Stellitschichte aufweist. 



   Der erfindungsgemässe Schichtkörper mit einer   Eisen- oder Kobaltbasislegierung   mit 0, 10 bis   5, 5 Gew.-     %, insbesondere 0, 8   bis   1,2 Gew-%,   Kohlenstoff, mit zumindest einer die Eisen- oder Kobaltbasislegierung zumindest teilweise, vorzugsweise an den Arbeitsflächen, bedeckender metallischen Legierungsschichte mit einer Dicke von etwa 0, 1 mm bis etwa 6, 0 mm, insbesondere etwa 0, 5 mm bis 3, 0 mm, welche neben den Legierungselementen der Basislegierung zumindest einen höheren Gehalt an einem Element, insbesondere Kohlenstoff, aufweist, besteht Im wesentlichen darin, dass die Legierungsschichte 0, 5 bis   20, 0 Gew.-%,   insbesondere 0, 8 bis   8, 5 Gew.-%,   Kohlenstoff und zumindest eines der folgenden Elemente aufweist :

   0, 5 
 EMI1.1 
 de mit einer mittleren Korngrösse von   0, 2 um bis 10, 0 um   im Resteutektikum und/oder als Primärkarbide in eutektischen Zellen mit einer mittleren Korngrösse zwischen 1, 0 um bis   30, 0 um   und/oder als isolierte Primärkarbide mit einer mittleren Korngrösse von   0,8 um   bis 0, 5 mm vorliegen und dass gegebenenfalls der Kohlenstoff in der Legierungsschichte zumindest teilweise durch Bor ersetzt ist und diese 0, 1 bis 25, 0   Gew.-%,   insbesondere 1, 0 bis   15, 0 Gew.-%,   Bor aufweist, wobei das Bor in Form von Boriden, Karboboriden, Bornitriden und/oder Karbobornitriden vorliegt und dass gegebenenfalls der Kohlenstoff in der Legierungsschichte zumindest teilweise durch Stickstoff ersetzt ist, und diese 0, 1 bis   15, 0 Gew.-%,

     insbesondere 
 EMI1.2 
 und/oder Karbobornitriden vorliegt. 



   Bei den niedrigen Gehalten von Kohlenstoff kann durch Zulegieren weiterer metallischer Komponenten, wie beispielsweise Kobalt, Nickel, Chrom od. dgl. die Korrosionsbeständigkeit besonders einfach erhöht werden. Liegt ein hoher Kohlenstoffgehalt vor, so kann dadurch eine Legierungsschichte erhalten werden, die eine besonders hohe Verschleissbeständigkeit aufweisen kann. Bei einer Eisen- oder Kobaltbasislegierung mit einem relativ hohen Kohlenstoffgehalt, wie beispielsweise bis zu   5, 5 Gew.-%,   kann diese Legierung als pulvermetallurgisch gewonnener Körper vorliegen, wobei gleichzeitig eine Verdichtung durch nachgeschaltetes Hippen durchgeführt sein kann. 



   Bei einem Vanadiumgehalt zwischen 0, 5 und   70, 0 Gew.-%,   insbesondere zwischen 5, 0 und   35, 0 Gew.-     %, wird   neben einer hohen Verschleissbeständigkeit auch eine besonders hohe   Anlassbeständigkeit   erhalten. Bei den Grenzen zwischen 5, 0 und   35, 0 Gew.-%   kann eine weitere   Eigenschaftsvariation   durch die anderen Legierungselemente besonders einfach erreicht werden. 

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   Bei einem Molybdängehalt zwischen 0, 5 und   85, 0 Gew.-%   bzw. insbesondere 10, 0 bis   40. 0 Gew.-%   ist eine besonders gute   Temperatur- und Verschleissbeständigkeit   gegeben, wobei eine besonders gute Hitzeund Anlassbeständigkeit erreicht werden kann. 



   Mit einem Gehalt von 0, 5 bis   85, 0 Gew.-%,   insbesondere 10, 0 bis   40, 0 Gew.-%,   Wolfram ist eine besonders gute Verschleissbeständigkeit erreichbar. 



   Mit einem Gehalt von Chrom zwischen 0, 5 und   80. 0 Gew.-%   kann, wenn der Chromgehalt über 10, 0 Gew.-% liegt, eine besonders gute Korrosionsbeständigkeit und bei einem Gehalt über   20, 0 Gew.-%   zusätzlich eine besonders gute Oxidationsbeständigkeit erhalten werden. Liegt der Gehalt an Titan zwischen 0, 5 und   70, 0 Gew.-%,   so kann, wenn der Chromgehalt über   10, 0 Gew. -% liegt,   eine besonders gute Korrosionsbeständigkeit und bei einem Gehalt über   20, 0 Gew. -% zusätzlich   eine besonders gute Oxidationsbeständigkeit erhalten werden. 



   Liegt der Gehalt an Titan zwischen 0, 5 bis   70, 0 Gew.-%,   insbesondere 3, 0 bis   25, 0 Gew.-%,   so erhöht sich die Verschleissbeständigkeit, sodass eine Legierung gegeben ist, die besonders gute Eigenschaften gegen abrasive Beanspruchung aufweist. 



   Mit einem Gehalt zwischen   0, 5 bis 80, 0 Gew. -%,   insbesondere 3, 0 bis   30, 0 Gew.-%,   eines oder einer Mischung von Niob, Hafnium, Tantal und Zirkon, kann erneut eine besonders verschleissfeste Legierung, wie sie beispielsweise bei Schneidwerkzeugen, wie Schneidplatten, Bohrer od. dgl., benötigt werden, erhalten werden. 



   Diese Karbide liegen   überwiegend In   der Form von MC, M2C, M23C, MeC und/oder M7C3 als Primärkarbide mit einer mittleren Korngrösse von 0, 2 bis   10 um   im Resteutektikum und/oder als Pnmärkar- 
 EMI2.1 
 Primärkarbide mit einer mittleren Korngrösse von   0, 8 um   bis 0, 5 mm vor. 



   Dadurch, dass die Legierungsschichte auf der Trägerlegierung eine Legierungszusammensetzung aufweist, die sich von dieser nur durch einen zusätzlichen Gehalt an weiteren bzw. an bereits in der Trägerlegierung vorhandenen Legierungseiementen unterscheidet, liegt keine diskrete Legierungsschichte auf der   Trägerlegierung   vor, sondern es sind in der Grundmatrix der Trägerlegierung verschiedene zusätzliche Legierungselemente inkooperiert, wodurch eine hohe Identität der Eigenschaften der beiden Legierungen, wie beispielsweise Wärmedehnung u. dgl. gegeben sein kann, so dass eine Separierung der beiden Schichten voneinander besonders wirksam vermieden werden kann. 



   Ist der Kohlenstoff in der Legierungsschichte, zumindest teilweise, durch Bor ersetzt und weist diese 0, 1 bis   25, 0 Gew.-%,   insbesondere 1, 0 bis   15, 0 Gew.-%.   Bor auf, so kann ein Werkstoff erhalten werden, der als Beschichtung vollkommen unbekannt war bzw. als   selbständige Legierung   derartige Eigenschaften aufwies, dass keine Arbeitswerkzeuge daraus geformt werden konnten, aufgrund der geringen Warmverformbarkeit. Das Bor liegt hiebei in Form von Boriden, Karboboriden, Bornitriden und/oder Karbobornitriden vor.

   Ist der Kohlenstoff in der Legierungsschichte zumindest teilweise durch Stickstoff ersetzt und weist diese 
 EMI2.2 
 in Form von Nitriden, Karbonitriden, Bornitriden und/oder Karbobornitriden vorliegt, so liegt eine Legierungschichte mit besonders hoher Härte, besonders hoher Verschleissfestigkeit und besonders hoher Warmfestigkeit vor. Der Stickstoff kann beispielsweise durch Gettermaterialien, aber auch durch Arbeiten in Stickstoffatmosphäre, insbesondere unter Druck, in die obere Legierungsschichte eingebracht werden. 



  Wenn in die oberste Legierungsschichte Gettermetalle, wie beispielsweise Titan, Vanadium, Niob, Zirkon od. dgl., eingebracht werden, wird der Stickstoff innerhalb der Schmelze chemisch gebunden, so dass der Stickstoffgehalt nicht von der   Löslichkeit   des selben in der Schmelze abhängig ist. 



   Weist die Eisenbasislegierung in ihrer Legierungsschichte einen Gehalt von 3, 0 bis   90, 0 Gew.-%,   insbesondere 5, 0 bis   15, 0 Gew. -%, Kobalt auf,   so kann die Warmfestigkeit auf besonders einfache Weise erhöht werden, wodurch die Schneidleistung und auch die Schneidgeschwindigkeiten besonders leicht gesteigert werden können. 



   Das erfindungsgemässe Verfahren zur Herstellung eines Schichtkörpers mit einer   Eisen- oder Kobaltba-   sisiegierung, wobei eine Schichte einer   Trägerlegierung   aus einer   Eisen- oder Kobaltbasislegierung   aufge-   schmolzen   wird, und in diese zusätzliche und/oder weitere Legierungselemente inkooperiert werden, besteht im wesentlichen darin, dass die Legierungskomponenten,   z. B.

   Vorlegierungen, Pulvermischungen   u. dgl., insbesondere Legierungselemente, auf die in einer Schichtdicke von zumindest 0, 1 mm, vorzugsweise 0, 5 mm, aufgeschmolzene Legierungsoberflächenschicht aufgebracht werden, die auf zumindest   1800'C,   insbesondere 2000 bis   3000'C,   erhitzt wird, und dass die Schmelze 102 bis 105 K/sec, insbesondere 103 bis 104 K/sec,   abgekühlt   wird und die erstarrte Schmelze auf etwa 400'C mit 10 bis 104 K/sec   abgekühlt   und dass gegebenenfalls die Legierungsschicht gemeinsam mit der Eisen- und/oder Kobaltbasislegierung plastisch verformt und/oder wärmebehandelt wird. 

