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Einrichtung zur Projektion von während der Projektionsdauer eine Ergänzung erfahrender Bilder.
Bei dem bisher gebräuchlichen, namentlich Lehrzwecken dienenden Liehtbildvorführen werden in der Regel Glasdiapositive zur Projektion verwendet. Diese Diapositive müssen, wenn es sich z. B. im Laufe des Vortrages um mehrere in gegenseitiger Beziehung stehende Kurven od. dgl. handelt, alle notwendigen Kurven und Bezeichnungen in einer Platte vereint enthalten, da sich höchstens zwei, aber nicht mehr Glasbilder in einem Rahmen gleichzeitig projizieren lassen, ohne unscharfe Einstellungen zu erhalten. Ausserdem ist die Übereinstimmung oder gegenseitige Beziehung, der sogenannte Rapport, mit Bildern auf Glasplatten nur schwer herzustellen. Das Vorhandensein von mehreren, bei Vorträgen erst später zu besprechenden Kurven, Zeichen usw. schon zu Beginn eines Vortrages wirkt aber immer störend und verwirrend auf die Zuhörer.
Gemäss der Erfindung werden diese Übelstände dadurch behoben, dass die Diapositive aus dünnen, durchsichtigen Blättchen bestehen, die mit in gegenseitiger Beziehung stehenden Bildern versehen sind und mittels eines gemeinsamen Rähmchens (Bildrähmchens) in die Wechselrahmen einschiebbar sind. Die Bildblättchen sind so dünn, dass sie sich auch in grösserer Anzahl scharf einstellen lassen. Auf die dünnen Blättchen, die z. B. aus Häutchen aus Zellulose bzw. Zelluloseestern und Äthern bestehen, können die einzelnen Bilder nicht nur durch photographische, sondern auch durch jedes gebräuchliche Druckverfahren aufgetragen werden, was eine billige Herstellung ermöglicht. Die einzelnen Bilder müssen
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an den Kanten genau gleichmässig beschnitten sein.
Zur Projektion werden die Bildblättchen zwischen Deckscheiben aus Glas od. dgl. in Bildrähmchen
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legen nur einer Glasplatte, indem man die Filme mit dem Finger sanft gegen diese Deckplatte drückt und so bis zur vollen Deckung der einzelnen Bilder verschiebt, welche bei genau geschnittenen Filmen von selbst erreicht ist, sobald die Filme an den Kanten des Bildrähmehens anstossen. Nach Einbringung der Filme kann dann die zweite Deckplatte eingeschoben werden.
Das so beschickte Bildrähmehen wird nun in das Wechselrähmchen, das die Einschuböffnung an der auf die Einschuböffnung des Bildrähmehens senkrecht stehende Kante hat, von oben eingeschoben und dieses Wechselrähmchen wie üblich in den Bildschieber eingesetzt.
Das Herausnehmen der Bildrähmchen aus den Wechselrähmehen wird bequem durch Anfassen der Deckplatten in den Bildrähmehen bewirkt, welche beim Herausschieben nach oben die Rähmchen mitnehmen, da sie ja oben geschlossen sind.
In der Zeichnung ist in beispielsweiser Ausführungsform der Erfindung ein Bildrähmchen mit eingesehobenen Deckplatten und Filmen, teilweise gebrochen gezeichnet, in ein Wechselrähmchen halb eingeschoben dargestellt.
Das Wechselrähmchen 1 besitzt an der oberen Kante den Einschubschlitz 2 für das Bildrähmchen.
Dieses Bildrähmchen 3 ist rechts seitwärtes zur Bildung der Einschuböffnung 4 für die Filme und Deckplatten offen. In das Bildrähmchen. 3 wird zunächst eine Deckplatte 5 aus Glas eingebracht, worauf die Filme 6,7 und 8 mit ihren in gegenseitiger Beziehung stehenden Bildern eingeschoben werden. Eine zweite Deckplatte 9 schliesst den Filmstapel ab und verhindert die Filme am Werfen.
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Mit solchen zusammengehörigen Bildern lässt sich z. B. auf einer projizierten Landkarte zunächst das Vorkommen von Erzlagern zeigen, in einem weiteren gleichzeitig projizierten Bildelien-das-Vor- kommen von Kohle, dann durch Hinzufügen eines weiteren Bildblättchens die Entstehungsorte der Eisenindustrie usw. Um ein weiteres Beispiel anzuführen, kann z. B. eine Landkarte mit die Klimaoder Witterungsverhältnisse darstellenden Kurven projiziert werden und dann durch Zufügen weiterer Bildblättchen die Verbreitung einzelner Pflanzen oder Pflanzengattungen gezeigt werden usw.
Kurz gesagt, ist es durch die neue Einrichtung möglich, komplizierte und daher schlecht Übersichtliche Lehrbehelfe, wie Kurventafeln mit vielen Kurven, Landkarten mit vielerlei Einzeichnungen usw. in einzelne
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gesetzt und so projiziert werden können.
PATENT-ANSPRÜCHE : 'l. Einrichtung zur Projektion von während der Projektionsdauer eine Ergänzung'erfahrender Bilder, dadurch gekennzeichnet, dass in einem gemeinsamen Rahmen dünne folienartige Diapositive, die in gegenseitiger Beziehung stehende Bilder darstellen, in den Bildwechselrahmen des'Apparates eingeschoben werden.
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