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Die Erfindung betrifft eine Verbundfolie mit einer insbesondere aus Metall, z. B. Aluminium, bestehenden Reflexionsfolie, die durch Klebung mit einem biegsamen Träger in Form eines Gewebes verbunden ist. Es gibt bereits dreischichtiges Bahnmaterial, dessen beide Aussenschichten aus Bitumen bestehen und dessen Mittelschicht aus einer Aluminiumbahn besteht. Nachteilig bei diesem Material, das im Bauwesen als Dampfsperre eingesetzt wird, ist die geringe Festigkeit. So kann es vorkommen, dass das Material bereits beim Verlegen etwa auf einem Dach, beschädigt wird, sei es durch Begehen oder durch spitze Steine, die auf dem Dach liegen. Das Problem der Beschädigung fand auch bei einer bekannten Folie (DE-OS 2506571) keine Lösung. Die bekannte Folie wird als Wärmeisolationsmaterial angewendet, das eine Metallschicht aufweist, die mit einem Grundmaterial verklebt ist.
Die Metallschicht kann hiebei Aluminium sein und als Grundmaterial kann Papier, Stoff, Gewebe u. dgl. verwendet werden. Bei der bekannten Folie ist beim Nageln im Grundmaterial mit einem geringen Spiel zwischen dem Stahlstift und dem Grundmaterial zu rechnen.
Aufgabe der Erfindung ist es, die Nachteile der vorerwähnten Folien zu vermeiden. Hiezu wird bei einer Verbundfolie der eingangs erwähnten Art vorgeschlagen, dass gemäss der Erfindung das den biegsamen Träger bildende Gewebe in Kette und Schuss aus Kunststoffbändern, z. B. aus Polyäthylen besteht, die dicht nebeneinander liegen und deren Breite vorzugsweise zwischen 3 und 8 mm liegt, wobei gegebenenfalls der Kleber zur Verbindung des Trägers mit der, insbesondere einseitig mit einem Schutzlack, z. B. einem Lack auf Basis eines PVC-Copolymeren versehenen, Reflexionsfolie ein solcher auf Polyolefinbasis ist und dass gegebenenfalls zur Schaffung von Poren die Verbundfolie durchnadelt ist, wobei die Poren bevorzugt in der Grösse von ungefähr 1/100 mm liegen.
Erfindungsgemäss aufgebaute Folien weisen eine sehr hohe Elastizität im Trägermaterial der Reflexionsfolie auf. Die erfindungsgemässen Folien sind damit in hohem Masse reissfest. Die Verbundfolie legt sich etwa um Steine herum, beult dabei zwar aus, reisst jedoch nicht ein. In ähnlicher Weise widersteht die Folie auch Beanspruchungen, wie sie sich etwa ergeben, wenn die Folie auf einem Dach verlegt und begangen wird. Spitze Gegenstände beulen die Folie zwar ein, bewirken jedoch kein Einreissen. Die hohe Elastizität der Verbundfolie stellt auch sicher, dass Folien miteinander vernäht werden können.
Ein das Trägermaterial durchdringender Stahlstift wird von dem speziell aufgebauten Gewebe besonders dicht und eng umschlungen. Die Dichtigkeit der erfindungsgemässen Verbundfolie wird solcherart durch eine Nagelung kaum beeinträchtigt. Der Verbund zwischen der Reflexionsfolie und dem Kunststoffgewebe (Gitterfolie) ist mechanisch unlösbar.
Weiters wird durch den Aufbau des den Träger der Reflexionsfolie bildenden Kunststoffgewebes auch ein "Einziehen" des Klebers, mit dem die Verbindung mit der Reflexionsfolie erfolgt, verhindert. Erfindungsgemäss aufgebaute Verbundfolien können damit besonders klebstoffsparend hergestellt werden. Die bevorzugte vorgesehene Verwendung von Polyäthylen für die Kunststoffbänder erleichtert es, die Verbundfolie schwer entflammbar auszurüsten, womit dann die gesamte Verbundfolie schwer entflammbar ist. Wird die Folie mit einem Schutzlack, z. B. einem Lack auf Basis eines PVC-Copolymeren versehen, wird die Nichtentflammbarkeit weiter gesteigert. Darüber hinaus verhindert die Lackierung die Oxydation und den Zutritt von Feuchtigkeit, wodurch die Reflexionsleistung der Folie über lange Zeit voll erhalten bleibt.
Erfindungsgemässe Folien können, da sie porenfrei sind, als Dampfsperrschicht im Bauwesen verwendet werden. Soll die Folie jedoch für Zwecke eingesetzt werden, die Luftdurchlässigkeit erfordern, kann, wie dies fakultativ vorgesehen ist, die Verbundfolie zur Schaffung von Poren durchnadelt sein, wobei die Poren bevorzugt in der Grösse von ungefähr 1/100 mm liegen. Die Durchnadelung ist darüber hinaus auch zur Förderung der Luftströmung zwecks Wärmeaustausches mit von der Hinterseite der Folie kommender Luft zweckmässig.
