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AT144344B - Verwendung von niederen Monoalkyläthern des Glycerins. - Google Patents

Verwendung von niederen Monoalkyläthern des Glycerins.

Info

Publication number
AT144344B
AT144344B AT144344DA AT144344B AT 144344 B AT144344 B AT 144344B AT 144344D A AT144344D A AT 144344DA AT 144344 B AT144344 B AT 144344B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
glycerol
glycol
ethers
monoalkyl ethers
lower monoalkyl
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Original Assignee
Henkel & Cie Gmbh
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Henkel & Cie Gmbh filed Critical Henkel & Cie Gmbh
Application granted granted Critical
Publication of AT144344B publication Critical patent/AT144344B/de

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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verwendung von   niederen Monoalliyläthern des Glyeerins.   
 EMI1.1 
 äther und der   Monoisopropyläther   des Glycerins zu nennen. 



   Durch den Zusatz dieser Stoffe zu Wasser erhält man Lösungen, die sieh durch eine hervorragende Frostbeständigkeit auszeichnen ; sie erstarren erst bei sehr tiefen Temperaturen zu   eremeartigen   Massen, die auf die Gefässwandungen keine Sprengwirkung ausüben. Ferner sind sie noch bei sehr tiefen Tempera- 
 EMI1.2 
 Gefässsystemen nicht leidet. 



   Sie sind schlechte Lösungsmittel und können daher mit Vorteil da verwendet werden, wo die   Kühlflüssigkeiten   mit Kautschuk u. dgl. in   Berührung   kommen. 



   Die genannten Verbindungen können für sieh oder im Gemisch mit Wasser oder andern an sich bekannten Zusätzen, wie Salzen u. dgl., Verwendung finden. 



   Es ist bereits bekannt, Alkyläther der Glykole und der höheren Glykole als Gefrierschutzmittel zu verwenden. Gegenüber diesem Bekannten besitzen die gemäss der Erfindung verwendeten Gefrier- 
 EMI1.3 
 höheren Siedepunkt besitzen. Durch das geringere Lösungsvermögen ergibt sieh der Vorteil, dass bei der Verwendung der neuen Gefrierschutzmittel eine Gefahr der   Beschädigung   von Anstrichen, z. B. des Karosserieanstriehes von Automobilen, nicht vorhanden ist. Durch den höheren Siedepunkt ergibt sieh der Vorzug, dass die neuen Gefrierschutzmittel nicht leicht verdampfen, so dass sie weniger häufig erneuert zu werden brauchen. 



   Beispiele :
Dem Kühlwasser für Automobilmotoren werden 40 Gewichtsprozent des Glyzerinmonomethyl- äthers zugesetzt. Die Lösung bleibt   bis-15  herab leichtflüssig   und frei von Ausscheidungen. 



   Es ist bereits bekannt, niedermolekulare Alkohole, wie Glycerin und Glykol, oder Alkyläther der Glykole und der höheren Glykole als Gefrierschutzmittel zu verwenden. Demgegenüber besitzen aber die gemäss der Erfindung verwendeten Gefrierschutzmittel gewiehtige technische Vorteile. 



   Das als Glycerinersatz bekannte Glykol ist in verschiedener Hinsicht als Gefriersehutzmittel geeigneter als Glycerin, da dieses gegenüber dem Glykol den Nachteil hat, dass es zur Verharzung neigt, eine weit höhere Viskosität sowie eine stärkere chemische Reaktionsfähigkeit aufweist und schliesslich auch eine nur geringe Gefrierpunktserniedrigung herbeiführt. Bei Berücksichtigung der bekannten grossen Vorzüge des Glykols gegenüber dem Glycerin war es überraschend, dass die niederen Monoalkyläther des Glycerins gegenüber denjenigen des Glykols unerwarteterweise trotz des höheren Molekulargewiehtes nicht nur die erwähnten Nachteile des Glycerins nicht zeigen, sondern darüber hinaus auch gegenüber den Glykol- äthern noch erhebliche technische Vorzüge besitzen.