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   Mit einem derartigen Verfahren wird erreicht, dass einerseits Legierungskomponenten in bislang unbekannt hoher Konzentration in die   Oberflächenschichte   aufgenommen werden können, wobei gleichzeitig durch die gezielte, verzögerte   Abkühlgeschwindigkeit   der Schmelze, die beispielsweise durch eine extrem langsame Geschwindigkeit des Laserstrahles über der Legierung beim Aufschmelzen od. dgl. erreicht werden kann, und die nachfolgende ebenfalls relativ langsame   Abkühlgeschwindigkeit   der erstarrenden Schmelze eine Ausscheidung der Karbide, Nitride, Boride u.

   dgl., ermöglicht wird, wobei aufgrund dieser   Abkühlgeschwindigkeit   auch die vorgegebenen Korngrössen eingehalten werden können, und durch die hohe   Kühlrate   der erstarrten Schmelze werden weitere Ausscheidungen aus dem festen Zustand bzw.   diffusionsbedingte   Umwandlungen   weltgehendst   vermieden. Die angegebenen Korngrössen der   Primärkarbi-   de, Nitride und Boride erlauben bel höheren Konzentrationen eine fast geometrisch   Idente Aneinanderlage-   rung derselben mit dünnen Legierungsschichten dazwischen, sodass hohe Bruchfestgkeiten, Warmhärteund Verschleissfestigkeiten erreicht werden können.

   Bei niedrigeren Gehalten werden einerseits die Kerbwirkungen geringer gehalten und andererseits durch die   Kristallgrössen.   wie sie bei der Pulvermetallurgie nicht gegeben sind. da Pulver relativ rasch abgekühlt werden, hohe   Verschlelssfestigkeiten   erreicht. 



   Weiters kann darauf hingewiesen werden, dass über dem Schmelzbad bei einigen Verfahren (Laser mit laserinduziertem Plasma,   Plasmastrahlen, WIG-Llchtbogen etc,)   oft deutlich höhere Temperaturen herrschen als im Schmelzbad selbst. Das ist Insbesondere dann von Vorteil, wenn Zusatzstoffe im Bad gelöst werden sollen. Diese werden beim Passieren dieser Zone hoch erhitzt, teilweise oder   vollständig   geschmolzen oder sogar verdampft, wodurch deren Lösen in der Schmelze begünstigt wird. 



   Um sicherzustellen, dass bei der Erstarrung ein feines gleichmässiges Erstarrungsgefüge entsteht, kommen zwei Verfahrensvarianten besonders in Betracht : a) Weitgehende Auflösung der Zusatzstoffe im Schmelzbad : Die hohe Schmelztemperatur begünstigt das Aufschmelzen der Zusatzstoffe und erlaubt auch das in Lösung halten selbst chemisch stabiler
Verbindungen, wie   z. B.   bestimmte Karbide, Nitride, Boride etc., deren Löslichkeitsprodukt mit zunehmen- der Temperatur häufig stark ansteigt.

   Die Auflösung wird wesentlich von der Konvektion im Schmelzbad gefördert, die vielfach von Temperaturgradienten In der Schmelze abhängt und somit über die Prozesspa- rameter beeinflusst werden kann Bei elektrischen Verfahren wird die Konvektion zusätzlich über elektro- dynamische Kräfte beeinflusst. b) Gleichmässige feine Erstarrungsgefüge können auch dann auftreten, wenn die Zusatzstoffe nicht oder nur teilweise aufgelöst sind. Das gilt allerdings nur, wenn die Zusatzstoffe sehr   feinkörnig   und in einem engen Grössenbereich vorliegen. Bei der Zufuhr sehr feiner Teilchen treten unter Umständen Probleme auf, die durch Einbetten der kleinen Teilchen in einem Bindematerial   (z. B.

   Mahlen   von Hartstoffen mit
Metallpulvern im Attritor) umgangen werden können, wodurch leicht förderbare grössere Teilchen entste- hen, die sich in der Schmelze gut auflösen. 



   Nach dem Vorbeiwandern der Energiequelle, die sich mit einer bestimmten Geschwindigkeit v relativ zum Bauteil über dessen Oberfläche bewegt, wird dem geschmolzenen Bereich durch Wärmeleitung ins kältere Bauteilinnere rasch Wärme entzogen. Die dabei auftretenden   Kühlraten,   mit denen die Schmelze   abkühlt   bzw. mit denen die Schmelze erstarrt, sind abhängig von den thermischen Materialeigenschaften und den Prozessparametern. Damit lässt sich das Fenster zwischen den konventionellen schmelzmetallurgischen und den pulvermetallurgischen Verfahren weitgehend schliessen. 



   Die wesentlichsten Auswirkungen der definierten Erstarrung sind :
Gefügefeinung, Übersättigung der Mischkristalle, starke Beeinflussung von Grösse und
Morphologie intermetallischer Phasen. 



   Die Gefügefeinung wirkt sich, insbesondere bei mechanisch und zyklisch thermisch beanspruchten Teilen, positiv durch Vermeidung zähigkeitsmindernder grober Phasen aus. 



   Die Übersättigung der Kristalle bewirkt   Ungleichgewichtszustände,   die bei niedrigen   Kühlraten   nicht möglich sind. Insbesondere bel Werkstoffen mit allotropen Umwandlungen verschieben sich die Umwandlungstemperaturen durch unterschiedliche Lösungszustände der Kristalle, beispielsweise kann damit auch die Martensitstarttemperatur deutlich verändert werden. Durch geeignete Wahl von Legierungszusammensetzung und   Kühlrate   lässt sich infolge dieser Effekte die Härte der Schmelzraupen in weiten Bereichen (von ca. 250 bis 950 HV) verändern. 



   Eine geeignete Wahl der chemischen Zusammensetzung und eine darauf abgestimmte Prozesstechnik erlaubt die Herstellung weicher Schmelzraupen, die sogar einer Kaltumformung unterzogen werden können. Durch nachträgliches Härten erzielt man eine Entsättigung der übersättigten Mischkristalle, verbunden mit der Bildung von intermetallischen Phasen und einem Anstieg der Martensitstarttemperatur. 

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   Wesentlich ist auch die rasche Abkühlung nach der Erstarrung, wodurch diffusionsgesteuerte Phasenumwandlungen weitgehend vermieden werden können. 



   Von besonderer Bedeutung für die Erstarrungsgefüge der Raupen ist, dass intermetallische Phasen in ihrer Grösse und Morphologie besonders stark von der chemischen Zusammensetzung und den Erstarrungsbedingungen abhängen. Bei   Kühlraten   über 106 bis 107 K/sec werden direkt aus der Schmelze ausgeschiedene intermetallische Phasen weitgehend unterdrückt, intermetallische Phasen in Eutektika treten dagegen häufig, wenn auch in reduzierter Menge, auf. Bei   Kühlraten   unter   10'bis 102 K/sec   wachsen direkt aus der Schmelze ausgeschiedene intermetallische Phasen häufig zu grossen Teilchen an, die den Werkstoff für viele Anwendungsfälle unbrauchbar machen.

   Im   Kühlratenbereich   von   102   bis 105   K/sec.   den man insbesondere bei den angesprochenen   Oberflächenverfahren überstreicht,   erzielt man durch Abstimmung von Zusammensetzung und Erstarrungsparametern mittels definierter Erstarrung Gefüge, die von dendntischer Erstarrung in eutektischen Zellen bis hin zur Primärausscheidung intermetallischer Phasen aus der Schmelze reichen. In Verbindung mit den eingangs erwähnten hohen Schmelztemperaturen erlaubt somit das Verfahren die Herstellung feiner Gefüge mit chemischen Zusammensetzungen, die deutlich höhere Gehalte an intermetallischen Phasen und die diese Phasen bildenden Elemente erlauben.

   Der interessante   Kühlratenbereich   von ca.   102   bis   105 K/sec lässt sich   durch geeignete Prozessparameterwahl bei den angegebenen Verfahren überstreichen. Dadurch werden vollkommen neue Möglichkeiten des Gefügedesigns und der Eigenschaften eröffnet. 



   Ein weiteres Kennzeichen ist, dass die an der Oberfläche hergestellten Gefüge nahezu frei wählbaren   Wärmebehandlungen   unterzogen werden können. Beispielsweise kann Weichglühen oder Härten durchgeführt werden oder Glühen zur Entstättigung der übersättigten Kristalle oder Erwärmen zur Entspannung
Dabei können folgende Veränderungen erfolgen : Änderung der Morphologie intermetallischer Phasen, Änderung des Gehaltes intermetallischer Phasen,
Bildung von Ausscheidungen in den übersättigten Kristallen,
Verminderung der Übersättigung,
Veränderung von Umwandlungstemperaturen   (z. B. Ms)   und Verringerung von
Spannungen in und um die   Schmelzraupe (n).   



   Wird mit einer Energiedichte zwischen 103 bis 5 x 106   Watt/cm   aufgeschmolzen und die Schmelze beaufschlagt, so kann einerseits eine besonders rasche Aufschmelzung der Legierung erfolgen, sodass die Wärmeeinbringung auf die darunter liegenden Schichten besonders gering gehalten werden kann, wobei andererseits ein Verdampfen der Legierung oder auch einzelner Legierungselemente noch nicht verursacht wird. Derartige Energiedichten können beispielsweise durch Elektronenstrahlen, Laserstrahlen, Plasmastrahlen,   Wolfram-lnertgasschweissen   erreicht werden. 



