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Bahnhofblock-, insbesondere Fahrstrassenschaltung mit Fahrgleis- statt Fahrstrassen- leitungen
Bisher werden bei Bahnhofblockschaltungen zwischen dem Befehlswerk und jedem Stellwerk so viele Fahrstrassenleituugen verwendet, als Fahrstrassen vorhanden sind, gleichgültig, ob es sich um Eisenbahnsicherungsanlagen mit Einzelbefehlsoder Gruppenbefehlsempfang handelt. Es ist daher notwendig, so viele Vorratsleitungen vorzusehen, als neue Fahrstrassen zu erwarten sind.
Die in der gebräuchlichen Schaltung vorgesehene Schutzanordnung gegen Kurzschlüsse zwischen Kontakten im Stellwerk, unter dem Namen Kurz- schlussschleife"bekannt, wirkt nur sicher bei solchen Kurzschlüssen, während ihre Wirkung mit der Entfernung des Schlusses vom Stellwerk abnimmt, so dass unter Umständen die Herstellung des Fahrstrassenverschlusses auch dann möglich sein kann, wenn zwischen der Leitung der eingestellten Fahrstrasse und einer anderen Fahrstrassenleitung eine Berührung besteht.
Das Wesen der Erfindung liegt darin, dass statt der einzelnen Fahrstrassenleitungen Fahrgicis- leitungen"verwendet werden und dass die Wirkung der bekannten"Kurzschlussschleife" verbessert wird.
Die Zeichnung stellt beispielsweise die Bahnhof- block-, insbesondere Fahrstrassenschaltung einer
Anlage mit Gruppenbefehlsempfang dar, wobei sich der linke Teil auf das Befehlswerk, der rechte auf ein Stellwerk bezieht. Befehlsabgabe-, Befehls- empfang-, Fahrstrassenauflösefelder, Fahrstrassen- anzeigevorrichtung und alle Überprüfungen sind zur Verdeutlichung des Grundsatzes weggelassen.
Die Buchstaben A, B und C bedeuten links die einzelnen Einfanr- und Ausfahrgruppen, rechts
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deren Verschluss mit Strom, z. B. mit Wechselstrom, erfolgt. Die Ziffern 1-6 bedeuten links und rechts die Einstellkontakte für die einzelnen in jeder Einfahr-oder Ausfahrgruppe verwendeten Fahrgleise 1-6. Die Kontakte der Fahrstrassenverschlussfelder A, B und C sind mit kleinen Buchstaben a, b und c mit einem Index bezeichnet.
Die zu gleichen Fahrgleisen gehörenden Einsteilkontakte am Befehlswerk und am Stellwerk sind sowohl am Stellwerk wie auch am Befehlswerk parallel geschaltet, so dass sich nur so viele Verbindungsleitungen 1-6 ergeben, als Fahrgleise verwendet sind. Die bisher üblichen Fahrstrassenleitungen werden durch Fahrgleisleitungen"er- setzt. Es ergibt sich, dass als Vorratsleitungen nicht so viele Leitungen, als neue Fahrstrassen zu erwarten sind, sondern nur so viele, als neue Fahrgleise zu erwarten sind, vorgesehen werden müssen.
Für jedes neue Fahrgleis ist nur eine neue Fahr- gleisleitung"nötig, ohne Rücksicht darauf, in wie vielen Einfahr-oder Ausfahrgruppen das neue Fahrgleis als Fahrstrasse werden soll. Die Verschlussrückleitungen 16, 26 und 36 erzwingen die Zusammengehörigkeit der Einstellung am Befehlsund am Stellwerk. Wäre z. B. am Befehlswerk in der Gruppe A Gleis 1 und in der Gruppe C Gleis 6 eingestellt, dann kann am Stellwerk in der Gruppe A nur Gleis 1 und in der Gruppe C nur Gleis 6 verschlossen werden. Unter der Annahme, dass der Verschluss mit Wechselstrom erfolgt, wäre der Stromverlauf für den Verschluss des Gleises 1 der Gruppe A folgender : Wechselstrombürste des Induktors (Dreieck) Kontakt a3-
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Alle nicht benötigten Fahrgleisleitungen, also 2-6, liegen während des Verschiusses in bekannter Weise durch die die beiden Kontakte a2 und a4 verbindende Leitung am Induktcrkörper, u. zw. auch dann, wenn eine dieser Fahrgleisleitungen in einer anderen Falirgruppe eingestellt ist. Die Auflösung des Fahrstrassenverschlusses kann entweder selbsttätig oder über die Auflöseleitungen 17, 27 oder 37 erfolgen. Die in den Verschlusskreis eingelegten Widerstände Wa, Wb und Wc, welche entweder am Beginn der genannten Kreise oder in unmittelbarer Nähe der Fahrstrassenverschlusselder A, B und C angeordnet werden können, sind so zu bemessen, dass sie nur so viel Strom durchlassen, dass der Verschluss bei sich nicht berührenden Fahrgleisleitungen gewährleistet ist.
Bei Berührung der eingestellten Fahrgleisleitung mit einer anderen ist der durch die Fahrstrassen-
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vcrschluStdder A, B und C messende Reststtom für die Herstellung des Verschlusses zu klein.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Bahnhofblock-, insbesondere Fahrstrassenschaltung mit Fahrgleis-statt Fahrstrassenleitungen, dadurch gekennzeichnet, dass die zu gleichen Fahrgleisen gehörenden Einstellkontakte (1-6) sowohl am Befehlswerk (links) als am
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als Fahrgleise verwendet werden, statt so vieler Verbindungsleitungen, als Fahrstrassen vorhanden sind, wobei die Zusammengehörigkeit der Einstellungen am Befehlswerk (1-6) und am Stellwerk (1-6) während der Herstellung des Fahr- strassenverschlusses durch die zugehörigen Ver- schlussriickleitungen (16, 26 und 36) erzwungen wird.