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Die
Erfindung betrifft ein System zur Überprüfung des physischen Vorhandenseins
einer insbesondere amtlichen Führungserlaubnis
bei Personen, denen ein Fahrzeug von einem Fahrzeughalter zur Nutzung überlassen
ist. Die Erfindung betrifft weiterhin ein Mobiltelefon und eine
Leseeinrichtung zum Einsatz mit diesem System.
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Nach
insbesondere deutschem Recht ist der Halter eines Fahrzeugs verpflichtet,
vor der Überlassung
des Fahrzeugs an dritte Personen zu überprüfen, ob die betreffende Person
für das
Fahrzeug eine Führungserlaubnis
besitzt. Hierbei betrifft die Erfindung sämtliche Gebiete, in denen eine
Führungserlaubnis,
beispielsweise auch amtlicher Art, vorliegen muss, um ein bestimmtes
Fahrzeug führen
zu dürfen. Die
Erfindung ist nicht auf die insbesondere bevorzugte Prüfung des
Vorhandenseins eines Führerscheins
zum Führen
eines Kraftfahrzeugs beschränkt,
sondern dehnt sich auch auf andere Gebiete aus, wie beispielsweise
Flugzeuge und Pilotenscheine, Boote und Bootsführerscheine etc.
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Besonders
bei permanent überlassenen Fahrzeugen,
wie beispielsweise Dienstwagen oder auch bei den Flottenfahrzeugen
eines Carsharingunternehmens, muss eine regelmäßige Prüfung erfolgen und protokolliert
werden. Wird eine derartige regelmäßige Prüfung unterlassen, so kann der
Fahrzeughalter, beispielsweise ein Geschäftsführer einer Firma mit Dienstfahrzeugen
oder auch eines Carsharingunternehmens bzw. ein Mitarbeiter, an
den die Ausgabe von Fahrzeugen delegiert wurde, mit haftbar gemacht
werden, sofern es bei denjenigen Personen, denen ein Fahrzeug zur
Nutzung überlassen wurde,
zu Pflichtverletzungen oder sonstigen, gegebenenfalls gesetzlichen
Verfehlungen kommt.
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Es
ist daher bekannt, dass in vielen Unternehmen Listen geführt werden,
in denen die regelmäßigen Prüftermine
eingetragen sind. So kann mit Datum und Unterschrift von einem Prüfer, wie
beispielsweise einem Fuhrparkleiter oder einem Werksschutz, quittiert
werden, dass eine Person, der ein Fahrzeug zum Führen überlassen werden soll, eine
Führungserlaubnis,
beispielsweise bei Kraftfahrzeugen, einen amtlichen Führerschein
vorgelegt hat. Solche Listen können
bei Gerichtsverfahren zur Entlastung eines Fahrzeughalters herangezogen
werden.
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Problematisch
bei einem solchen Vorgehen ist es, dass eine Prüfung einer Führungserlaubnis
oft nur lückenhaft
durchgeführt
wird, vorgesehene Termine vergessen werden und viele Personen, insbesondere
im Außendienst
befindliche Fahrzeugführer oftmals
keine Gelegenheit haben, ihre Fahrerlaubnis zu üblichen Geschäftszeiten
bei einem Fuhrparkverwalter oder einer sonstigen hierfür vorgesehenen Person
zur Prüfung
vorzulegen. Weiterhin ist es auch bekannt, dass bei dem Entzug einer
Führungserlaubnis,
beispielsweise eines Führerscheins
durch die Polizei, die vorgesehenen Prüftermine oft wissentlich mit
vielen Argumenten umgangen werden.
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Es
ist weiterhin bekannt, die Prüfung
eines Führerscheins
auf dem Gebiet der Nutzung von Kraftfahrzeugen auf andere Stellen
zu übertragen, wie
beispielsweise in Deutschland auf den TÜV oder die DEKRA. Dies wäre jedoch
zum einen mit weiterem personellen Bedarf verbunden, da hierfür bei den entsprechenden
Einrichtungen Personen abgestellt werden müssten und zum anderen mit einem
erhöhten
Aufwand bei denjenigen Personen, die sich einer Prüfung unterziehen
müssen,
da sodann wieder die Verpflichtung besteht, zu bestimmten Zeiten,
insbesondere Geschäftszeiten,
bei derartigen Prüfstellen vorstellig
zu werden.