   Wird die   Eisen- oder Kobaltbasislegierung   vor dem Schmelzen erwärmt, insbesondere bis ca.   700. C   erhitzt, so kann auf besonders wirksame Art und Weise ein Spannungsaufbau zwischen der Basislegierung und der erfindungsgemäss aufgebrachten Legierungsschichte vermieden werden. Weiters kann durch ein gezieltes Aufwärmen der Legierung die   Abkühlgeschwindigkeit   der erstarrten Schmelze besonders einfach gesteuert werden. 



   Wird nach dem Erstarren der Schmelze die   Eisen- oder Kobaltbasislegierung   auf die Temperatur der erstarrten Schmelze erhitzt und werden diese sodann gemeinsam, gegebenenfalls sofort,   abgekühlt   oder auch auf gleicher Temperatur gehalten, so kann durch diese Wärmebehandlung ein besonders günstiger und beliebig lang steuerbarer Vorgang zum Spannungsausgleich bzw. für Phasenumwandlungen erreicht werden. 



   Das Gefüge dieser so erhaltenen Legierungen kann bei entsprechendem Gehalt an Legierungselementen auch durch Anlassen eine Ausscheidung von Sekundärhärtekarbiden, Boriden, Nitriden u. dgl. erreicht werden. Weiters kann erreicht werden, dass durch Ausscheiden von legierungselementreichen Phasen die Martensitstarttemperatur angehoben wird, wobei gleichzeitig eine Umwandlungshärtung bei der Abkühlung eintritt. 



   In Abhängigkeit von der Härtetemperatur kann beim Härten eine Änderung der Morphologie der Primärkristalle sowie was besonders bedeutsam ist, eine Entsättigung der übersättigten Mischkristalle erreicht werden, wodurch die Fähigkeit zur Sekundärhärtbarkeit und die Ansprunghärte erhöht werden können. 



   Durch ein Glühen der   Eisen- oder Kobaltbasislegierung   mit der Legierungsschichte kann die Legierung gemeinsam mit ihrer Schichte einer besseren plastischen Kaltverformbarkeit und Zerspanbarkeit zugeführt werden. Das so erhaltene Werkzeug od. dgl. wird sodann durch geeignete Wärmebehandlungen wieder in die erwünschten Eigenschaften,   z. B. verschleissfest   od. dgl., übergeführt. 

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   Da durch das   Einbringen   von weiteren Legterungselementen In die Schmelze eine Volumszunahme bedingt ist und gleichzeitig eine Abrundung von Kanten, beispielsweise künftigen Schneidkanten u.   dgl.,   zwangsweise eintritt, kann durch eine nachfolgende plastische Verformung, insbesondere bei annähernder
Raumtemperatur, eine endgültige Formgebung erfolgen. Die plastische Verformbarkeit kann besonders einfach dadurch erhöht werden, dass Legierungselemente, wie beispielsweise Chrom und Kohlenstoff, die   Martensitumwandlungstemperatur   unter die Raumtemperatur absenken, womit ein Gefüge vorliegt, das die plastische Umwandlung bei Raumtemperatur erlaubt. 



   Eine gezielte Form der Wärmebehandlung der bereits erstarrten Schmelze kann dadurch erfolgen, dass neben der erstarrten Schmelze erneut der   Laserstrahiod. dgl.   geführt wird, wobei die Zulegierung ebenfalls erfolgen kann. Auch ist es denkbar, dass mehrere Schichten übereinander mit einem Gradienten an den Legierungselementen aufgebaut werden kann. 



   Um eine besonders hohe homogene Zusammensetzung innerhalb der erstarrten Schmelze zu erreichen, kann die Energiezufuhr regelmässig oder unregelmässig gepulst sein, wodurch eine besonders   turbulente Konvention Im Schmelzbad   und damit eine extreme Durchmischung erreichbar ist. 



   Im folgenden wird die Erfindung anhand der Beispiele näher erläutert Beispiel 1 : 
Ein Schnellarbeitsstahl vom Typ S-6-5-2 mit einer Zusammensetzung von   0, 85 Gew. -% C, 4, 1 Gew. -%   Cr,   5, 9 Gew.-%   W,   5, 1 Gew. -% Mo, 1, 9 Gew. -%   V,   0, 4 Gew. -% Si, 0, 2 Gew. -% Mn,   Rest Fe und Verunreinigungen wurde mit Hilfe eines C02-Lasers unter folgenden Verfahrensbedingungen oberflächlich laserlegiert. : Leistung P = 2500 W, Leistungsdichte 1 = 6x 104 W/cm2, Vorschubgeschwindigkeit v =   0, 2 mimin. In   den   Wechselwirkungsbereich   des Laserstrahles mit der Oberfläche des S-6-5-2 Teiles wurde mit Hilfe eines Pulverförderers Kobaltpulver unter Zuhilfenahme eines Argongasstromes eingeblasen.

   Das Kobaltpulver hat sich in der Schmelze, deren Temperatur etwa 2200 C betrug, wollständig aufgelöst und durch die Badkonvektion so gut im Schmelzbad verteilt, dass die Unterschiede bei lokalen Kobaltgehaltmessungen im Bereich der Analysegenauigkeit des verwendeten   Analysesystems   lagen   (Elektronenstrahlmikroanalyse   mit EDS). 



   Durch Variation der Prozessparameter wurden Spuren mit Kobaltgehalten bis ca. 95   Gew.-%   Co erzeugt. 



  Die Dicke der Spuren betrug ca. 1, 2 bis 1, 5 mm und die   Einschme ! ztiefe   nahm mit zunehmendem Kobaltgehalt von ca. 1, 2 mm bel geringen Kobaltgehalten auf unter 0, 1 mm bei den höchsten Kobaltgehalten ab. Die Spurbreite lag in allen Fällen bei ca. 2 bis 2, 2 mm. 



  Aus der nahezu beliebigen Legierungsreihe von mit Kobalt laserlegiertem Schnellarbeitsstahl wurden nur Kobaltgehalte von 5,10 und 15   Gew.-%   zur Herstellung von Versuchswerkzeugen   ausgewählt.   Die Zugabe von Kobalt bewirkt eine Verdünnung der Legierungselemente in der   Schmelzraupe.   Beispielsweise wurde in einer mit ca. 15   Gew.-%   Co laserlegierten Spur eine Zusammensetzung von   0, 61 Gew.-%   C,   3, 6 Gew.-%   Cr,   4, 8 Gew.-%   W,   4, 3 Gew. -% Mo, 1, 5 Gew. -% V, 15, 7 Gew. -%   Co, Rest Fe ermittelt. 



   Zunehmende Gehalte an rein metallischen Zusätzen führen durch den Verdünnungseffekt zu einer Verringerung des Hartstoffgehaltes. 



   Die   Kühlrate   der Schmelze betrug vor und bei der Erstarrung ca.   2. 103   bis 2. 104 K/sec, die   Kühlrate   nach der Erstarrung bewegte sich etwa zwischen 10 und 103 K/sec. Das Gefüge besteht aus Dendriten mit einer mittleren Dendritenarmgrösse von ca. 2 bis 4 um und einer geringen Menge dazwischen liegendem Eutektikum, das beim lediglich umgeschmolzenen S-6-5-2 (ohne Kobalt) oder bei niedrigen Co-Gehalten bevorzugt in Form von Platten zwischen Dendritenarmen liegt, Bild 1. 1. Die zumindest teilweise Belegung der Dendritenarmgrenzen mit Karbiden bewirkt eine gewisse Rissanfälligkeit.

   Das zulegierte Kobalt führt zu einer Veränderung der Morphologie des Eutektikums von Karbidplatten ohne und bei wenig Kobalt zu isolierten kugelförmigen Karbiden bei den höheren Kobaltgehalten, Bild 1. 2, verbunden mit einer Zähigkeitssteigerung. 



   Die Härte der mit Kobalt laserlegierten Spuren betrug ca. 58 bis 63 HRC Im erstarrten Zustand. 



  Mehrmaliges Anlassen ermöglichte eine Härtesteigerung auf ca. 65 bis 67 HRC. Durch das Anlassen ändert sich jedoch die Morphologie des Eutektikums nicht, es ist damit lediglich eine Reduktion des   Restaustenit-   gehaltes und die Ausscheidung feinster Karbide in Austenit und Martensit verbunden. 



   Ein Härten nach dem Laserlegieren bewirkt einerseits eine Einformung allfällig vorhandener linien- oder   plattenförmiger   Karbide und eine Vergröberung, andererseits scheiden sich auch innerhalb der Dendriten kleine Karbide aus, verbunden mit der   Entsättigung   der infolge der raschen Erstarrung übersättigten Kristalle, Bild   1. 3.   

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   Die Karbide Im erstarrten Zustand lagen vorwiegend   als MGC, M2C   und MC und nach dem Härten vorwiegend als MeC und MC vor. 



  Beispiel 2 : 
Unter Einschaltung der Verfahrensparameter gemäss Beispiel 1 wurde ein Fräser gefertigt. 



