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AT155472B - Verfahren zur Herstellung eines Gemisches höherer Fettalkohole. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Gemisches höherer Fettalkohole.

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AT155472B
AT155472B AT155472DA AT155472B AT 155472 B AT155472 B AT 155472B AT 155472D A AT155472D A AT 155472DA AT 155472 B AT155472 B AT 155472B
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AT
Austria
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mixture
fatty alcohols
higher fatty
alcohols
production
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Original Assignee
Henkel & Cie Gmbh
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  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung eines Gemisches höherer Fettalkohole. 



   Gemische höherer Fettalkohole werden in der Technik vielfach verwendet ; sie stellen als solche oder in Form ihrer Umwandlungsprodukte wertvolle Stoffe für die verschiedensten Zwecke der Textilveredlung, der Leder-und Papierindustrie u. dgl. dar. Diese Gemische von höheren Fettalkoholen, die im wesentlichen Alkohole von   CSHI70H   bis   C"H"OH   enthalten, werden bekanntlich in der Weise gewonnen, dass man natürlich vorkommende Fette mittels Wasserstoff in Gegenwart von Katalysatoren oder mittels metallischem Natrium und Alkoholen reduziert. Man ist also zu ihrer Herstellung im wesentlichen auf bestimmte Rohstoffe-nämlich die Fette-angewiesen. 



   Es ist zwar schon vorgeschlagen worden (deutsche   Patentschrift Nr. 564. 208 ;   brit. Patentschrift Nr.   35673]),   Alkohole aus festen oder flÜssigen aliphatischen Kohlenwasserstoffen oder deren   Gemischen   herzustellen, wobei die Kohlenwasserstoffe oxydiert und die Oxydationsprodukte einer katalytischen Druckhydrierung unterworfen werden. Als Ausgangsstoffe wurden bei dieser bekannten Arbeitsweise Erdölfraktionen, z. B. Mittelöle, wie   Hart-oder Weichparaffine, verwendet. Die hiebei erzielten Ergeb-   nisse waren jedoch nicht befriedigend. 



   Ferner ist es bekannt (deutsche   Patentschrift   Nr. 564196), zur Gewinnung von Alkoholen durch Oxydation von festen oder flüssigen Kohlenwasserstoffen die Oxydationsprodukte mit Borsäure zu verestern und die Ester in   organisehen     Lösungsmitteln zu lösen und nachtraglich wieder zu spalten.   



  Diese Arbeitsweise liefert aber, abgesehen davon, dass sie   umständlich   ist, nur ungenügende Ausbeuten. 



  Ferner ist schon vorgeschlagen worden (deutsche   Patentschrift   Nr. 570952), zur Gewinnung hochmolekularer Alkohole aus   Oxydationsprodukten   fester und flüssiger Kohlenwasserstoffe die Alkohole 
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 zu extrahieren. Hiebei werden also lediglich die bereits in den   Oxydationsprodukten vorhandenen   Alkohole gewonnen. Die Herstellung von höheren   Atkoholen ist ferner durch Reduktion von   Oxyden des Kohlenstoffes schon ausgeführt worden. Hiebei entsteht aber in der Hauptsache Methylalkohol und dessen nächste Homologen,   während höhere Fettalkollole nur in ganz geringer Menge gebildet   werden (amer. Patentschrift Nr. 1859244). 



   Es wurde nun gefunden, dass man derartige wertvolle   Gemische höherer Fettalkollole auch aus   den bei der Aufarbeitung von synthetischem Benzin aus Kohlenoxyd und Wasserstoff   erhaltenen,   flüssigfesten Gemischen aus höheren Kohlenwasserstoffen herstellen kann. Aus Kohlenoxyd und Wasserstoff lässt   sieh bekanntlich nach dem Verfallren von Franz Fiseher synthetis hes   Benzin her- 
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 synthetischen Benzins fällt ein flüssig-festes Gemisch aus höheren Kohlenwasserstoffen in grösserer Menge an, das bisher wegen seiner physikalischen Eigenschaften keine Verwendung gefunden hat. 



  Wegen seines hohen Siedebereiches eignet sich dieses Gemisch nicht als Brennstoff für die normalen 
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 mittel. 



   Dieses bei der Aufbereitung des synthetischen Benzins erhaltene flüssig-feste Gemisch aus höheren Kohlenwasserstoffen stellt ein   ausgezeichnetes   Rohmaterial für die Herstellung eines   Gemisches   
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   produkte liefern wurdell, aus denen   man durch Reduktion Alkohole gewinnen kann, die durchaus den aus   natürlichen   Fetten gewonnenen Fettalkoholen gleichen. 



   Zur Herstellung dieser Alkoholgemische verfährt man so, dass man das genannte Kohlenwasser-   stoffgemiseh   einer an sich bekannten Oxydation unterwirft und die aus Säuren und deren Derivaten, wie Estern und Lactonen bestehenden Anteile durch eine Reduktion nach an sich bekannten Verfahren, 
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   Die Oxydation des flüssig-festen Gemisches von Kohlenwasserstoffen aus der Benzinsynthese kann durch Behandlung mit Sauerstoff, Sauerstoff enthaltenden Gasen oder Sauerstoff abgebenden Verbindungen, wie z.   B. Ozon. Stickoxyden, Salpetersäure   oder Chromsäure, in flüssiger oder dampfförmiger Phase in Gegenwart oder Abwesenheit von Katalysatoren, wie Schwermetallen oder deren Salzen, z. B. Mangan, Nickel, Kobalt, Kupfer, Eisen, Chrom oder auch Blei und Vanadin, sowie in Gegenwart oder Abwesenheit von Alkalien, Erdalkalien und deren Salzen erfolgen. Die   genannten   Metalle können auch in Form von Seifen der gesättigten oder ungesättigten Fettsäuren, der Naphthensäuren oder der Harzsäuren, die sieh in dem Kohlenwasserstoffgemiseh kolloidal lösen, vorhanden sein. 