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Aufgabe
der Erfindung ist es, ein System und auch weitere Hilfsmittels zur
Verfügung
zu stellen, mit denen ohne weiteren personellen Bedarf und insbesondere
jederzeit bzw. zu beliebigen Zeiten eine Überprüfung vorgenommen werden kann,
ob eine Person, an die ein Fahrzeug überlassen wurde, weiterhin
noch im physischen Besitz einer hierfür vorgesehenen Führungserlaubnis,
also beispielsweise eines Führerscheins,
ist.
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Diese
Aufgabe wird verfahrensgemäß und durch
ein System zur Durchführung
dieser Verfahrensschritte gelöst,
dass in zeitlichen, insbesondere gleich bleibenden Abständen, die
Person die Führungserlaubnis
einem automatischen Lesegerät
zuführt
und von diesem Lesegerät
die Führungserlaubnis
auf das Vorhandensein eines, insbesondere nicht kopierbaren Merkmals,
insbesondere ein die Person identifizierendes Merkmal, geprüft wird,
wobei dem Fahrzeughalter das Ergebnis der Prüfung zugänglich gemacht wird.
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So
werden durch diesen erfindungsgemäßen Aspekt die Fahrzeughalter
sowie auch die Fahrzeugführer/Fahrzeugbesitzer
wesentlich entlastet.
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Wesentlicher
Gedanke ist es, dass nunmehr nicht mehr der Führerschein einer Person, der
ein Fahrzeug überlassen
werden soll, einer extra hierfür abgestellten
Prüfperson
vorgelegt werden muss, sondern dass hierfür nunmehr automatische Lesegeräte vorgehalten
werden können,
denen die betreffende Person die Führungserlaubnis zuführt. Bei dem
zu erfassenden bzw. zu prüfenden
Merkmal kann es sich hierbei um ein Merkmal einer Führungserlaubnis
handeln, welches unlösbar,
beispielsweise bei der Herstellung der Führungserlaubnis mit dieser verbunden
ist, wie beispielsweise bestimmten Sicherheitsmerkmalen bei amtlichen
Dokumenten oder aber auch um ein nachträglich an einem solchen Dokument
zur Führungserlaubnis
angebrachtes Sicherheitselement. Wesentlich ist hierbei, dass ein
abgefragtes bzw. geprüftes
Merkmal nicht kopierbar ist, so dass hierdurch die Möglichkeit
ausgeschlossen wird, dass dem Lesegerät die Kopie einer zwischenzeitlich nicht
mehr vorhandenen, beispielsweise durch eine Behörde abgenommenen Führungserlaubnis
zugeführt
wird. So kann es sich um ein Merkmal handeln, welches die Echtheit
des vorgelegten Dokumentes belegt, z.B. ein Hologramm oder ähnliche
Merkmale. Bevorzugt handelt es sich um ein Merkmal, welches die
Person identifiziert, der das Dokument zugeordnet ist. Ggfs. kann
es sich auch um mehrere Merkmale handeln, die im Rahmen der Erfindung
geprüft
werden, z.B. ein erstes die Echtheit bestätigendes und ein zweites die
Person identifizierendes Merkmal.
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Da
vielfach nicht kopierbare, an einem amtlichen Dokument zur Führungserlaubnis
vorgesehene Merkmale nur den Hoheitsbehörden bekannt sind und nicht
an Dritte bekannt gegeben werden sollen, kann es in einer bevorzugten
Ausführung
des erfindungsgemäßen Verfahrens
vorgesehen sein, dass es sich bei dem wenigstens einen Merkmal um
ein maschinenlesbares Sicherheitselement handelt, welches an einer
Führungserlaubnis
bzw. einem diese Erlaubnis belegenden Dokument angebracht wird und
hierbei insbesondere nicht ohne eine Zerstörung ablösbar ist, so dass so auch verhindert
werden kann, dass ein derartiges maschinenlesbares Element von der
Führungserlaubnis
entfernt und separat ohne die physische Führungserlaubnis einem Lesegerät zugeführt wird.
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Bei
einem solchen Sicherheitselement kann es sich beispielsweise um
ein Element handeln, welches von demselben Anmelder in der deutschen
Patentanmeldung
DE 10 2005
027 316.5 beschrieben ist.
