DE10028670A1 - Brennerplatte für einen Flächenbrenner - Google Patents
Brennerplatte für einen FlächenbrennerInfo
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Abstract
Die Brennerplatte (1) weist Durchtrittskanäle (2) für ein Brenngas-Luft-Gemisch auf, deren Durchmesser kleiner als der Löschabstand der Verbrennung ist. Die Durchtrittskanäle (2) gehen jeweils in eine austrittseitige Querschnittserweiterung (3) über, die eine Stufe (4) bildet und deren Durchmesser größer als der Löschabstand der Verbrennung ist. Bei hoher Wärmestromdichte sitzen die Flammen auf der austrittseitigen Fläche der Brennerplatte (1). Bei Verminderung der Wärmestromdichte wandern sie fortschreitend ins Innere der Querschnittserweiterung (3) hinein und sitzen schließlich auf der Stufe (4) am Übergang zu den Durchtrittskanälen (2). Bei minimaler Wärmestromdichte sind die Flammen hier so gut gegen Abkühlung und schädliche Einflüsse umgebener Gase geschützt, daß eine schadstoffarme Verbrennung möglich ist.
Description
Die Erfindung betrifft eine Brennerplatte für einen Flä
chenbrenner zum Verbrennen eines Gemischs aus einem Brenngas
und einem Sauerstoffträgergas, mit Gemisch-Durchtrittskanä
len, deren Querschnittsmaße kleiner als der Löschabstand der
Verbrennung sind.
Flächenbrenner weisen einen Gemischraum auf, der an die
Brennerplatte anschließt und dazu dient, das Gemisch gleich
mäßig auf die Brennerplatte zu verteilen. Die Gemisch-Durch
trittskanäle sind so eng, daß die sich austrittseitig bil
denden Einzelflammen nicht in den Gemischraum zurückschlagen
können. Flächenbrenner eignen sich insbesondere dazu, die
erzeugte thermische Leistung gleichmäßig auf eine große Flä
che zu verteilen.
Allerdings bestand bisher nicht die Möglichkeit, niedri
ge Wärmestromdichten zu erzielen, wie man sie beispielsweise
zum Erwärmen von Kunststoffplatten oder -bahnen auf ihre
Verformungstemperatur oder zum Trocknen empfindlicher Güter
benötigt. Vielmehr lag die untere Grenze der mit Flächen
brennern erzielbaren spezifischen thermischen Leistung bis
her bei der Verbrennung von Erdgas bei 100 bis 200 kW/m2.
Niedrigere Wärmestromdichten konnten bisher nur mit, elektri
schen Heizelementen oder katalytischer Verbrennung erzielt
werden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Brenner
platte zu schaffen, die eine drastische Verminderung der
spezifischen thermischen Leistung ermöglicht.
Zur Lösung dieser Aufgabe ist die eingangs genannte
Brennerplatte erfindungsgemäß dadurch gekennzeichnet, daß
sich an die Durchtrittskanäle austrittseitig jeweils eine
Querschnittserweiterung anschließt, deren Querschnittsmaße
größer als der Löschabstand der Verbrennung sind.
Bei hoher Wärmestromdichte brennen die Einzelflammen auf
der austrittseitigen Fläche der Brennerplatte. Bei Verminde
rung der Wärmestromdichte ziehen sie sich fortschreitend
zurück und wandern in die Querschnittserweiterungen hinein,
da deren Querschnittsmaße größer als der Löschabstand der
Verbrennung sind. Bei minimaler Wärmestromdichte sitzen die
Flammen am Übergang zwischen den Durchtrittskanälen und den
Querschnittserweiterungen, da die Querschnittsmaße der
Durchtrittskanäle kleiner als der Löschabstand der Verbren
nung sind. Dadurch läßt sich die spezifische thermische Lei
stung auf 10 bis 60 kW/m2 reduzieren. Die Wärmeabstrahlung
vermindert sich, da die Einzelflammen sich bei kleiner spez.
