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AT294594B - Raupenfahrzeug - Google Patents

Raupenfahrzeug

Info

Publication number
AT294594B
AT294594B AT1257068A AT1257068A AT294594B AT 294594 B AT294594 B AT 294594B AT 1257068 A AT1257068 A AT 1257068A AT 1257068 A AT1257068 A AT 1257068A AT 294594 B AT294594 B AT 294594B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
clutch
brake
steering
assigned
piston
Prior art date
Application number
AT1257068A
Other languages
English (en)
Inventor
Anton Kahlbacher
Original Assignee
Anton Kahlbacher
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Anton Kahlbacher filed Critical Anton Kahlbacher
Priority to AT1257068A priority Critical patent/AT294594B/de
Application granted granted Critical
Publication of AT294594B publication Critical patent/AT294594B/de

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  • Non-Deflectable Wheels, Steering Of Trailers, Or Other Steering (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Raupenfahrzeug 
Die Erfindung bezieht sich auf ein Raupenfahrzeug mit hydraulisch und/oder pneumatisch betätigbaren Kupplungen und Bremsen, wobei jedem Antriebsrad für die Raupenbänder eine unter
Schliesskraft stehende Kupplung und eine unter   Offnungskraft   stehende Bremse zugeordnet sind und die
Lenkung desselben durch Lösen einer Kupplung und/oder Bremsung eines Antriebsrades erfolgt. 



   Bei Raupenfahrzeugen kann eine Änderung der Fahrtrichtung in der Regel durch Stillsetzen des
Raupenbandes auf der einen Fahrzeugseite oder aber durch gesteuerte Variation der Geschwindigkeit des Raupenbandes erfolgen. 



   Üblicherweise war es nun insbesondere bei Raupenfahrzeugen, die zur Pistenpräparierung, bei
Fahrten im Schlamm oder Sand eingesetzt wurden, der Fall, dass die Lenkung durch Abbremsen des einen Raupenbandes bzw. des einen Antriebsrades erfolgte. Dadurch war immer eine
Geschwindigkeitsänderung des andern Raupenbandes bzw. eine Abbremsung des Antriebsmotors gegeben. Da der Antrieb in der Regel unter Zwischenschaltung eines Differentialgetriebes erfolgte, ergibt sich durch die Abbremsung der einen Abtriebseite eine Kraftvernichtung und eine entsprechend grössere Umdrehungszahl auf der andern Abtriebsseite des Fahrzeuges. Diese Art der Lenkung ist aber insbesondere bei Talfahrten unangenehm. 



   Bei andern Raupenfahrzeugen, bei denen die Lenkung durch Ankuppeln eines Antriebsrades und durch Abbremsen desselben erfolgt, erwies es sich als Nachteil, dass die Bremsen meist zu früh einsetzten und daher dem Antriebsmotor unnötig hohe Leistungen abverlangt wurden. Eine getrennte Betätigung von Kupplung und Bremsvorrichtung kann nie zu einem exakten Lenkmanöver führen, da entweder die Bremskraft eintritt bevor das Antriebsrad ausgekuppelt ist oder aber wesentliche Zeit nach dem Auskuppelvorgang. Dies bringt besondere Gefahren mit sich, da beispielsweise bei Talfahrten ein zu spätes Einsetzen der Bremsen eine gerade der gewollten entgegengesetzte Fahrtrichtung eingeschlagen würde. 



   Es sind auch schon hydraulisch steuerbare Kupplungen und Bremsen an Raupenfahrzeugen bekannt, doch können mit diesen Ausführungen die geschilderten Nachteile ebenfalls nicht behoben werden. 



   Die Erfindung hat sich nun zur Aufgabe gestellt, ein Raupenfahrzeug mit einer Lenkung auszustatten, die die erwähnten Nachteile beseitigt und wesentlich zur einfachen und sicheren Bedienung beiträgt. 



     Erfindungsgemäss   gelingt dies dadurch, dass die Kolben, welche die jeweils einem Antriebsrad zugeordnete   Kupplung     Bremse-9-betätigen,   von einer gemeinsamen Zuleitung - gespeist sind, wobei der beim öffnen der Kupplung von den wie an sich bekannt in Schliessrichtung der Kupplung wirkenden Federn auf den zugehörigen Kolben ausgeübte Druck geringer ist als der in ebenfalls bekannter Weise von den beim Schliessen der Bremse in Öffnungsrichtung der Bremse auf den zugehörigen Kolben ausgeübte Druck, wodurch zuerst das öffnen der Kupplung und anschliessend das Schliessen der Bremse erfolgt. 