   Ihre Eignung als Gefrierschutzmittel liegt in dem Zusammentreffen zahlreicher wertvoller Eigenschaften, wie z. B. chemische Beständigkeit, schwaches Lösungsvermögen gegenüber andern Stoffen, niedrige Viskosität, hoher Siedepunkt, geringer Dampfdruck und geringer Gefrierpunkt, sowie Herbeiführung einer hohen Gefrierpunktserniedrigung. Beispielsweise liegt die Viskosität der   Glycerinäther   ganz erheblich unter der Viskosität des Glycerins. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Aus den höheren Siedepunkten der Glycerinäther ergibt sich der weitere Vorteil, dass die neuen Gefrierschutzmittel nicht leicht verdampfen. Die niederen Glykoläther besitzen Siedepunkte, die nur wenig über dem Siedepunkt des Wassers liegen. So siedet beispielsweise der Glykolmonomethyläther bei   115-130 ,   der   Glyeerin-a.-monomethyläther   dagegen bei 220 , der   Glyeerin-e-monomethyläther   bei 232 , d. h. ebenso, zum Teil höher, als das Glykol und bedeutend höher als die Glykoläther. Diese bedeutende Siedepunktsdifferenz, zum Teil von über   100 ,   hat den erheblichen technischen Vorzug, dass die Glycerinalkyläther beispielsweise aus den Automobilkühlern nicht verdampfen.

   Das Gefrierschutzmittel braucht daher nicht so häufig nachgefüllt zu werden wie bei Verwendung der entsprechenden Glykoläther als Gefrierschutzmittel, was in der Praxis eine grosse Ersparnis bedeutet. 



   Ein ausgesprochener Nachteil der niederen Monoalkyläther des Glykols besteht ausserdem darin, dass sie sehr starke Lösungsmittel für Lacke, z. B. für die Karosserieanstriche von Automobilen, sind. 



  Demgegenüber besitzen die Monoalkyläther des Glycerins unerwarteterweise in dieser Beziehung eine äusserst schwache Lösefähigkeit. So ist beispielsweise die Oberfläche von mit handelsüblichem Autolack überzogenen Blechen durch die Behandlung mit Glycerinmonomethyläther nach einer Einwirkungsdauer von 15 Minuten nur in ganz geringem Masse angegriffen, während bei der Behandlung mit dem entsprechenden Propylenglykoläther nach einer Einwirkungsdauer von nur 5 Minuten nicht nur die Lackierung, sondern sogar die Grundierung bis auf das blanke Blech vollständig abgelöst ist.

   Durch das geringe Lösungsvermögen der   Glycerinäther   ergibt sich der Vorteil, dass bei der Verwendung der neuen Gefrierschutzmittel eine Gefahr der Beschädigung von Lackanstrichen auch dann nicht zu   befürchten   ist, wenn durch unvorsichtige Handhabung ein Verspritzen der Gefrierschutzmittel erfolgt, wie dies beim Nachfüllen von Kühlwasserbehältern der Motoren, von Gasuhren, Gasbehältern usw. kaum zu vermeiden ist.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verwendung von niederen Monoalkyläthern des Glycerins, gegebenenfalls mit weiteren an sich bekannten Zusätzen, als Gefrierschutzmittel.
AT144344D 1932-03-26 1933-02-09 Verwendung von niederen Monoalkyläthern des Glycerins. AT144344B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE144344X 1932-03-26

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT144344B true AT144344B (de) 1936-01-10

Family

ID=5670168

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT144344D AT144344B (de) 1932-03-26 1933-02-09 Verwendung von niederen Monoalkyläthern des Glycerins.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT144344B (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0026601A1 (de) * 1979-09-28 1981-04-08 Union Carbide Corporation Verwendung einer Zusammensetzung zum Verringern der Festigkeit von Eis

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0026601A1 (de) * 1979-09-28 1981-04-08 Union Carbide Corporation Verwendung einer Zusammensetzung zum Verringern der Festigkeit von Eis

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