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Die Erfindung bezieht sich auf einen Fersenhalter gemäss dem Oberbegriff des Anspruches 1.
Die bekannten Fersenhalter dieser Art hatten den Nachteil, dass beim willkürlichen Öffnen des Fersenhalters die Kraft der Auslösefeder überwunden werden musste, indem das mit dem Nieder- halter einstückig ausgebildete Federgehäuse von der Hand des Skiläufers verschwenkt wurde, was sehr anstrengend war. Dieser Nachteil machte sich insbesondere in Notsituationen störend bemerk- bar, in denen der Skiläufer bereits geschwächt und ein Öffnen der Bindung ohne besonderen Kraft- aufwand erwünscht war.
Bei einer Weiterentwicklung des in Rede stehenden Fersenhalters wurde daher der Vorschlag gemacht, den Bolzen, an dem der federbelastete Kolben anliegt, im Lagerbock drehbar zu lagern und mittels eines Verriegelungsorgans in der Fahrtstellung festzulegen, welches von Hand gegen die Kraft einer schwachen Feder gelöst werden kann (s. DE-OS 2342382).
Diese Ausführung hatte den Nachteil, dass das Verriegelungsorgan am Bolzenumfang angriff und daher grossen Beanspruchungen ausgesetzt wurde. Da weiters das Verriegelungsorgan, in
Richtung der Bolzenachse gesehen, einen etwa parabolischen Umriss aufwies, bestand die Gefahr, dass bei längerem Gebrauch der Skibindung sich die Kanten der-im Querschnitt parabolischen Aus- nehmung im Bolzen abnutzten und bei einer Stossbelastung des Fersenhalters sich dieser unbe- absichtigt öffnete.
Bei einem andern Fersenhalter (s. DE-OS 2628748) ist die aus einem Sohlenhalter und einem
Trittsporn bestehende Einheit in einem skifesten Lagerbock schwenkbar gelagert, in dem eine Aus- lösefeder untergebracht ist. Diese beaufschlagt bei den Ausführungen nach den Fig. 2 und 3 einen im Lagerbock gelagerten, in Seitenansicht etwa T-förmigen Hebel, dessen Querarm an seinem einen
Ende eine Rolle trägt. Diese läuft bei der Ausführung nach Fig. 3 bei einem Sturz des Skiläufers entlang einer Steuerkurve, die an einem weiteren Hebel angeordnet ist, der in der Einheit ge- lagert ist. Am freien Ende dieses Hebels ist ein zweiarmiger Auslösehebel gelagert, der mit seinem kürzeren Hebelarm auf einem Anschlag der Einheit aufliegt.
Soll der Fersenhalter willkürlich geöffnet werden, so wird der Auslösehebel nach unten gedrückt, was eine Freigabe der aus Sohlenhalter und Trittsporn bestehenden Einheit zur Folge hat.
Dieser Fersenhalter ist infolge der drei Hebel kompliziert in seinem Aufbau und darüber hinaus auch störanfällig, da die für die Steuerung wesentlichen Teile gegenüber Schnee und Schmutz nicht ausreichend abgedichtet sind.
Ein weiterer Fersenhalter ist in der DE-OS 1578835 beschrieben. Bei diesem Fersenhalter ist eine aus einem Sohlenhalter und einem Trittsporn bestehende Einheit um eine Achse verschwenkbar, die in einem Gehäuse untergebracht ist, das seinerseits auf einer weiteren Achse in einem Lagerbock verschwenkbar gelagert ist. Zwischen dem Gehäuse und der Einheit befindet sich eine Zugfeder, die den Sohlenhalter stets nach unten zu ziehen sucht, da ihre Angriffslinie sich unterhalb der Schwenkachse für die Einheit befindet. Das Gehäuse selbst wird in der Fahrtstellung durch einen Auslösehebel festgehalten, welcher im Gehäuse gelagert ist und mit einer Sperrklinke in eine Nut des Lagerbockes eingreift.
Diese Art der Gehäuseverriegelung lässt sich aber nicht bei Fersenhaltern anwenden, bei denen sich die in einem etwa rohrförmigen Gehäuse befindliche Auslösefeder über einen Kolben an dem im Querschnitt halbkreisförmigen Mittelbereich eines in Querrichtung verlaufenden Bolzens abstützt.
Die Erfindung stellt sich die Aufgabe, die Nachteile aller bekannten Ausführungen zu beseitigen und einen Fersenhalter zu schaffen, der sich nicht nur leicht öffnen lässt, sondern dessen Bolzen in die Fahrtstellung auch bei einer Stossbeanspruchung gegenüber dem Ski zuverlässig festgehalten wird.
Ausgehend von einem Fersenhalter gemäss dem Oberbegriff des Anspruches 1 wird diese Aufgabe erfindungsgemäss durch die Merkmale des kennzeichnenden Teiles dieses Anspruches gelöst.
Bei dieser Konstruktion wird einerseits auf baulich einfache Weise ein Öffnen des Fersenhalters in einer Notsituation und anderseits ein zuverlässiges Festhalten des Bolzens gegenüber dem Ski in der Fahrtstellung ermöglicht.
Die Konstruktion gemäss Anspruch 2 beinhaltet eine zuverlässige und trotzdem einfache Bauweise des Kniehebelmechanismus gemäss Anspruch 1.
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lgeordnet sein, welche den Handhebel durchsetzt und die unteren Enden der beiden Gelenklaschen trägt. In diesem Falle muss sich das untere Ende der Schenkelfeder an der in den beiden Halteschienen gelagerten Achse und das obere Ende der Schenkelfeder an einer der Halbachsen des Lagerbockes abstützen, welche die oberen Enden der Gelenkhebel tragen. Eine andere Möglichkeit der Anordung der Schenkelfeder, die, wie dargestellt, auf der in den beiden Halteschienen gelagerten Achse angeordnet ist, besteht darin, dass sich ihr oberes Ende am Handhebel unmittelbar abstützt.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Fersenhalter für Sicherheitsskibindungen, mit einem am Ski angeordneten Lagerbock, in dem ein Niederhalter drehbar gelagert ist, welcher einstückig mit einem Federgehäuse ausgebildet und gegen die Kraft einer in das Federgehäuse eingesetzten Feder verschwenkbar ist, wobei diese Feder sich mit einem Ende an einer in das Federgehäuse eingeschraubten Stellschraube und mit dem andern Ende über einen Kolben an einem im Lagerbock festgehaltenen, quer zur Skilängsrichtung angeordneten Bolzen abstützt, der in seinem mittleren Bereich einen etwa halbkreisförmigen Querschnitt hat, dadurch gekennzeichnet, dass der Lagerbock (6) um eine quer zur Skilängsrichtung verlaufende, in zwei an der Skioberseite befestigten Halteschienen (20) gelagerte Achse (21) verschwenkbar ist und mittels.
eines Kniehebelmechanismus (23,24) mit einer Über-
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