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Einrichtung zur Steuerung der zugeführten Warm-und/oder Frischluftmenge bei Luftheizungsanlagen für Schienenfahrzeuge
Die Erfindung bezieht sich auf eineEinrichtung zur Steuerung der zugeführten Warm-und/oder Frischluftmenge bei Luftheizungsanlagen für Schienenfahrzeuge, mit mindestens einem Absperrorgan, z. B. einer Luftklappe, einem Schieber, einer Jalousie od. dgl., das von einem thermostatisch gesteuerten Elektromagneten, z. B. einem Drehmagneten, gegen eine Rückstellkraft, z. B. eine Rückstellfeder, ge- öffnet oder geschlossen wird.
Die bekannten Steuereinrichtungen dieser Art, bei welchen der warmluftstrom bei Erreichen einer bestimmten Raumtemperatur durch Schliessen des Absperrorgans unterbrochen und dieses nach Absinken der Temperatur wieder geöffnet wird, haben sich bei Heizungen von Eisenbahnwagen nicht bewährt, deren Wärmebedarf bekanntlich im besonderen Mass einerseits von der Aussentemperatur und anderseits von der Besetzung der Wagenabteile sowie auch von der Häufigkeit des Ein- und Aussteigens abhängig ist. Es hat sich gezeigt, dass z. B. bei milder Witterung bzw. voll besetzten Wagenabteilen trotz richtig eingestellter und ordnungsgemäss arbeitender thermostatischer Steuerung des Absperrorgans grössere Schwankungen der Raumtemperatur, insbesondere eine unerwünschte Überheizung, auftreten.
Ausserdem ist dabei von Nachteil, dass beim Auftreten von Störungen, z. B. beim Ausfallen der thermostatischen Steuerung, entweder die ganze Heizanlage ausfällt oder, falls das Absperrorgan durch Federkraft geöffnet wird, dieses offen bleibt und die Temperatur nicht mehr geregelt werden kann, so dass es zur Überheizung des Raumes kommt.
Zur Beseitigung des zuletztgenannten Nachteiles ist es bei durch Heizkörper beheizten Eisenbahnfahrzeugen schon bekannt, das elektromagnetisch gesteuerte Heizkörperventil durch eine Umgehungsleitung zu überbrücken, die durch ein von Hand betätigtes Ventil geöffnet und geschlossen werden kann. Dadurch kann auch bei Versagen der Steuerung des Heizkörperventils die Heizmittelzufuhr zum Heizkörper von Hand aus aufrecht erhalten oder unterbrochen werden. Das von Hand betätigbare Ventil besteht bei einer bekannten Ausführung dieser Art aus einem Drehschieber, der in Achsrichtung verschiebbar ist und in einer Endlage die über das elektromagnetisch gesteuerte Heizkörperventil führende Leitung, in der andern Endlage hingegen die Umgehungsleitung absperrt.
Durch einen am Drehschieber vorgesehenen Ansatz kann dabei zwar bei geöffneter Umgehungsleitung der Durchlass derselben geändert werden, so dass eine Regelung der Heizmittelzufuhr von Hand aus möglich ist ; eine Beeinflussung der Heizwirkung bei ordnungsgemäss arbeitendem Heizkörperventil ist dabei jedoch nicht möglich, so dass in diesem Fall verhältnismässig grosse Temperaturschwankungen und insbesondere auch Überheizungen der Wagenabtei- le auftreten können.
Die Erfindung bezweckt nun die Schaffung einer Einrichtung der genannten Art, die jederzeit auf einfache Weise den herrschenden Betriebsbedingungen angepasst werden kann, so dass nachteilige Temperaturschwankungen und Überheizungen vermieden werden.
Erfindungsgemäss ist das elektromagnetisch betätigte Absperrorgan mit einer zusätzlichen Handsteuereinrichtung versehen, durch die der Öffnungshub des Absperrorgans begrenzbar ist. Die Handsteuereinrichtung wirkt dabei direkt auf das Absperrorgan, so dass auch bei ordnungsgemäss arbeitender Steuerung durch entsprechende Wahl des Öffnungsbereiches des Absperrorgans eine Voreinstellung der Heizwirkung von Hand aus möglich ist. Insbesondere kann das Absperrorgan so eingestellt werden, dass in der Zeiteinheit annähernd die gleiche Wärmemenge zu- und abgeführt wird und daher grössere Schwankungen der Raum-
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temperatur vermieden werden.
