[go: up one dir, main page]

AT284432B - Verfahren zur Herstellung von Glasfaserschichtstoffen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Glasfaserschichtstoffen

Info

Publication number
AT284432B
AT284432B AT256565A AT256565A AT284432B AT 284432 B AT284432 B AT 284432B AT 256565 A AT256565 A AT 256565A AT 256565 A AT256565 A AT 256565A AT 284432 B AT284432 B AT 284432B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
resin
sep
laminate
glass fiber
impregnated
Prior art date
Application number
AT256565A
Other languages
English (en)
Original Assignee
Europaring Etablissement
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Europaring Etablissement filed Critical Europaring Etablissement
Priority to AT256565A priority Critical patent/AT284432B/de
Application granted granted Critical
Publication of AT284432B publication Critical patent/AT284432B/de

Links

Landscapes

  • Laminated Bodies (AREA)
  • Reinforced Plastic Materials (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von Glasfaserschichtstoffen 
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von Glasfaserschichtstoffen. 



   Bei der Herstellung von Bau- und Konstruktionsteilen aus oder mit Glasfaserschichtstoffen wird im Verarbeitungsbetrieb entweder von den getrennten Grundkomponenten der Glasfaserschichtstoffe, nämlich der Glasfaserverstärkung (in Form von Matten, Geweben, Rovings) und dem Kunstharz ausgegangen oder es werden, u. zw. vornehmlich,   vorimprägnierteGlasfaserverstärkungen, sogenannte "Prepregs"   verwendet, in welchen das Kunstharz nicht ausgehärtet ist, sondern erst im Zuge der weiteren Verarbeitung und Formgebung aushärtet.

   Schliesslich werden in zunehmendem Masse vom Verarbeiter Glasfaserschichtstoffe verwendet, in denen das Kunstharz vollständig ausgehärtet ist, welche also in analoger Weise wie Bleche und Bandmetalle verarbeitet werden   können, was   deren Vorteil gegenüber den andern Verarbeitungsmethoden von Glasfaserschichtstoffen darstellt, da Bearbeitungen wie Fräsen, Stanzen, Schneiden   od. dgl.   möglich sind. Prepregs und die ungetränkten Glasfaserverstärkungen lassen sich nicht in der gleichen Weise bearbeiten und lassen sich zudem gegenüber andern Bauteilen nicht exakt positionieren, wobei auch die Gefahr des Knittems eine Rolle spielt.

   Ein Nachteil der derartigen Glasfaserschichtstoffe ist es aber, dass ihre Verbindung untereinander und mit Bau- und Konstruktionsteilen aus andern Werkstoffen, wie Metall und Holz, auf gewisse Schwierigkeiten   stösst.   Es ist notwendig, die festen Glasfaserschichtstoffe vor deren Verklebung mechanisch,   z. B.   durch Schleifen, oder chemisch,   z. B.   durch Waschen mit Trichloräthylen-Alkohol, vorzubehandeln. 



   Die Vorteile der Verarbeitung von fertigen Glasfaserschichtstoffen jedoch unter Vermeidung ihrer Nachteile werden durch das erfindungsgemässe Verfahren dadurch erreicht, dass die bahnförmige Glasfaserverstärkung zunächst mit einem Teil der endgültigen Kunstharzmenge imprägniert und das Kunstharz vollständig ausgehärtet wird, worauf diese so vorimprägnierte Bahn nach beliebiger Lagerzeit und gegebenenfalls nach entsprechendem Zuschnitt derselben unter Zugabe der restlichen Kunstharzmenge und Aushärtung derselben zum fertigen Glasfaserschichtstoff verarbeitet wird. 



   Bei den bisher üblichen Methoden der Herstellung von fertigen Glasfaserschichtstoffen erfolgt die Aushärtung des gesamten erforderlichen bzw. angestrebten Harzgehaltes   unter einem einzigen Härtevor-   gang, was auch dann der Fall ist, wenn das Kunstharz auf die Glasfaserverstärkung in mehreren Arbeitsgängen aufgetragen wird. Beim erfindungsgemässen Verfahren hingegen wird zunächst bloss eine Teilmenge des endgültigen Harzgehaltes vollständig ausgehärtet, wodurch eine vorimprägnierte Bahn bzw. ein vorimprägnierter Schichtstoff entsteht, und erst dann wird neuerlich Kunstharz zugegeben, welches in mindestens einem   weiteren Härtungsprozess aushärtet, wodurch man erst zum fertigen Glasfaserschicht-   stoff gelangt. 