   Schritt 1 : Vordrehen eines Fräserrohlings aus einem weichgeglühten Rundmaterial aus S-6-5-2 gemäss
Beispiel   1 ;  
Schritt   2 : Laserlegieren   des Rohlings ohne   Vor-oder Nachwärmung ;   
 EMI6.1 
 niedrigeren Temperaturen günstiger. Die Härte der 2 h geglühten Spuren lag unter 42 HRC, so dass eine brauchbare Zerspanbarkeit gegeben war ;
Schritt 4 : Fräsen der Konturen des Fräsers ;
Schritt 5 : Härten des laserlegierten Fräsers im Vakuumofen unter für S-6-5-2 üblichen Bedingungen ;
Schritt 6 : Zweimaliges Anlassen des laserlegierten und gehärteten Fräsers im Temperaturbereich von
520 bis   570. C ;  
Schritt 7 : Nachschleifen der Schneidkanten (kann auch entfallen). 



   Das Gefüge der laserlegierten Spuren im Einsatzzustand bestand aus feinen kugelförmigen Karbiden von ca.   0, 3   bis 1 um Durchmesser zwischen den ehemaligen Dendritenarmen und noch feineren kugelförmigen Karbiden von zumeist weniger als   0. 5 um   Durchmesser Innerhalb der Dendritenarme. 



   Während beim S-6-5-2 die Maximalhärte ca. 67 HRC beträgt, lassen sich beim mit Kobalt laserlegiertem Material Härten bis 68, 5 HRC erzielen. 



   Mit den laserlegierten Fräsern wurden auch Zerspanungsversuche durchgeführt, die eine Lebendauersteigerung bis 100 % ergaben. 



  Die Konturen wurden so gefräst, dass die Schneidkanten im Bereich der laserlegierten Spuren lagen. 



    Bild 1. 1 : V = 3000fach Bild 1. 2 : V = 10000fach Bild 1. 3 : V = 3000fach    Beispiel 3 : 
Unter Einhaltung der Verfahrensparameter gemäss Beispiel 1 wurde ein Fräser gefertigt. 



   Schritt 1 : Vordrehen des Fräserrohlings aus weichgeglühtem Rundmaterial aus   S-6-5-2 ;  
Schritt 2 : Laserlegieren ohne   Vor- oder Nachwärmung ;  
Schritt 3 : Härten des laserlegierten Fräsers im Vakuumofen unter für S-6-5-2 üblichen Bedingungen ;
Schritt 4 : Zweimaliges Anlassen des laserlegierten und gehärteten Fräsers im Temperaturbereich von
520 bis   570'C ;  
Schritt   5 : Formschleifen   des Fräsers. 



   Die Gefüge und Eigenschaften sind praktisch gleich wie bei Beipsiel 2, insgesamt ist der Herstellungweg bei Beispiel 3 einfacher und kürzer. 



  Beispiel 4 : 
Unter Einhaltung der Verfahrensparameter gemäss Beispiel 1 wurde ein Fräser gefertigt. 



   Schritt   1 : Laserlegieren   eines abgelängten gehärteten Rundmaterials aus S-6-5-2 mit ca.   0, 4   mm Übermass im Durchmesser gegenüber dem fertigen Fräser. Die Oberfläche des Rundmaterials lag im sandgestrahlten Zustand vor. Die Rohlinge wurden auf ca. 500 * C vorgewärmt und nach der Laserbe- handlung nachgewärmt und langsam auf Raumtemperatur abgekühlt ;
Schritt 2 : Zweimaliges Anlassen des laserlegierten Teiles bei 520 bis   570. C ;  
Schritt 3 : Formschleifen des Fräsers. 



   Das Gefüge besteht aus ehemaligen Dendritenarmen und dazwischenliegendem Eutektikum, das mit zunehmenden Kobaltgehalt, wie eingangs beschrieben, von plattenförmigen Karbiden zu voneinander isolierten kugelförmigen Karbiden übergeht. Der Gehalt an primären Karbiden ist durch die Übersättigung der Kristalle geringer als bei herkömmlichen Herstellungsverfahren. 



   Durch Anlassen lässt sich die Härte von ca. 58 bis 63 HRC im erstarrten Zustand auf ca. 68 HRC steigern. 



   Die Leistungssteigerung im Fräsversuch betrug bis zu 100 % gegenüber dem konventionellen S-6-5-2. 

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  Beispiel 5 : 
Ein Schnellarbeitsstahl vom Typ S-6-5-2 gemäss Beispiel 1 wurde mit einem COs-Laser unter folgenden   Verfahrensbedingungen oberflächlich   mit VC laserlegiert : 
 EMI7.1 
 



   2500 W,In den Wechselwirkungsbereich des Laserstrahles mit der   Oberfläche   des S-6-5-2 wurde mit Hilfe eines Pulverförderers VC-Pulver unter Zuhilfenahme eines Argonstromes eingeblasen. Das Vanadiumkarbidpulver hat sich in der Schmelze, deren Temperatur mehr   als 2250. C   betrug, nahezu vollständig aufgelöst und durch die starke Badkonvektion gut Im Schmelzbad verteilt. 



   Durch Variation der Prozessparameter konnten Spuren mit Vanadiumgehalten bis ca. 75   Gew.-%   erzeugt werden. Zur Erzeugung der höchsten VC-Gehalte war teilweise ein mehrmaliges Laserlegieren der selben Stelle und alternativ mit einem hohen Überdeckungsgrad bei überlappenden nebeneinanderliegenden Spuren erforderlich. 



   Insbesondere bei den höchsten V-Gehalten Ist zur Vermeidung von Rissen eine Vorwärmung auf 500 bis 700 C notwendig. 



   Die Dicke der Spuren lag zwischen 1, 0 und 4, 5 mm, die Breite zwischen 2, 0 und 4, 5 mm. Die Einschmelzteife nahm mit zunehmendem   VC-Gehalt   auf ca.   0, 1   bis 1, 0 mm ab. 



   Das Erstarrungsgefüge hängt stark vom   VC-Gehalt   und der   Kühlrate   ab Bei einer   Kühlrate   von ca. 103 bis 104 K/sec ergeben sich folgende Gefüge : Bei niedrigem V-Gehalt unter 3 Gew-% V gesamt Ist ein ähnliches Gefüge wie beim S-6-5-2 zu beobachten, es besteht aus Dendriten und dazwischenliegendem Eutektikum. Mit steigendem   VC-Gehalt   tendiert das Eutektium zur Ausbildung in Form isolierter Teilchen anstelle von Karbidplatten, Bild 2. 1. 



   Ab einem Vanadiumgehalt von ca. 5   Gew.-%   gesamt beginnt neben der dendrititschen Erstarrung eine eutektische Erstarrung MC + Austenit, die zur Bildung eutektischer Zellen führt, Bild 2. 2. 



   Noch höherer Vanadiumgehalt von ca. 7   Gew.-%   V gesamt führt zur Ausbildung vanadiumreicher primärer MC in der Schmelze, an die In weiterer Folge das MC + Austenit-Eutektikum anschliesst, Bild   2. 3.   



   Ab etwa 10   Gew.-%   V gesamt erfolgt die MC-Ausscheidung aus der Schmelze überwiegend pnmär und nur mehr   10   geringerem Umfang eutektisch, Bild   2. 4.   



     V-Gehalte   über ca. 15 Gew.-% führen zu einem blütenähnlichen Aussehen der Vanadiumkarbide. 



   Bei noch höheren V-Gehalten über etwa 20   Gew.-%   kommt es zur Ausbildung von vanadiumreichen MC-Dendriten, dazwischen erfolgen noch andere eutektische Umwandlungen, allerdings in geringerem Umfang. 



   Aus der nahezu beliebigen Legierungsreihe des S-6-5-2 mit VC wurden Legierungen mit 6, 9 und 12   Gew.-%   Vanadium ausgewählt, um daraus Versuchsfräser herzustellen. 



   Mit zunehmendem Vanadiumgehalt steigt die Härte der laserlegierten Spuren an, wobei im erstarrten Zustand Härten bis ca. 68 HRC bei 12   Gew.-%   V gesamt erreicht wurden. 



   Die ermittelte Zusammensetzung einer mit ca. 12   Gew.-%   V legierten Spur ergibt   beispielsweise : 3, 5     Gew. -% C, 3, 5 Gew. -% Cr, 5, 3 Gew -%   W,   4, 4 Gew.-%   Mo,   11, 2 Gew.-%   V, Rest Fe. 



   Die Herstellung der Versuchsfräser erfolgte analog zu den Beispielen 3 und 4. 



   Bei dem Fräser gemäss Beispiel 3 mit erhöhtem   V-Gehalt erfolgte   nach dem Laserlegieren noch ein Härten und mehrmaliges Anlassen Dabei kommt es zu einer Einformung plattenförmiger Karbide und zur Ausscheidung von Karbiden aus den übersättigten Kristallen. Die Ausscheidungen können in Form kleiner Karbide oder durch Anlagerung an bereits bestehende gröbere Karbide gebildet werden. Bei niedrigen VGehalten unter ca. 5   Gew.-%   treten Karbide mit ca. 0, 3 bis 1   j. Lm Im ehemals Interdendritischen   Raum und Karbide unter ca. 0, 5 um innerhalb der Dendriten auf, Bild 2. 5. 



  Bei höheren Gehalten zwischen ca. 5 und 10   Gew.-%   Vanadium tritt eine recht gleichmässige Karbidverteilung mit Karbidgrössen von ca. 0, 5 bis 2   um auf, Bild 2.6.   



     V-Gehalte   über ca. 10   Gew.-%   bewirken auch das Auftreten gröberer Karbide über ca. 3 um durch das Vorhandensein der primären Monokarbide (MC), Bild 2. 7. 



   Die maximal erreichten Härten betrugen ca. 69 bis 70 HRC. 



