DE4213274A1 - Verfahren und Vorrichtung zur Materialseparation metallhaltiger Verbundmaterialien, insbesondere bestückter Leiterplatten - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Materialseparation metallhaltiger Verbundmaterialien, insbesondere bestückter LeiterplattenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Materialseparation metallhaltigen
Verbundmaterials, insbesondere bestückter Leiterplatten, nach dem
Oberbegriff des Anspruches 1 sowie eine Vorrichtung zur Durchführung eines
solchen Verfahrens nach dem Oberbegriff des Anspruches 2.
Wegen der Vielfalt der auf bestückten Leiterplatten vorkommenden
Materialien bereitete die Rückgewinnung einzelner Edel- oder Buntmetalle
in verwertbarer Reinheit außerordentliche Schwierigkeiten. Die
Materialrückgewinnung aus verschrotteten bestückten Leiterplatten erfolgte
bisher überwiegend durch Pyrolyse oder gar Verbrennung mit anschließender
metallurgischer Behandlung und/oder Elektrolyse, was aufgrund der hohen
Kosten zur gesetzlich vorgeschriebenen Verringerung der Umweltbelastungen
nur für stärker edelmetallhaltige Leiterplatten überhaupt rentabel war
Zudem sind erhebliche Mengen Primärenergie notwendig und es entstehen
größere Mengen unverwertbaren Abfalls.
Die Elemente Ni und Cu wirken bei
der Pyrolyse u. U. als Katalysator bei der Bildung toxischer Dioxine und
Furane. Vergl. auch DE-PSen 21 30 049, 20 54 203 und DE-OSen 21 42 760, 27 39 963
und 26 26 589.
Es sind verschiedene chemische Verfahren bekannt, die ein Auflösen der
Metalle mit anorganischen oder organischen Säuren sowie Laugen, eine
Salzabscheidung sowie eine Reduktion der Metalle zum Inhalt haben, die zur
Materialrückgewinnung aus Elektronikschrott eingesetzt werden können
(Vergl. DE-OSen 15 92 499, 36 40 028 und 14 83 161). Der apparative Aufwand zur
Verringerung der Umweltbelastung und zur Erzeugung der notwendigen
Produktreinheit ist jedoch auch hier sehr hoch und kaum rentabel.
Wegen der vielfältigen Nachteile thermischer und chemischer Verfahren und
des inzwischen nur noch sehr geringen Gehaltes an Edelmetallen, des stark
gestiegenen Aufkommens an elektronischen Abfällen und der gestiegenen
Anforderungen an die Umweltverträglichkeit von Recyclingverfahren wird in
einem mechanischen Verfahren eine Feinzerkleinerung der vorzerkleinerten
bestückten Leiterplatten mit dem Ziel vorgenommen, möglichst viele
unterschiedliche Materialien in hoher Reinheit voneinander zu trennen.
Es sind bereits mechanische Verfahren zur Feinzerkleinerung von
Leiterplattenschrott bekannt, die jedoch verschiedene Nachteile aufweisen.
Verschiedene Materialeigenschaften der bestückten Leiterplatten führen
sehr schnell zu Störungen oder zu geringen Werkzeugstandzeiten. Kabel und
Leitungen können sich um Maschinenelemente wickeln, Kupfer neigt zudem zum
Reibschweißen, was zu erheblichen Problemen beim Einsatz von Hammermühlen
führen kann. Keramikteile, die als Trägermaterial von Widerständen und
Schaltkreisen Verwendung finden, Ferritkerne von Spulen sowie Eisen- und
Stahlteile führen zu starkem Verschleiß bei schneidenden
Zerkleinerungsverfahren. Die Zähigkeit der armierten Laminate sowie
duktile Metalle erschweren Prall- und Schlagzerkleinerungsverfahren. Zudem
kommt es häufig zu einer Erhitzung des Materials während der
Zerkleinerung, was zu einer Erweichung der Thermoplaste und damit zum
Verschmieren führen kann. Zur Verbesserung der Zerkleinerungsfähigkeit
dieses Materials wurde z. B. vor der Zermahlung mit flüssigem Stickstoff
eine Versprödung herbeigeführt (z. B. System Carl Schenk), was mit hohem
Energieaufwand verbunden ist.