Leistung in die Querschnittserweiterungen zurückziehen und
sich die Fläche der Festkörper- und Gasstrahlung sowie der
Winkel der Gasstrahlung verkleinern. Die geringe spezifische
thermische Leistung ist ideal dazu geeignet, z. B. Kunst
stoffmaterial indirekt großflächig auf eine Verformungstem
peratur von 100 bis 300°C zu erwärmen. Hierzu ist es not
wendig, daß die mittlere Oberflächentemperatur der Brenner
platte deutlich unter 900°C abgesenkt wird, ohne daß es zu
einer unvollkommenen Verbrennung kommt oder die Flamme
erlischt. Für eine sauerstoffreiche vollkommene nichtkataly
tische Verbrennung sind u. a. Flammentemperaturen oberhalb
von 900°C erforderlich.
Daß die Mikro-Flammen brennen und niedrige Werte an
unverbrannten Bestandteilen erzielen, obwohl die mittlere
Oberflächentemperatur der Brennerplatte unterhalb der erfor
derlichen Reaktionstemperatur liegt, ist darauf zurückzufüh
ren, daß sie im Inneren der Querschnittserweiterungen durch
das Material der Brennerplatte thermisch abgeschirmt und
dadurch gegen eine Abkühlung geschützt sind. Auch besteht
nicht die Gefahr, daß Abgas oder andere schädliche Gase in
die Flammen eintritt bzw. eintreten. Abgas würde neben einer
Kühlung der Flammen einen Verdünnungs- und Löscheffekt
bewirken, da es im wesentlichen aus den inerten Bestandtei
len CO2 und N2 besteht.
Auf diese Weise läßt sich die Flammentemperatur auch bei
niedriger spez. Leistung der Brennerplatte auf einem Niveau
in der Größenordnung oberhalb von 900°C halten, bei dem
nicht nur ein Erlöschen der Flammen vermieden wird, sondern
bei dem sich darüber hinaus eine schadstoffarme Verbrennung,
insbesondere eine CO-arme Verbrennung einstellt.
Verbrennungstemperatur und Verweilzeit reichen für eine
nahezu vollständige Umsetzung von CO in CO2 aus.
Die Position der Flammen innerhalb der Hohlräume hängt
von der Wärmestromdichte ab. Bei niedriger Wärmestromdichte
befinden sich die Flammen innerhalb der Brennerplatte und
werden vor Auskühlung geschützt. Bei hoher Wärmestromdichte
ist die Temperatur der Brennerplatte ausreichend hoch, so
daß die Flammen auf der außenseitigen Fläche der Brenner
platte brennen können zwischen dieser Flammenposition und
dem Beginn der Querschnittserweiterung am Übergang zu den
Durchtrittskanälen ist jede Position möglich. Je tiefer die
Flammen in die Querschnittserweiterungen hineinwandern,
desto geringer wird die Oberflächentemperatur der Brenner
plätte und desto stärker wirkt sich die Flammenabschirmung
aus. Ein Hineinwandern der Flammen in die Durchtrittskanäle
ist nicht möglich, da deren Querschnittsmaße kleiner als der
Löschabstand der Verbrennung sind.
Die Querschnittserweiterungen können stetig vom aus
trittseitigen Ende der Durchtrittskanäle zur Austrittsseite
der Brennerplatte verlaufen. Die Querchnittserweiterungen
sind dann trichterförmig ausgebildet. Bevorzugt wird man die
Querschnittserweiterungen sprunghaft ausbilden. Auf diese
Weise entsteht in jeder Querschnittserweiterung mindestens
eine Stufe, die eine gewisse Flammenhaltewirkung erzeugt.
Als besonders vorteilhaft hat sich eine achssenkrechte Stufe
am Übergang zum jeweiligen Durchtrittskanal erwiesen. Daran
können sich dann in Strömungsrichtung weitere Stufen
anschließen, die durch zylindrische oder konische Flächenab
schnitte miteinander verbunden sind. Im einfachsten Falle
werden die Querschnittserweiterungen jeweils von einer
einzigen zylindrischen Bohrung gebildet.