   Die erfindungsgemässe vorimprägnierte Bahn ist, da in ihr das Kunstharz vollständig   ausgehärtet ist,   im Gegensatz zum   sogenannten"Prepreg",   nicht mehr beschränkt lagerungsfähig und nicht mehr ein biegeschlaffes Flächengebilde, sondern ein elastischer, hinreichend biegesteifer Körper (Band, Platte). 



  Es können also an der erfindungsgemäss vorimprägnierten Bahn in gleicher Weise wie am fertigen Glasfaserschichtstoff bereits alle   Bearbeitungs- bzw.   Zurichtungsvorgänge wie Fräsen, Stanzen, Schneiden durchgeführt werden. Ein exaktes Positionieren gegenüber andern Bauteilen ist möglich und es besteht keine Knittergefahr. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Gegenüber den nach bisher üblichen Methoden hergestellten Glasfaserschichtstoffen weist aber die erfindungsgemäss   vorimprägnierte Bahn   den entscheidenden Vorteil auf, dass sie einerseits zur Aufnahme von weiterem Kunstharz fähig, also gewissermassen saugfähig ist und allfälligen im Zuge der Weiterverarbeitung nötigen Verformungen (Wellung, Wölbung usw. ) einen geringeren Widerstand entgegensetzt. Diese Effekte sind dadurch bedingt, dass die vorimprägnierte Bahn erfindungsgemäss noch nicht den endgültigen Harzgehalt enthält bzw. dass in der vorimprägnierten Bahn   die Harzbeschichtung   der Glasfaserverstärkung eine rissige bzw. mikrorissige Struktur aufweist, wobei die Risse bzw.

   Mikrorisse die vorimprägnierte Bahn in ihrer ganzen Stärke durchsetzen und/oder von der Harzoberfläche der vorimprägnierten Bahn zu den Glasfasern der Glasfaserverstärkung reichen. 



   Eine solche vorimprägnierte Bahn bedarf bei der Weiterverarbeitung, sei es bei der Verbindung mehrerer solcher Bahnen und/oder bei   der Verbindung mitBau-undKonstruktionsteilen   aus andern Werkstoffen, wie Holz, Metall, nach entsprechendem Zurichten   (z. B.   durch Fräsen, Stanzen, Schneiden), lediglich der Zugabe der restlichen Kunstharzmenge und einer entsprechenden Verpressung. Eine mechanische oder chemische Oberflächenbehandlung der vorimprägnierten Bahn erübrigt sich wegen ihrer saugfähigen Struktur. 



   Für das Mass des Harzgehaltes der vorimprägnierten Bahn bzw. des vorimprägnierten Schichtstoffes im Vergleich zum Mass des Harzgehaltes kann man sich an folgende Richtlinien halten :
Es ist zweckmässig, wenn das Verhältnis der Harzmenge des vorimprägnierten Schichtstoffes zur Harzmenge des fertigen Glasfaserschichtstoffes um so kleiner ist je grösser der prozentuelle Harzgehalt des fertigen Glastaserschichtstoffes im Vergleich zum prozentuellen Glasgehalt des fertigen Glasfaser-   schichtstoffes   ist,

   wobei vorzugsweise die Harzmenge Hv des vorimprägnierten Schichtstoffes nach der Formel 
 EMI2.1 
 
