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Transportschaufel für Traktoren u. a. Fahrzeuge
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Transportschaufel jener Art, die in den Schlepparmen eines
Traktors schwenkbar und hebbar eingehängt und mit einem kraftbewegten Schubarm versehen ist. Eine sol- che Transportschaufel ist in der norweg. Patentschrift Nr. 84. 949 beschrieben.
Das Neuartige der vorliegenden Transportschaufel besteht darin, dass sie,'in besonderer Art, mit ei- ner Einrichtung versehen ist, die es gestattet, den Inhalt der kübelartigen Schaufel beim Entleeren dersel- ben auszubreiten. Diese Einrichtung kann beispielsweise eine Schnecke sein, wie solche zum Ausbreiten von Mist in Verbindung mit Düngerwagen mit Laufbandboden bekannt sind und auch schon relativ zum Ak- kerboden heb-und senkbar ausgeführt wurden.
Weitere Erfindungsmerkmale werden im folgenden an Hand der Beschreibung eines Ausführungsbei- spieles, das in den Zeichnungen dargestellt ist, ersichtlich werden. Es zeigen Fig. l die Seitenansicht ei- ner Transportschaufel, die an einem Traktor befestigt ist, wobei sich die Schaufel, die man auch als Kü- belschaufel bezeichnen könnte, in der unteren gekippten Lage befindet. In derselben Figur ist die Schaufel in der unteren aber aufrechten Lage mit gestrichelten Linien dargestellt. Fig. 2 ist die Seitenansicht der in Fig. 1 dargestellten Transportschaufel, jedoch befindet sich die Schaufel in der gehobenen, aufrechten Lage, und in derselben Figur erkennt man in gestrichelten Linien die Kübelschaufel in der oberen, jedoch gekippten Lage.
In der Zeichnung bedeutet 1 die Transportschaufel, die in der Mitte der hinteren Aussenseite mit einer keilförmigen Sohlenauflage 2 versehen ist. Dieser Auflagenkeil der Sohle hat zur Folge, dass sich die Schaufel führt, wenn sie beispielsweise in einen Düngerhaufen geschoben wird. Die Transportschaufel, die etwas breiter ist als die grösste Breite des Traktors, ist unterhalb der Bodenfläche schwenkbar an die freien Enden der üblichen Traktorschubarme angelenkt. Jeder dieser Arme ist unter Zwischenschaltung eines Lenkers 4 schwenkbar mitder hydraulischen Kurbel 5 des Traktors verbunden. Ein Druckarm 6 ist mit seinem einen Ende gelenkig mit der Sohlenauflage 2 und mit seinem andern Ende gelenkig mit dem einen Hebel 7 eines Winkelhebels 7,8 verbunden.
Dieser Hebel wird schwenkbar von einem Bolzen 9 getragen, der auf einem Steher 10 vorgesehen ist, der aus einem Profileisen besteht und an dem ein Bügel 11 gesichert ist. Ein den Bügel 11 durchsetzender Bolzen 12 verbindet den Steher 10 mit dem Differentialgt : häu- se 13 des Traktors. Eine mit dem Steher 10 verbundene Stützplatte 14 hält den Steher 10 mit Bezug auf den Traktor in der richtigen Lage, indem die Tragplatte 14 auf dem Differentialgehäuse 13 ruht. Der Winkelhebel 7,8 ist mittels einer Strebe 15 versteift. Zwei Zugstangen 16 sind mit ihrem einen Ende mit dem freien Ende des Armes 8 verbunden, wogegen das zweite Ende derselben schwenkbar mit den vorstehenden Enden einer Welle 17 verbunden ist, die von dem geschlossenen Ende eines hydraulischen Zylinders 18 getragen wird.
Zwei auf der Welle 1'1 sitzende parallele Räder 19 sind so angeordnet, dass sie längs des Stehers 10 abrollen können, wenn der Arbeitszylinder 18 in Tätigkeit ist. Das freie Ende der Kolbenstange 20 des Zylinders 18 ist schwenkbar mit einem Bügel 21 verbunden, der auf dem Steher 10 gesichert ist. Der Bügel 21 wird von zwei parallelen Streben 22 gestützt.
Mit 23 ist ein schneckenförmiger Ausbreiter bezeichnet, dessen Länge der Breite der Schaufel gleich ist. Die eine Hälfte der Schnecke ist rechtsgängig, die andere Hälfte linksgängig. Die Schnecke ist schwenkbar zwischen den äusseren Enden zweier Schneckentragarme 24 angeordnet, wogegen die andern Enden dieser Tragarme drehbar in Bolzen 25 gelagert sind, die sich zu beiden Seiten des Schaufelkübels
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befinden. An der Aussenseite des rechten hinteren, mit 27 bezeichneten Traktorrades ist ein Kettenrad 26 angeordnet. Die Schnecke 23 wird von dem Kettenrad 26 über eine Kette 28, die über die Kettenräder 29 und 30 läuft, angetrieben. Das Kettenrad 33 ist an der Schnecke 23 gesichert. Die Kettenräder 30 und 32, die miteinander verbunden sind, sind auf dem Bolzen 25 drehbar gesichert.