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Ein
derartiges maschinenlesbares Sicherheitselement kann z.B. nachträglich von
einem Fahrzeughalter bzw. einer hierfür abgestellten Person vor der Überlassung
eines Fahrzeugs an der Führungserlaubnis
der betreffenden Person befestigt werden.
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So
kann es demnach erfindungsgemäß vorgesehen
sein, dass das Vorliegen einer Führungserlaubnis
anhand eines geeigneten, insbesondere amtlichen Dokumentes gemäß dem Verfahren
einmalig, insbesondere vor einer ersten Nutzungsüberlassung geprüft wird
und danach das Dokument der Führungserlaubnis
durch ein maschinenlesbares, d.h. automatisch von einem entsprechenden
Lesegerät lesbaren
Sicherheitselement gekennzeichnet wird, dadurch dass dieses Sicherheitselement
an dem betreffenden Dokument befestigt wird.
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Ein
solches maschinenlesbares Sicherheitselement kann hierbei die vorteilhaften
Eigenschaften aufweisen, dass es wie vorgenannt maschinenlesbar ist,
auf grundsätzlich
sämtlichen
Typen von Dokumenten zur Führungserlaubnis
zum Einsatz kommen kann, keine Beschädigung, insbesondere Entwertung
des Dokumentes, auch nicht bei einer nachträglichen Ablösung erfolgt, bei einer Ablösung des
Sicherheitselementes dasselbe seine Funktion, insbesondere seine
maschinelle Lesbarkeit verliert, und das Sicherheitselement nicht
kopierbar ist.
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Beispielsweise
kann es sich bei einem solchen Sicherheitselement um einen Transponder
gemäß der bekannten
RFID-Technologie handeln. Das Vorhandensein eines solchen Sicherheitselementes und
gegebenenfalls darin gespeicherter Daten kann somit in einfacher
Weise durch ein geeignetes Lesegerät geprüft werden.
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In
einer weiterhin bevorzugten Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens
und somit auch des Systems zur Durchführung des Verfahrens kann es
vorgesehen sein, dass die Prüfung
in einer Datenbank insbesondere automatisch protokolliert wird,
insbesondere um den Fahrzeughalter von dem Ergebnis der Prüfung in
Kenntnis setzen zu können. Hierbei
kann es entweder vorgesehen sein, dass der Fahrzeughalter automatisch
eine Benachrichtigung über
das Ergebnis der Prüfung
erhält
oder aber zumindest in die Lage versetzt ist, selbst die Datenbank abzufragen,
um so Kenntnis über
das Ergebnis der Prüfung
zu erlangen. Hierbei kann es beispielsweise vorgesehen sein, dass
das Ergebnis einer Prüfung von
einem Lesegerät
mittels elektronischer Kommunikation oder auch mittels Datenträger in die
dafür vorgesehene
Datenbank übertragen
wird. Auch können
Listen mit Prüfergebnissen
erstellt und zugänglich
gemacht werden, z.B. durch die Einräumung einer Möglichkeit
zur Abholung solcher Listen aus der Datenbank oder durch automatische
Zustellung.
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Insbesondere
die vorgeschriebene Möglichkeit,
das Ergebnis einer Prüfung
von einem Lesegerät
in eine Datenbank zu übertragen,
die für
einen Fahrzeughalter zugänglich
ist, erlaubt es, Lesegeräte zum
Einsatz im Rahmen des erfindungsgemäßen Verfahrens zentral und/oder
dezentral anzuordnen. So können
insbesondere beim Einsatz des erfindungsgemäßen. Verfahrens zur Überprüfung von Führerscheinen
die Lesegeräte
beispielsweise an öffentlich
zugänglichen
Orten installiert sein, wie z.B. Tankstellen, Autobahnraststätten und
-parkplätzen sowie
z.B. auch bei Fahrzeugprüfbetrieben.
Ebenso besteht die Möglichkeit,
Lesegeräte
auch zentral am Werksgelände
einer Firma oder eines Carsharingunternehmens bereit zu stellen,
von denen Fahrzeuge an Personen zur Nutzung herausgegeben werden.