   Aufgrund der feinen und homogen verteilten Karbide weist das Material trotz des hohen V-Gehaltes eine ausgezeichnete Zähigkeit auf. Der hohe Karbidgehalt und der hohe V-Gehalt bewirken eine gute Verschleissbeständigkeit und Warmfestigkeit, die sich im Fräsversuch in Leistungssteigerungen um mehr als 200 % bei üblichen Schnittbedingungen niederschlagen. 



   Gemäss Beispiel 4 ändert sich durch mehrmaliges Anlassen die Morphologie der primären MC nicht. 



  Die Härte kann allerdings auf bis zu 70 HRC gesteigert werden. Dadurch, dass zum Teil noch plattenförmige Karbide vorhanden sind, ist die Zähigkeit nicht so hoch wie im nachträglich gehärteten Zustand. Trotzdem kann im Fräsversuch eine Leistungssteigerung von mehr als 100 % gegenüber dem konventionellen S-6-5- 

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 2 beobachtet werden. 



  Karbide im erstarrten Zustand : - geringer Vanadiumgehalt: vorwiegend   M6 C   eutektisch + MC eutektisch - hoher Vanadiumgehalt : vorwiegend MC eutektisch oder primär aus der Schmelze +   MssC   eutektisch ; Karbide nach dem Härten : - geringer Vanadiumgehalt : vorwiegend   MsC   und MC - hoher Vanadiumgehalt : vorwiegend MC und MeC. 



   Bild   2. 1 : V = 5000   fach    Bild 2. 2' V = 5000   fach   Bild 2. 3 : V = 5000   fach
Bild   2. 4 : V = 5000   fach   Bild 2. 5 : V = 5000   fach
Bild   2. 6 : V = 5000   fach
Bild 2. 7 : V = 5000 fach Beispiel 6 : 
Ein Schnellarbeitsstahl vom Typ S-6-5-2 gemäss Beispiel 1 wurde mit Hilfe eines   COz-Lasers   unter folgenden Verfahrensbedingungen oberflächlich mit NbC laserlegiert. 



   Leistung P = 2500 W, Leistungsdichte   ! =10"   bis   10a   W/cm2, Vorschubgeschwindigkeit v = 0, 2 bis 1, 0 m/min. In den Wechselwirkungsbereich des Laserstrahles mit der Oberfläche des S-6-5-2 wurde mit Hilfe eines   Pulverförderers NbC-Pulver   unter Zuhilfenahme eines Argonstromes eingeblasen. Das Niobkarbidpulver hat sich in der Schmelze, deren Temperatur mehr als   2500. C   betrug, nahezu   vollständig   aufgelöst und durch die starke Badkonvektion gut im Schmelzbad verteilt. 



   Durch Variation der Prozessparameter konnten Spuren mit   Niobgehalten   bis ca. 85   Gew.-%   Nb erzeugt werden. 



   Die Dicke der Spuren lag zwischen 1, 0 und 4, 5 mm, die Breite zwischen 2, 0 und 4, 5 mm. Die Einschmelztiefe nahm mit zunehmendem NbC-Gehalt auf ca.   0, 1   bis 1, 0 mm ab. 



   Das Gefüge des mit NbC laserlegierten S-6-5-2 ähnelt sehr stark jenem des mit VC laserlegierten Stahles. 



   Bei Niobgehalten unter 2   Gew.-%   Nb tritt zwischen den Dendriten bevorzugt Eutektikum oder übersättigter Austenit auf. Eine Erhöhung des   Niobgehaltes   bewirkt die Ausbildung eutektischer Zellen aus NbC +   li-Ferrit   (Austenit). Über ca. 4   Gew.-%   Nb treten zunehmend primäre niobreiche MC Kristalle auf, an die üblicherweise ein MC + a-Ferrit (Austenit)-Eutektikum ankristallisiert. Ab etwa 10 bis 12   Gew.-%   Nb treten blütenähnliche Monokarbide auf, Bild 3. 1, die ab. ca. 18   Gew.-%   Nb allmählich in dendritische MC übergehen, Bild 3. 2. 



   Aus der nahezu beliebigen Legierungsreihe des S-6-5-2 mit NbC wurde eine   Versuchslegierung   mit ca. 



  25   Gew.-%   Nb ausgewählt, um daraus Proben für Abrasionstests zu fertigen. Mit Hilfe der Elektronenstrahlmikroanalyse wurde eine Spurzusammensetzung von   4, 1 Gew.-%   C,   2, 9 Gew.-%   Cr,   4, 4 Gew. -% W, 3, 5     Gew.-%   Mo,   1, 6 Gew.-%   V,   24, 5 Gew.-%   Nb, Rest Fe ermittelt. Das Gefüge der Spur besteht aus knapp 30   Vol.-%   niobreicher MC in dendritischer Form, zusätzlich treten geringe Mengen eutektischer Karbide auf. 



  Zwischen den Dendriten liegt die Stahlmatrix. Im erstarrten Zustand weist das Gefüge 62 bis 66 HRC auf. 



   Ein nachträgliches Härten unter für S-6-5-2 üblichen Bedingungen bewirkt eine Einformung der eutektischen Karbide, an die MC-Dendriten kristallisieren weiteres NbC und Mischkarbide an, die dendritische Gestalt der Karbide ändert sich jedoch nicht. Nach dem Härten, gefolgt von einem mehrmaligen Anlassen, werden Härten bis ca. 70 HRC erreicht. 



   Im Abrasionstest wurde beispielsweise eine deutlich höhere Verschleissbeständigkeitgemessen als bei einem X210 Cr12. 



  Karbide im erstarrten Zustand : - geringer   Niobgehalt :   vorwiegend   M6 C eutektisch   +   MC   eutektisch - hoher   Niobgehalt :   vorwiegend MC eutektisch oder primär aus der Schmelze +   MsC   eutektisch 

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Karbide nach dem Härten : - geringer Niobgehalt : vorwiegend MeC und MC - hoher Niobgehalt : vorwiegend MC und   MG C.   



   Bild 3. 1 : V = 5000 fach   Bild 3. 2 : V = 5000   fach   Bild 3. 3 : V = 1000   fach Beispiel 7 : 
Ein   pulvermetallurgisch   hergestellter Schnellarbeitsstahl vom Typ S-11-2-5-8 mit einer Zusammensetzung von   1, 5 Gew. -% C,   4   Gew.-% Cr.   11   Gew.-% W.   2 Gew.-% Mo, 5 Gew.-% V, 8   Gew.-% Co, 0, 4 Gew.-   % Si,   0, 2 Gew.-%   Mn, Rest Fe und Verunreinigungen wurde mit Hilfe eines   C02-Lasers   unter folgenden Bedingungen   oberflächlich laser legiert :   Leistung   P =2500 W, Leistungsdichte 1=6. 104 W/cm2,   Vorschubgeschwindigkeit   v =0, 2 m/min.

   In   den   Wechselwirkungsbereich   des Laserstrahles mit der Oberfläche des Schnellarbeitsstahles wurde   mit Hilfe eines Pulverförderers VC-Pulver   unter Zuhilfenahme eines Argongasstromes eingeblasen. Die Proben wurden zur Vermeidung von Rissen auf ca. 600 C vorgewärmt. 



   Das VC-Pulver hat sich in der Schmelze, deren Temperatur etwa   2200. C   betrug, nahezu vollständig aufgelöst und durch Badkonvektion gut im Schmelzbad verteilt. 



   Durch Varation der Versuchsparameter wurden Spuren mit Vanadiumgehalten bis ca. 75   Gew.-%   V erzeugt. 



   Die Dicke der Spuren betrug ca. 1, 2 mm und die Breite ca. 2 mm, die   Emschmeiztiefe   nahm mit zunehmendem V-Gehalt von ca.   1, 2   mm auf ca.   0, 1   mm ab. im Unterschied zum mit VC legierten S-6-5-2 treten beim vorliegenden   PM-Stahl,   selbst bei geringsten VC-Zusätzen, globulitische Mischkristalle mit einem deutlich höheren Gehalt an Eutektikum auf. Mit zunehmendem   VC-Gehalt   kommt es analog zum S-6-5-2 zu eutektischen Zellen und danach zur Bildung primärer vanadiumreicher Mischkarbide in dendritischer Form. 



   Aufgrund des hohen   Kohlenstoff- und Legierungselementgehaltes   können hohe und höchste Karbidgehalte mittels einfacherer Verfahrenstechnik realisiert werden. Während bel niedriglegiertem Ausgangsmaterial manchmal ein mehrmaliges Laserlegieren der gleichen Stelle notwendig ist, um die gewünschten Karbidgehalte zu erzeugen, kann dies beim vorliegenden Stahl unter Umständen vermieden werden. 



  Karbide im erstarrten Zustand : - geringer Vanadiumgehalt : vorwiegend MeC eutektisch + MC eutektisch - hoher Vanadiumgehalt : vorwiegend MC eutektisch oder primär aus der Schmelze + MeC. 



  Karbide nach dem Härten : - geringer Vanadiumgehalt : MG C + MC - hoher Vanadiumgehalt : MC + MG C. 



  Beispiel 8 : 
Ein Schnellarbeitsstahl vom Typ S-6-5-2 gemäss Beispiel 1 wurde mit Hilfe eines   C02-Lasers   unter folgenden Verfahrensbedingungen oberflächlich mit TiB2   laserlegiert : Leistung P=2500   W, Leistungsdichte   1 = 104   bis   10. 6 W/cm2,   Vorschubgeschwindigkeit v   = 0, 2   bis 1, 5 m/min. 



   In den Wechselwirkungsbereich des Laserstrahles mit der Oberfläche des S-6-5-2 wurde mit Hilfe eines Pulverförderers TiB2-Pulver unter Zuhilfenahme eines Argonstromes eingeblasen. Das Titanboridpulver hat sich in der Schmelze, deren Temperatur mehr als 2600 *C betrug, bei niedrigeren TiB2-Gehalten vollständig und bei hohen   TiB2-Gehalten     teilweise aufgelöst   und durch die starke Badkonvektion gut Im Schmelzbad verteilt. 