   Durch diese Anordnung können die Nachteile der sonst üblichen Lenkbremsung (Kraftvernichtung) vermieden werden. Ausserdem kann durch die voneinander abhängige Steuerung der 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 Kupplung und Bremsvorrichtung bei den Lenkvorgängen ein besonders grosses Mass an Sicherheit erreicht werden. Sofort nach dem gänzlichen öffnen einer Kupplung tritt die Bremskraft ein, so dass auch bei Abwärtsfahrten ein sicherer Lenkvorgang gewährleistet ist. 



   Beim Bremsvorgang muss nicht mehr die Motorkraft überwunden werden, ferner kann eine schnellere Bewegung des Raupenbandes auf der der Bremsung gegenüberliegenden Seite vermieden werden und somit wird eine wesentlich längere Lebensdauer der Kupplung-un Bremseinrichtungen erzielt. 



   Zweckmässig ist es dabei, wenn die Schliesskraft der   Kupplung --3-- geringer   als die Öffnungskraft der Bremse--9--ist. Dadurch kann ohne besondere konstruktive Mittel eine einwandfreie Steuerung der Kupplungen und Bremsen erreicht werden. 



   Weitere   erfmdungsgemässe   Merkmale und besondere Vorteile werden in der nachstehenden Beschreibung an Hand der Zeichnungen noch näher erläutert, doch soll die Erfindung nicht auf das gezeigte Beispiel eingeschränkt sein. 



   Fig. l stellt schematisch die   Antriebs- und Kraftübertragungsorgane   eines Raupenfahrzeuges dar. 



  Fig. 2 zeigt schematisch die Anordnung einer Kupplung und einer Bremse und Fig. 3 stellt die Verbindung zwischen der Lenkradsäule und den Geberzylindern dar. 



   Aus Fig. l ist der prinzipielle Aufbau des Antriebes eines Raupenfahrzeuges ersichtlich. Einem Motor-l-ist ein   Schaltgetriebe --2-- zugeordnet,   von dem aus die Antriebskraft über einen   Starrabtrieb-4-zu   der   Kupplung-3-geführt   wird. Der   Kupplung --3-- ist   das Getriebe - sowie eine   Bremse --6-- nachgeschaltet.   Vom   Getriebe --5-- wird   der Kettenantrieb 
 EMI2.1 
 betätigt,Führung des Bandes bzw. der Kette weiters durch die   Stützräder-10-erfolgt.   



   Vorstehend wurde nur eine Antriebsseite des Fahrzeuges erläutert. Die analoge Anordnung besteht auf der andern Antriebsseite des Fahrzeuges, wie ja auch aus Fig. l zu ersehen ist. 



   Zur Lenkung des Raupenfahrzeuges dienen die   Kupplungen--3--sowie Bremsen--9--.   Die Kupplungen--3--und Bremsvorrichtung--9--sind dabei zumindest bei den Lenkvorgängen gemeinsam hydraulisch und/oder pneumatisch regelbar, wobei das öffnen einer Kupplung und das Schliessen der dieser zugeordneten Bremse unmittelbar aufeinanderfolgend gesteuert wird. 



   Dies wird im wesentlichen dadurch erreicht, dass die Schliesskraft der Kupplung --3-- geringer als die Öffnungskraft der   Bremse --9-- ist.   Dadurch ist es möglich, dass erst nach dem vollständigen Öffnen der Kupplung die Bremse geschlossen wird. Eine Druckleitung --11-- führt von einem Geberzylinder zu den Kolben an der   Kupplung--3--und   der   Bremse--9--.   Der Kolben--13-des   Druckzylinders--12--ist   mit einem Hebel--14--verbunden, welcher an einer festen Lasche   --15--   gelagert ist. Dieser   Hebel--14--steht   mit dem   Drucklager--16--der   Kupplung in Wirkverbindung. 



   Die beiden Arme des Hebels sind verschieden lang ausgestaltet. Durch diese Massnahme kann die Kraft, welche zur überwindung der Schliesskraft der Kupplung erforderlich ist, verringert werden. Der   Kolben --13-- muss   daher beispielsweise nur mehr einen Teil der beim direkten öffnen der Kupplung erforderlichen Kraft überwinden. Das   Übersetzungsverhältnis   des   Hebels--14--wird   dabei so gewählt, dass die zur Öffnung der Kupplung erforderliche Kraft immer kleiner ist als die zum Schliessen der Bremse erforderliche Kraft. Es tritt daher die Bremsung erst zeitlich verzögert nach dem Auskuppeln in Kraft. Die   Bremse --9-- ist   beispielsweise als Scheibenbremse ausgestaltet. Natürlich kann auch eine Backenbremse vorgesehen sein. 