Ein weiterer Nachteil ist die inhomogene Korngrößenverteilung und die
kantige Kornstruktur nach der Zerkleinerung durch Unterkühlung
versprödeten Materials, was eine nachfolgende Separation erschwert und
deshalb zumindest die Kunststofffraktion weiterhin Abfall darstellt und
auch die Metallfraktionen einer metallurgischen Aufbereitung bedürfen.
Zudem kondensiert Wasser aus der Umgebungsluft an dem unterkühlten
Material.
Problematisch sind auch die in den Leiterplatten enthaltenen Schadstoffe.
Das Leiterplattengrundmaterial besteht meist aus Phenolharzplasten,
Melaminharzplasten oder Epoxydharzen, in welche ein Träger aus
Mineralfasern, textilem Grundmaterial oder Papier eingegossen ist. Zur
Erfüllung der vorgeschriebenen Flammwidrigkeit wurden teilweise
halogenierte Flammschutzmittel untergemischt. Von diesen
Flammschutzmitteln sind die bromhaltigen verstärkt eingesetzt worden.
Polybromierte Diphenylether (PBDE) können bei unkontrollierter thermischer
Zersetzung toxische Verbindungen, z. B. Dioxine, freisetzen. Es muß somit
gewährleistet werden, daß in den Metallfraktionen nach der Separation
keine nennenswerten kontaminierten Kunststoffreste mehr enthalten sind und
daß die Kunststoffe nicht über die Zersetzungstemperatur der Schadstoffe
erhitzt werden, zumal PBDE schon bei relativ niedriger Temperatur zu den
eigentlich flammwidrigen Gasen zerfällt.
In den elektronischen Bauelementen können u. U. ebenfalls toxische
Bestandteile enthalten sein. Besonders zu erwähnen ist in diesem
Zusammenhang das als Dielektrikum und Isoliermittel verwendete Askarel
(Polychlorierte Biphenyle PCB). Umfangreiche Recherchen führten jedoch zu
dem Ergebnis, daß PCB in den 60er bis Anfang der 80er Jahre überwiegend in
Leistungskondensatoren für die Blindstromkompensation elektrischer
Arbeitsmaschinen und Leuchtstofflampen verwendet wurde, jedoch in
Kleinkondensatoren, die auf Leiterplatten montiert sind, nicht enthalten
ist. Ausnahmen sind u. U. Schaltnetzteile von elektronischen Geräten
höherer Leistung. Größere Kondensatoren sollten im Zweifelsfall generell
ausgebaut und wie PCB-Abfall entsorgt werden.
Bei der Zerkleinerung auftretende Stäube sollten generell wie
krebserregende Stäube behandelt werden, da sie zumindest faserige
Bestandteile, Phenolverbindungen und Halogene enthalten.
Das erfindungsgemäße Verfahren stellt angesichts der gesetzlichen Auflagen
zur Rest- und Abfallstoffvermeidung eine wesentlich preiswertere und
umweltverträglichere Alternative zu den thermischen und chemischen
Leiterplattenschrottverwertungsverfahren dar, das zudem eine verbesserte
Ausbeute an verwertbaren Sekundärrohstoffen hoher Qualität gewährleistet.
Es wurde festgestellt, daß sich für die Feinzerkleinerung von
Leiterplatten bei Zimmertemperatur eine Mikrowirbelsichtermühle (auch
bezeichnet als Turborotor oder Ultrarotor), wie sie in den DE-OSen 35 43 370
und 35 45 828 beschrieben wird, hervorragend eignet.
Das auf eine Korngröße unter 8 mm vorzerkleinerte Elektronikmaterial wird
in der Mühle durch die darin erzeugten hohen Luftturbulenzen und
Pralleinwirkungen schnell und schonend zerkleinert und kontinuierlich über
den Luftstrom aus der Mühle ausgetragen. Eine solche Mühle eignet sich zur
Zerkleinerung von harten, mittelharten, spröden, zähen und weichen Stoffen
gleichermaßen gut. Selbst temperaturempfindliche, fetthaltige, feuchte und
klebrige Stoffe lassen sich verarbeiten, ohne daß die Mühle verklebt oder
das Produkt thermisch Schaden nimmt. Sie wird häufig in der
Lebensmittelindustrie und für die Zelluloseherstellung eingesetzt.
Vorteilhaft wirkt sich auch die hohe Verdampfungsleistung der Mühle aus,
so daß sie auch als Mahltrockner eingesetzt werden kann, wie das z. B. in
der DE-OS 38 11 910 beschrieben wurde.