Ausserdem kann mittels der erfindungsgemässen Handsteuereinrichtung auch auf eine niedrigere Raumtemperatur eingestellt und, falls das Absperrorgan durch Federkraft geöffnet und durch den Elektromagneten geschlossen wird, die Heizwirkung bei Ausfall der thermostatischen Steuerung oder bei einer Störung des Elektromagneten selbst von Hand aus weiterhin geregelt werden.
- Bei Niederdruckdampfheizungen von Eisenbahnwagen ist es zwar schon bekannt, das thermostatisch auf konstante Heizkörpertemperatur geregelte und in Abhängigkeit von der Raumtemperatur elektroma- gnetisch gesteuerte Einlassventil für die Regelung der Dampfzufuhr zum Heizkörper mit einer von Hand betätigten Stelleinrichtung zuversehen.Diesebegrenzthiebei jedoch die Schliessbewegung des Einlassventils und wirkt auf die Stange des Thermostaten, wodurch dessen Grundeinstellung verändert wird, so dass durch die Stelleinrichtung die Temperatur, bei welcher das Einlassventil schliesst oder wieder öffnet bzw. eine bestimmte Zwischenstellung einnimmt, eingestellt wird.
Bei der Erfindung wird dagegen durch die Hand- steuereinrichtung, die je nach ihrer Einstellung als fester Anschlag den Öffnungsbereich des Absperrorgans während der Regelung bestimmt, lediglich der maximale Durchflussquerschnitt des Absperrorgans und da- durch die in der Zeiteinheit maximal zugeführte Luftmenge eingestellt, während die Temperaturregelung an sich weiterhin durch einen oder mehrere von der Handsteuereinrichtung völlig unabhängige Thermo- state erfolgt.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung kann die Handsteuereinrichtung mit einer ebenfalls von Hand betätigbaren Sperreinrichtung versehen sein, durch welche eine in beiden Bewegungsrichtungen form- schlüssige Antriebsverbindung zwischen der Handsteuereintichtung und dem Absperrorgan herstellbar ist.
Durch diese Massnahme wird der weitere Vorteil erzielt, dass im Falle einer Störung der thermostatischen Steuerung nach Betätigung der Sperreinrichtung die gesamte Heizanlage von Hand aus weiterhin gesteuert werden kann. Ausserdem gibt die Sperreinrichtung die Möglichkeit, bei etwas klemmendem Absperrorgan oder bei festsitzendem Elektromagneten, z. B. nach längeren Betriebspausen, die klemmenden Teile von Hand aus zu lösen und, falls die Kraft des Elektromagneten zur Betätigung nicht ausreicht, die Einrichtung auch von Hand aus einzustellen. Auf diese Weise wird die Betriebssicherheit der Heizanlage wesentlich verbessert, wobei ein vollständiges Ausfallen der Heizung praktisch nicht auftreten kann.
Nach einer besonders einfachen Ausführungsform der Erfindung besteht die Handsteuereinrichtung aus einem von Hand verstellbaren Anschlag, der mit einem mit dem Absperrorgan antriebsverbundenen Fortsatz od. dgl. zusammenwirkt. Hiebei kann nach einem weiteren Merkmal der Erfindung die Handsteuereinrichtung mit einem zweiten Anschlag versehen sein, der relativ zum erstgenannten Anschlag zwischen zwei Endlagen verstellbar ist und in einer Endlage den Fortsatz od. dgl. des Absperrorgans am erstgenannten Anschlag festhält, in der andern Endlage hingegen ausserhalb des Bewegungsbereiches des Fortsatzes od. dgl. liegt. Es handelt sich dabei um eine mit wenig Aufwand billig herstellbare Ausführungsform der Handsteuereinrichtung.
