[go: up one dir, main page]

AT315976B - Verfahren und Vorrichtung zur Anreicherung des Uranisotops U<235> in Uransalzlösungen - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Anreicherung des Uranisotops U<235> in Uransalzlösungen

Info

Publication number
AT315976B
AT315976B AT1034570A AT1034570A AT315976B AT 315976 B AT315976 B AT 315976B AT 1034570 A AT1034570 A AT 1034570A AT 1034570 A AT1034570 A AT 1034570A AT 315976 B AT315976 B AT 315976B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
uranium
vessels
vessel
isotope
enriching
Prior art date
Application number
AT1034570A
Other languages
English (en)
Original Assignee
Hellmut Seyfert Dipl Ing
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Hellmut Seyfert Dipl Ing filed Critical Hellmut Seyfert Dipl Ing
Priority to AT1034570A priority Critical patent/AT315976B/de
Application granted granted Critical
Publication of AT315976B publication Critical patent/AT315976B/de

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D59/00Separation of different isotopes of the same chemical element

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Battery Electrode And Active Subsutance (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



   Zur Anreicherung von   UZ35     Umsind   zur Zeit für die praktische Durchführung zwei Verfahren vorgesehen bzw. in Anwendung. Beide Verfahren basieren auf der Verwendung des leicht verdampfbaren Uranhexafluorids 
 EMI1.1 
 
Das in den USA ausgeübte Thermodiffusionsverfahren macht sich die Erkenntnis zunutze, dass Isotope mit geringerem Massengewicht durch eine geeignete Membram schneller diffundieren als solche mit grösserem Gewicht. Man erhält auf diese Weise von einer Diffusionszelle zur andern ansteigende Werte des Isotops   Uin   dem Gasgemisch von Uranhexafluorid. 



   Das zweite Verfahren, das für die Anreicherung vorgesehen ist, verwendet als Trennmittel eine Gaszentrifuge, der das Uranhexafluorid zugeführt wird. 



   Beide Verfahren erfordern hohen Energieaufwand. 



   Es wurde nun gefunden, dass auch die Gravitationskraft für eine Anreicherung des Isotops   U     in U   herangezogen werden kann. Nach dem erfindungsgemässen Verfahren wird von Uransalzen von Mineralsäuren, die neben   U238einen   Anteil an dem Isotop   tf35   haben und in nicht wasserähnlichen organischen Lösungsmitteln gelöst oder aus einer Lösung solcher in Wasser extrahiert wurden, ausgegangen und werden diese Lösungen oder Extrakte in Ruhestellung längere Zeit der Gravitationskraft unterworfen. 



   Diesbezüglich wäre auf die allgemein gültige Regel zu verweisen, dass Sedimentationen nur aus Aufschwemmungen erfolgen können und nur, wenn diese mikroskopisch auflösbar sind und dementsprechend in colloidalen Lösungen keine Sedimentationen   zustandekommen können.   



   Es hat sich jedoch gezeigt und darauf abzielende Untersuchungen haben es bestätigt, dass auch in colloidalen Lösungen unter dem Einfluss der Gravitationskraft Sedimentationserscheinungen nachgewiesen werden können, wenn einzelne Flüssigkeitsschichten längere Zeit der Ruhe überlassen sind und deren Gesamtmenge grössenordnungsmässig in Dimensionen vorliegt, wie sie in Fabrikationsbetrieben üblich ist. 



   Die so gewonnenen Erkenntnisse bilden mit den vorher angeführten Voraussetzungen die Grundlage für das   erfindungsgemässe   Verfahren. Nach diesem werden Lösungen von Uransalzen in nicht wasserähnlichen organischen Lösungsmitteln in Schichten längere Zeit einem Ruhezustand unterworfen, so dass die Gravitationskraft wirksam werden kann, da die Salze nicht dissoziert und ihre Molekularbewegungen durch die sie umgebenden organischen Moleküle abgebremst sind. Da die Gravitationskraft mit dem Quadrat der Entfernung von der Erdoberfläche abnimmt, müssen alle Flüssigkeitsschichten der Uransalzlösung, die zum Aufbau von Flüssigkeitssäulen, die wie nachstehend beschrieben, zu Batterien zusammengefasst werden, dienen, dieser Vorgangsweise unterworfen werden. 