Aufgrund der Miniaturisierung der Elektronik ist eine Feinmahlung
erforderlich, so daß vor allem Kupfer und das aufgelötete Zinn-Blei-
Gemisch weitestgehend voneinander getrennt werden. Durch das
Zerkleinerungsprinzip der Mikrowirbelsichtermühle erfolgt eine saubere
Trennung der Materialverbunde und eine Verkugelung der Metallteilchen, die
mit bekannten Separationseinrichtungen nachfolgend sehr gut voneinander
separiert werden können. Der Grund dafür liegt in der Tatsache, daß die
kohäsiven Anziehungskräfte der Moleküle bzw. Atome eines Materials meist
größer sind als die adhäsiven Kräfte zwischen unterschiedlichen Stoffen.
Materialien mit einer kristallinen Struktur, wie viele Metalle, werden
zudem an den Kristallkorngrenzen bevorzugt zerkleinert, was zum
Herauslösen eines gewissen Anteils an Legierungsbeimengungen aus der
Metallstruktur zur Folge hat und die Reinheit der erzeugten Metallpulver
positiv beeinflußt. Durch Pralleinwirkungen erfolgt eine Verkugelung der
Teilchen, was eine starke Verkleinerung der bisherigen
Kristallkornstruktur zur Folge hat und damit die Festigkeit des Mikrokorns
bedeutend erhöht wird. Aus der Pulvermetallurgie sind ebenfalls
verschiedene Verfahren bekannt, die Kornstruktur des erzeugten Pulvers zu
verringern. Außerdem erfolgt in gewissem Maße (mit zunehmendem
Zerkleinerungsgrad) wieder ein Einarbeiten feiner, auf der Kornoberfläche
angelagerter, spezifisch härterer Teilchen in das Korn. Zementide,
Nitride, Boride und andere keramische Bestandteile in der Mikrostruktur
eines Metalls verbessern signifikant die Standzeiten von Sinterwerkstoffen
für gebräuchliche Anwendungen. Das in der Mikrowirbelsichtermühle erzeugte
Metallpulver, insbesondere Kupfer und Nickeleisen, besitzt aufgrund seiner
mikrofeinen kristallinen Struktur hervorragende Eignung für den Einsatz
als Sinterwerkstoff, insbesondere als Intermetallics-Werkstoff.
Der kontinuierliche Luftstrom, über den das Gut nach oben aus der Mühle
geführt wird, sorgt dafür, daß Material mit spezifisch geringerer Dichte
weniger zerkleinert wird, als Material mit hoher Dichte und daß eine
saubere Überkornbegrenzung einer jeden einzelnen Materialfraktion
stattfindet. Somit läßt sich durch einfaches Sieben eine
Materialanreicherung erzielen. Ein nachfolgend geschalteter Sichter, der
mit den einzelnen Siebfraktionen beschickt wird, gestattet eine sehr
saubere Trennung der einzelnen Materialien auf trockenem Wege, sofern
Dichteunterschiede bestehen.
Die Korngrößenverteilung von zähem, elastischem und duktilem Material,
insbesondere Kupfer, Aluminium, Zinn/Blei (Lot), Gold, Nickeleisen und
Thermoplasten ist zudem sehr homogen jeweils in einem engen Bereich.
Dagegen ist dieser Bereich bei harten, spröden Werkstoffen wie Keramik,
Glas, Silizium, Duroplaste, etwas größer, da diese Materialien sehr
schnell zerkleinert werden und deshalb beim Zerplatzen des Materials ein
größerer Feinkornanteil entsteht, bevor es aus der Mühle ausgetragen wird.
Die Überkornbegrenzung findet jedoch in jedem Fall statt.
Da bestückte Leiterplatten in sehr vielen elektronischen Bauelementen
ferromagnetisches Nickeleisen (an dem oft auch Goldschichten haften)
enthalten, ist eine Magnetabscheidung nach der Granulierung vor der
Feinzerkleinerung wenig sinnvoll. Durch geeignete Luftführung kann der
Siebprozeß mit einer Windsichtung gekoppelt werden bzw. eine oder mehrere
Siebfraktionen nach Verlassen der Siebeinrichtung einer Windsichtung
zugeführt werden, wie es z. B. in Fig. 1 dargestellt ist, wo nur der
Siebüberlauf einer Sichtung unterzogen wird. In der dargestellten Variante
lassen sich auf diese Weise einfach stückige Metallklumpen (insbesondere
Eisen in Form von Schrauben und Potentiometerwellen, falls noch im Gut
vorhanden) mit einer Mindestgröße von etwa 3-4 mm von dem übrigen
Verbundmaterial trennen.