Eine weitere Verbesserung der Handsteuereinrichtung kann erfindungsgemäss dadurch erzielt werden, dass mit der Sperreinrichtung ein Anschlag, eine Nocke, eine Schaltwalze od. dgl. zur Betätigung eines elektrischen Schalters zum Ein-und/oder Ausschalten des Elektromagneten antriebsverbunden ist. Die Betätigungsorgane des Schalters sind dabei so angeordnet, dass der Schalter bei unwirksamer Sperreinrichtung unabhängig von der Stellung der Handsteuereinrichtung stets eingeschaltet bleibt, sobald die Sperreinrichtung aber zur Wirkung kommt, den Schalter in die Ausschaltstellung bringt und ihn in dieser hält.
Es wird dadurch vermieden, dass der Elektromagnet auch dann Strom aufnimmt, wenn das Absperrorgan durch die Handsteuereinrichtung festgehalten wird und eine Betätigung durch den Elektromagneten daher nicht möglich ist.
Bezüglich der Anordnung der Handsteuereinrichtung schlägt die Erfindung vor, diese mit dem Elektromagneten und/oder dem Absperrorgan über ein Antriebsgestänge zu verbinden, wobei der mit dem Absperrorgan antriebsverbundene Fortsatz od. dgl. auf dem Antriebsgestänge, z. B. auf einem Kurbelarm desselben, vorgesehen ist. Dadurch ergibt sich auf einfache Weise die Möglichkeit, die Handsteuereinrichtung an einer vom Drehmagneten und vom Absperrorgan getrennten Stelle den jeweiligen Raumverhältnissen entsprechend anzuordnen.
Bei Betätigung des Absperrorgans mittels eines Drehmagneten kann erfindungsgemäss die Handsteuereinrichtung aber auch an einer Stirnseite des Drehmagneten angeordnet sein und mit einem am Magnetanker vorgesehenen Fortsatz od. dgl. zusammenwirken. Hiebei handelt es sich um eine raumsparende Anordnung, wobei sich Vorteile beim Einbau und im Betrieb ergeben. Zweckmässig kann hiebei das Absperrorgan z. B. als Drehschieber oder Jalousie an der der Handsteuereinrichtung gegenüberliegenden Stirnseite des Drehmagneten angeordnet sein, so dass die gesamte Steuereinrichtung ein einheitliches Ganzes bildet.
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Nach einer bevorzugten Ausführungsvariante der Erfindung besteht dieHandsteuereinrichtung aus einer von Hand, z. B. mittels eines Stellhebels od. dgl., verstellbaren, drehbar gelagerten Regulierhülse, auf welcher ein mit dem Fortsatz od. dgl. zusammenwirkender Anschlag drehfest angeordnet und in welcher eine Verstellwelle drehbar gelagert ist, die den zur Herstellung einer formschlüssigen Verbindung zwischen Handsteuereinrichtung und Absperrorgan dienenden zweiten Anschlag aufweist, an ihrem aussenliegenden
Ende einen Vierkant od. dgl. zur Betätigung besitzt und gegenüber der Regulierhülse zwischen zwei Endlagen verdrehbar ist, in welchen sie durch eine einrastbare Kupplung od. dgl. mit der Regulierhülse drehfest verbunden ist.
Die Betätigung der Sperreinrichtung kann hiebei auf einfache Weise durch den Zugschaffner durchgeführt werden, so dass im Störungsfall die Steuereinrichtung rasch umgeschaltet und die Heizanlage von Hand aus weiter betätigt werden kann.
Die zur Sicherung der Verstellwelle in ihren beiden Endlagen zwischen der Regulierhülse und der Verstellwelle vorgesehene Kupplung kann gemäss der Erfindung aus einem mit der Verstellwelle verbundenen Stift bestehen, der in jeder Endlage der Verstellwelle unter Einwirkung einer Feder, vorzugsweise einer koaxial zur Verstellwelle angeordneten Schraubendruckfeder, in eine Ausnehmung oder Bohrung der Regulierhülse eingreift. Es ist dadurch eine einfache Umschaltung und eine sichere Halterung der Verstellwelle in der eingestellten Lage gewährleistet.