   Die Betätigung der   Geberzylinder--17, 17'-- erfolgt   durch einen an der   Lenksäule--18--   befestigten Doppelhebel--19--, der die Aufgabe hat, die schiebende Bewegung auf die Geberzylinder   --17, 17'--zu übertragen.   Damit das Lenkrad bzw. eine Lenkstange immer auf die Nullstellung zurückgeht, sind am Doppelhebel Zugfedern eingehängt. 



   Um das Problem der zeitlich aufeinanderfolgenden Aktionen von Kupplung und Bremse zu erreichen, kann ferner vorgesehen werden, dass die wirksame Kolbenfläche des der Kupplung zugeordneten Drucknehmerzylinders grösser ist als die wirksame Kolbenfläche des der Bremsvorrichtung zugeordneten Drucknehmerzylinders. Dies kann insbesondere dann Anwendung finden, wenn die Schliesskraft der Kupplung und die Öffnungskraft der Bremse fast gleich gross oder gleich gross sind, so dass durch die aufgezeigte Massnahme die Regelung der zeitlichen Aufeinanderfolge der Aktionen von Kupplung und Bremse erreicht werden kann. 



   Selbstverständlich sind auch andere Steuerungsmöglichkeiten anwendbar. Wesentlich und wichtig 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 
 EMI3.1 
 --3-- bzw.öffnen der Kupplung von den, wie an sich bekannt, in Schliessrichtung der Kupplung wirkenden Federn auf den zugehörigen Kolben ausgeübte Druck geringer ist als der in ebenfalls bekannter Weise von den beim Schliessen der Bremse in Öffnungsrichtung der Bremse auf den zugehörigen Kolben ausgeübte Druck, wodurch zuerst das öffnen der Kupplung und anschliessend das Schliessen der Bremse erfolgt. 



    PATENTANSPRÜCHE :    
1. Raupenfahrzeug mit hydraulisch und/oder pneumatisch betätigbaren Kupplungen und Bremsen, wobei jedem Antriebsrad für die Raupenbänder eine unter Schliesskraft stehende Kupplung und eine unter öffnungskraft stehende Bremse zugeordnet sind und die Lenkung desselben durch Lösen 
 EMI3.2 
 dass die Kolben, welche die jeweils einem Antriebsrad zugeordnete Kupplung (3) bzw.

   Bremse (9) betätigen, von einer gemeinsamen Zuleitung (11) gespeist sind, wobei der beim öffnen der Kupplung von den, wie an sich bekannt, in Schliessrichtung der Kupplung wirkenden Federn auf den zugehörigen Kolben ausgeübte Druck geringer ist als der in ebenfalls bekannter Weise von den beim Schliessen der Bremse in Öffnungsrichtung der Bremse auf den zugehörigen Kolben ausgeübte Druck, wodurch zuerst das öffnen der Kupplung und anschliessend das Schliessen der Bremse erfolgt. 
 EMI3.3 


Claims (1)

  1. zwischen der Kupplung (3) und dem dieser zugeordneten Kolben (13) ein drehbar gelagerter, zweiarmiger Hebel (14) vorgesehen ist, wobei der an der Kupplung (3) angelenkte Arm des Hebels (14) kürzer als der am Kolben (13) des Drucknehmerzylinders (12) befestigte Arm ausgestaltet ist. EMI3.4 Geberzylinder (17, 17') über einen Doppelhebel (19) mit der Lenkradsäule (18) in Wirkverbindung stehen. EMI3.5 wirksame Kolbenfläche des der Bremse (9) zugeordneten Drucknehmerzylinders.
    Druckschriften, die das Patentamt zur Abgrenzung des Anmeldungsgegenstandes vom Stand der Technik in Betracht gezogen hat : OE-PS 262 798
AT1257068A 1968-12-27 1968-12-27 Raupenfahrzeug AT294594B (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT1257068A AT294594B (de) 1968-12-27 1968-12-27 Raupenfahrzeug

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT1257068A AT294594B (de) 1968-12-27 1968-12-27 Raupenfahrzeug

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT294594B true AT294594B (de) 1971-11-25

Family

ID=3634454

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT1257068A AT294594B (de) 1968-12-27 1968-12-27 Raupenfahrzeug

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AT (1) AT294594B (de)

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