   Durch Variation der Prozessparameter wurden Spuren mit Titangehalten bis ca. 65   Gew.-%   Ti erzeugt. 



   Die Dicke der erzeugten Spuren lag zwischen 1, 0 und 3, 0 mm, die Spurbreiten zwischen 2, 0 und 4, 5 mm, die Einschmelztiefe nahm mit zunehmendem TiBz-Gehalt auf ca. 0, 1 bis 1, 0 mm ab. 



   Das Erstarrungsgefüge hängt stark vom   TiBs-Gehalt   und der   Kühlrate   ab. Bei einer   Kühlrate   von ca. 103 bis 104 K/sec ergaben sich folgende Gefüge : 

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Bereits bei einem niedrigen Titangehalt von ca. 1   Gew.-%   Ti tntt ein Eutektikum zwischen den Dendritenarmen auf, Bild 5. 1. Die Menge des Eutektikums, in dem auch stark übersättigte Kristalle und amorphe Anteile vorkommen, nimmt mit zunehmendem Titangehalt rasch zu.

   Neben dem Eutektikum entstehen teilweise primär aus der Schmelze vor einer Dendritenbildung isolierte nahezu kugelförmige Teilchen, die einen hohen Titangehalt aufweisen und überwiegend Titankarbide und Titankarbobonde   sind.'  
Bei einem Gehalt von ca. 5 bis 6   Gew.-%   Ti besteht das Gefüge weitgehend aus primären Karboboriden und Eutektikum,   Bild 5. 2.   



  Höhere Ti-Gehalte bewirken die Bildung primärer Titanboride und Titankarboboride aus der Schmelze. 



   Die Härte der mit TiB2 legierten Spuren nimmt im Erstarrungszustand mit zunehmendem Ti-Gehalt von ca. 60 HRC auf ca. 40 HRC ab und steigt dann wieder etwas an. 



   Zur Erzielung einer ausreichenden Arbeitshärte ist daher eine   Wärmebehandlung vielfach   notwendig. 



   Aus der nahezu beliebigen Legierungsreihe des S-6-5-2 mit TiB2 wurden Legierungen mit ca. 3 und 5 
 EMI10.1 
 



   Beim Härten erfolgt eine deutliche Gefügeänderung. Es bilden sich dabei isolierte Teilchen, die allerdings vielfach einen mehrphaseigen Aufbau aufweisen, Bild 5. 3. 



   Dabei kommt es zur Ausbildung von Boriden, Karbiden und Karboboriden mit unterschiedlichen Gehalten an den Legierungseiementen, die im S-6-5-2 enthalten sind. Auffallend ist, dass sich bei den Proben mit dem höheren Borgehalt insbesondere eisenreiche Boride bilden. Im nachträglich gehärteten Zustand lassen sich Härten von ca. 64 bis 66 HRC erzielen. Im Fräsversuch konnte eine Leistungssteigerung von mehr als 100 % gegenüber dem konventionellen S-6-5-2 beobachtet werden. 



     Erstarrungszustand :   Ti (C, B) + (Fe,   Ti,   V, Cr)-Boride nach dem Härten : Ti (C, B) + (Fe, Ti, V,   Cr,   Mo,   W)-Boride  
Bild 5. 1 : V = 5000 fach   Bild 5. 2 : V = 5000   fach
Bild 5. 3 : V = 5000 fach Beispiel 9 : 
Ein Schnellarbeitsstahl vom Typ S-6-5-2 gemäss Beispiel 1 wurde mit Hilfe eines C02-Lasers unter folgenden Verfahrensbedingungen oberflächlich mit TiN   laserlegiert :   Leistung P=2500 W, Leistungsdichte   I     = 104   bis   106 W/cm2,   Vorschubgeschwindigkeit v=0, 2 bis 1, 0 m/min. 



   In den Wechselwirkungsbereich des Laserstrahles mit der Oberfläche des S-6-5-2 wurde mit Hilfe eines Stickstoffstromes TiN-Pulver eingeblasen. Das Titannitridpulver hat sich in der Schmelze teilweise aufgelöst und durch die Badkonvektion gut im Schmelzbad verteilt. 



   Durch Variation der Prozessparameter wurde ein Titangehalt von über 70   Gew.-%   Ti ohne nennenswerte Porosität realisiert. 



   Während der Erstarrung bilden sich ähnliche Gefüge aus, wie beim Legieren mit thermodynamisch stabilen Karbiden. Die entstehenden Ausscheidungen während des Erstarrungsvorganges reichen von eutektischen Karbonitriden bei geringem Ti-Gehalt im interdendritischen Raum über eutektische Zellen bis hin zu primären Karbonitriden und Nitriden in dendritischer Form bei hohem Ti-Gehalt. Die Härte beträgt im laserlegierten Zustand 55 bis 67 HRC. 



   In Abhängigkeit vom Titangehalt lassen sich Härtewerte von 63 HRC bis über 70 HRC im nachträglich gehärteten Zustand erreichen :   Erstarrungszustand :    - geringer Ti-Gehalt : vorwiegend   M6 C   + M   (C.   N) - hoher   Ti-Gehalt :   M (N, C) eutektisch oder primär aus der Schmelze ; nach dem Härten : M (C, N) + M6 C. 



  Beispiel 10 : 
Ein Schnellarbeitsstahl vom Typ S-6-5-2 gemäss Beispiel 1 wurde gleichzeitig mit Co und VC unter folgenden Verfahrensparametern   laserlegiert :   Leistung   P =2500   W, Leistungsdichte   1= (3   bis   6). 104 W/cm2,   Vorschubgeschwindigkeit v   = 0, 2 m/min. In   den Wechselwirkungsbereich des Laserstrahles mit dem S-6-5-2 

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 wurde eine In einem Attntor gemahlene Pulvermischung aus Co (ca 20 um Korngrösse) und VC (ca. 2 um Korngrösse) eingeblasen. 



   Die Dicke der Spuren beträgt 0, 5 bis 1, 2 mm, die Spurbreite ca. 2 bis 3 mm, die Einschmeiztiefe nimmt mit zunehmendem   Co- und VC-Gehalt   auf unter 0, 1 mm ab. 



   Das Kobalt löst sich vollkommen in der Schmelze auf, beim VC löst sich insbesondere bel der niedrigen Leistungsdichte nur ein Teil des VC auf-die restlichen VC werden durch die Badkonvektion gleichmässig verteilt und liegen Infolge der genngen Ausgangskorngrösse nach der Erstarrung in feiner Form 
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    8 Gew.-%auflegiert,   der Härtewerte bis ca 70 HRC erreichte. 



  Karbide im erstarrten Zustand : - geringer Vanadiumgehalt : vorwiegend   Ms   C eutektisch + MC eutektisch - hoher Vanadiumgehalt : vorwiegend MC eutektisch oder primär aus der Schmelze +   MgC   eutektisch, Karbide nach dem Härten : - geringer Vanadiumgehalt : vorwiegend M6 C und MC . hoher Vandiumgehalt : vorwiegend MC und   M6 C   Beispiel 11 :

   
Zur Erhöhung der lokalen Verschleissbeständigkeit von Bauteilen wurde ein Einsatzstahl des Typs 16 MnCr5 mit einer Zusammensetzung von 0, 15 Gew.-% C, 0, 30 Gew.-% Si, 1,20 Gew.-% Mn, 0,95 Gew.-% Cr, Rest Fe und Verunreinigungen mit Hilfe eines C02-Lasers unter folgenden Bedingungen oberflächlich 
 EMI11.2 
    :m/min.   In den Wechselwirkungsbereich des Laserstrahles mit der Oberfläche des Einsatzstahles wurde mit Hilfe eines Pulverförderers Cr23C6-Pulver unter Zuhilfenahme eines Argonstromes eingeblasen. 



   Das Cr23C6-Pulver hat sich In der Schmelze, deren Temperatur etwa   2300. C   betrug, vollständig aufgelöst und durch die Badkonvektion in der Schmelze gleichmässig verteilt. Durch Variation der Prozessparameter konnten Spuren mit   Chromgehalten   bis ca. 90   Gew.-%   erzeugt werden. 



   Die Dicke der Spuren lag bei ca. 0, 5 bis 1, 2 mm, die Spurbreite bei ca. 1, 5 bis 2, 0 mm. Die Einschmeiztiefe nahm mit zunehmendem Chromgehalt auf ca.   0, 1   mm ab. 



   Das Gefüge der Schmelzraupen hängt stark vom   CrCe-Gehatt   und der   Kühlrate   ab. Dem Schmelzbad zugeführtes Chrom und Kohlenstoff werden bis zu ca. 15   Gew.-%   Cr (entsprechend ca.   0, 9 Gew.-%   C) nahezu vollständig In den wachsenden Kristallen gelöst. Diese Zwangslösung bleibt während der weiteren raschen Abkühlung erhalten. Das führt dazu, dass zunächst mit zunehmendem Chromgehalt und dementsprechend zunehmendem Kohlenstoffgehalt die Härte in den Spuren deutlich ansteigt-es entsteht kohlenstoffreicherer Martensit. 



   Über etwa 10   Gew.-%   Cr (entsprechend ca.   0, 6 Gew.-%   C gesamt) wird die Martensitstarttemperatur unter Raumtemperatur abgesenkt, wodurch nach dem Laserlegieren ein mit Chrom und Kohlenstoff übersättigter Austenit vorliegt, dessen Härte ca. 35 bis 40 HRC beträgt, Bild   8. 1.   