Hiezu schlägt die Erfindung schliesslich noch vor, dass die jener Endlage der Verstellwelle, in welcher die Handsteuereinrichtung mit dem Absperrorgan formschlüssig antriebsverbunden ist, zugeordnete, den Kupplungsstift aufnehmende Ausnehmung oder Bohrung der Regulierhülse tiefer ist als die der andern Endlage zugeordnete Ausnehmung oder Bohrung, wobei die Verstellwelle in dieser Endlage mit ihrem aussenliegenden Ende aus der Regulierhülse auffällig herausragt. Der Vierkant kann hiebei zweckmässig mit einer auffälligen Farbe versehen sein, so dass dem Kontrollpersonal augenfällig angezeigt wird, dass eine Störung vorliegt.
Bei zum Verschliessen der Regulierhülse nach aussen zu vorgesehenem, in seiner Ebene verschwenkbarem Deckel kann dieser überdies so angeordnet sein, dass er bei herausragendem Vierkant nicht verschlossen werden kann und dadurch die Störstellung der Handsteuereinrichtung noch deutlicher anzeigt.
In den Zeichnungen ist die Erfindung mit weiteren Einzelheiten und Vorteilen an Hand von Ausführungsbeispielen näher erläutert. Fig. 1 zeigt die Gesamtanordnung einer beispielsweisen Ausführungsform im Schnitt nach der Linie I-I der Fig. 2 und Fig. 2 dazu eine vergrösserte Darstellung der Handsteuereinrichtung, ebenfalls im Schnitt. In Fig. 3 ist ein Detail im Schnitt nach der Linie III-III in Fig. 2 perspektivisch dargestellt und Fig. 4 zeigt einen Schnitt nach der Linie IV-IV in Fig. 2. In den Fig. 5 - 7 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel veranschaulicht, wobei Fig. 5 einen axialen Mittelschnitt, Fig. 6 einen Schnitt nach der Linie VI-VI in Fig. 5 und Fig. 7 einen zu Fig. 6 analogen Schnitt, jedoch mit einer andern Stellung der Handsteuereinrichtung zeigt.
Beim Ausführungsbeispiel nach den Fig. 1 - 4 ist das als Luftklappe 1 ausgebildete Absperrorgan in einer Verschalung 2, z. B. aus Blech, angeordnet, in welcher auch der zur Steuerung der Luftklappe dienende Drehmagnet 3 vorgesehen ist. Die Luftklappe 1 ist auf einer drehbar gelagerten Welle 4 befestigt, auf deren aussenliegendem Ende ein Winkelhebel 5 sitzt, an dessen einem Kurbelarm 6 eine Kuppelstange 7 angelenkt ist, die mit dem auf der Welle 8 des Drehmagneten 3 sitzenden Kurbelarm 9 in Verbindung steht. Der andere Kurbelarm 10 des Winkelhebels 5 trägt einen Zapfen 11, der mit einem verstellbaren Anschlag 12 der Handsteuereinrichtung zusammenarbeitet.
Die Handsteuereinrichtung weist noch einen weiteren Anschlag 13 auf, der relativ zum Anschlag 12 um den Winkel ss in die in Fig. 1 strichpunktiert angedeutete Lage verschwenkbar ist.
Das Absperrorgan ist in der aus Fig. 1 ersichtlichen Lage der Luftklappe 1 geöffnet, wobei die in Richtung des strichlierten Pfeiles 14 eintretende Luft durch die siebartig ausgebildete Wand 15 der Verschalung 2 austreten kann. Die Schliessbewegung der Luftklappe 1 erfolgt mittels des Drehmagneten 3 gegen eine Rückstellkraft, z. B. eine nicht dargestellte Feder, die an der Luftklappe 1 selbst, am Drehmagnet 3 oder am Antriebsgestänge angreifen kann. Die Schliessstellung der Luftklappe 1 ist in Fig. 1 durch die strichpunktierte Linie l'und der Bewegungsbereich der Luftklappe 1 durch den Winkel a bezeichnet.