  Das Oxydationsgemisch kann vor der Reduktion gegebenenfalls einer Aufarbeitung unterzogen werden, wodurch man die entstandenen Alkohole bzw. die nicht oxydierten Bestandteile abtrennt oder die Oxydationsprodukte in besonderen Fraktionen anreichert. 



   Die Reduktion der entstandenen Oxydationsprodukte zu einem Gemisch höherer Fettalkohole erfolgt in an sich bekannter Weise. Man kann beispielsweise die Reduktion mit Wasserstoff bei Tem- 
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 toren, wie Nickel, Kupfer, Kobalt, Chrom oder aus diesen Metallen bestehenden   Mischkatalysatoren   oder auch von Edelmetallen vornehmen. 



   An Stelle der Oxydationsprodukte kann man auch deren Derivate verwenden. So kann man die sauren Bestandteile z. B. in Ester oder Anhydride   Überführen   und diese dann reduzieren. 



   Ein anderer Weg zur Reduktion der Oxydationsprodukte besteht in der Einwirkung von Alkalimetallen, insbesondere Natrium, und Alkoholen nach Bouveault-Blane, insbesondere auf die durch Veresterung der sauren Bestandteile mit Alkoholen erhältlichen Ester. 



   Ein besonderer Vorteil gegenüber andern bereits bekannten Verfahren zur Herstellung von Fettalkoholen besteht auch darin, dass die Reduktion einfach und glatt ohne Anwendung besonderer   Vorsichtsmassnahmen   erfolgt, weil die Oxydationsprodukte frei von Katalysatorgiften, insbesondere Schwefel, sind. 



   Die nach dem neuen Verfahren gewonnenen Gemische höherer Fettalkohole gleichen weitgehend den Gemischen von höheren Alkoholen, wie sie bisher nur durch Reduktion von Fetten   erhältlich   waren. Sie lassen sich daher wie diese zu   mannigfachen   Zwecken verwenden.   So können   z. B. die auf diese Weise gewonnenen Gemische höherer Fettalkohole ebenso wie die analogen Fettalkoholgemisehe durch   Sulfonierung   in wertvolle Derivate übergeführt werden. 



   Beispiel 1 :   Ein flüssig-festes Gemisch   von Kohlenwasserstoffen, das durch   Aufarbeitung   eines synthetischen Benzins nach Franz Fischer gewonnen wurde, wird durch Blasen mit Luft in Gegenwart einer Manganseife bei einer Temperatur von 100 bis 150  oxydiert. 300 Gewichtsteile des vom Nichtoxydierten befreiten   Oxydationsgemisches (Kp4 = 140-2300)   werden in Gegenwart eines Kupferchromitkatalysators nach Atkins bei   250-3000 unter RÜhren   mit Wasserstoff bei ungefähr 200 bis   250  Atm.   behandelt. Nach beendeter Reduktion wird vom Katalysator abgetrennt. Man erhält ein Gemisch höherer Fettalkohole, das gegebenenfalls durch Vakuumdestillation gereinigt werden   kann (Kpis   =   110-270    ; Hydroxylzahl 248).

   Es besitzt weisse Farbe und ist bei   gewöhnlicher   Temperatur fest. 



   Beispiel 2 : Das Oxydationsgemisch nach Beispiel 1 wird in bekannter Weise mit Butylalkohol verestert. 300 Gewichtsteile dieses Produktes   (Kp = 125-242')   werden unter den gleichen   Bedill-   gungen, wie in Beispiel 1 beschrieben, hydriert. Das vom Katalysator abfiltrierte Gemisch   höherer   Fettalkohole ist ohne Destillation völlig farblos und bei   gewöhnlicher   Temperatur fest. 



   Beispiel 3 : 400 Gewichtsteile eines Oxydationsproduktes aus den flüssig-festen Anteilen eines synthetischen Benzins, die keine unterhalb   1300 bei 14min Druck   siedenden Anteile enthalten, aber nicht durch Destillation gereinigt sind, werden wie in Beispiel 1 beschrieben, reduziert. Man erhält nach der Abtrennung vom Katalysator ein Gemisch höherer Fettalkohole, das von   90-bei 14 111111   bis   288    bei 3   mm   überdestilliert. Das Produkt ist rein weiss und   bei gewöhnlicher Temperatur   fest (Hydroxylzahl 260).

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung eines Gemisches höherer Fettalkohole durch Oxydation flüssig-fester Kohlenwasserstoffgemische und nachfolgende Reduktion der Oxydationsprodukte, dadurch gekenn- zeichnet, dass man als Ausgangsstoffe die bei der Benzillsynthese aus Kohlenoxyd und Wasserstoff erhältlichen Kohlenwasserstoffgemische verwendet.
AT155472D 1936-02-17 1937-01-21 Verfahren zur Herstellung eines Gemisches höherer Fettalkohole. AT155472B (de)

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