   Über 15   Gew.-%   Cr (entsprechend ca.   0, 9 Gew.-%   C gesamt) beginnt im interdendritischen Raum die Bildung eines Eutektikums, dessen Menge mit zunehmendem Chromgehalt ansteigt. Bei ca. 50   Gew.-%   Chrom beträgt der Gehalt an Eutektikum ca. 60   Gew. -%, Bild 8. 2.   Erst bei höchsten   Chromgehalten   ist eine Erstarrung über primäres Cr23C6 direkt aus der Schmelze möglich. 



   Beim Laserlegieren kommt es bel Kanten immer zu einer, wenn auch oft geringen, Abrundung, sodass die endgültige geometrische Form meist erst nach der Laserbehandlung erzeugt wird. Das kann durch Zerspanungsoperationen aber auch durch spanlose Formgebung erfolgen. 



   Insbesondere das Gefüge aus übersättigtem Austenit und eventuell geringem Gehalt an Eutektikum mit ca. 10 bis 18   Gew.-%   Cr (entsprechend ca.   0, 6   bis   1, 1 Gew.-%   C) weist ausgezeichnetes Kaltumformverhalten auf und lässt sich beispielsweise gut prägen. Ist die Härte von ca. 40 HRC für die Kaltumformung zu hoch oder die   Umformbarkelt   zu   genng,   so kann durch Weichglühen der Spuren bei Temperaturen um 750   C   die Umformbarkeit weiter erhöht werden, die Härte sinkt dabei auf 200 bis 250 HV ab. 



   Durch Härten im Temperaturbereich von 900 bis 1050    C   nach dem Laserlegieren und einem allfälligen Kaltumformprozess kommt es zur Ausscheidung von chrom reichen Karbiden aus den übersättigten Kristallen, wodurch die Martensitstarttemperatur ansteigt, was eine martensitische Härtung ermöglicht. 

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  Erzielbare Härten liegen bei ca. 63 bis 65 HRC. Die Karbidgrösse und Verteilung lässt sich über die Härtetemperatur und-dauer beeinflussen, typische Karbdigrössen liegen zwischen 0, 3 und   2, 0 um, Bild 8. 3.   



   Eine Härtung kann auch durch Anlassen des Austenites erfolgen. Dabei kann einerseits die Ausscheidung von feinen Karbiden, verbunden mit einem Ansteigen der Martensitstarttemperatur, erfolgen, andererseits ist insbesondere bei höheren Anlasstemperaturen auch eine Phasenumwandlung in der Perlitstufe möglich. Die beiden miteinander konkurrierenden Prozesse führen zur Einengung des Temperaturbereiches, in dem eine effiziente Härtung nur bei etwa   620.   C möglich ist. 



   Wesentlich für die Anwendung des Laserlegierens ist die Integrierbarkeit in den Fertigungsprozess. 



   Von den Möglichkeiten zur Integration erscheinen folgende Varianten als besonders günstig, die an Legierungen mit einem Chromgehalt von ca. 20   Gew.-%   untersucht wurden :
Bild 8. 1 : V = 3000 fach   Bild 8. 2 :   V = 3000fach
Bild 8. 3 : V = 3000fach
Karbide im erstarrten   Zustand : M7 C3   eutektisch + M23C6 eutektisch
Karbide nach dem   Härten : MzaCe. +MpCs   Beispiel 12 : Verschleissbeanspruchte Kante einer Führungsbahn auf einer Welle : 
Schritt   1 :   Vordrehen der Welle aus weichgeglühtem   16MnCr5   gemäss Beispiel 11 ;
Schritt 2 : Laserlegieren jener Stellen, an denen später die verschleissbeanspruchten Kanten liegen, auf
Chromgehalt von ca. 20   Gew.-%   in Form auflegierter Spuren ;
Schritt 3 :

   Fertigung der Führungsbahnen durch Zerspanung, beispielsweise durch Fräsen oder Schleifen ;
Schritt 4 : Härten der Welle bei ca.   950. C   und Anlassen bei 400 bis   500. C.   



   Die Anlasshärte der laserlegierten und nachträglich gehärteten Spur liegt bei ca. 63 bis 65 HRC, verbunden mit einer Lebensdauersteigerung gegenüber der Welle im eingesetzten Zustand. 



  Beispiel 13 : Verschleissbeanspruchte Kante einer Führungsbahn auf einer Welle : 
Schritt   1 :   Vordrehen der Welle aus weichgeglühtem 16 MnCr5 gemäss Beispiel   11 ;  
Schritt 2 : Laserlegieren jener Stellen, an denen später die verschleissbeanspruchten Kanten liegen, auf
Chromgehalt von ca. 20   Gew.-%   in Form auflegierter Spuren ;
Schritt 3 : Abschleifen des Aufwurtes infolge des   Laserlegierens ;  
Schritt 4 : Prägen der Führungsbahn ;
Schritt 5 : Härten der Welle bei ca. 950 C, eventuell Anlassen bei 400 bis   500. C.   



   Es lassen sich ähnliche Eigenschaften wie bei Beispiel 12 erzielen. Insbesondere bei grossen Losgrössen kann die Erzeugung der geometrischen Formen nach der Laserbehandlung durch Kalt- oder Warmumformung von Vorteil sein. 



   Zur Verbesserung des Kaltumformverhaltens kann zwischen den Fertigungsschritten 3 und 4 eine Weichglühoperation bei ca.   750. C   durchgeführt werden. 



  Beispiel 14 : Verschleissbeanspruchte Kanten an Vertiefungen, in denen Kugeln einrasten (für mechanische Schaltelemente) : 
Verfahrensablauf analog zu Beispiel 13 mit dem Unterschied, dass keine Spuren erzeugt wurden, sondern dass die legierten Bereiche in Form von Punkten an jenen Stellen vorliegen, an denen im Einsatz die Kugeln in die Vertiefung einrasten. 



  Beispiel   15 :   
Ein Einsatzstahl des Typs 16MnCr5 gemäss Beispiel 11 wurde mit Hilfe des WIG-Verfahrens oberflächlich legiert. 

 <Desc/Clms Page number 13> 

 



   Bei der Variante 1 wurde das Cr23C6-Pulver durch Plasmaspritzen auf die Oberfläche aufgebracht und anschliessend mit WIG umgeschmolzen. Bei Variante 2 wurde das Cr23C6 mittels einer Hilfsdüse, die seitlich angebracht wurde, und eines Argongasstromes in den Bogenbereich zugeführt. 



   Bei einer Leistung von 2 kW und einem Probenvorschub von 0, 2 m/min wurden ca. 1, 5 mm dicke und 3 mm breite Schmelzraupen erzeugt. Die Einschmelztiefe hat sich mit zunehmendem   Cr23C6-Gehalt   auf ca. 



  0, 3 mm reduziert. 



   Mit Hilfe dieses Verfahrens wurden Spuren mit Chromgehalten bis 50   Gew.-%   realisiert. 



   Die Gefüge sind aufgrund der geringeren   Kühlrate   von ca. 102 bis 103 K/sec etwas gröber als bei den laserlegierten Spuren. Weiters besteht eine erhöhte Rissanfälligkeit bei den Spuren mit den höheren CrGehalten infolge des gröberen Eutektikums. 



   Karbide im erstarrten Zustand   M7C3   eutektisch + M23C6 eutektisch
Karbide nach dem Härten   M23C6   Beispiel   16 :   
Bei erhöhter Anforderung an die Festigkeit des Grundmaterials Ist gegenüber Beispiel 11 die Wahl eines Vergütungsstahles mit höherem C-Gehalt notwendig. Aus diesem Grund wurde ein Vergütungsstahl vom Typ 30 CrMoV9 mit einer Zusammensetzung von   0. 31 Gew. -% C, 0, 35 Gew. -% Si, 0, 55 Gew. -% Mn,     2, 65 Gew. -% Cr, 0, 19 Gew. -%   Mo und   0, 15 Gew.-%   V oberflächlich mit   Cr23C6   laserlegiert. 



   Die Einschmelztiefe, die erzeugten Chromgehalt und die Gefüge der   laserlegierten Schmelzraupe   sind vergleichbar dem Beispiel des Laserlegierens eines Einsatzstahles mit   Cr23C6.   Der Übergang zum weichen übersättigten Austenit erfolgt bel etwas geringeren Chromgehalten
An einer Versuchslegierung mit einem Chromgehalt von ca. 20   Gew.-%   wurde Kaltumformbarkeit durch 
 EMI13.1 
 
Karbide nach dem Härten   :

   mice   Beispiel   17 :   
Ein Warmarbeitsstahl vom Typ X40CrMoV51 mit einer Zusammensetzung von   0. 40 Gew. -% C, 0, 95     Gew. -% Si. 0, 42 Gew. -% Mn, 5, 02 Gew. -%   Cr,   1, 25 Gew.-%   Mo und   0. 95 Gew.-%   V wurde mit Hilfe eines   Elektronenstrahles oberflächlich legiert.   VC,   Cr23C6   und Mischungen der beiden Karbide wurden vor der 
 EMI13.2 
 spritzt. 



   Anschliessend wurde die beschichtete Oberfläche mit dem Elektronenstrahl mit einer Leistung von 1 kW und einem Probenvorschub von v = 0, 5 bis 2, 0 m/min umgeschmolzen und damit legiert. Der Elektronenstrahl wurde mit   10 kHz t   1 mm normal zum Probenvorschub gependelt. 