Der Bewegungsbereich a der Luftklappe 1 kann mittels des durch dieHandsteuereinrichtung verstellbaren Anschlages 12 in Öffnungsrichtung begrenzt werden. Bei einer Verschwenkung des Anschlages 12 in Fig. 1 gegen den Uhrzeigersinn wird der Zapfen 11 und mit diesem auch der Kurbelarm 10 mitbewegt, so dass die Luftklappe 1 gegen die Schliessstellung zu verdreht wird. Die Luftklappe 1 kann hiebei durch den
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zw.kann somit die durch das Absperrorgan in der Zeiteinheit maximalhindurchströmendeLuftmenge geregelt werden.
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Der Anschlag 13 hat hingegen den Zweck, eine in beiden Bewegungsrichtungen formschlüssige An- triebsverbindung zwischen der Handsteuereinrichtung und dem Absperrorgan herzustellen. Dies wird durch
Verschwenken des Anschlages 13 im Uhrzeigersinn um den Winkel ssin die in Fig. 1 strichpunktiert darge- stelltelage erreicht, wobei dann der Zapfen 11 zwischen den Anschlägen 12 und 13formschlüssig gehalten ; wird. Die Luftklappe 1 kann sodann mittels der Handsteuereinrichtung von Hand aus in jede beliebige Lage fest eingestellt werden.
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der Handsteuereinrichtungsammenarbeitenden Anschlag 12 trägt und an ihrem aussenliegenden Ende mit einem Stellhebel 17 drehfest verbunden ist, der mittels eines Sprengringes 18 auf dem vierkantigen Ende der Regulierhillse 16 festge- halten ist.
Der Anschlag 12 kann somit mittels des Stellhebels 17 zwischen zwei Endlagen verstellt wer- den.
Im Inneren der Regulierhülse 16 ist eine Verstellwelle 19 drehbar und in Achsrichtung verschiebbar gelagert, in die an ihrem aussenliegenden Ende ein Vierkant 20 eingesetzt ist, der mittels eines Stiftes 21 mit der Verstellwelle 19 in fester Verbindung steht. Ausserdem ist an diesem Ende der Verstellwelle 19 eine Ringscheibe 22 angebracht, die ein Nockensegment 23 zur Betätigung eines elektrischen Schalters 24 trägt. Das innenliegende Ende der Verstellwelle 19 steht über einen radialen Stift 25 mit dem zweiten Anschlag 13 in fester Verbindung, der mittels einer Nabe 26 auf der Regulierhülse 16 verdrehbar gelagert ist.
Die Regulierhülse 16 ist, wie aus Fig. 3 ersichtlich ist, geschlitzt ausgeführt und weist in ihrer Wand zwei radial durchgehende Ausnehmungen 27 und 28 zur Aufnahme des Stiftes 25 auf. Um die Regulierhülse 16 herum ist eine durch die Scheibe 29 und den Sprengring 30 abgestützte Schraubendruckfeder 31 koaxial zur Verstellwelle 19 angeordnet, die die Nabe 26 des Anschlages 13 belastet, so dass der Stift 25 in eine der Ausnehmungen 27 oder 28 einrastet und dadurch die Verstellwelle 19 mit der Regulierhülse l H drehfest verbindet. Die Verstellwelle 19 kann somit mittels eines auf den Vierkant 20 aufgesteckten Werkzeuges gegen die Kraft der Feder 31 in Fig. 2 nach rechts, bis der Stift 25 aus der Ausnehmung 27 austritt, verschoben und sodann relativ zur Regulierhülse 16 in die andere Endlage verdreht werden.
Hiebei wird auch der Anschlag 13 relativ zum Anschlag 12 verschwenkt.
Die Ausnehmungen 27 und 28 der Regulierhülse 16, die die beiden Endlagen der Relativbewegung zwischen Verstellwelle 19 und Regulierhülse 16 bestimmen, sind so angeordnet, dass der Anschlag 13 in einer Endlage, z. B. wenn der Stift 25 in die Ausnehmung 27 eingreift, ausserhalb des Bewegungsbereiches des Zapfens 11 liegt, in der andern Endlage hingegen, z. B. wenn der Stift 25 in die Ausnehmung 28 eingreift, diesen am Anschlag 12 festhält. In der zuletzt genannten Lage ergibt sich somit eine formschlüssige Antriebsverbindung zwischen dem Kurbelarm 10 und dem Stellhebel 17, so dass das Absperrorgan durch den Verstellhebel 17 zwangsläufig in eine bestimmte Stellung einstellbar ist.