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Der
Einsatz eines nachträglich
an einem Dokument zur Führungserlaubnis
anbringbaren maschinenlesbaren Sicherheitselementes hat darüber hinaus
den Vorteil, dass ein derartiges Sicherheitselement wenigstens eine
Identifikationsnummer aufweisen kann, die dem Sicherheitselement
zugeordnet ist, und somit auch einer Person zugeordnet werden kann,
zu der das entsprechende Dokument der Führungserlaubnis gehört. So kann
durch Auslesen der Identifikationsnummer aus dem Sicherheitselement mittels
eines Lesegerätes
verfahrensgemäß bestimmt
werden, welche Person in diesem Augenblick nachgewiesen hat, dass
sie im physischen Besitz einer Führungserlaubnis
ist.
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Gemäß einer
weiteren, besonders bevorzugten Ausführung des erfindungsgemäßen Verfahrens und
somit auch des Systems kann es weiterhin vorgesehen sein, dass in
zeitlichen Abständen,
insbesondere gesetzlich vorgesehenen und/oder beliebig wählbaren
Abständen,
eine Person durch wenigstens eine an die Person oder an ein Kommunikationsmedium
dieser Person gerichtete, insbesondere elektronische Mitteilung
aufgefordert wird, eine Prüfung,
insbesondere bis zu einer gesetzten Frist, vorzunehmen.
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So
kann auf diese Art und Weise dafür
Sorge getragen werden, dass Personen regelmäßig daran erinnert werden,
das Vorhandensein ihrer entsprechenden Führungserlaubnis durch eine
Prüfung nachzuweisen,
wobei eine Mitteilung an eine Person bevorzugterweise elektronisch über ein
entsprechend vorgesehenes Kommunikationsmedium erfolgt, beispielsweise
auch gleichzeitig an mehrere Kommunikationsmedien, wobei es sich
bei den Kommunikationsmedien um z.B. Telefon, Computer etc. handeln
kann und insofern elektronische Mitteilungen beispielsweise als
SMS, e-mail, Telefax, Sprach-Nachricht auf einer Mobilbox oder einem
Anrufbeantworter vorgenommen werden können.
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Insbesondere
zur Durchführung
dieses Verfahrensschrittes kann es vorgesehen sein, dass vor einer
Nutzungsüberlassung
eines Fahrzeugs an eine Person von dieser Person Kommunikationsdaten
von wenigstens einem Kommunikationsweg erfasst werden, mittels dem/denen
eine Person zur Durchführung
einer Prüfung
aufgefordert werden kann. Derartige Daten können neben den persönlichen
Daten einer Person erfasst und in einer hierfür vorgesehenen Datenbank gespeichert
werden. Es können
so verfahrensgemäß regelmäßig Mitteilungen
generiert und gegebenenfalls auf mehreren Wegen an die Personen
insbesondere unter Fristsetzung versendet werden.
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Hierbei
ist es ein weiterer Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens, dass bei einer überfälligen Prüfung, d.h.
wenn eine Person die Prüfung
nicht in der ihr mitgeteilten oder bekannten Frist vornimmt, eine
automatische Benachrichtigung an den Fahrzeughalter erfolgen kann,
der sodann gemäß seinem Ermessen
weitere Maßnahmen
einleiten kann, beispielsweise derart, dass nochmals, gegebenenfalls auch
per Einschreiben zur Vorlage der Führungserlaubnis aufgefordert
wird, wodurch der Fahrzeughalter seine gesetzlichen Verpflichtungen
erfüllt
oder aber auch, dass der betreffenden Person die Erlaubnis zur Nutzung
des Fahrzeugs entzogen wird, was gegebenenfalls auch aus der Ferne
durch Aktivierung einer Wegfahrsperre erfolgen kann.
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Gemäß einer
weiteren bevorzugten Ausführung
des Verfahrens kann es vorgesehen sein, dass ein Lesegerät in einem
Mobiltelefon integriert ist, beispielsweise in einem Mobiltelefon
einer Person, an die ein Fahrzeug zur Nutzung überlassen wurde oder aber auch
an einem Mobiltelefon, welches in einem zur Nutzung überlassenen
Fahrzeug angeordnet ist. So ist sichergestellt, dass eine Person über das
Mobiltelefon zum einen eine Aufforderung zur Prüfung erhalten kann und mittels
desselben Mobiltelefons auch die Prüfung durchführen kann. Hierfür kann das Mobiltelefon
beispielsweise ein Lesegerät
aufweisen, welches in der Lage ist, ein z.B. RFID-basiertes Sicherheitselement
zu lesen bzw. das Vorhandensein eines solchen Sicherheitselementes
zu prüfen,
wobei es insbesondere vorgesehen sein kann, dass das Ergebnis dieser
Prüfung
per Mobilfunk durch das Mobiltelefon an eine Datenbank übertragbar
ist, um so wiederum das Abrufen der Daten für den Fahrzeughalter zu ermöglichen.