 EMI2.2 
 
 EMI2.3 
 
 EMI2.4 
 
<tb> 
<tb> worin <SEP> Hg <SEP> - <SEP> prozentueller <SEP> Glasgehalt <SEP> des <SEP> fertigen <SEP> Schichtstoffes <SEP> in <SEP> Gew.-%
<tb> h <SEP> - <SEP> prozentueller <SEP> Harzgehalt <SEP> des <SEP> fertigen <SEP> Schichtstoffes <SEP> in <SEP> Gew.-%
<tb> Hv-Harzmenge <SEP> des <SEP> vorimprägnierten <SEP> Schichtstoffes <SEP> (z. <SEP> B. <SEP> in <SEP> kg)
<tb> H <SEP> Harzmenge <SEP> des <SEP> fertigen <SEP> Schichtstoffes <SEP> (z. <SEP> B. <SEP> in <SEP> kg)
<tb> 
 
Wie aus der Tabelle ersichtlich, kann man die Formel zur Bestimmung der Harzmenge des vorimprägnierten Schichtstoffes auch wie folgt ausschreiben : 
 EMI2.5 
 worin sich der Reduktionsfaktor n aus dem prozentuellen Harzgehalt des fertigen Schichtstoffes ergibt :

   
 EMI2.6 
 
Das Auftragen des Kunstharzes auf die Glasfaserverstärkung zur Herstellung des vorimprägnierten Schichtstoffes kann nach üblichen Methoden erfolgen,   z. B.   mit Hilfe eines Leimrollers, nach dem Kalanderverfahren, durch Aufspritzen   u. dgl.   



   Die Aushärtung der Harzmenge des vorimprägnierten Schichtstoffes erfolgt zweckmässigerweise drucklos, jedoch unter Wärmezufuhr. Es ist günstig, die Glasfaserverstärkung vor dem Imprägnieren zu   entschlichten,   beispielsweise durch Wärmebehandlung. 



   Auch das zur Herstellung des fertigen Schichtstoffes aus dem vorimprägnierten Schichtstoff zuzu- 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 gebende Kunstharz kann nach verschiedenen üblichen Methoden auf den vorimprägnierten Schichtstoff aufgetragen werden. Es empfiehlt sich jedoch dabei auch   einen Spachtelvorgang zur Anwendung zu brin-   gen, wodurch die Restharzmenge in die Risse bzw. Mikrorisse des Harzauftrages des vorimprägnierten Schichtstoffes und in die Glasfaserverstärkung desselben eingepresst wird und ein von Lufteinschlüssen   freier Glasfaserschichtstoff entsteht. Nach dem Aufspachtelvorgang   kann man den mit der Restharzmenge beschichteten vorimprägnierten Schichtstoff noch durch ein Stahlwalzenpaar laufen lassen. 



   Anschliessend an diese Restharzbeschichtung des vorimprägnierten Schichtstoffes können mehrere so behandelte Schichtstoffbahnen untereinander bzw. ein oder mehrere restharzbeschichtete Bahnen mit ändern   Bau- und Konstruktionsteilen, z. B.   aus Holz oder Metall, vorzugsweise unter   Wärmezufuhr   verpresst werden, wobei unter Aushärtung des Restharzes der fertige Glasfaserschichtstoff und gleichzeitig eine gute Verbindung der einzelnen Schichten untereinander entsteht. 



   Das erfindungsgemässe Verfahren ist sehr vielfältig mit Vorteil anwendbar, z. B. im Schiffbau, im Bootsbau, im Hochbauwesen aber auch in ändern Zweigen der Industrie, beispielsweise in der Schuhherstellung zur Fertigung von Sohlen usw. 



    PATENTANSPRÜCHE :    
1. Verfahren zur Herstellung von Glasfaserschichtstoffen, dadurch gekennzeichnet, dass die bahnförmige Glasfaserverstärkung zunächst mit einem Teil der endgültigen Kunstharzmenge imprägniert und das Kunstharz vollständig ausgehärtet wird, worauf diese vorimprägnierte Bahn nach beliebiger Lagerzeit und gegebenenfalls nach entsprechendem Zuschnitt derselben unter Zugabe der restlichen Kunstharzmenge und Aushärtung derselben zum fertigen Glasfaserschichtstoff verarbeitet wird.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Verhältnis der Harzmenge in der vorimprägniertenGlasfaserverstärkung zur Harzmenge im fertigen Schichtstoff um so kleiner ist, je grösser der prozentuelle Harzgehalt im Vergleich zum prozentuellen Glasgehalt im fertigen Schichtstoff ist.
    3. Verfahren nach Anspruch 2, d ad ur c h ge kenn ze i c hne t, dass die Harzmenge Hv im vor- imprägnierten Schichtstoff nach der Formel EMI3.1 bemessen wird, worin H die gesamte Harzmenge des fertigen Schichtstoffes und h der prozentuelle Harzgehalt des fertigen Schichtstoffes ist, wobei H und Hv z. B. in kg sowie h in Gewichtsprozenten einzusetzen sind.
AT256565A 1965-03-22 1965-03-22 Verfahren zur Herstellung von Glasfaserschichtstoffen AT284432B (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT256565A AT284432B (de) 1965-03-22 1965-03-22 Verfahren zur Herstellung von Glasfaserschichtstoffen