   Die schematische Skizze der Zeichnung zeigt eine erfindungsgemässe Vorrichtung und veranschaulicht die Art, wie der Verfahrensvorgang abläuft. 



   Als nicht wasserähnliche organische Lösungsmittel kann neben andern eine Lösung von Tributylphosphat in paraffinischen Kohlenwasserstoffen, wie n Dodecan Anwendung finden. 



   Lösungen dieser Art werden in zylindrische Gefässe gepumpt, von denen jeweils mehrere zu einer Batterie zusammengefasst sind. Durchmesser   und Höhe der Gefässe   sowie die Anzahl dieser richten sich nach den auf eine Anreicherung von   U ausgerichteten   wirtschaftlichen Erfordernissen. Nach Auffüllung des ersten Gefässes wird unterhalb des Flüssigkeitsspiegels über eine   Ringleitung-R-eine entsprechende Menge   mittels Rohrleitung und Pumpe-P-dem folgenden Gefäss über eine Ringleitung in Bodennähe zugeführt. Dieser Vorgang wiederholt sich bis auch das zweite und die folgenden Gefässe mit der gleichen Flüssigkeitsmenge angefüllt sind.

   Der mit den Dämpfen der organischen Stoffe und Stickstoff erfüllte Raum der Gefässe oberhalb des Flüssigkeitsspiegels ist mit den nachfolgenden durch eine waagrechte Gasleitung    (ai, a2)   mit Ventil   (b,)   verbunden. Dieses schliesst sich, gesteuert durch die Pumpe, wenn diese zur Auffüllung des folgenden Gefässes automatisch eingeschaltet 
 EMI1.2 
 Reihenfolge. 



   Aus dem Gasraum des ersten Gefässes führt eine Leitung als Verlängerung der die Gefässe verbindenden waagrechten Leitungen zu einem   Vorratsbehälter --N--,   der gasförmigen Stickstoff bei Atmosphärendruck enthält und durch eine Rohrleitung-n-mit dem in Betrieb befindlichen Absorber in Verbindung steht, der die organischen Bestandteile des Gasgemisches aufnimmt, so dass der erforderliche Stickstoff im Kreislauf geführt werden kann. Bevor der Stickstoff durch Absinken des Flüssigkeitsspiegels eines der Gefässe in den Gasraum des ersten Gefässes gesaugt wird, durchstreift er einen Behälter, in   dem er z. B. thermoelektrisch auf genau die   gleiche Temperatur gebracht wird, wie sie Extrakte und Gasräume aufweisen.

   Auch der ursprüngliche Lösungsmittelextrakt muss vor dem Einspeisen in das erste Gefäss einer solchen Behandlung unterzogen   werden. - Tem-   peraturgefälle, die zu Wärmeströmungen führen, müssen vermieden werden. Daher müssen die metallischen Gefässe innen und aussen mit einer Kunststoffschicht überzogen sein, die eine maximale Wärmeisolation gewährleistet. Das Gleiche gilt für Rohrleitungen, Ventile und Pumpen des Systems. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Je nach Art der zur Anwendung gelangenden nicht wasserähnlichen organischen Lösungsmittel oder eines Gemisches solcher, muss die Temperatur der Lösung oder des Extraktes so gewählt werden, dass bei möglichst geringen Verdunstungsverlusten die Konzentrationen der Uransalze in den Lösungen oder Extrakten zu einem wirtschaftlichen Effekt der Anreicherung des Isotops U235 führen. 



   Die in dem nachfolgenden Beispiel angeführten Zahlen stellen abgerundete Annäherungswerte dar. 



   Nachdem vor Inbetriebnahme einer Batterie die Luft aus allen Gefässen und Rohrleitungen dieser durch Stickstoff verdrängt wurde, wird aus einem Tank --T-- jeweils ein Bruchteil der für ein Gefäss vorgesehenen 
 EMI2.1 
 in die Sammelleitung (s) gelangen können. Diese führt zu einem der beiden in Betrieb befindlichen Absorber --A1 und A2--, Nach Passieren des Adsorbers wird der von organischen Gasen freie Stickstoff über die Rohrleitung - n-- dem Stickstofftank --N-- zugeleitet.

