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Selbsttätige Lichtbogenschweissvorrichtung für umhüllte Elektroden grosser Länge mit einer Vorschub-und Fräseinrichtung
Bisher hat man beim Verschweissen langer
Stabelektroden meist den einen Pol an das blank gemachte Ende der langen Elektrode gelegt. Die üblichen Regeleinrichtungen halten aber den
Gesamtwiderstand im Schweissstromkreis konstant, wodurch eine mehr oder weniger konstante Licht- bogenlänge erreicht wird. Wenn nun durch die zuerst lange Elektrode, die einen bestimmten
Widerstand hat, beim Niederschmelzen sich dieser
Widerstand infolge der Verkürzung der Elektrode ändert, muss notgedrungen die Lichtbogenlänge bzw. Lichtbogenspannung dadurch ungünstig be- einflusst werden, d. h. der Lichtbogen muss beim fortschreitenden Abschmelzen länger werden.
Es gibt auch schon Einrichtungen zum Ver- schweissen langer umhüllter Elektroden in Stabform oder von der Rolle, bei denen durch eine
Fräsvorrichtung während des Niederschmelzens ein Längsschlitz durch rotierende Fräser geschnitten wird, in dem dann geeignete Stromzuführungsbacken gleiten und so den Strom zur Elektrode leiten. Hiebei wird verhältnismässig viel Umhüllungsmasse entfernt, so dass die Qualität der Schweissnaht leiden kann.
Ferner sind auch selbsttätige Lichtbogenschweisseinrichtungen für Elektroden grosser Länge bekannt geworden, die eine mit Elektrodengreifvorrichtungen oder Zangen versehene Vorschubeinrichtung und eine Fräsvorrichtung (Schleifscheiben oder Fräser, deren Achsen parallel zur Elektrode liegen können) aufweisen, die abhängig von der Bewegung der Vorschubeinrichtung in bestimmten Abständen an den für den Angriff der Zangen und zur Stromzuführung bestimmten Stellen die Umhüllung herausschleift. Auf eine solche Lichtbogenschweisseinrichtung bezieht sich die Erfindung.
Dabei sollen nach der Erfindung die Elektrodenzangen selbst, insbesondere die jeweils die Stromzuführung und den Vorschub der Elektrode bewirkende Zange das Herausschleifen der Umhüllung steuern. Nur auf diese Art ist es möglich, die notwendige Genauigkeit zu erreichen.
Im Nachstehenden wird diese Einrichtung an dem in den Fig. 1-4 im Seitenriss, Aufriss, Schnitt B-B bzw. Grundriss dargestellten Ausführungsbeispiel näher beschrieben. Die umhüllte
Elektrode 1, welche entweder ein langer, gerader
Stab sein kann oder von einer Rolle abgewickelt wird, ist in der Düse 2 geführt. In die Um- hüllung werden bis zum Kern der Elektrode
Einschliffe 3 gemacht, die in bestimmten Ab- ständen voneinander angebracht sind. An diesen blanken Stellen wird die Elektrode durch eine
Anzahl Zangen 4 abwechselnd gefasst und fest- gehalten. Diese Zangen sind so ausgebildet, dass
Kontaktstücke 5 sich gegen die blanken Stellen der Elektrode pressen und so die Stromzufuhr besorgen. Die Zangen bzw.
Klemmeinrichtungen 4 können beispielsweise an einer umlaufenden Kette oder einem Band 6 befestigt sein, welches vom
Vorschubmotor 7 über Übersetzungsgetriebe 8 und Räder 9 angetrieben ist.
Das Einschleifen der blanken Stellen in die
Elektrode wird zwangsläufig und selbsttätig durch eine Schleif-oder Fräseinrichtung 10 besorgt, welche beispielsweise von einem Motor 11 an- getrieben wird. Im geeigneten Zeitpunkt wird die Schleif-oder Frässcheibe gegen die Elektrode gedrückt und nach vollendeter Blankmachung der Elektrode wieder zurückgezogen. Diese zwangsläufige Bewegung wird durch die Klemmeinrichtungen 4 selbst ausgelöst, welche je eine auf einem Bolzen 12 laufende Rolle 13 trägt. Diese Rolle 13 drückt beim Abwärtsgang den im
Gelenk 14 gelagerten Hebel 15 abwärts, der seinerseits mit der Rolle 16 gegen eine Platte 17 drückt, welche mit der Fräs-oder Schleifein- richtung starr verbunden ist.
Die ganze Schleifeinrichtung ist ihrerseits um eine Achse 18 schwenkbar, so dass durch den Druck der Rolle 16 auf die Platte 17 die Schleif-oder Frässcheibe gegen die Umhüllung der Elektrode gedrückt wird und so das Blankmachen eines kurzen Elektrodenstückes besorgt. Sie ist selbstverständlich ausserdem nachstellbar, um der Abnützung des Werkzeuges zu begegnen. Wenn die Rolle 13 vom Hebel 15 abgelaufen ist, presst eine Druckfeder 19 oder eine Zugfeder 19 a die ganze Einrichtung wieder in die ursprüngliche Lage zurück. Um den blanken Schlitz in der Umhüllung möglichst kurz zu halten, ist es von Vorteil, dass in bekannter Weise die Schleif-oder Fräs- scheibe möglichst schmal ist und ihre Drehachse
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parallel zur Elektrodenachse verläuft.
Es spielt dann nämlich der Durchmesser der Scheibe keine
Rolle. Auch ist es vorteilhaft, in bekannter Weise
Gegenrollen 20 anzuordnen, damit sich beim
Abschleifen die Elektrode gegen diese Rollen stützen kann und nicht ausweicht. Es ist natürlich auch möglich, das Einschleifen der blanken
Stelle bei feststehender Schleif-bzw. Frässcheibe vorzunehmen. Es muss dann nur mittels der
Gegenrolle 20 die Elektrode im geeigneten Zeitpunkt gegen die Schleif-oder Frässcheibe bewegt werden.
Die Klemmeinrichtungen bzw. Klemmzangen 4 bestehen im vorliegenden Beispiel aus zwei Hälften, die durch Laufschienen 21 und 22 zusammengepresst werden. Zur Verminderung der Reibung sind Kugellager 24 vorgesehen.
Das Kontaktstück 5 der Zangen ist auswechselbar.
Damit beim Pressen der Elektrode in der Zange die Ummantelung an der einen Seite nicht abgedrückt wird, ist es zweckmässig, ein elastisches Polster in Form von Gummi, Gewebe usw. auf der einen Zangenhälfte anzubringen, damit die Elektrode elastisch und weich gelagert ist.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Selbsttätige Lichtbogenschweissvorrichtung für umhüllte Elektroden grosser Länge, die eine mit Elektrodenzangen versehene Vorschubvorrichtung und eine Fräsvorrichtung aufweist, die abhängig von der Bewegung der Vorschub- vorrichtung in bestimmten Abständen an den für den Angriff der Zangen und zur Strom- zuführung erforderlichen Stellen die Umhüllung der Elektroden herausschleift, dadurch gekenn- zeichnet, dass die Elektrodenzangen selbst, vorzugsweise die jeweils den Vorschub besorgende Zange das Herausschleifen der Elektrodenumhüllung steuern.