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Schalter für grosse Stromstärken mit gasförmigem Dielektrikum.
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Entwicklung von brennbaren und explosiblen Gasen bei der Abschaltung. Es entsteht daher das Bedürfnis, Schalter mit gasförmigem Dielektrikum auch für grosse Stromstärken zu bauen. Die Dimensionen derartiger Schalter dürfen jedoch, gegenüber Olschaltern nicht zu gross werden. Hiebei treten infolge unzureichender Wärmeabfuhr durch das gasförmige Dielektrikum an den stark belasteten Stellen des Schalters, also insbesondere an den Schaltstücken, unzulässig hohe Erwärmungen auf.
Man hat sich besonders auf dem Gebiete der Schnellsehalter bemüht, die Masse der bewegten Schaltstücke möglichst klein zu machen, da diesen Stücken beim Ausschalten grosse Beschleunigungen erteilt werden müssen. Da Schnellschalter'für sehr grosse Nennstromstärken, mit Rücksieht auf die Erwärmung, so schwere bewegliche Schaltstücke erhalten müssten, dass sieh die gewünschten kurzen Abschaltzeiten nicht mehr erreichen liessen, hat man sich in diesem Falle bisher so geholfen, dass man mehrere Schnellschalter parallel geschaltet und durch besondere Vorkehrungen dafür gesorgt hat, dass das Ausschalten genau gleichzeitig erfolgt.
Abgesehen davon, dass eine solche Schalterkomoination umständlich wird und die vielen Einzelschalter, mehr Raum, Beaufsichtigung und Wartung erfordern, ist auch die Sicherung der gleichzeitigen Abschaltung bei der kurzen Abschaltzeit moderner Schnellschalter ziemlich schwierig. Fehlerquellen, die zu ungleichmässigem Abschalten führen, sind nicht gänzlich ausgeschlossen, u. zw. ist die Wahrscheinlichkeit ihres Auftretens umso grösser, je grösser die Zahl der parallel liegenden Einzelschalter ist, und gleichzeitig wächst mit der Zahl der Schalter auch die Schwere der Folgeerscheinungen aus dem ungleiehzeitigen Abschalten, da unter Umständen einem einzigen, verhältnismässig kleinen Schalter die ganze Abschaltleistung zugemutet wird, wobei in der Regel mit seiner Zerstörung zu rechnen ist.
Die vorliegende Erfindung bezweckt nun, die Leistungsfähigkeit der Schalter derart zu erhöhen, dass sie für ein Vielfaches der Stromstärke gewöhnlicher Schalter verwendbar werden. Dies wird durch eine starke Kühlung der Schaltstücke, mit Hilfe einer Flüssigkeit erreicht, welche die mit Kanälen versehenen Schaltstücke durchströmt.-"'
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gegebenenfalls durch einen einzigen gekühlten Schalter bewältigen. Wie gross der erzielbare Vorteil ist, ergibt sich aus folgendem Beispiel. Es handle sich um eine AnlÅage, in der 14000 A Normalstrom durch Scimellsehalter unterbrochen werden sollen. Für diese Stromstärke waren bisher sieben parallele Einzelschalter von je 2000 A Nennstrem erforderlich.
Durch die vorliegende Erfindung ist es möglich. mit zwei parallelen Schaltern auszukommen, wodurch sich die Betriebssicherheit sehr erhöht und an Raum und Gewicht sowie Kosten gespart wird.
Die Zeichnung stellt ein Ausführungsbeispiel eines solchen Schalters mit Blasspule dar. Fig. 1 ist ein teilweiser Schnitt durch diesen Schalter nach der Schnittebene X-Y, Big. 2 stellt seinen Grundriss dar.
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bezeichnet. 10 ist ein Blasmagnet, um dessen Schenkel die Blasspule 11 gelegt ist und an dessen Polen die Blaseisen 12, 13 befestigt sind, die das magnetische Blasfeld an die Stelle des Lichtbogens verlegen.
Der Schalter wird in üblicher Weise von einer Funkenkammer aus feuerfestem Material eingeschlossen, die in der Zeichnung nicht dargestellt ist. Der Stromanschluss erfolgt an den Stellen 14, 15.
Die Kühlung erfolgt in zwei voneinander isolierten Kühlkreisen a-b und c-d. In der Zeichnung sind die Leitungen für die Kühlflüssigkeit eingezeichnet. Die Blasspule liegt in Reihe mit den Schaltstücken und ihr Leiter ist als Rohr ausgebildet, das von der Kühlflüssigkeit durchströmt wird. Die Kühlflüssigkeit für den einen Schalterpol kommt von a, durchläuft die rückwärtige Windung der Blasspule 1-1 und gelangt sodann durch das Verbindungsstück 16 zur vorderen. Windung der Nasspule H, und dann durch das Verbindungsstück 17 in das obere Schaltstück 1, an welches die Leitung bei 5 angeschlossen ist. Bei 6 verlässt die Kühlflüssigkeit das Schaltstück durch die Abflussrohrleitung b (Fig. 2).
Die Kühlflüssigkeit für den Schalterpol entgegengesetzten Potentials kommt von c, tritt in das untere Schaltstück ein und fliesst durch das Rohrstück d ab. Die Kühlleitungen münden voneinander isoliert in die Vorrichtung, welche den Umlauf der Kühlflüssigkeit bewirkt.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Schalter für gresse Stromstärken mit gasförmigem Dielektrikum, dadurch gekennzeichnet, dass die Sehaltstücke hohl sind und von einer Kühlflüssigkeit durchflossen werden.