Die Handsteuereinrichtung ist nach aussen zu durch einen Deckel 32 abgedeckt, der einen Schlitz für den Stellhebel 17 aufweist und in den im Bereich des Vierkantes 20 ein Rohrstück 33 eingesetzt ist, in welchem der Vierkant 20 versenkt angeordnet ist. Die Ausnehmung 28 der Regulierhülse 16 kann etwas tiefer
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als die Ausnehmung 27, so dass der Vierkant 20 in jener Endlage der Verstellwelle 19, in welcherund dadurch anzeigt, dass die Steuereinrichtung, z. B. Falle einer Störung,auf Handbetrieb umgeschaltet ist.
Der Schalter 24, der ebenfalls innerhalb des Deckels 32 angeordnet ist, dient zum Ausschalten der Stromzuführung zum Drehmagneten 3, wenn die Handsteuereinrichtung mit dem Absperrorgan formschlüssig antriebsverbunden ist. Wie aus Fig. 4 hervorgeht, wird der Schalter 24 durch eine Federzunge 34 betätigt, die auf dem Nockensegment 23 gleitet. Die Steuerflanke des Nockensegmentes 23 ist in zwei Bereiche unterteilt, von welchen der Bereich 35 der Einschaltstellung und der Bereich 36 der Ausschaltstellung des Schalters 24 zugeordnet sind. Die Grösse der Bereiche 35 und 36 ist so gewählt, dass die Federzunge 34 bei ausserhalb des Bewegungsbereiches des Zapfens 11 liegendem Anschlag 13 in jeder Lage des Stellhebels 17 über den gesamten.
Verstellwinkel 0 : innerhalb des Bereiches 35 auf dem Nockensegment 23 gleitet, beim Verdrehen der Verstellwelle 19 samt der Ringscheibe 22 und dem Nockensegment 23 um den Winkel ss in Fig. 4 im Uhrzeigersinn in die Stellung, in welcher der Anschlag 13 am Zapfen 11 des Kurbelarmes 10 anliegt, jedoch in den Bereich 36 des Nockensegmentes gelangt und dann auch beim Ver-
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des Stellhebels 17 gewählt.
Bei der Ausführung nach den Fig. 5-7 besteht der Drehmagnet aus einem Gehäuse 37, in welchem der Kern 38 mit der Wicklung 39 befestigt und der Anker 40 mittels der Welle 41 drehbar gelagert ist.
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An einer Stirnseite des Gehäuses 37 ist das Gehäuse 42 des Absperrorganes mittels Schrauben 43 ange- flanscht. Das Absperrorgan ist als Drehschieber 44 ausgebildet, der auf dem Ende der Welle 41 des An- kers 40 sitzt und mittels der Schraube 45 drehfest gehalten ist. Um das Gehäuse 42 herum ist noch ein mit
Schlitzen versehener Mantel 46 vorgesehen, der mittels Klemmschrauben 47 einstellbar ist und zur Verlan- derung der Querschnitte der Durchflussöffnungen des Gehäuses 42 dient.
Die Handsteuereinrichtung ist an der dem Drehschieber 44 gegenüberliegenden Stirnseite des Dreh- magneten im Deckel 48 des Gehäuses 37 vorgesehen, welcher mittels Schrauben 48'am Gehäuse 37 angeflanscht ist. Sie besteht aus einer im Deckel 48 drehbar gelagerten Regulierhülse 49, die durch die Schraube 50 mit dem Stellhebel 51 drehfest verbunden ist und an ihrem dem Anker 40 zugekehrten Ende eine flanschartige Nockenscheibe 52 aufweist. Die Nockenscheibe 52 ist, wie aus den Fig. 6 und 7 hervorgeht, mit einer Ausnehmung 53 versehen, so dass zwei Anschläge 54 und 55 gebildet sind, die mit dem am Deckel 48 vorgesehenen Gegenanschlag 56 zusammenarbeiten und damit den Verstellbereich des Stellhebels 51 bestimmen.