Es ist bekannt, daß man den Einfluß der Kornform auf das
Separationsergebnis erhöhen kann, indem man die Anfangsgeschwindigkeit der
Teilchen vor Eintritt in die trennende Luftströmung erhöht. Stückige
Materialteilchen benötigen gegenüber solchen mit größerem Luftwiderstand
(größere Oberfläche) eine längere Wegstrecke, bis sie durch die
Luftströmung abgebremst sind. Auf diese Weise läßt sich in gewissem Maße
eine Trennung von Stoffen mit unterschiedlichem Bruchverhalten, z. B.
Laminate mit schuppenförmigem Zerkleinerungsergebnis von runden Teilchen
ähnlicher spezifischer Dichte, erreichen.
Ein Zickzack-Sichterkanal minimiert den Einfluß der Kornform
weitestgehend.
Durch die notwendige Feinmahlung der Hauptbestandteile Kupfer, Lötzinn und
Nickeleisen kommt es jedoch prinzipbedingt zu einer noch feineren
Vermahlung der Edelmetalle, so daß deren Abscheidung dadurch erschwert
wird, daß diese mikrofeinen Teilchen sich an andere Teilchen wieder
anlagern.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das gattungsgemäße Verfahren und
die gattungsgemäße Vorrichtung so auszubilden, daß die Wertstoffe mit
hoher spezifischer Dichte (Edelmetalle) nicht so fein zermahlen werden,
daß eine Abscheidung dieser Teilchen aufgrund der dann verstärkt
eintretenden Anlagerung durch adhäsive und elektrostatische Kräfte an
andere Materialteilchen stark erschwert wird.
Diese Aufgabe wird beim gattungsmäßigen Verfahren erfindungsgemäß durch
die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1 und bei der gattungsgemäßen
Vorrichtung erfindungsgemäß durch die kennzeichnenden Merkmale des
Anspruches 2 gelöst.
Beim erfindungsgemäßen Verfahren wird eine Mikrowirbelsichtermühle zur
Feinzerkleinerung vorzerkleinerter bestückter Leiterplatten eingesetzt und
durch einen Bypaß Material aus der Mühle entnommen, über eine
Separationsvorrichtung eine oder mehrere Stofffraktionen heraussortiert
und das übrige Material der Mühle wieder zugeführt. Die Separation
unterschiedlicher Materialien kann nach der Korngröße, der Kornform, der
spezifischen Dichte (Sieben und Sichten) und nach der Elastizität des
Materials (Sprungverhalten), ggf. auch eine magnetische Abscheidung
ferromagnetischer Teile, erfolgen. Der Materialaustrag über die
Sichterluft wird dadurch nicht berührt. Für die Leiterplattenverarbeitung
ist aufgrund der Miniaturisierung der elektronischen Bauelemente und der
geringen Schichtdicken von Kupfer und Zinn eine Feinmahlung erforderlich,
bei der das Kupfer auf etwa 80-100 µm Korngröße zerkleinert wird. Kupfer,
Nickeleisen, Lötzinn und Aluminium, welche den größten Metallanteil auf
bestückten Leiterplatten darstellen, sollten noch über die Sichterluft
ausgetragen werden. Die Siebbarkeisgrenze engt den Bereich einer
Materialabsiebung jedoch ein. Eine Sieblochung von 50-70 µm als feinstes
Sieb in der Separationsvorrichtung des Bypasses führt zu akzeptablen
Ergebnissen. Werden die vorzerkleinerten Leiterplatten mit hoher
Gasumlaufrate zuerst grob gemahlen, die Kunststofffraktion abgetrennt und
danach nur die Metallfraktion fein gemahlen, läßt sich die Produktreinheit
verbessern.
Edelmetall, insbesondere Gold und Platin, ist in Steckkontakten,
Kontaktstiften, Relais, etc. enthalten, meist massiv oder als Schicht.
Mit zunehmender Entwicklung der Herstellungstechnologien wurden später die
Edelmetalle nur noch direkt auf die Kontaktflächen aufgebracht, wo sie als
0,02-0,5 mm dicke Schichten zu finden sind. Außerdem sind in elektronischen
Bauelementen, insbesondere Halbleiterchips und Transistoren, Bonddrähtchen
aus Gold mit etwa 20 µm Durchmesser und feinste aufgedampfte Goldschichten
zu finden. In einigen Spezialkondensatoren ist Tantal enthalten.