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT256565A AT284432B (de) 1965-03-22 1965-03-22 Verfahren zur Herstellung von Glasfaserschichtstoffen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT284432B true AT284432B (de) 1970-09-10

Family

ID=3536544

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT256565A AT284432B (de) 1965-03-22 1965-03-22 Verfahren zur Herstellung von Glasfaserschichtstoffen

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT284432B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP0056592B1 (de) Formstabiles Verbundmaterial und Verfahren zu seiner Herstellung
DE69610666T2 (de) Faserverstärktes Bauteil und Verfahren zu seiner Herstellung
DE2825191C2 (de) Zahnrad mit mehreren über ein Bindemittel verbundenen Gewebeschichten aus Kohlefadenbündeln
DE2554212A1 (de) Verstaerkte formteile aus lignocellulose und verfahren zu ihrer herstellung
DE102008058222A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zur kontinuierlichen Herstellung von Brandschutztürfüllungen
DE2613976C2 (de) Mehrschichtige Platte und Verfahren zur Herstellung derselben
DE4319340C1 (de) Verfahren zur Herstellung von Mineralfaser-Dämmstoffplatten und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens
DE3907505C2 (de) Verfahren zur Herstellung von Harzmatten und von Formmaterialien hieraus
CH289307A (de) Verfahren zur Herstellung von Konstruktionselementen.
DE1808349A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Leichtbaukoerpern bzw.-platten
EP1136636B1 (de) Holzpartikelplatte, insbesondere Schalungsplatte
DE2849246A1 (de) Verfahren zum herstellen eines mineralfaserproduktes, welches mit einer metallfolie beschichtet ist, sowie vorrichtung zur durchfuehrung des verfahrens
DE2834924C2 (de) Verfahren zur Herstellung eines dicken, verstärkten Kunststoffgegenstands
DE202010003580U1 (de) Feuerfeste und wasserfeste Wabenstruktur
AT284432B (de) Verfahren zur Herstellung von Glasfaserschichtstoffen
EP0109489B1 (de) Verfahren zur Herstellung von glasfaserverstärktem Phenolharzschaum
DE2718626C2 (de) Schichtverbundplatte
DE2718002C3 (de) Mehrschichtiger plattenförmiger Verbundwerkstoff
DE69520784T2 (de) Isoliermatte mit einer lage mineralfasern
DE69807912T2 (de) Kraftfahrzeug-innenbekleidung mit filz- und matteschichten
DE2142731A1 (de) Verfahren zur erhoehung der oberflaechenguete von mit gehaertetem kunstharz getraenkten faserbahnen
EP0495378B1 (de) Verfahren zum Herstellen von Sandwichlaminaten, insbesondere Ski, und Sandwichlaminat, insbesondere Ski
DE2323659A1 (de) Schallabsorptionstafel, -brett, -platte o.dgl
DE2743168C3 (de) Verfahren zum Herstellen von leichten, platten- oder tafelförmigen mineralischen Formteilen aus geblähtem Perlit und nach dem Verfahren hergestellte Formteile
DE908467C (de) Aus thermoplastischen Faeden oder Fasern bestehende Schleier, Gespinste, Vliese oder Gewebe, insbesondere fuer Isolierzwecke

Legal Events

Date Code Title Description
ELJ Ceased due to non-payment of the annual fee