<Desc/Clms Page number 1>
Programmvorwählschalter, insbesondere für elektrische
Waschmaschinen
Die Erfindung bezieht sich auf einen Programmvorwählschalter, insbesondere für elektrische Waschmaschinen mit auf einer Schalterwelle angeordneten Gliedern, z. B. Nocken, zum Öffnen oder Schliessen von Schaltkontakten zur Inbetriebsetzung eines Programmschalters (Fortschaltwerks). Bei automatischen Waschmaschinen ist zur Anpassung der Waschzeit, der Waschtemperatur und des Waschmittels an die jeweils zu bearbeitende Wäsche, insbesondere in bezug auf ihre Stoffart und die unterschiedliche Verschmutzung, ein Programmwahlschalter vorgesehen, der die Umschaltung der Waschmaschine auf eine bestimmte Anzahl von Waschprogrammen erlaubt. Das Waschprogramm selbst wird durch ein Fortschaltwerk zeitlich gesteuert, das als Schrittschaltwerk ausgebildet ist und jeweils um einen Schritt in seinem Ablauf vorrückt.
Nur das Aufheizen der Waschflotte gehört nicht zum zeitlichen Ablauf. Beim Heizen steht das Fortschaltwerk still und erst, wenn die durch den Vorwählschalter vorgewählte Temperatur erreicht ist, beginnt es weiterzulaufen.
Bei bekannten Ausführungen hat der Vorwählschalter vier Temperaturkontakte, von denen einer durch Auswahl in Hinsicht auf die zu waschende Stoffart der Wäsche eingeschaltet wird. Mit den vier Kontakten liegen in Reihe geschaltet gleichfalls vier Temperaturkontakte eines temperaturgesteuerten Meldeschalters. Die Kontakte des Meldeschalters werden, ähnlich einem Temperaturregler, z. B. durch eine hydraulisch gesteuerte Anlage, betätigt. Dabei prüft ein Temperaturfühler die Waschlauge, wobei sich eine in ihm vorhandene Flüssigkeit bei Temperaturänderung ausdehnt oder zusammenzieht und dabei die Veränderung über eine Membran auf Kontakte überträgt, die nacheinander geschlossen werden, z. B. bei 35,45, 60 und 900.
Die Temperaturwahl erfolgt über den Vorwählschalter, der ebenfalls Kontakte für diese Temperaturen besitzt und von denen einer, nämlich der für die erwünschte Verbindung zum Fortschaltwerke, gewählt wird. Wird also beim Vorwählschalter der Schaltgriff auf ein bestimmtes Waschprogramm eingestellt, d. h. der diese Wäscheart betreffende Kontakt gewählt, dann spricht das Fortschaltwerk erst bei Erreichen der vorgewählten Temperatur an, weil erst der in Reihe mit dem vorgewählten Kontakt liegende Kontakt des Meldeschalters den Impuls zum Weiterschalten des Fortschaltwerkes gibt. Die unter Umständen früher schliessenden Kontakte des Temperaturmelders haben durch die ge- öffneten Kontakte des Vorwählschalters keine Verbindung mit dem Fortschaltwerk.
Nur bei der einen gewählten Temperatur Lat das Fortschaltwerk elektrische Verbindung über den Programmwählschalter und den Temperaturmelder. Dieser erste Schaltimpuls bringt das Fortschaltwerk einen Schritt vorwärts. Dabei wird die Heizung abgeschaltet und der zeitliche. Ablauf des nächstfolgenden Programms freigegeben.
Für diese bekannte Anlage benötigt man acht Kontakte. Bei einer Ausfllhrungsart eines Temperaturmelders ist auch eine Schaltvorrichtung mit zwei nacheinander durch einen Fühler, insbesondere Thermostat, zu betätigenden elektrischen Schaltern bekanntgeworden, die mit dem Thermostat in einem Gehäuse zusammengebaut sind. Hiebei sind die beiden kompletten Schalter auf unabhängig voneinander be- weglich gelagerten Tragarmen befestigt, so dass über einen Betätigungshebel in der einen Bewegungsrichtung der eine Schalter und in der andern Bewegungsrichtung der andere Schalter betätigt wird. Der eine
<Desc/Clms Page number 2>
Schalter schaltet bei einer höheren und der andere bei einer niedrigeren Temperatur ab.
Dieser Schalter kann jedoch nicht für den eingangs erwähnten Zweck Anwendung finden, da er einerseits für nur zwei Temperaturbereiche bestimmt und anderseits nicht für das Zusammenwirken mit Programmschaltern vorgesehen ist. Hiefür würde ein entsprechend darauf ausgerichteter, derartiger Schalter einen grossen Materialaufwand bedingen.
Die Erfindung hat sich die Aufgabe gestellt, eine Vereinfachung zu schaffen. Diese besteht bei einer Maschine, bei welcher der Programmvorwählschalter der eingangs angegebenen Art einen durch einen hydraulischen Temperaturfühler betätigten Kontakt besitzt, der mit einem Gegenkontakt zusammenarbeitet, der durch eine mit der Programmvorwählschalterachse verbundene Verstellscheibe od. dgl. gegen- über dem Kontakt verstellbar ist, erfindungsgemäss darin, dass die Verstellscheibe als Nockenscheibe oder als an der Schalterwelle angeformte Nocken ausgebildet ist, wobei jedem Stellbereich der Nockenscheibe bzw. jedem Nocken eine bestimmte Temperatur, z. B. 30,45, 65, 90 , und damit eine bestimmte Lage des Kontaktes zugeordnet ist, und dass die Schalterwelle innerhalb jedes Nockenbereichs wenigstens für eine Schaltstellung verrastbar ist.