Die mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen vornehmlich in der
Senkung der Verluste bei der Rückgewinnung der vorstehend genannten
Edelmetalle und in der Erhöhung des Materialdurchsatzes durch vorzeitiges
selektives Abscheiden von Materialstücken, deren weitere Zerkleinerung
nicht erwünscht ist. Zudem ist die Herstellung verschiedener Metallpulver
bzw. Metallgranulate möglich, die sich aufgrund homogener
Korngrößenverteilung hervorragend für eine qualitativ hochwertige
Separation der einzelnen Metalle eignen. Verbundmaterialien werden sauber
voneinander getrennt. Die Metallteilchen werden verkugelt. Allein schon
durch die mögliche Herstellung hochwertigen Kupfer- und
Nickeleisenpulvers, welches als Sinterwerkstoff direkt einsetzbar ist,
wird das Verfahren rentabel. Eine energieaufwendige Versprödung des
Materials z. B. durch flüssigen Stickstoff ist nicht notwendig. Ebenso kann
aus dem Zinngranulat sehr leicht neuwertiges Lötzinn hergestellt werden,
indem es geschmolzen und gefiltert wird. Durch die schonende Zerkleinerung
treten keine chemischen Materialveränderungen auf. Es kann auch feuchtes
Material verarbeitet werden, was beim Mahlprozeß sehr schnell getrocknet
wird. Die erfindungsgemäße Vorrichtung kann mit mehreren Steuer- und
Regelmechanismen ausgestattet werden, so daß sie mit verschiedensten
Materialien beschickt werden kann, so z. B. mit Autoshredderrückständen,
Hochofenschlacken und anderen metallhaltigen Verbundmaterialgemischen
sowie zur Feinstmahlung bereits gereinigter Metallpulver , etc. Auch das
"Entmischen" von Legierungen ist begrenzt möglich.
Das erfindungsgemäße Verfahren und die Vorrichtung wird nachfolgend an
einem Ausführungsbeispiel näher erläutert. In den zugehörigen Zeichnungen
zeigen:
Fig. 1 die Mikrowirbelsichtermühle mit in den Bypaß eingebauter
Separationsvorrichtung sowie dazugehörige Feststoffabscheidezyklone und
Filter,
Fig. 2a, 2b, 2c die Prallkante zur Regulierung der Mahlgutentnahme aus der
Mühle,
Fig. 3 Drehschieber zur Verschiebung der Ausgangsöffnung der Mühle zur
Steuerung der mittleren Korngröße des Mahlgutes bei konstantem
Luftdurchsatz.
Der Bypaß an der Mühle (1) wird so ausgebildet, daß durch einen Kanal (11)
Material aus der Mahlkammer aus dem Bereich der Mahlbahn, d. h. dem
Zwischenraum zwischen Rotor (16) und Stator (15), durch dessen eigene
kinetische Energie, unterstützt durch den Luftstrom, herausgeführt wird
und dieser Kanal einen geschlossenen Kreislauf bildet (11, 2, 19), indem er
von unten im Bereich der Rotorachse wieder in die Mühle mündet (19). Die
Anordnung des Bypasses in dieser Form gewährleistet eine hohe
Luftdruckdifferenz zwischen Materialentnahme- (11) und -zuführungspunkt
(19) und die problemlose Förderung des Mahlgutes, da in diesem
Zusammenhang die Mühle (1) als Radialgebläse fungiert. Der
Materialentnahmekanal (11) kann beliebig zur Mahlbahn angeordnet sein, so
z. B. tangential, sekantiell oder senkrecht. Durch Vergrößerung des Winkels
zwischen Materialentnahmekanal (11) und Mahlbahn läßt sich der dynamische
Luftdruck im Bypaß sowie die kinetische Energie des Mahlgutes und der
Materialdurchsatz verringern. Bei nicht tangentialer Anordnung des Kanales
(11) ist die Kante, auf die das Gut aus der Mahlbahn vor Eintritt in den
Kanal mit hoher Geschwindigkeit trifft, als Prallkante (9) auszubilden.