   Jedes Gefäss wird nach dem Auffüllen des ersten unter Verwendung bekannter Massnahmen so lange nachgefüllt, bis sich in den Gefässen der Batterie volumenmässig die gleiche   Flüssigkeitsmenge befindet wie in dem Gefäss Wenn man beispielsweise aus dem in 5 Portionen von je 3 m aufgefüllten ersten Gefäss eine Menge von 3 m in das zweite Gefäss über Pumpe --p1-- geöffnete Ventile      --d 1und c 1--und   geschlossenes Ventil --b1-- der Leitung --a1-- pumpt oder in den ersten zwei Auffüllvor- 
 EMI2.2 
 Gefäss in das folgende befördert wird. Bei jedem Auffüllvorgang für eines der Gefässe müssen die Ventile   --b, b, b-usw.   der    Leitung-al und a-usw.   der vorangehenden Gefässe geöffnet sein, so dass Stickstoff zur Ausgleichung des Druckgefälles nachströmen kann.

   Es sollen nun 10 Gefässe, von denen jedes die vorge- 
 EMI2.3 
 werden, den vorhergehenden Angaben entsprechend, vor einem weiteren Auffüllvorgang 3000 1 in einen Vorrats-   tank-v-abgelassen,   von dem aus der Extrakt weiterverarbeitet oder mittels einer Leitung, Pumpe und nachfolgendem Ventil der zweiten Batterie zugeführt wird. 



    Insgesamt müssen 10 Batterien in Betrieb genommen werden, um eine Anreicherung von 1% u, bezogen auf die je m3 enthaltene Menge U, zu erhalten, so dass sich nach Weiterverarbeitung im Endergebnis mit einem Urandioxyd mit 20/0 IfS ergibt, wenn in den für das Verfahren zur Anwendung gelangenden Uransalzen, bezogen auf die Menge u, zirka buzz enthalten war.   
 EMI2.4 
 fässe zu errichten, wobei je nach den Ausmassen der zur Verfügung stehenden Grundfläche die Zusammenfassung der Gefässe zu einer Fabrikationseinheit auch in andern Zahlenverhältnissen erfolgen kann. 



    PATENTANSPRÜCHE :    
1. Verfahren zur Anreicherung des Uranisotops    U   in U2 bei Verwendung der Uransalze von Mineralsäuren, die neben U   einenAnteil   des Isotops U enthalten und in nicht wasserähnlichen organischen Lösungsmitteln gelöst oder aus wässerigen Lösungen der Mineralsalze des Urans extrahiert wurden,   dadurch ge-   kennzeichnet, dass die Lösungen oder Extrakte in nicht wasserähnlichen organischen Lösungsmitteln in Ruhestellung längere Zeit der Gravitation unterworfen werden. 
 EMI2.5 
 aufgebaut wird, indem man Teilmengen in bestimmten Zeitabständen von unten zuführt, und dass die oberste Teilmenge der Flüssigkeitssäule abgezogen und einer nachfolgenden Flüssigkeitssäule zugeführt wird. 

**WARNUNG** Ende DESC Feld kannt Anfang CLMS uberlappen**.

Claims (1)

  1. 3. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass in den für den Aufbau von Flüssigkeitssäulen vorgesehenen Gefässen, die zu einer Batterie zusammengeschaltet sind, in bestimmter Höhe unterhalb des Flüssigkeitsspiegels und unmittelbar über dem Boden jedes Gefässes Ringleitungen (R, R, R angebracht sind, die innen längs des Umfanges der Gefässe verlaufen, wobei die Ringleitung unterhalb des Flüssigkeitsspiegels eines Gefässes mittels einer Rohrleitung und EMI2.6 **WARNUNG** Ende CLMS Feld Kannt Anfang DESC uberlappen**.
AT1034570A 1970-11-17 1970-11-17 Verfahren und Vorrichtung zur Anreicherung des Uranisotops U<235> in Uransalzlösungen AT315976B (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT1034570A AT315976B (de) 1970-11-17 1970-11-17 Verfahren und Vorrichtung zur Anreicherung des Uranisotops U<235> in Uransalzlösungen