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Es
kann hier gegebenenfalls vorgesehen sein, dass eine Leseeinrichtung
auch nachträglich
an einem existierenden Mobiltelefon anschließbar ist, insbesondere durch
Anstecken an eine dafür
vorgesehene Schnittstelle oder aber auch mittels einer Funkanbindung,
wie beispielsweise basierend auf der Bluetooth-Technologie. So ist sichergestellt,
dass auch bestehende oder nachgerüstete Mobiltelefone für das erfindungsgemäße Verfahren
verwendet werden können.
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In
einer Weiterbildung des Verfahrens kann es vorgesehen sein, dass
ein Sicherheitselement einen Speicher und/oder Mikroprozessor umfasst,
mittels dem Daten vom Sicherheitselement zum Lesegerät und/oder
umgekehrt übertragen
werden. Wie zuvor genannt, kann es sich hierbei beispielsweise um
eine Identifikationsinformation, wie beispielsweise eine Nummer
handeln, um eine Zuordnung zwischen Sicherheitselement, der Führungserlaubnis, an
der das Sicherheitselement angebracht ist und der Person, zu der
die Führungserlaubnis
gehört,
zu ermöglichen
und so insbesondere die Datenbankeinträge zu pflegen.
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In
einer Weiterbildung kann es ergänzend vorgesehen
sein, dass in dem Sicherheitselement nach einer Prüfung eine
Information über
die Prüfung, insbesondere
das Ergebnis der Prüfung,
gespeichert wird. So wird die Prüfung
bzw. das Ergebnis einer Prüfung
nicht nur dem Fahrzeughalter durch Eintrag in eine Datenbank zur
Verfügung
gestellt, sondern steht auch innerhalb des Sicherheitselementes
für gegebenenfalls
weitere Maßnahmen
zur Verfügung.
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Als
eine weitere Maßnahme
kann es beispielsweise vorgesehen sein, dass vor einer konkreten
Nutzung eines Fahrzeugs, also beispielsweise bevor der Zugang zu
einem Fahrzeug oder das Starten eines Fahrzeugs möglich ist,
durch eine Prüfeinrichtung,
insbesondere im Fahrzeug, überprüft wird, ob
ein Sicherheitselement vorhanden ist, also erkannt und ggfs. ausgelesen
wird und insbesondere ob auf einem Sicherheitselement eine Information über eine
Prüfung,
insbesondere eine letzte fällige Prüfung, vorliegt
und gegebenenfalls wie das Ergebnis dieser Prüfung ausgefallen ist, wobei
in Abhängigkeit
von dieser Information, insbesondere auch vom Ergebnis der Prüfung, die
vorgesehene Zugangseinrichtung den Zugang zum Fahrzeug und/oder
die Nutzung des Fahrzeugs gewährt
oder verweigert.
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Beispielsweise
kann in einer Anwendung in einem Fahrzeug, beispielsweise einem
Kraftfahrzeug, eine Wegfahrsperre integriert sein, die nur dann
das Starten des Fahrzeugs zulässt,
wenn das Vorhandensein des Sicherheitselementes erkannt wird und
insbesondere wenn auf dem Sicherheitselement eine aktuelle, insbesondere
letzte fällige
Prüfung
als erfolgreiche Prüfung
verzeichnet ist. Ist dies nicht der Fall oder beispielsweise die
Frist für
eine Prüfung
verstrichen, so kann durch Aktivierung der Wegfahrsperre bzw. eine
unterlassene Deaktivierung der Wegfahrsperre gesichert werden, dass
das Fahrzeug nicht nutzbar ist.