Wird diese Kante (9) von außen verstellbar ausgebildet, so daß man den
Reflektionswinkel des auftreffenden Mahlgutes variieren kann, ist eine
Regelung des Materialdurchsatzes auf diesem Wege begrenzt möglich, ohne
den Luftdurchsatz stark zu beeinflussen. Außerdem kann auf diesem Wege
verhindert werden, daß größere, noch unzerkleinerte Teile in den Bypaß
gelangen, indem man das aufprallende Mahlgut in Richtung des Mahlraumes
lenkt und in den Bypaß nur kleinere Teilchen durch die Luftströmung
mitgerissen werden. (Siehe Fig. 2a, 2b und 2c)
Das erfindungsgemäße Verfahren sieht in dem Bypaß eine
Separationsvorrichtung (2) vor. In dem in Fig. 1 dargestellten
Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung erfolgt eine
Separation nach der Korngröße und der spezifischen Dichte. Diese
Separationsvorrichtung besteht aus einem Festkörperabscheidezyklon (13),
einer Siebmaschine (14, 22) und einem Windsichterkanal (21). Der Zyklon
(13) sorgt dafür, daß das Mahlgut von dem tragenden Gasstrom getrennt wird
und auf ein darunter angeordnetes Sieb (14) rieselt und somit über der
Siebfläche eine gasströmungsberuhigte Zone besteht. Das Sieb (14) wird
durch einen Vibrationsmotor (22) bewegt. Der Siebüberlauf wird in einen
Sichter (21) mit der in dem Bypaß herrschenden Gasströmung einem weiteren
Trennprozeß unterzogen, wobei größere, schwerere kompakte Partikel (z. B.
aus Stahl oder Kupfer) von dem durch den Materialrückführungskanal (19) in
die Mühle zurückbeförderten Verbundmaterial abgeschieden werden. Diese
Form der Metallabscheidung erhöht den Materialdurchsatz beträchtlich und
verhindert die energetisch aufwendige, verschleißintensive und unsinnige
Feinzerkleinerung von Stahlstücken in der Mühle. Der gesamte Bypaß mit
eingebauter Separationsvorrichtung bildet ein gasdicht geschlossenes
System. Aussortiertes Material wird über Druckschleusen (23), z. B.
Zellenradschleusen, ausgetragen. Durch die Rotation der Mühle (1) entsteht
ein geschlossener Gaskreislauf. Durch Rückführung der Sichterluft vom
Materialaustrag (12) der Mühle nach erfolgter Mahlgut- (3) und
Staubabscheidung (4) über einen Kanal (25) kann ein weiterer Gaskreislauf
geschlossen werden, was dazu führt, daß in dem Windsichter (21) und dem
Materialrückführungskanal (19) der höchste Gasdurchsatz des gesamten
Systems herrscht und außerdem der Abgasvolumenstrom bedeutend verringert
werden kann.
Der Einsatz der erfindungsgemäßen Vorrichtung setzt voraus, daß ein Teil
des zerkleinerten Materials über einen konstanten Trägergasstrom nach oben
aus der Mühle ausgetragen wird, wie das vom Prinzip der Sichtermühle
vorgesehen ist. Dazu dienen ein Radiallüfter (5) und ein Kanal (12), der
zu den Abscheidezyklonen (3, 4) führt. Dadurch ist der Feinkornanteil im
Bypaß sehr gering und beschränkt sich überwiegend auf die Stoffe mit hoher
spezifischer Dichte (Edelmetalle). Durch geeignete Wahl der Sieblochung im
untersten Sieb ist nun ein Abtrennen dieser Feinkornfraktion möglich.
Unterstützt werden kann die Ausbildung der von unten nach oben gerichteten
Trägergasströmung in der Mühle (1) durch den Einsatz eines weiteren
Radiallüfterrades (18) unter der ersten Mahlstufe, was gleichzeitig zu
einer besseren Verteilung des über eine Schnecke (17) in den Bereich der
Rotorachse eingebrachten Mahlgutes führt. Einseitiger Verschleiß der
Statormahlplatten (15) tritt somit nicht mehr auf.
Es sind verschiedene Variationen der Siebvorrichtung möglich. In Fig. 1 ist
ein einfaches Rundsieb (14) mit zwei Siebdecks, mit einem Vibrationsmotor
(22) ausgestattet, dargestellt. Es ist der Einsatz mehrerer Siebdecks
möglich. Auch die Beschickung des Siebes über eine Druckschleuse ist eine
Variante.