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT1034570A AT315976B (de) 1970-11-17 1970-11-17 Verfahren und Vorrichtung zur Anreicherung des Uranisotops U<235> in Uransalzlösungen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT315976B true AT315976B (de) 1974-06-25

Family

ID=3621694

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT1034570A AT315976B (de) 1970-11-17 1970-11-17 Verfahren und Vorrichtung zur Anreicherung des Uranisotops U<235> in Uransalzlösungen

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT315976B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2131507A1 (de) Verfahren zum Abtrennen von Edelgasen aus Kohlendioxid enthaltenden Gasgemischen
DE2632149C2 (de) Vorrichtung zur Extraktion und Trennung von Stoffen durch Flüssig-Flüssig-Austausch
AT315976B (de) Verfahren und Vorrichtung zur Anreicherung des Uranisotops U&lt;235&gt; in Uransalzlösungen
DE1080974B (de) Verfahren zur elektrophoretischen Trennung von geloesten Ionen mit sehr verwandten physikalischen und chemischen Eigenschaften, insbesondere zur Trennung von Isotopen
DE1442432B2 (de) Verfahren zum kontinuierlichen trennen von gleichgeladenen ionen durch elektrophorese und trennzelle zur durchfuehrung dieses verfahrens
DE957064C (de) Kernreaktor
CH619151A5 (en) Process for the osmotic separation of solutions into solvent and concentrate using a gas soluble under pressure
DE325637C (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Salpetersaeure
Palibroda Approach to the Theory of Separating Columns with Successive Exchange Between Three Fluids
DE1223963B (de) Verdampfer-Vorrichtung fuer radioaktive Loesungen
DE1228009B (de) Verfahren zum Beseitigen von radioaktiven Verunreinigungen aus Fluessigkeiten
DE361951C (de) Verfahren zur Entfernung von Sauerstoff aus Kesselspeisewasser
DE2050951C3 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Rückgewinnen flüssiger Elektrolytverluste aus den Gaskammern einer Brennstoffzelle
AT81610B (de) Verfahren und Vorrichtung zur selbsttätigen UntersVerfahren und Vorrichtung zur selbsttätigen Untersuchung der durchschnittlichen Zusammensetzung von uchung der durchschnittlichen Zusammensetzung von in bestimmter Zeit durch eine Leitung hindurchströin bestimmter Zeit durch eine Leitung hindurchströmenden Gasen oder Flüssigkeiten und zur selbsttätimenden Gasen oder Flüssigkeiten und zur selbsttätigen Aufzeichnung der Ergebnisse. gen Aufzeichnung der Ergebnisse.
DE437483C (de) Vorrichtung zur Einwirkung von Gasen auf Fluessigkeiten bzw. von Gasen auf ein Gemisch von Fluessigkeiten und festen Koerpern
DE2054524A1 (de) Verfahren zur Isotopentrennung
AT34874B (de) Apparat zum Lösen und Ausscheiden von Gasen in bzw. aus Flüssigkeiten.
DE1025386B (de) Verfahren zum kontinuierlichen Trennen von geloesten Stoffen verschiedenen Dissozationsgrades
DE627381C (de) Verfahren und Vorrichtung zur Kaelteerzeugung
DE464084C (de) Einrichtung zum Trennen der einzelnen Bestandteile von in Loesungen enthaltenen Gemischen durch fraktionierte Kristallisation
DE198303C (de)
DE968721C (de) Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von Mikroorganismen, insbesondere Hefe und hefeartigen Pilzen
AT156800B (de) Einrichtung und Verfahren zum Elektrolytumlauf in elektrolytischen Apparaten, insbesondere in Wasserzersetzern.
DE871441C (de) Oberflaechenkondensator zur Destillation im Vakuum, insbesondere bei Drucken unter 20 mm Hg.
DE550257C (de) Herstellung von Metallcarbonylen