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Darüber hinaus
ist es in einer anderen Anwendung ebenso möglich, dass bei automatischen Vorrichtungen
zur Gewährung
des Zuganges zu einem Fahrzeug, wie beispielsweise Schlüsselausgabeautomaten,
ebenso eine solche vorbeschriebene Prüfung durchgeführt wird
und der Zugang zum Fahrzeug nur bei positiver Prüfung erfolgt, also beispielsweise
nur bei positiver Prüfung
der Schlüssel
für das betreffende
Fahrzeug ausgegeben wird.
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Ein
erfindungsgemäßes System,
mit dem das vorgenannte Verfahren durchgeführt werden kann, umfasst wenigstens
eine Datenbank, in der Daten zu Personen speicherbar sind, denen
ein Fahrzeug zur Nutzung überlassen
ist, eine Vielzahl von maschinenlesbaren Sicherheitselementen, die
an Dokumenten einer Führungserlaubnis
anbringbar sind und wenigstens ein Lesegerät, bevorzugt mehrere Lesegeräte, zur
Prüfung
des Vorhandenseins eines Sicherheitselementes an einem Dokument
zur Führungserlaubnis,
wobei zu der in der Datenbank gespeicherten Person das Ergebnis
einer Prüfung speicherbar
ist.
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Ein
Ausführungsbeispiel
der Erfindung ist in den nachfolgenden Figuren näher beschrieben. Es zeigen:
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1 in
schematischer Darstellung das Anlegen eines Führerscheininhabers in einer
Datenbank und Markierung des Führerscheins
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2 die
schematische Darstellung einer regelmäßigen Aussendung von Prüfaufforderungen
an einen Führerscheininhaber
und
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3 die
Prüfung über ein
stationäres
Lesegerät
oder ein Mobilfunktelefon mit integriertem Lesegerät
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Die 1 zeigt
einen Führerscheininhaber 1,
der im Besitz eines Führerscheins 2 ist,
wobei an dem Führerschein
ein maschinenlesbares und nicht ohne Zerstörung ablösbares elektronisches Sicherheitselement,
z.B. einen RFID-Chip, angeordnet ist. Dieses Sicherheitselement 3 wird
beim erstmaligen Erfassen des Führerscheininhabers 1 in
einer Datenbank 4 von dem Fahrzeughalter 5 bzw.
einer hierfür abgestellten
Person an dem Führerschein 2 angebracht,
die Daten des Führerscheininhabers
erfasst und mit dem über
ein Lesegerät 8 aufgenommenen Identifikationscode
des Sicherheitselementes 3 in der Datenbank 4 gespeichert.
Hierbei werden neben den persönlichen
Daten und der Identifikationsnummer des zugeteilten Sicherheitselementes
auch bevorzugt mehrere Kommunikationswege, wie z.B. e-mail-Adresse,
Mobilfunknummer, Festnetztelefonnummer, Faxnummer etc. in der Datenbank
erfasst. Es wird ein Datum für
die nächste
Prüfung
festgelegt, wobei bevorzugt dieses Datum automatisch gemäß gesetzlicher
Vorschriften durch das erfindungsgemäße System vorgeschlagen und
festgelegt werden kann oder es werden von dem Fahrzeughalter bzw. hierfür abgestellter
Personen, beliebige andere Zeitpunkte für die nächste Prüfung gewählt.
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Die 2 stellt
dar, dass rechtzeitig vor Erreichen eines nächsten Prüfdatums der Führerscheininhaber 1 von
dem erfindungsgemäßen System,
und hier insbesondere von einem an die Datenbank 4 angeschlossenen
Computer 6 automatisch über
wenigstens eines seiner verschiedenen Kommunikationsmedien eine
Prüfaufforderung 7 erhält, die
ihm wenigstens auf einem der hier dargestellten Kommunikationswege,
beispielsweise als SMS auf ein Mobiltelefon, als e-mail an seinem
Computer bzw. auch als Sprachnachricht an sein Festnetztelefon übersendet
wird.