Zur Flexibilität des Systems, auch zum Durchsatz veränderten
Ausgangsmaterials werden verschiedene Steuermechanismen vorgesehen. Mit
der Drosselklappe (10) im Materialentnahmekanal (11) lassen sich
Gasvolumenstrom und Materialdurchsatz im Bypaß begrenzen. Die Gasströmung
zum Materialaustrag und (damit die mittlere Korngröße) aus der Mühle ist
über die Drehzahl des Lüfters (5) und über eine weitere Drosselklappe (24)
steuerbar. Ggf. kann durch kontinuierliche Messung des dynamischen Druckes
ein Regelkreis aufgebaut werden. Der komplette Gasstrom wird über eine
Klappe (20) im Windsichter (21) gesteuert, wobei die Trenngrenze des
Sichters eingestellt wird. Zur Beeinflussung der Korngröße des Mahlgutes,
unabhängig von der Windströmung im Austragskanal (12), wird die
Austragöffnung so ausgebildet, daß ihr Abstand zur Rotorachse verstellbar
ist. Das kann mit einem Drehschieber (7) mit spiralförmiger Öffnung
erreicht werden. Ein Ausführungsbeispiel ist in Fig. 3 dargestellt. Der
Drehschieber (7) wird so angeordnet, daß das Mahlgut zuerst die am Rotor
(16) befestigten Sichterfinger (8) passieren muß und dann durch eine
radial angeordnete Öffnung im Deckel des Mühlengehäuses (15) und durch die
Aussparung des Drehschiebers (7), der jeweils nur einen Teil des
Mühlenausgangs freigibt, in den Austragskanal (12) geblasen wird.
Eine weitere Möglichkeit der Separation ist die Ausbildung eines
Feinkornsiebes als Luftherd, indem die Luft von unten durch das Sieb
strömt, das daraufliegende Material selektiv in Schwebe gehalten wird und
durch geeignete Schwingbewegungen des leicht geneigten Siebes eine
selektive Förderung von Materialien unterschiedlicher spezifischer Dichte
erfolgt und schweres Feinkorn (z. B. Edelmetall) durch die Siebmaschen
fällt.
Bei der Ausbildung des Sichterraums sind verschiedene Variationen möglich.
In jedem Fall kann die Windsichtung durch die im Bypaß vorhandene
Luftströmung erfolgen. Der einfachste Fall wird in Fig. 1 dargestellt. Ein
Zick-Zack-Kanal (12) wird so angeordnet, daß von unten die Luftströmung in
den Kanal eintritt, durch ihn hindurch über den Materialrückführungskanal
(14) in die Mühle (1) strömt, während das Material von oben in den Zick-
Zack-Kanal (21) fällt und dort selektiv von der Luftströmung mitgerissen
wird.
Wird nur trockenes Material verarbeitet, ist ein geschlossener Luft- oder
Schutzgaskreislauf möglich, was den Bedarf an Filtertechnik (6) stark
begrenzt. Die thermische Belastung wird damit jedoch auch höher und es
erfolgt häufig dennoch eine Dampfanreicherung in der Luft. Beides zusammen
kann bei entsprechendem Material zur Bildung von Säuren oder Laugen
führen. Aus diesem Grund sollte auf einen begrenzten Gasaustausch nicht
verzichtet werden. Das in Fig. 1 dargestellte Ausführungsbeispiel sieht
eine Regulierung der Frischluftzufuhr (27) des Systems vor.
Rückschlagklappen (28) sind vorgesehen, wenn staubbelastete Frischluft aus
einer Absauganlage dem System über den Frischluftkanal (29) zugeführt
wird. Wird mit Luft als Trägergas gearbeitet, muß die Mahlanlage gegen
Staubexplosionen und Brände abgesichert werden. Im dargestellten
Ausführungsbeispiel kommt eine druckstoßfeste Ausführung mit
Schnellschlußschiebern (26) und Zellenradschleusen (23) zur Anwendung. Es
sind auch andere explosions- und brandunterdrückende Maßnahmen möglich.
Claims (13)
1. Verfahren zur Materialseparation metallhaltiger Verbundmaterialien,
insbesondere bestückter Leiterplatten, unter Verwendung einer
Mikrowirbelsichtermühle, dadurch gekennzeichnet, daß durch einen Bypaß
kontinuierlich oder diskontinuierlich Mahlgut aus der Mühle entnommen und
einer Separationsvorrichtung zugeführt wird, um Materialien mit hoher
spezifischer Dichte, die, über die Sichterluft ausgetragen, für eine
nachfolgende Abscheidung zu fein zermahlen werden würden und/oder andere
Materialfraktionen, die nicht weiter zerkleinert werden sollen, aus der
Mühle zu entfernen und das übrige Material mittels einer in dem Bypaß
herrschenden Luftströmung der Mühle wieder zugeführt wird.