Die Verbundfolie kann in einer Stärke von 9 bis 80 11 hergestellt werden.
Bei der Herstellung der erfindungsgemässen Folie wird bevorzugt so vorgegangen, dass der Kleber in heissem Zustand von z. B. 120 bis 150 C zwischen die in gleicher Richtung und mit gleicher Geschwindigkeit bewegten Bahnen der insbesondere bereits mit dem Schutzlack versehenen Reflexionsfolie und des biegsamen Trägers über die Bahnbreite injiziert wird und die beiden Bahnen hierauf, z. B. durch mindestens ein Paar von Druckwalzen, aufeinandergepresst werden.
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Soll eine poröse Folie hergestellt werden, so erfolgt die Durchnadelung nach dem Aufeinander- pressen der beiden Bahnen.
Erfindungsgemässe Folien können eingesetzt werden als Reflexionsfolie beim Dachausbau, als
Reflexionsfolie, um Eindringen von Wärme oder Eindringen von Kälte zu verhindern, weiters als
Trägermaterial für Dämm-Material. Die Befestigung der erfindungsgemässen Verbundfolie an Dach- sperren kann durch Klammern oder durch Stahlstifte erfolgen. Verbundfolien gemäss der Erfin- dung können im Hinblick auf ihre Nähbarkeit, ihre Reissfestigkeit, sowie ihr Reflexionsvermögen sowohl gegen Wärme als auch gegen Kälte bei der Herstellung von Biwaksäcken verwendet werden.
Ebenso kann Kälteschutzkleidung (Anoraks, Skibekleidung usw.) unter Verwendung erfindungsge- mässer Verbundfolien hergestellt werden. Rollos und Markisen können aus erfindungsgemässen Ver- bundfolien hergestellt werden. Ein weiteres Anwendungsgebiet ist bei der Herstellung von Schuhen für den alpinen Skilanglauf gegeben, wo etwa die Ausfütterung (der Innenschuh) aus erfindungs- gemässen Verbundfolien hergestellt werden kann.
Ein weiteres Einsatzgebiet für die erfindungsgemässen Verbundfolien bietet sich bei der Flach- dachherstellung. Bisher wurde auf den aus Beton bestehenden Unterbau eine gelochte Dachpappe aufgelegt, um durch Temperaturschwankungen bedingte Dehnungen des Unterbaues aufzunehmen. Auf die gelochte Dachpappe kann dann als Dampfsperre eine beidseits mit Bitumen kaschierte Aluminiumfolie aufgebracht werden. Darauf wurde dann die Wärmedämmung aufgelegt, die letztlich mit der eigentlichen Dachhaut bedeckt wurde. Die gelochte Dachpappe und die Dampfsperre aus der bitumenkaschierten Aluminiumfolie kann durch die erfindungsgemässe Verbundfolie ersetzt werden, da diese sowohl als Dampfsperre wirkt als auch ausreichende Elastizität und Reissfestigkeit besitzt, um durch Temperaturunterschiede bedingte Bewegungen der Unterkonstruktion aufzunehmen.
Beispiel : Von einer Vorratswalze wird eine Bahn aus beidseits mit Schutzlack auf Basis eines PVC-Copolymeren versehenem Aluminium mittels eines Druckwalzenpaares abgezogen, das auch von einer weiteren Vorratswalze ein Kunststoffgewebe aus Polyäthylen bändern. mit einer Breite von zirka 5 mm in Kette und Schuss abzieht. Vor dem Druckwalzenpaar wird in den Spalt zwischen den beiden Bahnen über die Breite der Bahnen ein Kleber auf Polyolefinbasis in heissem Zustand injiziert. Unter dem Einfluss des sich im Walzenspalt aufbauenden Druckes werden die beiden Bahnen dann zu einer auf mechanischem Wege nicht trennbaren Folie miteinander verklebt. Dem Druckwalzenpaar können weitere Walzenpaare, die gegebenenfalls gekühlt sind, nachgeschaltet sein.
Sollen Poren eingebracht werden, so folgt der Pressstrecke eine Nadelstrecke, die mit einer oder mehreren Nadelwalzen bestückt sind, deren Nadeln die Folien (und die Klebstoffschicht) durchstossen.
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The invention relates to a composite film with a particular metal, z. As aluminum, existing reflective tape, which is connected by gluing with a flexible support in the form of a fabric. There are already three layers of sheet material, the two outer layers of which are made of bitumen and the middle layer of which is made of an aluminum sheet. A disadvantage of this material, which is used as a vapor barrier in construction, is the low strength. It can happen that the material is already damaged when it is laid on a roof, for example, by walking on it or by using pointed stones on the roof. The problem of damage was also not found in a known film (DE-OS 2506571). The known film is used as a heat insulation material that has a metal layer that is glued to a base material.
