<Desc/Clms Page number 1>
Vorrichtung zur Aufnahme einer MeMkurve durch Auszeichnen aufeinanderfolgender Ordinaten.
Es sind Einrichtungen bekannt, die es ermöglichen, die Dosis von Strahlungen, z. B. von Röntgenstrahlen, zu messen, indem die Zeitabstände zwischen Stromstössen, die durch die Wirkung der Strahlung erzeugt oder geregelt werden, als Massstab benutzt werden. Da nun der Zeitabstand zwischen den Stromstössen den Massstab für die Intensität bildet und dieser Intensität verkehrt proportional ist, so lässt sich bei diesem Messverfahren natÜrlich die jeweilige Intensität nicht unmittelbar genau feststellen. Bei den bekannten Einrichtungen lässt sich überdies der Wechsel der Strahlungsintensität weder fortlaufend verzeichnen noch in Kurvenform darstellen.
Gegenstand der Erfindung ist eine Vorrichtung, um gesonderte Einzelwerte (oder fortlaufende Werte), z. B. der Strahlungsintensität, die durch den Zeitabstand zwischen zwei Stromstössen gemessen wird, zu verzeichnen. Die Vorrichtung bewirkt somit die Aufzeichnung von Kurvenordinaten, die der durch die Zeitabstände gemessenen Grösse verkehrt proportional sind. Der Erfindung gemäss wird die Aufzeichnung von den Zeitabständen zwischen Stromstössen proportionalen Ordinaten mittels einer Schreibtrommel durchgeführt, die gleichförmig, z. B. durch einen Synchronmotor, mit einer für verschiedene Messzwecke durch Änderung des Übersetzungsverhältnisses des Getriebes fallweise wählbaren Geschwindigkeit gedreht wird, wobei zwischen Getriebe und Trommel zweckmässig eine elektromagnetische oder elektromagnetisch betätigte Kupplung eingebaut ist.
Bei eingeschalteter Kupplung wird die Trommel entgegen der Zugwirkung eines Gewichtes gedreht, das bei Lösen der Kupplung die sofortige Rückstellung der Trommel in die Anfangsstellung bewirkt. Von demselben Trommelantrieb, z. B. einem Synchronmotor, und über das zur Drehung der Trommel dienende Getriebe wird ein Schreibstift mit Hilfe einer auswechselbaren Schraubenspindel von zwecks veränderlicher Übersetzung wählbarer Steigung in der Richtung der Trommelachse, die Oberfläche der Trommel berührend, geführt. Stromstösse am Anfang und Ende der Messung einer bestimmten Dosis einer Strahlung, die z. B. durch eine Kondensatorladung bzw.
- entladung der Vorrichtung zugeführt werden, bewirken mittels zweier Relais das Ein-bzw. Ausschalten der Kupplung, also das Mitnehmen der Trommel durch den Antrieb bzw. bei Lösen der Kupplung ihre Rückdrehung. Es ist dabei eine Einrichtung vorgesehen, welche dafür sorgt, dass die Trommel nie mehr als eine volle Umdrehung vollführen kann. Ferner ist eine Einrichtung vorgesehen, die dann, wenn die Kurvenordinaten der Vorrichtung innerhalb der einzelnen Messabstände über ein bestimmtes Mass anwachsen, ein Signal ertönen lässt.
Fig. 1 zeigt eine schematische Darstellung der Vorrichtung, Fig. 2 ein Ausführungsbeispiel der Vorrichtung im Aufriss und Fig. 3 im Grundriss.
Gemäss Fig. 1 steht die Trommel 1 unter Gewichtszug mittels einer Schnur oder Kette 2, welche die Trommel im Uhrzeigersinne zu drehen bzw. in der Anfangsstellung zu halten sucht. Die Welle des Getriebes ist mit der Trommelwelle durch eine elektromagnetische Kupplung 3 lösbar verbunden. Ein Synchronmotor 21 (Fig. 2) treibt mit wählbarer Übersetzung den einen Teil der Kupplung 3 sowie auch einen Schreibstift 19 mittels der auswechselbaren Spindel 20 mit wählbarer Steigung an. Die Kupplung 3 wird durch den Strom, z. B. einer 4-Volt-Batterie, von den Klemmen 44'eingerückt erhalten, wenn das Halterelais 7 dadurch, dass eine seiner beiden Wicklungen 8 oder 9 von Strom durchflossen wird, sich in Ansprechstellung befindet.
Die Wicklung 8 ist die Arbeitswicklung, die das Relais zum Ansprechen bringt, die Wicklung 9 ist die Haltewicklung, die bei geschlossenem Kontakt 11 des Unterbrechungrelais 10 mit der Wicklung 12 gespeist wird. Die Wicklungen 8 und 12 werden von den von der Dosismesseinrichtung kommenden, bei den Klemmen 16, 16'in die Vorrichtung eintretenden Stromstössen durchflossen ; die Wicklung 9 dagegen vom Strom der 4-Volt-Batterie über die Klemmen 4, 4'.
<Desc/Clms Page number 2>
Bei der Ausführung nach Fig. 2 und 3 treibt der Synchronmotor 21 die Trommel 1 über ein Schneckengetriebe 22, 23 und über die wahlweise einstellbaren Zahnradübersetzungen 24, 25 bzw. 26,27. Die auswechselbare Spindel mit der den Schreibstift 19 tragenden Mutter 28 wird durch das Zahnrad 29 ebenfalls von dem Getriebe 22, 23 in Bewegung versetzt. Auf der Motorwelle befindet sich ein Schwungrad 30.