2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß der Bypaß so gestaltet wird, daß an einer Stelle im
Bereich der Mahlbahn der Mühle (1) Material durch eigene kinetische
Energie und/oder eine durch die Mühle (1) erzeugte Luftströmung über einen
Kanal (11) in eine, auch mehrstufige, Separationsvorrichtung (2) geleitet
wird, die in diesen Kanal eingebaut ist, das herauszusortierende Material
durch Druckschleusen (23) diesem System entnommen wird, und das übrige
Material in der Nähe der Rotorachse im unteren Bereich der Mühle wieder
zugeführt wird (19).
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere
Materialentnahmestellen im Bereich der Mahlbahn existieren und/oder
mehrere Separationseinrichtungen in diese Kanäle eingebaut sind.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die
Separationseinrichtung ein Siebsichter ist, bei dem der Siebüberlauf eines
mit einem Vibrationsmotor (22) angetriebenen Siebes (14) einer
Windsichtung mit der im Bypaß herrschenden Luftströmung zugeführt wird und
auf dessen Siebfläche (14) das Mahlgut mittig beschickt wird und eine
gasströmungsberuhigte Zone besteht.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die
gasströmungsberuhigte Zone durch einen über dem Sieb (14) angeordneten
Zyklonabscheider (13) geschaffen wird, in dessen oberen Bereich das
Material tangential eingeblasen wird, so daß ein nach unten strebender
Wirbel entsteht und sich das Material in dem trichterförmigen Auslauf
sammelt und durch die dortige Öffnung auf das Sieb (14) rieselt, während
das Trägergas und leichter Feinstaub nach oben und an der Siebvorrichtung
(14, 22) vorbei strömt.
6. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere
Siebdecks vorhanden sind und das ausgesiebte Material der Vorrichtung
mittels Druckschleusen entnommen wird.
7. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß sich am
trichterförmigen Auslauf des Zyklonabscheiders (13) eine Druckschleuse
befindet.
8. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß in den
Bereich der Mahlbahn in der Mühle (1) vor dem Materialentnahmekanal (11)
eine verstellbare Prallkante (9) oder Prallfläche eingebaut wird, mit der
es möglich ist, den Reflektionswinkel des auftreffenden Mahlgutes zu
verändern.
9. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die
Separationsvorrichtung aus mehreren Stufen besteht, in denen jeweils ein
Teil des Materials abgeschieden wird und die im Bypaß herrschende
Luftbewegung den Abscheideprozeß unterstützt.
10. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß im
Bypaß Drosselmechanismen zur Regulierung des Luftdurchsatzes (10) und/oder
der Sichterluftgeschwindigkeit (20) vorhanden sind.
11. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß bei
Verwendung mehrerer Sichterstufen im Bypaß jeder Sichterkanal einzeln in
seiner Windgeschwindigkeit reguliert werden kann.
12. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der
Abstand der Mühlenausgangsöffnung zur Rotorachse durch geeignete Schieber
(7) verändert werden kann.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß der Schieber
(7) aus einem runden Blecheinsatz mit einer spiralförmigen Öffnung
besteht, der direkt auf dem Deckel des Stators vor dem
Materialentnahmekanal (12) aufsetzt wird und immer nur einen Teil der
radial angeordneten, sich über einen großen Teil des Radiuses der Mühle
erstreckenden, Auslaßöffnung freigibt.
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Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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DE19924213274 DE4213274A1 (de) | 1992-04-16 | 1992-04-16 | Verfahren und Vorrichtung zur Materialseparation metallhaltiger Verbundmaterialien, insbesondere bestückter Leiterplatten |
Applications Claiming Priority (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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DE19924213274 DE4213274A1 (de) | 1992-04-16 | 1992-04-16 | Verfahren und Vorrichtung zur Materialseparation metallhaltiger Verbundmaterialien, insbesondere bestückter Leiterplatten |
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DE4213274A1 true DE4213274A1 (de) | 1993-10-21 |
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ID=6457262
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DE19924213274 Withdrawn DE4213274A1 (de) | 1992-04-16 | 1992-04-16 | Verfahren und Vorrichtung zur Materialseparation metallhaltiger Verbundmaterialien, insbesondere bestückter Leiterplatten |
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