Mit den Anschlägen 54 und 55 arbeitet auch noch ein Stift 57 zusammen, der an einem Ende in den Anker 40 eingesetzt ist und die Verbindung zwischen Handsteuereinrichtung und Drehmagnet herstellt, Um den Stift 57 herum ist zur Dämpfung ein Mantel 58 aus Filz, Gummi, Kunststoff od. dgl. angeordnet. Am Anker 40 ist ein weiterer Stift 59 befestigt, an welchem eine Zugfeder 60 eingreift, deren anderes Ende am Gehäuse 37 verankert ist und die somit den Drehschieber 44 in einer Drehrichtung belastet. Die Betätigung des Drehschiebers 44 durch den Drehmagneten, für dessen Stromzuführung eine Durchführung 61 vorgesehen ist, erfolgt gegen die Kraft der Zugfeder 60.
Im Inneren der Regulierhülse 49 ist eine Verstellwelle 62 drehbar gelagert, die an ihrem aussenlie- genden Ende einen Vierkant 63 zur Betätigung besitzt und an ihrem innenliegenden Ende mit einer Klauenscheibe 64 versehen ist. Die Verstellwelle 62 ist ausserdem durch eine Schraubendruckfeder 65 in axialer Richtung nach aussen zu belastet, welche zwischen Verstellwelle 62 und Regulierhülse 49 liegt und über eine Muffe 66 auf die Verstellwelle 62 wirkt. An der Klauenscheibe 64 ist ein Kupplungsstift 67 befestigt, der unter Einwirkung der Feder 65 in eine Bohrung 68 in der Nockenscheibe 52 der Regulierhulse 49 eingreift und dadurch eine Antriebsverbindung zwischen Verstellwelle 62 und Regulierhülse 49 herstellt.
Wie aus den Fig. 6 und 7 hervorgeht, ist in der Nockenscheibe 52 eine weitere Bohrung 69 für den Kupplungsstift 67 in Umfangsrichtung versetzt vorgesehen. Die Verstellwelle 62 kann dadurch in zwei relativ zur Regulierhülse 49 verdrehten Lagen mit der Regulierhülse 49 gekuppelt werden.
Zur Verdrehung der Verstellwelle 62 von einer in die andere Endlage wird diese mittels eines auf den Vierkant 63 aufgesetzten Werkzeuges gegen die Kraft der Feder 65 hineingedrückt und sodann in Fig. 6 im Uhrzeigersinn verdreht, wobei der Kupplungsstift 67 zunächst aus der Bohrung 68 herausgezogen und nach dem Verdrehen und Loslassen der Verstellwelle 62 unter Einwirkung der Schraubendruckfeder 65 in die andere Bohrung 69 eingreift. Die Klauenscheibe 64 besitzt ausserdem im Bereich des Stiftes 57 eine Ausnehmung 70, die sich in der einen, in Fig. 6 dargestellten Endlage der Verstellwelle 62 mit der Ausnehmung 53 der Nockenscheibe 52 deckt, in der andern, in Fig. 7 dargestellten Endlage hingegen gegenüber der Ausnehmung 53 verdreht ist, so dass sie einen auf der dem Anschlag 54 gegenüberliegenden Seite mit dem Stift 57 zusammenwirkenden Anschlag 71 bildet.
Die beiden Anschläge 54 und 71 stellen in dieser Endlage eine in beiden Drehrichtungen formschlüssige Antriebsverbindung zwischen dem Stift 57 und dem Stellhebel 51 der Handsteuereinrichtung her.
DieNockenscheibe 52 ist schliesslich noch mit einer Steuerflanke72 versehen, die den Druckknopf 73 eines Mikroschalters 74 betätigt, welcher zur Umschaltung der thermostatischen Steuerung des Drehmagneten auf verschieden eingestellte Raumthermostate dient.