In wesentlicher Weiterbildung der Erfindung wird vorge
schlagen, daß die Brennerplatte eine austrittseitige Abdeck
platte mit den Querschnittserweiterungen zugeordneten Öff
nungen trägt, deren Querschnittsmaße größer als der Löschab
stand der Verbrennung und höchstens gleich denen der aus
trittseitigen Enden der zugeordneten Querschnittserweiterun
gen sind.
Bei hoher Wärmestromdichte brennen die Flammen auf der
austrittseitigen Fläche der Abdeckplatte. Da die Quer
schnittsmaße von deren Öffnungen größer als der Löschabstand
der Verbrennung sind, können die Flammen bei Verminderung
der Wärmestromdichte durch diese Öffnungen hindurchwandern
und ins Innere der Querschnittserweiterungen der Brenner
platte eintreten.
Sind die Öffnungen der Abdeckplatte enger als die aus
trittseitigen Enden der Querschnittserweiterungen der Bren
nerplatte, so verbessert sich die Flammenabschirmung. Bei
gleichen Abmaßen besteht die Möglichkeit, die austrittseiti
ge Wärmeleitfähigkeit der Brennerplatte zu reduzieren.
In jedem Falle ist es vorteilhaft, die Brennerplatte
oder die Abdeckplatte oder die Brennerplatte und die Abdeck
platte aus einem Material mit niedriger Wärmeleitfähigkeit
herzustellen. Insbesondere wird man die Wärmeleitfähigkeit
der Abdeckplatte geringer als die der Brennerplatte wählen,
vor allem dann, wenn geeignetes Material mit niedrigerer
Wärmeleitfähigkeit kostengünstig verfügbar ist. Ferner wird
vorgeschlagen, daß das Material mit niedriger Wärmeleitfä
higkeit ein keramisches Material ist, vorzugsweise Cordierit
oder Aluminiumtitanat.
Bei denn Durchtrittskanälen handelt es sich vorzugsweise
um Bohrungen mit einem Durchmesser von ca. 0,6 bis 1,2 mm,
wobei die Länge der Durchtrittskanäle ca. dem 4-fachen bis
15-fachen ihres Durchmessers entspricht.
Bei den Querschnittserweiterungen handelt es sich vor
zugsweise um Bohrungen mit einem Durchmesser von ca. 1,5
bis 3 mm, wobei die Länge der Bohrungen ca. dem 1-fachen bis
3-fachen ihres Durchmessers entspricht.
Besteht die Brennerplatte aus keramischem Material, so
können die Bohrungen bei der Herstellung der Brennerplatte
eingepreßt werden. Sie verlaufen vorzugsweise senkrecht zur
austrittseitigen Fläche der Brennerplatte.
In der Regel wird man die Durchtrittskanäle mit ihren
Querschnittserweiterungen in einem regelmäßigen Muster auf
der Brennerplatte verteilen. Der gegenseitige Abstand wird
so gewählt, daß ein sicheres Überzünden der Verbrennung über
die Fläche der Brennerplatte gewährleistet ist. Hierzu ent
spricht der Abstand zwischen benachbarten Durchtrittskanälen
vorzugsweise ca. dem 1,5-fachen bis 6-fachen ihres Durchmes
sers. Die Abstände in Längsrichtung der Brennerplatte können
kürzer oder länger sein als die Abstände in Querrichtung.
Wie bereits erwähnt, wird man ein regelmäßiges Muster bevor
zugen. Allerdings besteht auch die Möglichkeit, die Brenner
platte mit Bereichen unterschiedlicher Flammendichte auszu
statten.