Der auf die Trommel aufgelegte Papierstreifen wird von einer schmalen, zur Achse des Zylinders parallelen Metallschiene festgehalten. Nach Vollendung einer Trommelumdrehung stösst der Schreibstift an diese Schiene an, so dass die Trommel an der Weiterdrehung gehindert und durch den nächsten Impuls
EMI2.1
fliesst, wird durch die Umschaltkontakte 13, 14 bestimmt.
Wenn die Trommel sich unter dem Gewichtszuge in der Anfangsstellung befindet, ist der Kontakt 13 durch einen Anschlag an der Trommel geschlossen und der Strom geht durch die Wicklung 8 und schliesst die Kontakte 5 und 6. Über den Kontakt 5 fliesst zuerst Strom aus der 4-Volt-Stromquelle durch die Wicklung 9 und über den für gewöhnlich geschlossenen Kontakt 11 und hält das Halterelais 7 in Ansprechstellung. Über den Kontakt 6, der unmittelbar nach dem Kontakt 5 geschlossen wird, fliesst sodann ein Strom aus der 4-Volt-Batterie über die Klemmen 4, 4' durch die Kupplung 3, rückt diese ein und versetzt die Trommel 7 in Drehung, entgegen der Wirkung des Gewichtszuges, wobei das Gewicht bzw. seine Schnur 2 steigt und die Hülse 18 sich gegen den Signalkontakt 17 bewegt.
In dem Augenblick, wo die Trommel in Drehung kommt, öffnet sich der Kontakt 13 und schliesst sich der Kontakt14. Dadurch ist für denfolgenden Stromstoss derWegniehtüber dieWicklung, sondern über die Wicklung 12 vorbereitet. Die Trommel dreht sich unterdessen gleichförmig und der parallel zu ihrer Achse wandernde Schreibstift beschreibt auf dem Papier eine Schraubenlinie, die in der Abwicklung, je nach der Drehgeschwindigkeit der Trommel und der Bewegung des Stiftes, eine fast normal zur Achse stehende Gerade ist. Der nächste Stromstoss geht durch die Wicklung 12 und öffnet dadurch den Kontakt 11 ; die Wicklung 9 wird stromlos, das Relais 7 geht in seine Ruhelage zurück, dabei öffnet sich der Kontakt 6, wodurch die Kupplung 3 ausgerückt wird, und darauf öffnet sich der Kontakt 5.
Die Trommel geht unter dem Einfluss des Gewiehtszuges in ihre Ruhelage zurück und schaltet die Kontakte 13 und 14 wieder um, d. h. 14 wird geöffnet, 13 geschlossen. Die Vorrichtung ist dadurch wieder in die Anfangslage gebracht und zum Empfang eines Stromstosses mit den eingangs beschriebenen Wirkungen bereit. Während des Rückganges der Trommel beschreibt der Stift eine normal zur Achse stehende Gerade auf dem Papier. Die Verbindung der Endpunkte der Ordinaten ist die eigentliche Messkurve.
Durch den Strom der 4- Volt-Batterie von den Klemmen 4, 4'kann noch ein davon abgezweigter Signalstromkreis mit einer beliebigen, an die Klemmen 15, 15'anzuschliessenden Signalvorrichtung betätigt werden. Der Kreis enthält einen Kontakt 17, der durch das Anlaufen einer an der Gewichtszugschnur 2 verstellbar angeordneten Hülse 18 nach einer gewissen Weglänge dieser Schnur, also, infolge des Antriebes durch einen Synchronmotor, nach einer gewissen Zeit, wenn kein Rückgang der Trommel erfolgt, den Signalstromkreis schliesst und die an den Klemmen 15, 15'angeschlossene Signalvorrichtung betätigt.
Die Spindel, die den Sehreibstift bewegt, läuft bei der beschriebenen Anordnung ununterbrochen, also auch dann, wenn sich die Trommel mit dem Papier in Ruhestellung befindet. Ertönt nun ein Signal, das verzeichnet wird, und verstreicht bis zum nächsten Signal lange Zeit, so würde während dieser der Schreibstift parallel zur Längsachse der Schreibtrommel weiter verschoben werden und dadurch nutzlos ein Verlust an Schreibfläche eintreten. Wird nun die Spindel über eine Kupplung wahlweise ein-und ausgeschaltet, so kann das Papier besser ausgenutzt werden.
Die Vorrichtung eignet sich zum Verzeichnen aller Messungen mitMessvorriehtungen, die Stromstösse aussenden, deren Zeitabstand der Intensität verkehrt proportional ist. In erster Linie kommen Röntgen- strahlenmessungen, Lichtstärkemessungen und Absorptionsmessungen bei Röntgen-und Lichtstrahlen in Betracht. Zu letzteren gehört auch die Messung der Trübung, z. B. von Wasser, als Gradmesser der Reinheit.
Die Einrichtung, welche bei Anwachsen der Kurvenordinaten über ein bestimmtes Mass ein Signal ertönen lässt, kann besonders dann Anwendung finden, wenn bei wachsender Trübung eines zwischengeschalteten durchscheinenden oder durchsichtigen Mediums Lichtstrahlen, welche auf die strahlenmessende Vorrichtung einwirken, über ein bestimmtes Mass geschwächt werden. Diese strahlenmessende Vorrichtung kann aus einer durch eine Photozelle gesteuerten Vorrichtung bestehen, bei der das Gitter einer Elektronenröhre abwechselnd geladen und über die Photozelle, welche einer zu messenden Lichtoder Strahlungsintensität ausgesetzt ist, entladen wird und das auf die Photozelle fallende Licht durch ein Rohr tritt, durch welches das zu untersuchende Medium, z. B. Wasser, hindurchfliesst.
**WARNUNG** Ende DESC Feld kannt Anfang CLMS uberlappen**.