   Die Aufschmeiztiefen belaufen sich auf ca. 1 bis 4 mm. Erzeugt wurden nach dieser Methode Spuren mit einem Vanadiumgehalt bis 10   Gew.-%   und einem Chromgehalt bis ca. 15   Gew.-%.   



   Beim Zulegieren von VC zum X40CrMoV51 bilden sich ab einem   V-Gehalt   von   1, 5 Gew.-%   bis 2, 0   Gew.-%   eutektische Bereiche im   Interdendritischen   Raum. Mit zunehmendem   V-Gehalt   steigt die Menge an Eutektikum bis bei ca. 10   Gew.-%   V primäres MC aus der Schmelze gebildet wird. Aufgrund der hohen Härten und des Eutektikums sind die Spuren rissanfällig. 



   Beim Zulegieren von   Cr23C6   bilden sich übersättigte Mischkristalle, erst bei den höheren Chromgehalten treten nennenswerte Mengen an Eutektikum und Karbiden auf. Durch Absenkung der Martensitstarttemperatur entstehen ab ca. 5 Gew.-% zusätzlichem Chromgehalt weiche Spuren mit Härten um 40 HRC, die die   Rissanfälligkeit   deutlich reduzieren. Durch gleichzeitiges Legieren mit VC und   Cr23C6   lassen sich rissfreie Spuren erzeugen, die aufgrund des VC-Gehaltes nach einer Wärmebehandlung eine hohe Festigkeit und insbesondere Warmfestigkeit aufweisen. 



   Als typische Zusammensetzung einer weichen Schicht mit pnmären Karbiden wurde mittels EDX-   Analyse ermittelt : 1, 8 Gew. -%   C, 0,3 Gew.-% Si, 0,4 Gew.-% Mn, 6,4 Gew.-% Cr, 5,9 Gew.-% V, 0,2 Gew.- % Mo. 



   Eine günstige Wärmebehandlung ist ein Härten bei   1080. C   und Abschrecken in Öl oder Warmbad, 
 EMI13.3 
 weise als Pressdorne bewährt. 



   Karbide im ertarrten   Zustand : M6 C   eutektisch +   MpCs   eutektisch + MC eutektisch oder primär aus der Schmelze
Karbide nach dem Härten : MC + M6C + M23C6. 

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  Beispiel 18 : 
Ein Stellit mit 2,6 Gew.-% C, 33,5 Gew.-% Cr,   12, 5 Gew. -% Ni,   Rest Co und Verunreinigungen wurde mit Hilfe eines C02 Lasers oberflächlich unter folgenden Verfahrensbedingungen laserlegiert. 



   Leistung P   = 2500   W, Leistungsdichte 1   6. 104 W/cm2,   Vorschubgeschwindigkeit v   = 0, 2   m/min. 



   In den   Wechselwirkungsbereich   des Laserstrahles mit der   Oberfläche   des Stellites wurde mit Hilfe eines Pulverförderers VC-Pulver unter Zuhilfenahme eines Argongasstromes eingeblasen Das VC-Pulver hat sich in der Schmelze, deren Temperatur mehr   als 2300 C   betrug, nahezu vollständig aufgelöst und durch die Badkonvektion gut im Schmelzbad verteilt. 



   Durch Variation der Prozessparameter wurden Vanadiumgehalte bis ca. 70   Gew.-%   in laserlegierten Spuren realisiert. 



   Die Dicke der Spuren betrug ca.   1, 4   mm und die Einschmelztiefe nahm mit zunehmendem   VC-Gehalt   auf unter 0, 1 mm ab. Die Spurbreite lag bei ca.   2, 2   mm. 



   Die Kühlrate der Schmelze betrug vor und bei der Erstarrung ca. 103 bis   5. 104 KIsec,   die   Kühlrate   danach bewegte sich etwa zwischen 10 und 103 K/sec. 



   Bei niedrigen   Vanadiumgehalten   bis ca. 2   Gew.-%   V ist das Gefüge des   laserlegierten Stellits ähnlich   jenem des lediglich   umgeschmoizenen Ste) ! its-es   besteht aus kobaltreichen Mischkristallen und Karbiden sowie Eutekikum im interdendritischen Raum. Die Karbide sind vorwiegend vom Typ   M7C3   und   M23C6.   



   Mit zunehmendem V-Gehalt nimmt zunächst der Gehalt an Eutektikum zu, bis ab ca. 10   Gew.-%   V primäre MC-Kristalle direkt aus der Schmelze gebildet werden. Bei noch höheren V-Gehalten von mehr als ca. 15   Gew.-%   V bilden sich MC in Form von Dendriten. 



   Die Härte des laseriegierten Stellits liegt bei ca. 40 bis 50 HRC bei niedrigen Vanadiumgehalten und steigt auf über 60 HRC bei den hohen Vanadiumgehalten. 



  

Claims (13)

  1. Patentansprüche 1. Schichtkörper mit einer Eisen- oder Kobaltbasislegierung mit 0, 10 bis 5. 5 Gew.-%, insbesondere 0, 8 bis 1, 2 Gew. -%, Kohlenstoff, mit zumindest einer die Eisen- oder Kobaltbasislegierung zumindest teilweise, vorzugsweise an den Arbeitsflächen, bedeckender metallischen Legierungsschichte mit einer Dicke von etwa 0, 1 mm bis etwa 6, 0 mm, insbesondere etwa 0,5 mm bis 3, 0 mm, welche neben den Legierungselementen der Basislegierung zumindest einen höheren Gehalt an einem Element, insbeson- dere Kohlenstoff, aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Legierungsschichte 0, 5 bis 20, 0 Gew.- EMI14.1 und/oder M7C3 als Primärkarbide mit einer mittleren Korngrösse von 0, 2 um bis 10, 0 um im Resteutektikum und/oder als Primärkarbide in eutektischen Zellen mit einer mittleren Korngrösse zwischen 1,0 m EMI14.2 umvorliegen und dass gegebenenfalls der Kohlenstoff in der Legierungsschichte zumindest teilweise durch Bor ersetzt ist und diese 0, 1 bis 25, 0 Gew.-%, insbesondere 1, 0 bis 15, 0 Gew.-%, Bor aufweist, wobei das Bor in Form von Boriden, Karboboriden, Bornitriden und/oder Karbobornitriden vorliegt und dass gegebenenfalls der Kohlenstoff in der Legierungsschichte zumindest teilweise durch Stickstoff ersetzt EMI14.3 Stickstoff in Form von Nitriden, Karbonitriden, Bornitriden und/oder Karbobornitriden vorliegt.
  2. 2. Schichtkörper mit einer Eisen- oder Kobaltbasislegierung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Legierungsschicht 3, 0 bis 90, 0 Gew.-%, insbesondere 5, 0 bis 15, 0 Gew. -%, Kobalt aufweist.
  3. 3. Verfahren zur Herstellung eines Schichtkörpers mit einer Eisen- oder Kobaltbasislegierung, insbesonde- re nach einem der Ansprüche 1 und 2, wobei eine Schichte einer Trägerlegierung aus einer Eisen- oder Kobaltbasislegierung aufgeschmolzen wird, und in diese zusätzliche und/oder weitere Legierungs- elemente inkooperiert werden, dadurch gekennzeichnet, dass die Legierungskomponenten, z. B.
    Vorlegierung, Pulvermischung, insbesondere Legierungselemente, auf die in einer Schichtdicke von zumindest 0. 1 mm. vorzugsweise 0, 5 mm, aufgeschmolzene Legierungsoberflächenschicht aufgebracht werden, die auf zumindest 1800. C, insbesondere 2000 bis 3000. C, erhitzt wird, und dass die <Desc/Clms Page number 15> Schmelze mit 102 bis 105 K/sec, insbesondere 103 bis 104 K/sec, abgekühlt wird, und die erstarrte Schmelze auf etwa 400. C mit 10 bis 104 K/sec abgekühlt und dass gegebenenfalls die Legierung- schicht gemeinsam mit der Eisen-und/oder Kobaltbasislegierung plastisch verformt und/oder wärmebe- handelt wird.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass mit einer Energiedichte zwischen 103 bis 5 x 106 Wattlcm2 aufgeschmolzen und die Schmelze beaufschlagt wird.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Eisen- oder Kobaltbasislegie- rung vor dem Aufschmeizen erwärmt, insbesondere bis ca. 700'C erhitzt wird.
  6. 6. Verfahren nach Anspruch 3,4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass nach dem Erstarren der Schmelze die Eisen- oder Kobaltbasislegierung in etwa auf die Temperatur der erstarrten Schmelze erhitzt und sodann gemeinsam mit der erstarrten Schmelze abgekühlt wird.
  7. 7. Verfahren nach einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Legierungssschicht angelassen wird.
  8. 8. Verfahren nach einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Legierungsschicht gehärtet wird.
  9. 9. Verfahren nach einem der Ansprüche 3 bis 6. dadurch gekennzeichnet, dass die Legierungsschicht geglüht wird.
  10. 10. Verfahren nach einem der Ansprüche 3 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Legierungsschicht gemeinsam mit der Eisen- oder Kobaltbasislegierung, plastisch verformt wird.
  11. 11. Verfahren nach einem der Ansprüche 3 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die erstarrte Schmelze erneut, zumindest teilweise, analog zur Eisen- oder Kobaltbasislegierung aufgeschmolzen wird.
  12. 12. Verfahren nach einem der Ansprüche 3 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Wärmebehandlung durch Aufschmelzen einer angrenzenden bzw. überschneidenden bereits erstarrten Schmelze erfolgt.
  13. 13. Verfahren nach einem der Ansprüche 3 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass beim Aufschmelzen die zugeführte Energie gepulst wird.
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