Die Erfindung wird im folgenden anhand bevorzugter Aus
führungsbeispiele im Zusammenhang mit der beiliegenden
Zeichnung näher erläutert. Die Zeichnung zeigt in:
Fig. 1 einen schematischen Teilschnitt durch eine erste
Ausführungsform;
Fig. 2 einen Schnitt entsprechend Fig. 1 durch eine
zweite Ausführungsform.
Der Schnitt nach Fig. 1 zeigt einen Teil einer Brenner
platte 1, und zwar am Ort eines Durchtrittskanals 2, in den
vom unteren Ende her ein Erdgas-Luft-Gemisch eingeleitet
wird. Die Brennerplatte 1 gehört zu einem Flächenbrenner und
ist daher mit einer Vielzahl von Durchtrittskanäle 2 verse
hen.
Wie dargestellt, geht der Durchtrittskanal 2 in eine
sprunghafte Querschnittserweiterung 3 in Form eines zylindri
schen Hohlraums über, und zwar unter Bildung einer Stufe 4,
die eine Abrißkante darstellt.
Fig. 1 zeigt eine Flamme 5, die sich an der Stufe 4 ge
bildet hat und völlig im Inneren des Hohlraums liegt. Dies
entspricht der minimalen Wärmestromdichte der Verbrennung.
Die Oberflächentemperatur auf der austrittseitigen Fläche
der Brennerplatte 1 befindet sich auf ihrem Minimum. Dennoch
kommt es im Inneren des Hohlraums zu einer schadstoffarmen
Verbrennung, da die Flamme 5 entsprechend abgeschirmt ist.
Zum einen besitzt die Brennerplatte 1 eine geringe Wär
meleitfähigkeit und verhindert daher eine Kühlung der Flamme
5. Zum anderen ist die Flamme 5 gegen den schädlichen
Zutritt von Gasen, wie z. B. Abgas oder Luft geschützt. Die
Gase können also keine auf Kühlung und Verdünnung zurückzu
führende Löschwirkung ausüben.
Bei Erhöhung der spezifischen thermischen Leistung wan
dert die Flamme 5 fortschreitend zur austrittsseitigen Flä
che der Brennerplatte 1 und steht bei maximaler Wär
mestromdichte auf dieser Fläche. Die Wärmeabstrahlung
erreicht dabei ihr Maximum.
Der Durchmesser der Querschnittserweiterung 3 ist größer
als der Löschabstand der Verbrennung, so daß die Flamme 5 im
Hohlraum ungehindert aufwärts und abwärts wandern kann. Der
Durchmesser des Durchtrittskanals 2 hingegen ist kleiner als
der Löschabstand der Verbrennung. Die Stufe 4 bildet also
die innere Endposition für die Flamme 5.
Die Brennerplatte 1 besteht aus keramischem Material
niedriger Wärmeleitfähigkeit, wobei die Durchtrittskanäle 2
und die Hohlräume bei der Fertigung der Brennerplatte 1 in
diese eingepreßt worden sind.
Die Ausführungsform nach Fig. 2 unterscheidet sich von
der nach Fig. 1 dadurch, daß auf der austrittseitigen Flä
che der Brennerplatte 1 eine Abdeckplatte 6 mit Öffnungen 7
angeordnet ist, wobei die Öffnungen 7 den Querschnittserwei
terungen 3 und damit den Durchtrittskanälen 2 zugeordnet
sind. Der Durchmesser der Öffnungen 7 ist kleiner als der
der Querschnittserweiterungen 3, jedoch immer noch größer
als der Löschabstand der Verbrennung. Die Flammen 5 können
also durch die Öffnungen 7 hindurchwandern, wobei sie bei
maximaler Wärmestromdichte auf der austrittseitigen Fläche
der Abdeckplatte 6 sitzen. Ihre Rückkehr in die Hohlräume
ist unbehindert möglich.
Die Abdeckplatte 6 schnürt also die Austrittsenden der
Hohlräume ein und verbessert auf diese Weise die Abschirmung
der Flammen 5. Auch kann die thermische Abschirmung verbes
sert werden, und zwar insbesondere dann, wenn die Wärmeleit
fähigkeit der Abdeckplatte 6 geringer als die der Brenner
platte 1 ist.