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Zur
Vorlage des Führerscheins
muss sich der Führerscheininhaber 1 nunmehr
erfindungsgemäß nicht
mehr beim Fahrzeughalter oder einer vom Fahrzeughalter beauftragten
Person melden, sondern es reicht, dass er sein mit dem elektronisch
lesbaren Sicherheitselement gekennzeichneten Führerschein an einem hierfür vorgesehenen
Lesegerät prüfen lässt, welches
die Daten des Sicherheitselementes liest und zusammen, beispielsweise
mit Datum und Uhrzeit, an die Datenbank überträgt, in der die Prüfung registriert
und protokolliert wird, so dass der Fahrzeughalter bei einem Bedarf
einen Nachweis über
die Prüftermine
und die Durchführung
der Prüfungen
aus der Datenbank anfordern kann. Außerdem kann der Fahrzeughalter
automatisch eine Liste mit überfälligen Prüfungen erhalten
und diejenigen Führerscheininhaber,
die sich auf der Liste der überfälligen Prüfungen befinden,
separat überprüfen bzw. weitere
Maßnahmen
einleiten.
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Gemäß der 3 wird
deutlich, dass der Führerscheininhaber 1 seinen
Führerschein
mit dem darauf angeordneten Sicherheitselement 3 einem stationären Lesegerät 8a oder
auch seinem mobilen Lesegerät,
d.h. seinem Mobiltelefon 8b, zuführt, um so das Lesen und Prüfen der
Informationen auf dem Sicherheitselement 3 zu ermöglichen.
Es können
sodann die gelesenen und geprüften
Daten beispielsweise über
die Mobilfunknetzverbindung 9 oder aber bei dem stationären Lesegerät 8a über ein
sonstiges Kommunikationsmedium 10 an die Datenbank 4 übertragen
werden. Insbesondere mit Bezug auf die Anwendung bei einem Mobiltelefon
können
die Prüfdaten,
beispielsweise als SMS oder per GPRS oder ähnlichem an die Datenbank versendet
werden. Dies wird besonders einfach realisiert, wenn das Sicherheitselement
als RFID-Transponder nach dem NFC-Standard (Near-Field-Communication,
z.B. ISO 14443 A/B) aufgebaut ist und das Mobiltelefon diesen Standard
unterstützt.
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Es
kann sodann wie aus der 3 ebenfalls ersichtlich der
Fahrzeughalter 5 mittels des Computers 6 aus der
Datenbank 4 Kontrolllisten abfragen, um so seiner Prüfpflicht
nachzukommen. Hierbei kann es in vorteilhafter Ausgestaltung vorgesehen sein,
dass die Datenbank in einem Netzwerk zugänglich ist und von dem Fahrzeughalter
hinsichtlich der darin gespeicherten Daten gepflegt werden kann.
Ein Zugriff über
das Internet kann hier vorgesehen sein, was insbesondere besonders
bevorzugt ist, da sodann auch die Übersendung von Prüfaufforderungen als
elektronische Mitteilung über
e-mails oder SMS auf besonders einfache Art und Weise durchgeführt werden
können.
Hierdurch ergibt sich auch die Möglichkeit,
das erfindungsgemäße Verfahren
von externen Dienstleistungsunternehmen als Service anzubieten,
wobei der Fahrzeughalter beispielsweise über einen Internetzugang Zugriff
nehmen kann auf dieses Serviceangebot.
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Es
kann ebenso vorgesehen sein, dass ein Fahrzeughalter, wie beispielsweise
ein großes
Unternehmen, um eine derartige Datenbank und eine Applikation zu
pflegen, diese Datenbank in einem eigenen hausinternen Netzwerk
installiert.
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Es
kann in allen Anwendungen dabei festgelegt werden, ob eine Prüfung der
Sicherheitselemente nur an z.B. unternehmenseigenen Lesegeräten durchgeführt werden
kann oder beispielsweise auch an Lesegeräten, die an öffentlich
zugänglichen
Orten zur Verfügung
stehen.
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In
einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung kann es dabei auch vorgesehen
sein, dass Daten zur Übertragung
von dem Sicherheitselement zur Datenbank verschlüsselt übertragen werden, beispielsweise
kann hierfür
ein Lesegerät
eine entsprechende Rechenleistung aufweisen, um die empfangenen
Daten zur Verschlüsselung
zu übertragen oder
es kann bereits vorgesehen sein, derartige Rechenleistungen zur
Verschlüsselung
auch auf einem Mikroprozessor zu implementieren, der in dem Sicherheitselement
angeordnet ist, welches an einem Dokument zur Prüfung der Führungserlaubnis eines Fahrzeugs
angebracht ist.