In der Zeichnung ist die erfindungsgemässe Einrichtung in einem Ausführungsbeispiel dargestellt. Es zeigen Fig. 1 einen Schnitt durch den Vorwählschalter nach der Linie I-I der Fig. 2, Fig. 2 eine Seitenansicht des Vorwählschalters und Fig. 3 eine besipielsweise Aufteilung mit der den Temperaturen zugeordneten Steuerscheibe, mit Rastscheibe und den ihnen zugeordneten Vorwählstellungen in bezug auf die erforderliche Temperatur und den Verschmutzungsgrad der zu waschenden Wäsche.
Der Schalter 1 ist als Nockenschalter aufgebaut. Parallel zu einem Schaltersockel 2 verläuft die Schalterwelle 3, die mit mehreren Nocken 3a besetzt ist. In dem Schaltersockel 2 sind die Kontakte 14 angeordnet, die mit den Anschlussklemmen verbunden sind. Schalterwelle 3 und Schaltersockel 2 werden durch einen Rahmen, z. B. bestehend aus zwei Lagerbrücken 5 und 6 für die Schalterwelle, zusammen.. - gehalten, die z. B. durch Bolzen 7 miteinander verbunden sind. Die Schalterwelle 3 kann eine mit Isolierstoff umpresste Metallachse 8 sein, an deren einem Ende der Bedienungsgriff 9 angebracht ist. Zur Verrastung in den einzelnen Schaltstellungen dient die Rastscheibe 11, die in den Raststellungen, z. B. durch eine Rolle 10, mittels Federkraft gehalten wird.
In dem Vorwählschalter ist eine besondere Nockenscheibe 12 angeordnet, welche z. B. mit vier Nocken versehen ist, u. zw. mit den Nocken 12a, 12b, 12c und 12d, denen jeweils eine bestimmte Temperatur, z. B. die Temperaturen von 30,45, 65 und 900, zugeordnet ist. Die Nockenscheibe wirkt auf einen der Kontakte 14 ein, z. B. auf einen Kontakthebel 14', der gegenüber einem ortsfesten Kontakt 15 in seinem Abstand zu diesem durch die Nockenscheibe verstellt werden kann. Der Kontakt 15 ist in seiner Lage ebenfalls veränderbar, u. zw. durch einen hydraulischen Melder 16, dessen Membrane 16a sich ausdehnt und dabei auf den Kontakt 15 einwirkt. Der hydraulische Melder 16 besteht aus der Membrane 16a, dem Rohr 16b und dem Fühler 16c.
Der Fühler 16c nimmt die Temperatur der Waschlauge an, wobei sich das Volumen der in dem System enthaltenen Flüssigkeit verändert.
Ist mittels der Schalterwelle 3 und der Nockenscheibe 12 eine bestimmte Temperatur eingestellt, so
EMI2.1
rühren. In diesem Moment wird das Fortschaltwerk 17 eingeschaltet, da der Kontakt 14'eine elektrische Verbindung zum Fortschaltwerk 17 besitzt, so dass das weitere Programm ablaufen kann. Innerhalb des jeder Temperatur zugeordneten Nockenbereiches sind Raststellungen für die Schalterwelle vorgesehen, so dass für die gleiche Temperatur mehrere Programme gewählt werden können. Die Rasten gehen deutlich aus der Fig. 3 hervor, wo erkenntlich- ist, dass je drei in unterbrochener Linienführung eingezeichnete Rasten der Rastenscheibe für einen Nocken vorgesehen sind. So gehören z.
B. zu dem Nocken 12a die Rasten lla, l1b und llc, d. h. in jeder dieser Stellungen wird bei Erreichen der Temperatur von 300 C das Fortschaltwerk 17 eingeschaltet. Nur setzt dann je Programm der Ablauf desjenigen Programmteiles ein, der jeweils erwünscht ist. So kann jede Stoffart z. B. gering, wenig oder stark verschmutzt sein. Entsprechend läuft das Fortschaltwerk 17 länger oder kürzer bzw. werden irgendwelelle andern Waschvorgänge zu-oder abgeschaltet.
Wird statt der niedrigsten Temperatur von 30 eine höhere, z. B. 65 oder sogar 90Q, gewählt, so ist der Abstand zwischen den Kontakten 14'und 15 entsprechend der Stellung der Nockenscheibe 12 grösser, d. h. die Membrane 16a muss stärker ausgedehnt werden, um den Kontakt 15 gegen den Kontakt 14'zu fUhren. Er braucht also mehr Zeit, als zur Erreichung einer geringeren Temperatur erforderlich ist. Aus diesem Grunde ist die Dauer zum Aufheizen der Waschflotte aus dem zeitlichen Ablauf des Fortschaltwerkes herausgenommen. Es können natürlich je nach Erfordernis für jeden Temperaturbereich auch mehr
<Desc/Clms Page number 3>
oder weniger als drei Programme und diesen entsprechende Schalt- oder Raststellungen vorgesehen sein.
Der beschriebene Programmvorwählschalter ermöglicht z. B. die Wahl zwischen zwölf verschiedenen Waschprogrammen.