The metal layer can be aluminum and the base material can be paper, fabric, tissue and the like. Like. Be used. In the known film, a slight play between the steel pin and the base material is to be expected when nailing in the base material.
The object of the invention is to avoid the disadvantages of the aforementioned films. For this purpose, it is proposed for a composite film of the type mentioned at the outset that, according to the invention, the fabric forming the flexible carrier in warp and weft made of plastic strips, e.g. B. consists of polyethylene, which are close to each other and whose width is preferably between 3 and 8 mm, where appropriate the adhesive for connecting the carrier with the, in particular on one side with a protective lacquer, for. B. a varnish based on a PVC copolymer, reflection film is based on polyolefin and that the composite film is optionally needled to create pores, the pores preferably being in the size of about 1/100 mm.
Films constructed in accordance with the invention have a very high elasticity in the carrier material of the reflection film. The films according to the invention are therefore highly tear-resistant. The composite film lies around stones, bulging out but does not tear. In a similar way, the film also resists stresses such as arise when the film is laid and walked on a roof. Pointed objects dent the film, but do not cause tearing. The high elasticity of the composite film also ensures that films can be sewn together.
A steel pin penetrating the carrier material is wrapped particularly tightly and tightly by the specially constructed fabric. The tightness of the composite film according to the invention is hardly affected by nailing in this way. The bond between the reflective film and the plastic fabric (grid film) is mechanically unsolvable.
Furthermore, the construction of the plastic fabric forming the carrier of the reflective film also prevents the adhesive from being "drawn in" with which the connection to the reflective film is made. Composite films constructed according to the invention can thus be produced in a particularly adhesive-saving manner. The preferred intended use of polyethylene for the plastic tapes makes it easier to make the composite film flame-retardant, which then makes the entire composite film flame-retardant. If the film with a protective lacquer, e.g. B. provided a varnish based on a PVC copolymer, the non-flammability is further increased. In addition, the varnish prevents oxidation and the ingress of moisture, which means that the reflective performance of the film is fully retained over a long period.
Films according to the invention, since they are pore-free, can be used as a vapor barrier layer in the building industry. However, if the film is to be used for purposes that require air permeability, the composite film may, as is optionally provided, be needled to create pores, the pores preferably being approximately 1/100 mm in size. The needling is also useful for promoting the air flow for the purpose of heat exchange with air coming from the back of the film.
The composite film can be produced in a thickness of 9 to 80 11.
In the production of the film according to the invention, the procedure is preferably such that the adhesive in the hot state, for. B. 120 to 150 C between the in the same direction and at the same speed moving webs of the reflective film already provided with the protective lacquer and the flexible support over the web width is injected and the two webs thereon, z. B. are pressed together by at least a pair of pressure rollers.
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If a porous film is to be produced, the needling is done after the two webs have been pressed together.
Films according to the invention can be used as a reflective film in the loft conversion, as
Reflection film to prevent the ingress of heat or the ingress of cold, further than
Backing material for insulation material. The composite film according to the invention can be fastened to roof locks by clips or by steel pins. Composite films according to the invention can be used in the manufacture of bivouac bags with regard to their sewability, their tensile strength and their reflectivity against both heat and cold.
Cold protection clothing (anoraks, ski clothing, etc.) can also be produced using composite films according to the invention. Roller blinds and awnings can be produced from composite films according to the invention. Another area of application is in the manufacture of shoes for alpine cross-country skiing, where, for example, the lining (the inner shoe) can be produced from composite films according to the invention.
Another area of application for the composite films according to the invention is in the manufacture of flat roofs. So far, perforated roofing felt has been placed on the concrete substructure in order to absorb expansion of the substructure due to temperature fluctuations. An aluminum foil laminated on both sides with bitumen can then be applied to the perforated roofing paper as a vapor barrier. The thermal insulation was then placed on top, which was ultimately covered with the actual roof skin. The perforated roofing felt and the vapor barrier made of the bitumen-laminated aluminum foil can be replaced by the composite foil according to the invention, since this acts both as a vapor barrier and also has sufficient elasticity and tear resistance to absorb movements of the substructure caused by temperature differences.
Example: A web made of aluminum coated on both sides with protective lacquer based on a PVC copolymer is drawn off from a supply roller by means of a pair of pressure rollers, which also tape a plastic fabric made of polyethylene from another supply roller. with a width of about 5 mm in the warp and weft. In front of the pair of pressure rollers, a hot polyolefin-based adhesive is injected into the gap between the two webs across the width of the webs. Under the influence of the pressure building up in the nip, the two webs are then bonded to one another to form a film which cannot be separated mechanically. Further pairs of rollers, which may be cooled, can be connected downstream of the pair of pressure rollers.
If pores are to be introduced, the pressing section is followed by a needle section which is equipped with one or more needle rollers, the needles of which pierce the films (and the adhesive layer).