Am Bolzen 25 greift ferner ei- ne Strebe 34 mit ihrem einen Ende an. Das zweite Ende dieser Strebe 34 trägt einen Bolzen 35, auf wel- chem das Kettenrad 29 drehbar sitzt. Das Kettenrad 29 weist keine Zähne auf. Das eine Ende eines Kupp- lungshebels 36 wird ebenfalls schwenkbar von einem Bolzen 35 getragen. Ein Arm 37 ist mit seinem ei- nen Ende mit dem Kupplungshebel 36 schwenkbar verbunden, wogegen das zweite Ende schwenkbar mit der Mitte des Kettenrades 26 in Verbindung steht.
Eine Kette 38, die über die am oberen Ende der Strebe
10 befindliche Rolle 39 geführt ist, ist mit ihrem einen Ende mit der Mitte eines U-förmigen Rahmens 40 verbunden, der die beiden Schraubentragarme 24 überbrückt, wogegen das zweite Ende der genannten Ket- te 38 an einer Querverbindung, die zwischen den beiden Schubarmen 3 des Traktors besteht, gesichert ist ; diese Querverbindung ist aus den Zeichnungen nicht ersichtlich.
Die Arbeitsweise der Einrichtung ist folgende : Die Transportschaufel l befindet sich in derunteren, ge- kippten Stellung (Fig. l) und wird beispielsweise in einen Düngerhaufen gestossen, so dass sich die Trans- portschaufelfüllt. Anschliessend werden die hydraulische Kurbel 5 und die Arbeitszylinder 18 eingeschal- tet, um eine Hubbewegung durchzuführen. Da der Bewegung des Arbeitszylinders 18 vergleichsweise we- niger Widerstand entgegengesetzt wird als der Bewegung der hydraulischen Kurbel 5, wird der Kolben des
Zylinders 18 sogleichnachaufwärtsgeschoben, so dass die Räder 19 längs der Steher 10 nach aufwärts rol- len.
Die Folge davon ist, dass die beiden Zugstangen 16 den Winkelhebel 7, 8 um den Bolzen 9 drehen, so dass der Druckarm 6 in der Zeichnung nach rechts verschoben wird, wodurch die Transportschaufel l um ihre die Verbindung mit den Schubarmen bildenden Gelenke gedreht wird und so ihre aufrechtl3 Stellung einnimmt (Fig. l, strichlierte Linien), weil ja der Druckarm mit der Unterseite der Transportschaufel zu- sammenwirkt. Ab diesem Zeitpunkt geht auch die hydraulische Kurbel 5 in die Höhe, so dass die Trans- portschaufel in ihre obere Lage gebracht wird (Fig. 2). Eine aus der Zeichnung nicht ersichtliche Sperre wird nunmitderhydraulischen Kurbelin Verbindung gebracht und entlastet sie, so dass die Transportschau- fel l ihrer Hublage gesperrt ist.
Während der ganzen eben beschriebenen Tätigkeit befand sich der Kupplungshebel 36 in seiner freien Stellung, so dass sich die Kette 28 nicht in Eingriff mit dem Kettenrad 26 befunden hat.
Diein der Transportschaufelbefindliche Last wird nun auf das Feld geführt, wo die Entleerung und das
Ausbreiten wie folgt vor sich gehen :
Der Arbeitszylinder 18 wird zwecks Senkens des Transportkübels betätigt, wobei der Transportkübel durch sein Eigengewicht und das Gewicht seiner Last gekippt wird, so dass der Kübelinhalt von selbst herauszufallen beginnt (Fig. 2, strichlierte Linien). Gleichzeitig wird der Kupplungshebel 36 vorwärts geschwenkt, so dass die Kette 28 mit dem Kettenrad 26 zusammenzuarbeiten beginnt. Dadurch wird die Schnecke 23 inDrehung versetzt, soferne der Traktorfährt. Das Übersetzungsverhältnis zwischen dem Kettenrad 26 und der Schnecke 23-beträgt 1 : 16.
Wie schon weiter oben angeführt, ist die Schnecke, ausgehend von ihrer Mitte einerseits rechts-, anderseits linksgängig, was bewirkt, dass der Dünger in einer gleichmässig dicken Lage auf dem Felde ausgebreitet wird, soferne der Traktor fährt. Sobald die ganze Last ausgegeben ist, wird der Kupplungshebel 36 wieder zurückgestellt, so dass die Kette 28 ausser Eingriff aus dem Kettenrad 26 kommt, wodurch die Drehung der Schnecke 23 ihr Ende findet.
Sodann wird der Arbeitszylinder 18 zwecks Hebens der Einrichtung in Tätigkeit gesetzt, wodurch die Transportschaufel l in ihre aufrechte Lage zurückverstellt wird (Fig. 2). Nachdem der Traktor zurückgekehrt ist und dem Düngerhaufen wieder gegenübersteht, wird die erwähnte Sperre gelöst, und es werden die hydraulische Kurbel 5 und der Zylinder 18 eingeschaltet, um ein Senken und Kippen der Transportschaufel zu bewerkstelligen.
Die Transportschaufel wird dadurch in ihre Ausgangslage zurückgebracht (Fig. 1). Wie aus der Zeichnung ohne weiteres ersichtlich ist, werden der Rahmen 40 und dadurch die Schnecke 23 durch die Kette 38 zurückgezogen, wenn die Transportschaufel in die untere Lage gekippt wird. Dadurch wird erreicht, dass die Verteilerschnecke 23 das Maul der Kübelschaufel nicht blockiert, wenn diese in den Düngerhaufen od. dgl. geschoben werden soll.
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