Mittels der Handsteuereinrichtung kann auch bei diesem Ausführungsbeispiel der Bewegungsbereich des Absperrorganes in Öffnungsrichtung begrenzt werden. Bei der in Fig. 6 gezeigten Stellung befindet sich der Stellhebel 51 der Handsteuereinrichtung in derjenigen Endlage, in welcher der Anschlag 55 am Gegenanschlag 56 anliegt und der Anschlag 54 eine freie Bewegung des Stiftes 57 und damit des Dreh- ; chiebers 44 über dessen gesamten Bewegungsbereich zulässt. Fig. 6 zeigt die Stellung des Drehschiebers 14 bei eingeschaltetem Drehmagneten, wobei der Drehschieber 44 geschlossen ist.
Sobald der Drehma- piet abgeschaltet wird, was beispielsweise durch einen oder mehrere im zu beheizenden Raumangeord- lete Thermostate erfolgen kann, bewegt sich der Stift 57 unter Einwirkung der Zugfeder 60 im Uhrzeiger- iinn bis er am Anschlag 54 anliegt und der Drehschieber 44 zur Gänze geöffnet ist.
Der Anschlag 54 kann mittels des Stellhebels 51 der Handsteuereinrichtung gegen den Uhrzeigersinn verstellt werden, so dass der Stift 57 bereits am Anschlag 54 anschlägt, bevor der Drehschieber 44 zur ? lanze geöffnet ist. Es wird dadurch eine Verringerung der bei geöffnetem Drehschieber dem zu beheisenden Raum in der Zeiteinheit zugeführten Luftmenge erreicht. Im Grenzfall liegt der Anschlag 54 am
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Gegenanschlag 56 an, wobei der Drehschieber 44 ständig geschlossen bleibt.
Durch Verdrehen der Verstellwelle 62 gegenüber der Regulierhülse 49 kann, wie aus Fig. 7 ersichtlich ist, eine formschlüssige Antriebsverbindung zwischen dem Stift 57 und dem Stellhebel 51 hergestellt wer- den. In dieser Stellung ist der Drehschieber 44 mit dem Stellhebel 51 der Handsteuereinrichtung antriebsverbunden und wird mit diesem in die jeweils gewünschte Lage fest eingestellt. Die Heizanlage kann da- durch auch bei Ausfallen der automatischen Steuerung durch den Drehmagneten weiterhin von Hand aus geregelt werden.
Im Rahmen der Erfindung sind verschiedene Abweichungen von den dargestellten Ausführungsbeispielen möglich ; so kann an Stelle des Drehmagneten mit gleichem Vorteil auch eine andere Magnetbauart verwendet werden. Ausserdem kann der Anschlag der Handsteuereinrichtung, der zur Begrenzung des Bewegungsbereiches des Absperrorganes in Öffnungsrichtung dient, auf einer drehbar gelagerten und mit einemStellhebel versehenen Welle angeordnet sein, während der zur Herstellung einer in beiden Bewegungsrichtungen formschlüssigen Antriebsverbindung zwischen Handsteuereinrichtung und Absperrorgan dienende zweite Anschlag auf einer um diese Welle herum drehbar angeordneten Hülse sitzt.
Die beiden Anschläge bzw. die mit dem einen Anschlag verbundene Welle und die mit dem andern Anschlag verbundene Hülse sind auch hiebei zwischen zwei Endlagen gegeneinander verdrehbar, wobei sie in beiden Endlagen mittels einer geeigneten Kupplungseinrichtung drehfest miteinander verbindbar sind. Schliesslich kann die erfindungsgemässe Handsteuereinrichtung auch bei solchen Heizanlagen angewendet werden, bei welchen das Absperrorgan die Zuführung sowohl von Warm- als auch von Frischluft bzw. von Mischluft steuert.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Einrichtung zur Steuerung der zugeführten Warm-und/oder Frischluftmenge bei Luftheizungsanlagen für Schienenfahrzeuge, mit mindestens einem Absperrorgan, z. B. einer Luftklappe, einem Schieber, einer Jalousie od. dgl., das von einem thermostatisch gesteuerten Elektromagneten, z. B. einem Drehmagneten, gegen eine Rückstellkraft. z. B. eine Rückstellfeder, geöffnet oder geschlossen wird, dadurch gekennzeichnet, dass das elektromagnetisch betätigte Absperrorgan (1, 44) mit einer zusätzlichen Handsteuereinrichtung versehen ist, durch die der Öffnungshub des Absperrorganes begrenzbar ist.