Im Rahmen der Erfindung besteht durchaus die Möglichkeit
zu Abwandlungen. So können die Öffnungen der Abdeckplatte an
den Querschnitt der Hohlräume angepaßt sein. Auch besteht
die Möglichkeit, andere als keramische Materialien für die
Brennerplatte und die Abdeckplatte zu verwenden, wobei
allerdings auf geringe Wärmeleitfähigkeit zu achten ist. Die
Querschnittsformen der Durchtrittsöffnungen und der Quer
schnittserweiterungen müssen nicht, wie angegeben, kreisför
mig sein, sondern können beliebig gewählt werden (polygonal,
schlitzförmig etc.) und können auch als poröses Material
dargestellt sein, solange die jeweiligen Verhältnisse zum
Löschabstand eingehalten werden. Anstelle der sprunghaften
Querschnittserweiterungen sind auch stetige, also konische
Querschnittserweiterungen denkbar. Ferner können mehrere
Stufen gebildet werden, die durch konisch oder zylindrische
Flächenabschnitte miteinander in Verbindung stehen.
Claims (10)
1. Brennerplatte (1) für einen Flächenbrenner zum Ver
brennen eines Gemischs aus einem Brenngas und einem Sauer
stoffträgergas, mit Gemisch-Durchtrittskanälen (2), deren
Querschnittsmaße kleiner als der Löschabstand der Verbren
nung sind,
dadurch gekennzeichnet,
daß sich an die Durchtrittskanäle (2) austrittseitig
jeweils eine Querschnittserweiterung (3) anschließt, deren
Querschnittsmaße größer als der Löschabstand der Verbrennung
sind.
2. Brennerplatte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß die Querchnittserweiterungen (3) jeweils sprunghaft
ausgebildet sind.
3. Brennerplatte nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet
durch eine austrittseitige Abdeckplatte (6) mit den Quer
schnittserweiterungen (3) zugeordneten Öffnungen (7), deren
Querschnittsmaße größer als der Löschabstand der Verbrennung
und höchstens gleich denen der austrittseitigen Enden der
zugeordneten Querschnittserweiterungen (3) sind.
4. Brennerplatte nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß die Brennerplatte (1) oder die
Abdeckplatte (6) oder die Brennerplatte und die Abdeckplatte
aus einem Material mit niedriger Wärmeleitfähigkeit beste
hen.
5. Brennerplatte nach Anspruch 4, dadurch gekennzeich
net, daß die Wärmeleitfähigkeit der Abdeckplatte (6) gerin
ger als die der Brennerplatte (1) ist.
6. Brennerplatte nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Material mit niedriger Wärmeleitfähigkeit
ein keramisches Material ist, vorzugsweise Cordierit oder
Aluminiumtitanat.
7. Brennerplatte nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß die Durchtrittskanäle (2) Boh
rungen mit einem Durchmesser von ca. 0,6 bis 1,2 mm sind.
8. Brennerplatte nach Anspruch 7, dadurch gekennzeich
net, daß die Länge der Durchtrittskanäle (2) dem 4-fachen
bis 15-fachen ihres Durchmessers entspricht.
9. Brennerplatte nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, daß die Querschnittserweiterungen
(3) Bohrungen mit einem Durchmesser von 1,5 bis 3 mm sind.
10. Brennerplatte nach Anspruch 9, dadurch gekennzeich
net, daß die Länge der Bohrungen dem 1-fachen bis 3-fachen
ihres Durchmessers entspricht.
Priority Applications (1)
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Publications (1)
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OM8 | Search report available as to paragraph 43 lit. 1 sentence 1 patent law | ||
8127 | New person/name/address of the applicant |
Owner name: E.ON RUHRGAS AG, 45138 ESSEN, DE |
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